Sollen Eltern beim Ausgeben des Taschengeldes mitreden?

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25 Antworten

Du haettest deinen Kindern reingeredet - und damit genau das falsche gemacht. Was deine Kinder gelernt hatten, das waere dann, mein Taschengeld gehoert mir nicht wirklich, ich darf nur das damit machen, was meine Mutter will. Es kommt nicht darauf an, was mir selbst gefaellt, sondern nur, was meiner Mutter gefaellt. - Genau so sollte es nicht sein.
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Sicher geben Kinder auch mal Geld aus fuer Dinge, die die Eltern fuer total sinnlos halten. Aber die Kinder hatten in diesem Moment den Wunsch, sich genau das zu kaufen. Konnten sie das auch tun, dann war es auch gefuehlsmaessig IHR Geld.
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Lernen tun sie nichts, wenn man es ihnen vorredet. Es ein normales Lernen, man kann darueber sprechen, ob etwas gut oder schlecht war, aber man sollte sie gehen lassen. Sie lernen auch irgendwann recht schnell aus solchen Fehlern, schneller als man denkt.
Und nochmal, das Taschengeld ist letztendlich fuer die Wuensche der Kinder da und nicht fuer das, was Eltern fuer sinnvoll halten.

Kehrwisch 12.10.2010, 11:55

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich finde sie gut und habe darüber nachgedacht, da ich es aus der Sichtweise noch nicht betrachtet habe. Darf ich Dich noch fragen, ob und wo Du eine Grenze setzen würdest? Ich habe gesehen, daß der kleine Junge noch sehr viel mehr Geld bei sich hatte. Und ich bin sicher, daß er alles bei mir ausgegeben hätte, wenn ich mich nicht geweigert hätte, ihm weitere Sachen zu verkaufen. Es war wahrscheinlich sein ganzes Taschengeld - soweit ich sehen konnte waren es über 200 Euro. Frage: Hättest Du ihn alles ausgeben lassen oder irgendwann doch eingeschritten? Im voraus Danke für Deine Antwort.

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Franticek 12.10.2010, 12:15
@Kehrwisch

Wenn der 200€ bei sich hatte, dann war das mehr als nur ein Taschengeld. Freiheiten sollte man gewaehren im normalen Taschengeldbereich. Bei einem solchen Betrag aber handelt es sich mit Sicherheit um irgendwelchen Ersparnisse und nicht um regelmaessiges Taschengeld.
Mit anderen Worten, an deiner Stelle haette ich die Grenze auch erst mal so in der Hoehe gesehen, in der ein normales Taschengeld (einmalig) liegt. Ich sehe naemlich auch den deutlichen Unterschied zwischen regelmaessigem Taschengeld und Ersparnissen.
Aber auch da .... wenn sich ein Kind bewusst Geld fuer etwas zusammenspart, dann sollte es auch entscheiden, fuer was es spart und was es dann kaufen will. Aber die Situtation ist dann schon wieder eine ganz andere.

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Eltern sollten sich raus halten, denn Kinder müssen eigene Erfahrungen machen. Wenn sie ihr Geld für scheinbar sinnlose Dinge ausgeben, dann ist das ihr Problem, ganz wichtig ist, dass Mama und Papa dann kein Geld nachschieben, sondern dass das Kind mit den Konsequenzen seines Tuns leben muss. Scheinbar sinnlose Dinge für Erwachsene haben andererseits oft einen hohen Wert für Kinder. Das sollten wir (in einem gewissen Rahmen) auch akzeptieren

kinder brauchen verantwortung, einem 10 jährigen jungen die verantwortung über 10-15 € zu geben finde ich nicht problematisch. der junge hat dann imer noch feste grenzen gesetzt bekommen und es geht nicht soweit, dass papi ihm die kreditkarte in die hand drückt. bei jugendlichen am 14 sollte man natürlich den bereich des geldes erweitern und wenn man nicht unter völligem kontrollzwang leidet sollte man es damit gut sein lassen. kinder brauchen ihre erfahrungswerte...

