Sollen wir jetzt den Griechen Geld für Flüchtlinge geben?

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16 Antworten

Das wird die EU schlicht müssen.
Der Türkei als nicht EU-Mitglied Milliarden zu spendieren und sich erpressbar zu machen, aber dem EU-Mitglied Griechenland nichts, ließe sich nicht begründen.
Dem würde sich Italien sofort anschließen und ihrerseits Milliarden einfordern.

Wer a sagt wird auch b sagen müssen.
Und Deutschland darf die Zeche bezahlen, für Merkels Einladung "wir schaffen das".
Wer die Musik bestellt der zahlt.

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Hallo,

Griechenland verlangt deswegen Geld von der EU, weil diese sich nicht an ihr eigenes Flüchtlingsabkommen hält. Die vereinbarte finanzielle und personelle Unterstützung der Griechen bei der Bewältigung der großen Zahl von Flüchtlingen ist an vielen Stellen ein Versprechen geblieben und wurde nicht umgesetzt. Griechenland muss jetzt viele Flüchtlinge aufnehmen und diese versorgen, ohne die entsprechenden Mittel und Ressourcen zu haben. Wenn das Ganze nicht in einer humanitären Katastrophe enden soll, müssen die anderen EU-Länder mehr Flüchtlinge aufnehmen oder zumindest finanziell Griechenland unterstützen.

Im Gegensatz zur Türkei ist Griechenland eine wirkliche Demokratie, die nicht an jeder Stelle und mit offensichtlich falschen und vorgeschobenen Begründungen die Menschenrechte verletzt und mit einem autokratischen Personenkult mehr und mehr auf eine Eskalation zusteuert. Griechenland ist also ein um Längen verlässlicherer und den deutschen Interessen mehr zugeneigter Staat als die Türkei. Wenn du mich fragst, ist das EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen ein von Machtpolitik und Nationalismus geprägtes Abkommen, dass die türkische Autokratie nur noch mehr stärkt und von allen den Flüchtlingen am allerwenigsten hilft. Natürlich ist es notwendig, Geld an die Türkei zu zahlen, damit diese den Flüchtlingsandrang bewältigen kann, aber es ist doch noch viel wichtiger, humanitäre Katastrophen in Ländern zu verhindern, in denen diese noch zu verhindern sind und es noch klare demokratische Rechtsstaatlichkeit gibt.

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Kommentar von veritas55
05.08.2016, 22:48

Die vereinbarte finanzielle und personelle Unterstützung der Griechen bei der Bewältigung der großen Zahl von Flüchtlingen ist an vielen Stellen ein Versprechen geblieben und wurde nicht umgesetzt. Griechenland muss jetzt viele Flüchtlinge aufnehmen und diese versorgen,ohne die entsprechenden Mittel und Ressourcen zu haben. Wenn das Ganze nicht in einer humanitären Katastrophe enden soll, müssen die anderen EU-Länder mehr Flüchtlinge aufnehmen oder zumindest finanziell Griechenland unterstützen.

So ist es !!!

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Alle EU-Staaten die nicht bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen sollten zu einer anteilmäßigen Ausgleichszahlung verpflichtet werden ! Dabei muss natürlich das wirtschaftliche Potential mit berücksichtigt werden.

Von dem (fragwürdigen) Abkommen mit der Türkei sollte das getrennt behandelt werden - das ist eine ganz eigene Geschichte. Denn die Türken haben ja ebenfalls zahllose Flüchtlinge zu versorgen und sollten nicht noch zusätzlich für das despotische Verhalten ihres Staatschefs bestraft  werden - immerhin hat ihn jeder Zweite nicht gewählt und seine Gegner leiden sowieso schon darunter, ganz abgesehen davon, dass mit dem einbrechenden Tourismusgeschäft der Hauptwirtschaftszweig wegfällt.

"Entweder die Griechen oder die Türken zu unterstützen" ist also keine Lösung - die Probleme müssen nach Möglichkeit gemeinsam bewältigt werden.

Fakt ist aber was uncledolan geschrieben hat, dass die Griechen bislang - entgegen aller Versprechungen - völlig im Stich gelassen wurden und auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern die uns alle im Endeffekt teuer zu stehen kommen wird.

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Kommentar von pontios94
14.08.2016, 13:33

nette idee mit den ausgleichszahlungen

wäre sicher auch durchsetzbar jedoch zweifle ich irgendwie an die motivation mancher staaten ganz vorne zB die ungarn oder die polen

im momentanen europa welches immer weiter nach rechts abdriftet ist dieser gedanke leider nur fiktion

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Das ist die logische Konsequenz, wenn sie die anderen EU-Länder weiterhin weigern, Flüchtlinge aufzunehmen. Wir können ja kaum die Griechen, die eh schon keine Kohle haben, mit dem Problem alleine lassen. Dasselbe gilt übrigens für Italien.

