Soll man sich mit Verwandten treffen, auch wenn sie das was man tut, bei jeder Gelegenheit abwerten?

12 Antworten

Deine Frage ist nicht ganz einfach (zu beantworten).

Manche Treffen haben ja einen "guten Grund". Geburtstage, Jubiläen u.ä., da sind viele der Meinung, es gehört zum guten Benehmen, das man dort erscheint und gute Miene zum manchmal bösen Spiel macht.

Ansonsten würde ich mir ohne Not meine Zeit nicht von eher unangenehmen Zeitgenossen, auch wenn das Verwandtschaft ist, vermiesen lassen.

Familie ist meiner Meinung nach wichtig, aber niemand kann dich zwingen mit Leuten Kontakt zu haben, mit denen zu nichts zu tun haben willst. Solltest du dich trotzdem mit ihnen treffen, versuch ihre Kommentare zu ignorieren oder denk dir schon im Vorraus freche Konter aus, so mache ich das immer und irgendwann haben sie mich in Ruhe gelassen:)

Ich finde das jede Arbeit egal wie bescheuert sie auch ist wertgeschätzt werden muss.

Egal ob man Toiletten putzt ,Müll einsammelt oder im Lager, Küche oder sonstwo arbeitet.

Immerhin hast du eine Arbeit ,und glaub mir weiterbilden kann man sich immer.

Und es gibt ein tolles Sprichwort

Hochmut kommt vor dem Fall

"Was fehlt dir eigentlich im Leben, dass du ständig mit deiner Chefposition etc. angeben musst?"

Ich habe auch so jemanden in der Verwandtschaft (redet nur von sich, redet über Dritte permanent schlecht, verbietet einem den Mund, spricht dauernd wunde Punkte an). Wenn wir diese Frau sehen müssen, stellen wir uns darauf ein, erzählen nichts von uns, hören zu, nicken ab und zu. Das wars.

Einmal war es wirklich extrem, leider auch noch auf einer Trauerfeier: Sie hat wirklich NUR von sich geredet, wollte alles so haben, wie es ihr gefiel, unabhängig vom Geplanten, schwärmte vom Essen, verbot anderen Gästen, über den Verstorbenen zu reden, redete schlecht über ihre unfähigen Kollegen usw. Wir waren dann still, haben uns das angehört und danach den Kontakt eingeschränkt. Ich war kurz davor, ihr einen gepfefferten Brief zu schreiben, wurde aber von anderen Verwandten abgehalten - das würde sie gar nicht nachvollziehen können.

Es gibt die Gesprächsmöglichkeiten:

Erstens: Nichts oder so wenig wie möglich sagen, unverbindliche Antworten, nichts übers Privatleben erzählen.

Zweitens: Nichts sagen, ihr Fragen stellen, sie anerkennen.

Drittens: Alles einmal "zugeben", leicht ironisch erklären, dass die Situation so ist - "ja, ich habe keinen Akademikerberuf, ja, ich bin zur Zeit gern Single, ja, ich wohne nur zur Miete, so jetzt isses raus!" und dann auf andere Themen eingehen. Oder für jede Frage eine lustige, ausweichende Antwort überlegen. Ach, das Penthouseloft meiner Träume habe ich noch nicht gefunden. Ich würde ja gern eine Beziehung eingehen, aber (attraktiver Promi) ist leider noch verheiratet." Bzgl. Beruf mal laut überlegen, wie die Welt aussehe, wenn keiner deinen Beruf machen würde. Ob sie deinen Beruf nicht auch hin und wieder in Anspruch nimmt und ob sie darauf verzichten könnte. Auf Manager könnten viele gefühlt verzichten, auf Essenslieferdienste eher nicht. Ebenso Gebäudereiniger, Müllwerker, Kellner etc. Fielen die weg, müsste man vieles umstrukturieren und würde es merken, fielen die Manager weg, würde eine Weile alles noch so laufen wie früher.

Während des Lockdowns hat man doch sehr gut gesehen, wie sehr Busfahrer, Pflegekräfte, Friseure, Erzieher gebraucht werden!

Nö wäre mir zu anstrengend für Menschen die nur zu meckern haben.

Ist mein Leben und nur weil man Verwandt ist, heißt das nicht das man sich je sehen muss.

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