Soll sich der Staat stärker oder weniger stark engagieren?

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Liebe/r Deniselchen,

Du bist ja noch nicht so lange hier, daher moechte ich Dich auf folgendes aufmerksam machen. gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform und kein Hausaufgabendienst. Hausaufgabenfragen sind nur dann erlaubt, wenn sie über eine einfache Wiedergabe der Aufgabe hinausgehen. Wenn Du einen Rat suchst, bist Du hier an der richtigen Stelle. Deine Hausaufgaben solltest Du aber schon selber machen.

Bitte schau doch noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy und beachte dies bei Deinen zukünftigen Fragen. Deine Beiträge werden sonst gelöscht.

Vielen Dank für Dein Verständnis!

Herzliche Grüsse

Franz vom gutefrage.net-Support

3 Antworten

Du solltest erst mal definieren welche Bereich überhaupt gemeint sind. Z.B. Innen- oder Außenpolitik....

Grundsätzlich hat man die Gegenpole des sehr freiheitlichen Systems mit geringer Staatsbeteiligung in fast allen Lebensbereichen und hoher Eigenverantwortung wie den USA und dagegen totalitäre kommunistische/sozialistische Staaten mit sehr hohem Staatsanteil in allen Lebensbereichen und geringer Eigenverantwortung der Bürger (z.B. DDR).

Deutschlabd tendiert meiner Meinung nach zu sehr zum sozialistischen System mit geringerer Eigenverantwortung, aber dass ist wie so Vieles Ansichtsache.

Du müsstest Dir halt ein paar grundsätliche Bereiche raussuchen und für oder gegen ein Staatsengagement argumentieren. Z.B.:

Gesundheitsversorgung: Muss, soll, kann der Staat für eine komplette Rundumversorgung aller Bürger garantieren. Infrastruktur: Strassen, Schienen, Strom, Internet, Wasserversorgung: Wie sehr nimmt der Staat Einfluß? Zuviel? Zuwenig? Forschung und Entwicklung: dito; Eine gute Argumentation wäre die Forschung an seltenen Krankheiten oder Grundlagenforschung, die die Industrie wegen mangelnder Gewinnerwartung einfach nicht leisten kann.

Ein guter Ansatz wäre auch basierend auf den Staatsausgaben Themen zu bearbeiten. Also einfach nach "Haushalt Deutschland 2010" googeln und schauen wo der Staat sich am meisten engagiert (Riesenbudgets wie "Arbeit und Soziales" kann man dann in verschiedene Untergruppen aufteilen- jede Menge Info im Web...); und dann kurz überlegen was die Konsequenzen wären, wenn sich der Staat mehr oder weniger engagieren würde.

Versuch halt über die direkte Ursache- Wirkungsverknüpfung rauszudenken (z.B. mehr Gesundheitsleistungen, höherer Renten wären schön und würden die Binnenachfrage stärken, aber auch die Staatsverschuldung höher treiben (und die ist ja schon auf einem unüberschaubaren Niveau). Eine höherer Zwangsbeteiligung der Gutverdiener wäre wiederum ungerecht und würde denen die Lust an der Leistung versauern...)

Ein interessante Diskussiongrundlage für oder gegen Staatsengagement wären auch die Belastungen für die Bürger. Je mehr Staat, desto höher ist naturgemäß die Belastung des Einzelnen.

In D hat die Staatsquote kontinuierlich zugenommen, den Effekt kann man an der Staatsverschuldung érkenne aber noch viel besser an der tatsächlichen Steuerbelastung des Einzelnen. D.h., die Spitzensteuersätze wurden zwar etwas heruntergeschraubt, aber die durch die normale Inflation (und das Wirtschaftswachstum) in den letzten 50 Jhren enorm gestiegenen Gehälter unterliegen einer weit höheren Besteuerung als früher (i.e. viel mehr Normalverdiener als früher verdienen ein Gehalt im höheren Progressionsbereich, bzw. kommen schon an den Spitzensteuersatz,)

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frau merkel sollte defintiv mehr entscheidnungkraft zeigen und nicht immer bis zum letzten moment warten um dann letztendlich hin und her geschubst zu werden. oder nehme lybien. peinliche angelegenheit dass wir uns im vergleich zu frankreich nicht engagiert haben und zur befreiung der menschen beigetragen haben. ich stehe der "großen" koalition sowieso nicht positiv gegenüber. du kannst ja auch über die nicht eingelösten versprechen und somit wenig und gar keinem engagement der FDP schreiben.

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Kommentar von PeterJohann
02.10.2011, 16:05

Naja, die Entscheidung zu Lybien war zwar total unfähig vorgetragen worden, aber m.M . nach absolut richtig. Warum sollen wir und engagieren um einen blöden Stammesführer gegen einen anderen Doofen auszutauschen...

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Der Staat sollte sich stärker engagieren im Finanzsektor um Zockereien um schwer verdientes Geld auszuschließen. Die jetzige Eurokriese sind sind auch die Folgen des entfesselten Kapitalismus den die Bundesrepublik auf Druck der Amerikanischen Administration in den 90ziger Jahren die Handschellen abnehmen musste-ich betone musste da ich damaligen Diskussionen in den Medien gut verfolgte. Analog wie in Goethes "Faust"......Die Geister die ich rief werden wir nicht wieder los.

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