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Immer mit der Ruhe.

Noch ist das Flüchtlingsabkommen nicht geplatzt und die Türken können es sich eigentlich auch gar nicht leisten, es platzen zu lassen. Das ist nur maulheldische Großspurigkeit.

Sollte es wieder Erwarten doch passieren, muss natürlich Plan B her und die Geldströme werden nach Griechenland umgeleitet. :-)

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Kommentar von Monseigneur
03.08.2016, 17:20

Natürlich ist es noch nicht soweit. Angesichts der aktuellen Lage in der Türkei , wird es aber nicht lange dauern.


Die Frage ist ja nicht wer das Geld kriegt.Ich denke eher an eine langfristige Lösung.


Deutschland hat ein Auswanderungsproblem , letztes Jahr sind knapp 1 Millionen ausgewandert. Geburtenproblematik , offene Ausbildungsplätze , kulturelle Vielfältigkeit , um nur ein Paar zu nennen.


Wäre es nicht besser das Geld im Land zu behalten , selber davon zu profitieren , und auch humanitär ein Zeichen zu setzen?

Wäre das nicht eine Win-Winsituation? ;-)

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Es ist besser die griechische Regierung zu unterstützen als die türkische.

Alle Geflüchteten in Griechenland und Italien zu lassen ist aber trotzdem keine Lösung.

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Kommentar von Gilgaesch
03.08.2016, 12:29

Na klar ist es keine Lösung aber zumindest eine erste Maßnahme außerdem glaube ich, dass die Leute di fliehen nicht gerade erpischt darauf sind in einem Diktaturstaat zu warten

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Gerade in der faz gelesen:

Nach kritischen Äußerungen ihrer Menschenrechtsbeauftragten hat die Bundesregierung klargestellt, dass sie an dem EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei festhält. „Die EU und die Bundesregierung stehen zu der Vereinbarung mit der Türkei und gehen davon aus, dass die Türkei das Abkommen erfüllt“, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer

Das Abkommen sei nicht „perfekt“ und auch noch nicht in allen Punkten umgesetzt, sagte auch der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer. Aber die Bundesregierung stehe „in vollem Umfang hinter diesem Abkommen“.

Ist das vielleicht die Lösung?

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Kommentar von PolluxHH
03.08.2016, 19:58

Sagen wir so - es wäre die Lösung, welche die Flüchtlinge vor den Toren der EU hielte, angesichts der aktuellen Flüchtlingspolitik der EU (hat etwas von den drei Affen) eine nicht zu verachtende Option ...

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Ja natürlich.

Wobei man Griechenland das Geld ja gar nicht direkt geben muss.

Europa stellt sich als einheitliche Gemeinschaft dar, und tritt im Innen- und Außenverhältnis auch so auf. Dann soll Europa auch hingehen und im sich Bereich der Grenzsicherung von nationalem Denken verabschieden, und die Grenzen als europäische Grenzen ansehen.

Es ist ja sowieso total unverständlich, warum man in Europa Sicherheit schaffen will, und die größte Sicherheitsfrage, sprich die Grenzsicherung, dann einem Drittland wie der Türkei überläßt. So ein Unsinn dürfte in der Geschichte einmalig sein.

Zu Zeiten des kalten Krieges haben wir hier in Deutschland ein Tiefflieger-Radar installiert, um gegen einen Angriff der UDSSR gewappnet zu sein.

Dieses Radarsystem kann man zum Beispiel abbauen, und auf den griechischen Inseln und Festland installieren. Dabei würde wahrscheinlich sogar mehr rauskommen als Flüchtlingsaktivitäten.

Weiterhin können Teile der Atlantikflotten der europäischen Staaten ebenfalls ohne Probleme  zur Grenzsicherung verlegt werden.

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Kommentar von veritas55
05.08.2016, 22:16

Was die gemeinsame Verantwortung für die EU-Grenzen betrifft, hast du recht, aber die flüchtenden Menschen durch militärische Maßnahmen abzuwehren ist genauso zynisch wie der Vorschlag von NewKernroy.

Soll deine Atlantikflotte die Boote "ohne Probleme" torpedieren oder was ? Unmöglich was sich manche kranke Hirne hier ausdenken!!!

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Das Beste aus deutscher Sicht (und Deutschland wäre in jedem Fall Hauptfinanzier, mittelbar oder unmittelbar) wäre ökonomisch, die Flüchtlinge in Deutschland unterzubringen, denn sie haben eine Sparquote von annähernd Null und dann finanzierten sich die Flüchtlinge zu einem großen Anteil selber. Dies kann man vereinfachend in Analogie zum Haavelmo-Theorem betrachten.