Kehrwisch 12.10.2010, 11:42

Ich habe gesehen, daß der Junge noch mehr Geld in seiner Geldbörse hatte. Er wollte auch noch mehrere Sachen bei mir einkaufen (Kuchenformen, Serviettenringe, Schwimmflügel...). Mir hat es leid getan um sein sinnlos verschwendetes Taschengeld und ich habemich geweigert, ihm noch weitere Sachen zu verkaufen. Somit reden wir eigentlich nicht über 10-15 Euro sondern (wahrscheinlich) über sein komplettes Taschengeld.

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ich stimme dir voll und ganz zu. ein kind muss lernen und die situation, die du beschreibst funktioniert genausowenig, wie anti-autoritaere erziehung. kinder brauchen eine autoritaet, denn sie sind kinder und muessen lernen. woher sollen sies auch wissen? und besser, sie lernen von den eltern, die ihnen mal reinreden, als auf die harte tour (mit 18 einen berg von schulden, schufa-eintraege und inkasso vor der tuer). und grad in unserer gesellschaft ist es extremst(!) wichtig, den kindern soviel respekt vor leben, nahrung, wasser, geld und dem ganzen spass beizubringen, wie es nur geht, denn die meisten werden hier alt und kapieren garnicht, was sie fuer werte jeden tag zum fenster rausschmeissen.

Denke genau so wie von Dir beschrieben.. in der Regel sollten Kinder schon selbständig entscheiden dürfen.. wenn aber Geld unnütz ausgeben wird, sollte man schon beim Kauf als Elternteil dabei sein um beratend eingreifen zu können.

Wer weiß woher das Kind es hatte- vielleicht sind seine Eltern ja auch so veranlagt, dass Sie für jeden Mist ihr Geld rauswerfen (reine Spekulation). Meine Kinder dürfen ihr Geld ausgeben, jedoch gebe ich den Rahmen dafür vor. D.h. es wird im Gespräch geklärt, brauchst Du es wirklich? Oder bei Süßigkeiten gibt es ein Stop. Wir haben die Vereinbarung, dass ich die Süßigkeiten kaufe (bzw. Reiswaffeln, Honigwaffeln und sehr selten andere Süßigkeiten).Sie dürfen keine Spielzeug-Waffen kaufen, oder Kriegsspielzeug und keine Spielzeuge mit sogenannten Weichmachern!

Aber die Meinungen gehen auseinander!

LG

Sesostris

Wie du schon sagst, dass Taschengeld ist dafür da, dass die Kinder sich dafür was kaufen, egal wie sinnvoll oder sinnfrei. Solang die Eltern den Kindern nicht ausdrücklich sagen, dass sie das und das nicht kaufen dürfen, dürfen sie halt alles mit dem Geld anstellen was sie wollen (außer natürlich Ratengeschäfte, Folgegeschäfte und bla bla...).

Wie soll ein Erwachsener fähig sein, mit Geld sinnvoll umzugehen, wenn er es als Kind nicht gelernt hat?!
Für ein Kind ist das Taschengeld das beste Mittel, um das zu lernen zu können.
- Falsch ist, wenn ein Kind kein Taschengeld hat und ihm die Eltern dafür alles bezahlen.
- Falsch ist auch, wenn ein Kind zuviel Taschengeld hat und damit Unsinn anstellen kann.
- Richtig ist, wenn das Kind genau soviel Taschengeld erhält, dass es für seine Bedürfnisse reicht - sofern es mit Verstand einkauft. Wenn es aber unvernünftig damit umgeht, darf das Geld nicht reichen. Und dann darf niemand aushelfen - sonst kann das Kind sich nicht entwickeln.
Man kann (in der Pubertät) noch weiter gehen:
Man gibt ihm auch Geld zum Kauf von Kleidern, Handy, etc. Wenn es dann damit teure Marken-Klamotten kauft und dafür friert, weil des für einen Pullover nicht mehr reicht, muss man die Grösse haben, es frieren zu lassen.
Das wird nur ein einziges Mal passieren... garantiert!

NEIN, Eltern dürfen nicht mitreden und machen es doch immer wieder (ich auch, z.B. weil ich es doof finde, dass meine Kleine Süßes kauft, wo unser Schrank doch voll davon ist....). Das Taschengeld ist LERNGELD / SPIELGELD, die Kinder sollen lernen was passiert, wenn das Geld weg ist (z.B. ich kann mir jetzt nichts mehr kaufen), wenn man Geld spart (ich kann mir einen Traum erfüllen), ...

