Soll mein Eheman auch gleichzeitig mein bester Freund sein, habe Angst den Partner zu nerven?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ein klares JA. Der Partner ist derjenige, mit dem man sein Leben verflechtet. Er sollte der allerbeste Freund und Ansprechpartner sein. Man teilt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist und die Seele. Man teilt das Leid und den Schmerz und die Freude verdoppelt sich. 

Beziehung ist der Versuch, aus Zwei EINS zu machen. Das geht nicht, wenn man sein Innerstes anderen öffnet und dem Partner immer nur die Fassade zeigt. Das ist mühsam und anstrengend. Und es scheitert, alles bleibt nur an der Oberfläche, es findet keine wirkliche Ver-Bindung statt. 

In den östlichen Traditionen heißt es, dass es 21 Jahre braucht, bis man sich wirklich kennengelernt hat. 7 für den Körper, 7 für den Geist, 7 für die Seele. Das ist keine Instant-Beziehung.

Beziehung heißt deshalb Beziehung, weil man sich auf den anderen bezieht. In jeder Lebenslage. Wie soll man denn den anderen sonst verstehen, seine Worte, sein Handeln, wie wird man selber verstanden, wenn man sich nicht öffnet? Ohne sich verstehen zu wollen, enden Streitigkeiten nur in nervende Frustration und es gibt Mißverständniss zuhauf und bald stellt man die ganze Beziehung in Frage.

Es gibt verschiedene Ebenen beim sich-Öffnen, es kann immer tiefer gehen, das ist kein leichter Weg, denn ist man ehrlich, vor allem zu sich selbst, dann kommen auch alle "Leichen", Peinlichkeiten und Manipulationen ans Licht. Doch tragen wir die ALLE in uns, ohne Ausnahme. Das zu erkennen ist der Sinn des sich-Öffnens. Beide sind schon eines, sie spielen nur zwei. 

Bein einerräumlichen Trennung ist die geistige Ver-Bindung um so wichtiger, sonst schweift der Focus leicht mal ab auf einen anderen Bezugspunkt und man fängt an zu zweifeln. 

LG

Er muss nicht Dein bester Freund sein, allerdings finde ich es schon merkwürdig und bedenklich, wenn seine zukünftige Frau im Ausland ist und er nicht mal fragt, wie es dort ist, wie es Dir geht und wie die Arbeit läuft. Das klingt nach starkem Desinteresse und da ist die Schneise zwischen gutem Freund und liebendem Partner doch zu groß.

Ich denke nicht, das der Ehemann der Ansprechspartner Nummer 1 sein muss, aber so wie du das hier beschreibst, ist er überhaupt kein Ansprechpartner für dich. Wenn du das Gefühl hast ihn mit deinen Problemen zu nerven.. wieso willst du ihn dann heiraten? Wie kann man mit jemandem den Rest seines Lebens verbringen wollen, bei dem man das Gefühl hat ihn zu nerven? Hört sich unangenehm an.

Was möchtest Du wissen?