Bei 6 Mrd. an Griechenland (ähnliches könnte man auch für Italien formulieren) wirkte es ähnlich, allerdings zum Vorteil für die griechische Wirtschaft. Da wir aber eh ständig Mittel nach Griechenland verbringen, die dort irgendwie versickern, könnte man durchaus einen Teil dieser Mittel für Flüchtlinge aufbringen, also müßte dann nicht volle 6 Mrd. zusätzlich zahlen, sondern nur den nicht selbstfinanzierenden Anteil, gemutmaßt 20%, also 1,2 Mrd. Euro. Es wäre sogar, richtig angefaßt, die zweitbeste Lösung. Zudem ließe sich hier eine vorteilhafte Mittellenkung erreichen, so daß die Hilfe auch in Griechenland wirklich etwas bewirkt.


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Kommentar von Monseigneur
03.08.2016, 17:28

Ein sehr guter Ansatz. Ich sehe aber das Problem an der immer höheren Anzahl derer , die sich vor Fremdem fürchten , siehe afd.

Dass Deutschland Einwanderer braucht ist auch klar , aber so?

Unterstützung für Griechenland auch ok , aber an die richtige Adresse.

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Kommentar von Gilgaesch
03.08.2016, 17:57

Klar wäre dieser Ansatz rein finanziell sehr gut aber politisch kann die Regierung das momentan einfach nicht machen. Das stärke dan Pegida und AFD und so kurz vor einer Wahl ist das sehr schlecht

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Ja klar, ist nur fair, wenn man das Geld was die Türkei hätte kriegen sollen den Greichen gibt und diese dann auch stark unterstützt.

Zum einen sind die Griechen ohnehin noch hoch verschuldet, und das Geld können die gebrauchen und griechenlands Regierung ist vl nicht die beste der Welt aber wenigstens keine Todesstrafe oder Diktatur.  

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Kommentar von Monseigneur
03.08.2016, 17:37

Auch ok , wir wollen aber nicht die Problematik Griechenlands lösen , sondern das der Flüchtlinge.

Stimme dir aber zu , dass Griechenland demokratisch nicht mit Türkei gleichzustellend ist.

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Griechenland hat genug von Deutschland bekommen sollten keinen Cent mehr kriegen.Es kommt nichts zurück.

Wer gibt den Deutschland Geld für Merkels Flüchtlingswahn?

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Finanziert nicht Deutschland schon Flüchtlinge in anderen Ländern?Es reicht .

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Auf jeden Fall ist es in Griechenland wärmer und man braucht nicht so dickwandige Häuser und Heizung wie in Deutschland, um über den Winter zu kommen. Die EU sollte am besten eine große unbewohnte Insel kaufen und dort ein lauschiges Flüchtlingsheim schaffen.

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Kommentar von veritas55
05.08.2016, 22:08

man braucht nicht so dickwandige Häuser und Heizung wie in Deutschland,

Da bist du falsch informiert: die letzten Winter waren in Griechenland zeitweise kälter als in Deutschland und erschwerend kommt hinzu, dass die Gebäude (Isolation, Heizungen) nicht darauf eingerichtet sind. Holz ist zudem Mangelware, so dass alles mögliche zum Heizen verwendet wird was in den Städten die Luft verpestet. Das ist bereits ein riesiges Problem.

Dir sollte zumindest bekannt sein, dass die griechische Bevölkerung seit Jahren "dank" der unmöglichen Auflagen selber extrem von Armut betroffen ist - die Versorgung der zahllosen Flüchtlinge trifft die Griechen unvergleichlich härter als unseren Wohlfahrtsstaat.

Außerdem sind unbewohnte Insel gewöhnlich unbewohnbar weil es entweder kein Trinkwasser und/oder nur eine ungenügende Vegetation gibt - Flüchtlinge dort aussetzen zu wollen ist deshalb an Dummheit oder Zynismus nicht zu überbieten !

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Aber selbstvertändlich Türkei bekommt doch auch.

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Die 6 Milliarden könnte man auch lieber den Ländern geben die wirklich was machen. Mit anderen Worten....Deutschland kann einfach etwas Geld an Schweden Österreich und Ungarn abgeben weil ja sonst sowieso keiner auf die Idee kommt etwas zu zahlen 

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Kommentar von Gilgaesch
03.08.2016, 12:31

Frankreich und Spanien zahlen auch aber ich weiß was du meinst

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Kommentar von Monseigneur
03.08.2016, 17:33

Auch guter Ansatz , langfristig aber nicht machbar. Das ist nur kurzfristig gesehen.

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Die Griechen schaffen das nicht. Sie sollten einen Teil ihres Theritoriums an die EU verpachten und die das machen lassen.

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Kommentar von Monseigneur
03.08.2016, 17:30

Klar die schaffen das nicht.

Idee gut , leider nicht in der Praxis umzusetzen.

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