Vielleicht hat der Vater ja den Jungen zum Verhandeln vorgeschickt (ich hab nur .... Taschengeld zur Verfügung) und du hast ihm aus Mitleid einen guten Preis fürs kleinere Geschwisterchen gemacht, lachen würd ich .....

Oder der Junge lernt dabei, indem er auf einem anderen Flohmarkt oder bei ebay deine Sachen teurer verkauft, weil er einfach wußte, dass du billig bist und die Sachen mehr wert sind ......

Kehrwisch 12.10.2010, 11:50

Er hat nicht verhandelt sondern den aufgeklebten Preis bezahlt. Auch hat er keine kleineren Geschwister. Ich kenne die Familie. Er ist der Kleinste von 4 Kindern. Und weil ich weiß, daß es diese Familie finanziell schwer hat, stelle ich mir jetzt diese Taschengeldfrage.

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Aber grade dadurch lernt ein Kind es doch!

Morgen hat der Junge kein Geld mehr und dafür die Babyrassel! Irgendwann merkt der Junge, dass er von der Rassel nichts mehr hat und ärgert sich. Beim nächsten mal kauft er dann (vielleicht!!) bedachter ein.

Ich würde mich da auch nicht einmischen, aber würde dem Kind wenn das Geld dann weg ist und nur für Mist ausgegeben wurde nicht noch etwas extra geben!

Ich habe als ich 9-10 auch Babyrasseln gekauft ;) Für meine Puppen, allerdings bin ich weiblich.

Und sonst durfte ich kaufen was ich wollte, egal ob es "gut" ist oder auch nicht.

Also sollte das Kin es sleber entscheiden was es kauft. Wenn es merkt dass das Geld schon nach kurzer Zeit alle ist wird es nach und n ach lernen mit dem Geld besser umzugehen und es sich besser einteilen.

Also: Nein, die Eltern sollten nicht mitreden. Aber evenztuell beraten. ZB. bei der Rassel:

Aber du bist doch schon 10 und die liegt ehg nur in der Ecke.

Wenn das Kind die Rassel trotzdem kaufen will sollte es sie auch kaufen dürfen!

Wer weiß, welche Erziehungsmethode dahinter steckt. Vielleicht ist es "learning by doing"; sprich: Er kauft sinnloses Zeug ein und ärgert sich danach daheim darüber. Kann durchaus als Konsequenz haben, das Geld zukünftig überdachter auszugeben. Würde die Selbständigkeit fördern.

Auf der anderen Seite, sollten Eltern natürlich gerade bei sowas beratend zur Seite stehen und auch mal abraten...gerade wenn es wirklich so sinnlose Einkäufe sind.

Aber vielleicht gibt es auch einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester?

Kehrwisch 12.10.2010, 11:37

Ich kannte den kleinen Jungen und es gibt keinen kleinen Bruder/Schwester. Er ist der jüngste von 4 Kindern. Ich weiß, daß es diese Familie finanziell nicht leicht hat mit 4 Kindern und der Papa als Alleinverdiener. Genau deshalb habe ich auch sowohl Kind als auch Papa darauf hingewiesen, daß die Sachen nicht passen und das Geld zum Fenster rausgeworfen ist (war ja gut für meine eigene Flohmarkteinnahme aber ich möchte ja nicht um jeden Preis Gewinn machen).

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Humpelschtilz 12.10.2010, 21:13
@Kehrwisch

ja da sieht/hört er immer von seine Leute: - das ist zu teuer und dies können wir uns nich leisten und hier müssen wir sparen..... Da is der kleine Kerl sowas von glücklich, daß er sich mal ALLES leisten kann, von Babyrassel als Säugling bis Schwimmflossen als Erwachsener. Hat sich sicherheitshalber mal glücklich eingedeckt! Ich kann den Blödsinn - soo gesehen - den kleinen Kerlchen irgendwie von innen nachfühlen.

