Soll sich Literatur in Politik einmischen oder nicht?

6 Antworten

Politik ohne Kritik und Anregung von "außen" wäre ein trauriges Geschäft. Gerade Politiker leiden oft an "intellektueller Inzucht", d.h. sie agieren untereinander, gegeneinander und realisieren aber nicht mehr, was ihren Wählern wirklich wichtig ist. Das ist auch ein Grund, warum Trump in den USA so überraschend gewählt wurde. Literatur aber auch Kunst muss sich einmischen und Politiker sind gut beraten, da genau zuzuhören!

Viele Leute fragen sich, warum man heutzutage noch Dramen wie Wilhelm Tell oder Kabale und Liebe lesen soll.
Der Grund ist einfach: Die meisten dieser Werke waren damals sehr erfolgreich. Nicht nur, weil sie etwas Außergewöhnliches waren, sondern vielmehr auf subtile Art und Weise Kritik an der Gesellschaft oder Politik ausgeübt haben. Denn damals, zu Zeiten des Absolutismus, wurde jegliche direkte Kritik an der Politik o. Ä. unter Strafe gestellt. Da kamen solche Dramen geradezu gelegen.

Dagegen spricht nur, dass solche Dramen durch ihre Indirektheit mehrfach gedeutet werden können und damit auch das ursprüngliche Ziel nicht erreicht werden könnte. Man kann aber auch direktere Literatur schreiben.

Extremes Beispiel: Mein Kampf. Durch dieses Buch konnte Hitler die Deutschen gegen die Juden (und andere Minderheiten) aufhetzen und später seine Macht erlangen.

Es gibt viele Beispiele und Argumente für und gegen solche Literatur - man muss nur genau hinsehen.

Literaten (Literatur selbst kann sich nicht einmischen, sie ist schließlich keine Person!)  haben sogar die moralische Pflicht in die Politik einzugreifen, sich einzumischen, was denn sonst.  Dazu sind ja maßgeblich da, um nämlich aufzuklären, zu warnen und helfen mit neu zu gestalten.

Ein Kontra bekommst du von mir nicht mit auf dem Weg, schließlich bin ich kein Kaufmann, der mit einer Waage mit 2 Schalen unterwegs ist. Das überlass ich den Schulbetrieb, mit dem ich nix am Hut habe, weil nicht aus dem realen Leben schöpfend!

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