soll man eine ganze stunde bodenarbeit machen, und was kann man GENAU machen?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

mit meinem Pflegepferd (schon ziemlich alt und deshalb nicht mehr reitbar) mache oft führtraining, also am strick, er muss in meiner Geschwindigkeit gehen, wenn ich anfange zu laufen, soll er traben und wenn ich stehenbleibe soll er auch stehenbleiben, das ist eine eigentlich sehr wichtige übung die auch noch spaß macht. Was ich auch gerne mache ist Stangentraining, was du mit dem Führtraining in Verbindung bringen kannnst. Ansonsten Schrecktraining, also einfach ein paar Gegenstände vor denen dein Pferd angst haben könnte (z.B. Regenschirm, Plastiktüte, Gymnastikball, Mülltonne, Flatterbänder, Fahnen, etc.) auf den Boden legen (bzw. damit Geräusche machen) und das Pferd langsam daran gewöhnen. Dazu würde ich dir aber empfehlen auf einen Umzäunten Platz zu gehen, falls sich dein Pferd doch mal so doll erschreckt, das du es nicht halten kannst. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

die anderen haben schon ne Menge gute Tipps gegeben, hier einer für Einsteiger aus meiner Erfahrung mit "neuen" bzw unbekannten Pferden:

Pferde-Respekt für AnfängerMenschen:

ich lerne ein neues Pferd kennen und nehme sanft Kontakt auf

dabei sehe ich, ob es dominat sein will oder nicht - ist es zudringlich, schicke ich es etwas weg(1-2 Schritte), je nach Bedarf erst sanft, dann kräftiger z.B. mit Kommando, anstubsen, Gerte zeigen, aufstampfen o.ä.

nach dem Halftern: ich ziehe mit dem Fuß einen dicken Strich in den Sand - DAS ist meine Grenze - PUNKT, keine Diskussion!!!

ich bleibe auf meiner Seite stehen, das Pferd auf seiner. es soll ruhig stehen, nicht herumtrampeln, seitwärts treten, schnappen, fressen und schon gar nicht zu mir über die Linie drängeln - dann wird es jedes Mal SOFORT korrigiert bzw zurückgeschickt (je nach Veranlagung des Tieres mehr oder weniger sanft). Steht es brav ruhig und entspannt sogar: SOFORT LOOOOBEN mit der Stimme. Pause, tiiief atmen, RUHE ! (Quatsch dein Pferd niemals zu!)

(Ruhe beim/ mit dem Boß
bedeutet eine Belohnung für's Pferd !)

nach 5 Atemzügen gehe ich mit Kommando (komm Schritt) los, Pferdekopf maximal auf Schulterhöhe und zwar im planlos erscheinenden Zickzack über den Platz, wechsele dabei auch die Führhand und halte ab und an mal so an, daß ich ERST das Kommando zum laaangsam-werden gebe und
dann mit UND HAAALT anhalte. sollte mich das Pferd trotzdem überholen, wird es SOFORT zurück geschickt - PAUSE, 3-5mal tiiief atmen

wenn das klappt, geht's weiter:(Kann sein, daß Du dafür eine Woche tägliches Training brauchst oder nur einmalig 3 Wiederholungen)

ich gestatte nun dem Pferd auf mich zu zukommen während ich 1-2-3 Schritte zurück gehen(Face to face), halte es an und schicke es nach 3 Atemzügen Ruhe wieder zurück. DAS mache ich 3mal wobei die Hilfen am Ende bis auf einen kleinen Fingerzeig und das gesprochene/geflüsterte Kommando reduziert werden.

JETZT

können wir mit der eigentlichen Arbeit beginnen...

und die dauert Pro Lektion maximal 3mal; auch wenn's nicht klappt, wird danach etwas anderes leichteres gemacht, von dem ich weiß, daß es geht.

Sobald eine Aufgabe auf beiden Händen geklappt hat AUFHÖREN damit !!!

immer aufhören,
wenn's am schönsten klappt, damit das Pferd mit einem guten Gefühl entlassen wird - das kann nach 10 Minuten oder einer Stunde sein oder wenn wir Spaziergang mit Übungen machen auch noch später

aber Vorsicht: Fressen lassen unterwegs nur auf Kommando gestatten....sonst bist Du schon bald mit dem nächste Problem hier auf der Seite ;-))

Viel Erfolg beim Nachmachen!

ach ja: schaff Dir ein WAnderreiter-Zaunset o.ä. an, damit du Dir einen Arbeitsplatz abzäunen kannst, z.B. in der Ecke der Weide, der schnell auf- und abgebaut ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von ZuDoofFuerSSO
07.04.2016, 21:27

danke:))) mach ich

0

Respekt und Vertrauen erarbeitet man sich im gesamten Umgang mit dem Pferd (Führen, Putzen, Reiten, etc.), nicht nur durch Bodenarbeit. Wie lange man Bodenarbeit macht, ist individuell.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eigendlich macht man immer so lange "Bodenarbeit" bis das erreicht ist, was man erreichen wollte.

Das kann von 5 Minuten bis 2 Stunden alles sein.

Je nach Konzentrationsstufe. Bei sehr intensiven Denkübungen hält man eher kurz und bei mehr lauf und fun Übungen kann man schon lange machen.

Normales Longieren z.B. zur Gymnastizierung und zum Warmlaufen - 20 bis 30 min.

Schrecktraining und leichte Bodenarbeit - 1 Stunde

Spaziergänge und Führübungen können auch bis zu 2 und mehr Stunden sein, ohne das Pferd zu überfordern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du mußt einfach dafür sorgen, dass das Pferd immer sofort macht, was du willst und wie du es willst. Das fängt damit an, dass es sich beim putzen beim putzen benimmt und zur Seite tritt.

Und beim Führen führen. Habe ich schon öfter hier erklärt. Wer führt, der führt. Wörtlich wie bildlich. Wen du immer(!) darauf achtest, dass das Pferd nicht hinter dir her bummelt, an dir vorbei eilt, frisst oder rempelt, sondern ordentlich neben dir geht, hast du schon genug " Bodenarbeit" ( ich mag das Wort sowieso nicht - ich würde es lieber Beziehungspflege nennen)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du kannst longieren,Zirzensik machen, Klassisch an der Hand arbeiten und und und...Die Pferde bei uns können alle Zirzensische (hoffentlich richtig geschrieben) Lektion an der Hand und unterm sattel:) z.B Dreh Dich, Kompliment, knien, sitz, steigen und und und:) Und es kommt darauf an wie motiviert das pferd ist. Wenn das pferd z.b etwas neues lernt und es nach 10min gut gemacht hat sollte man am besten aufhören... es gibt viele Möglichkeiten und man muss nicht unbedingt 1 Stunde Bodenarbeit machen 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das macht man so lange, wie man es braucht. 

Je nachdem, was man erarbeiten will. Bodenarbeit ist ja alles - Handarbeit, Longieren, Fahren vom Boden oder auch nur Putzen.

 dass das Pferd am besten noch Respekt vor einem bekommt (Übungen) 

Respekt bekommst du nicht durch Übungen, sondern dadurch, für dein Pferd autoritär (und zwar von selbst, nicht einfach so tun) zu sein, fair, vorhersehbar usw. 

Da gibts keine Übungen. Respekt muss man sich verdienen und zwar im täglichen Umgang. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?