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ich denke auch nein. wenn er, wieso auch immer gerade die rassel für sich braucht, bitte, sein geld, seine entscheidung. nur duch für uns sinnloses ausgeben, wird er lernen. und mal hand aufs herz, wie oft hast du dir schon was gekauft, und hinterher gedacht: "na, das hätt ja auch nicht zwingend sein müssen, aber es war so schön..........."

prinzipiell ein lieb gemeinter gedanke, aber wenn sie mal das geld für unnütze sachen ausgeben, lernen sich auch, was es heißt auf sein geld zu achten. denn dann stellen sie fest, dass es ihnen an anderer stelle fehlt und so überlegen sie beim nächsten mal eher wofür sie es ausgeben.

sie sollten es machen dürfen, denn genau dadurch hat dieser junge das jetzt gelernt, denn inzwischen hat er gemerkt, ob er die sachen braucht oder nicht. wenn er es nicht gedurft hätte, wäre er jetzt bloß sauer und hätte nichts verstanden- nur bei größeren beträgen so ab 50€, sollten die eltern eingreifen.

Kehrwisch 12.10.2010, 11:44

Und genau darauf wäre es hinausgelaufen. Denn er hatte noch viel mehr Geld bei sich und wollte noch mehr "Unsinn" kaufen. Ich habe mich aber geweigert, ihm weitere Dinge zu verkaufen. Deshalb habe ich hier auch gefragt. Bei einem oder zwei Artikel wäre es ja ok gewesen, aber immer und immer wieder????

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kappe619 12.10.2010, 11:48
@Kehrwisch

das müssen die eltern dann letztendlich doch selbst entscheiden, aber eigentlich würde ich einem kleinem kind gar nicht so viel geld geben

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Wenn der Papa beschlossen hat, dass er die Freiheit hat, selbst zu entscheiden, ist es auch okay.

So lernt der Sprössling, dass das Budget irgendwann zu Ende ist, weil er Geld zum Fenster hinausgeworfen hat. Das ist ein guter Lernprozess.

Allerdings könnte ich mir es nicht verkneifen, das Kind wenigstens zu beraten und zu warnen.

Dagibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Entweder, die Eltern stehen ihrem Kind beim Ausgeben des Taschengeldes beratend zur Seite.

  2. Oder, die Eltern lassen das Kind für sein Taschengeld alles kaufen was es möchte (soferne es nicht unter "gefährlich" oder "verboten" einzustufen ist).

Taschengelderhöhung sollte es besonders im 2. Fall nicht vorzeitg geben ... sollte das Geld allzu früh alle sein.

Der Rest regelt sich dann ziemlich rasch von ganz allein.

Nein, es sollte N i e m a n d dreinreden! Die Kinder merken frühzeitig, dass das Geld nur eine kurze Zeit reicht, wenn es für Sinnloses ausgegeben wurde.Es soll doch das Selbsstbewusstsein gestärkt, und die Verantwortung geschult werden, wenn die Kinder i h r Taschengelt ausgeben! Sobald sie es bekommen, g e h ö r t es ihnen! Beratung und Vorschläge damit umzugehen sollten sensibel und freundlich, n i c h t mit erhobenem Zeigefinger geschehen!

Problem is wenn der Frustkaufen hat weil ihn seine Eltern sounso in sämtlich alles reinreden oder weil inne Schule alles querläuft oder weil seine allerallererste Freundin gerne bunte Farben mag aber noch nich küssenlassen...... wie immer. Was machst Du als Erwachsener mit fünfzig wenn du mal Frustkaufen hast und verplemperst dein Geld als Kreuzundquerschläger - soll denn deine siebzigjärige Schwiegermuter reinreden? Is schwierig. Gut is, wenn Kinder lernen wie sinnvoll Geldausgeben geht. Das lernen sie manchmal auch gans schön vom Leben selber. Hoffentlich.

Humpelschtilz 12.10.2010, 20:16

achja da fällt mir doch aus meine Kindheit noch ein: Tom Sawyer bein Zaunstreichen!! Hat alles Mögliche eingerafft sogar angebissenen Apfel und tote Ratte oder so! Zwecks prima mit tauschen. Weis ich nich ob heute tauschen noch modern oder nich oder schon wieder ???

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kinder müssen lernen, ihr geld einzuteilen. dazu gehört auch, dass man es mal falsch ausgibt. bei normaler taschengeldhöhe sollten eltern nicht mitreden. wenn es weg ist und nur für unnützes zeug ausgegeben wurde hat das kind halt pech und beim nächstenmal überlegt es vielleicht besser.

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