Soll man ein Kind oft loben oder entwertet zu häufiges loben das Lob?

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17 Antworten

Lob ist genauso wie Tadel eine Manipulationstechnik. Es stört die innere Motivation und macht abhängig. Das Kind lernt dadurch, sich dem Urteil anderer zu unterwerfen, statt seine eigene Urteilsfähigkeit zu entwickeln.

Kinder brauchen kein Lob, sondern Anerkennung, also Annahme und Erkennen des Kindes und seiner Motivation. Wenn man sich über etwas freut, was das Kind getan hat, reicht es völlig, diese Freude nicht zu verheimlichen.  

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Loben ist genau so Sche1ße wie kritisieren.

Auch loben ist von oben herab, gönnerhaft und auf "noch mehr gute Leistung des Gelobten" bedacht.

Lob hat nie wirklich die Person im Blick, die gelobt wird.
Der Lobende will vielmehr, das Beste von dem Anderen.

http://www.seminarhaus-schmiede.de/pdf/schmiede-brief%200312.pdf

Wer ehrliches Interesse an der Person hat, lobt nicht, sondern drückt in "Ich-Sätzen" aus, was er dabei empfindet bzw. was er sieht.

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Wir haben mal in der Schule darüber Diskutiert ( Ausbildung zur Erzieherin) Und ich bin zu dem Schluss gekommen dass es aufjedenfall zu viel Lob geben kann, also zu viel Lob nicht gut ist. Denn wenn man für jede Kleinigkeit Lob erhält dann hat das Kind ZB das Gefühl nicht richtig wertgeschätzt zu werden da man ja eh immer Lob bekommt und es fehlt auch die gesunde Motivation etwas besser zu machen! Dennes ist wichtig zu lernen dass man nicht alles sofort perfekt kann. Es ist also auch mal gut zu sagen" hey das ist schon gut aber versuchs nochmal zu verbessern!
Am
wichtigesten ist wahres Interesse, das heißt wenn ein Kind zB etwas gebaut hat schau es dir auch wirklich an! Und interessiere dich dadür. Frage nach was das Kind sich dabei gedacht hat und sprecht darüber! Dieses wahre Interesse ist wertvoller als einfachh zu sagen "
Oh ja toll..."... Das gilt natürlich für alle Bereiche.

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Ich verstehe deine Frage - auch hört man oft, dass zu viel Lob das Kind dazu veranlasst sich "fehlerlos" zu fühlen, überheblich zu werden usw.
Ich glaube niemand weiß, was tatsächlich das perfekte "Mittelmaß" ist und das wird auch niemand heraus finden weil jedes Kind anders tickt..
Natürlich sollte meiner Meinung nach das Lob dem Tadel überwiegen, aber ich glaube man sollte nicht ständig und immer jede Kleinigkeit loben sondern einfach sobald es zur Routine geworden ist, weil Kind merkt, dass das erwünscht und toll ist so langsam eher gesammelter loben wie zB. "Ich finde es toll, dass du immer alles wegräumst nach dem Spielen oder dass du den Müll immer weg räumst..."
Da funktioniert dann auch, wenn es mal nicht klappt der Satz "Och das hast du doch immer so toll gemacht, das schaffst du bestimmt wieder so toll..."
Dann kann man ja auch beginnen sich "Belohnungen" auszumachen - wie zB wenn die ganze Woche brav dies und jenes gemacht wurde (mache ich vor allem bei dem, was nicht so klappt) gibt es am Sonntag dafür zB einen Film der gemeinsam angesehen wird oder eine Kleinigkeit die gewünscht wird oder ein Spieleabend wird organisiert etc.
Dann muss man eben andere Lobe finden, die man öfter ausspricht, damit das Kind merkt, dass vieles was es tut gut ist...
Bestätigung durch Lob ist einfach wichtig um dem Kind "Freude" damit zu machen, wenn es uns als Eltern Freude macht - zudem lernen die Kinder so auch viel lieber :)
Zu viel gibt es da nicht wirklich, wenn man es beim Kind selbst abschätzen kann wann man "weniger" Loben kann bzw welches Lob mehr Qualität für das Kind hat und wann man es "übertreibt" :)
So zumindest meine Meinung dazu :)

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Ziel einer guten Erziehung ist es, Kinder im Umgang mit dem Leben fit zu machen, dass sie später selbstständig und selbstbewusst durchs Leben gehen können. Das Leben selbst stellt uns ständig vor Probleme. Es kommt darauf an, Kinder zu ermutigen, die Probleme angemessen anzugehen und zu lösen. Jetzt wird es schwierig, denn Kinder reagieren je nach Charakter unterschiedlich auf äußere Situationen. Am besten ist, wenn der/die ErzieherIn das Kind kennt, um es seinem Naturell förderlich zu ermuntern oder auszubremsen. Darum kann man nicht generell sagen, dass viel Lob für alle Kinder gleich gut ist. Lob stärkt einerseits, zuviel oder nicht angemessen kann es auch zu Selbstüberschätzung führen. Das Maß hängt also einerseits vom Naturell des Kindes ab (ist es eher forsch, ist es eher schüchtern), andererseits auch von der Schwere der Prüfung, die bei gleicher Aufgabe dennoch für unterschiedliche Kinder unterschiedlich schwierig sein können. Ein Mathegenie übermäßig für die Lösung einer mittelschweren Matheaufgabe zu loben schießt über das Ziel hinaus. Die gleiche Aufgabe kann jedoch viel Mutmacher gebrauchen bei einem Kind, das sich mit Mathe schwer tut. Erziehung ist nun mal keine Null-Acht-Fünfzehn-Aufgabe sondern braucht viel Einfühlungsvermögen.

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Wenn ein Kind ein Bild malt und es dir stolz zeigt, dann kannst du ihm schmeicheln und sagen: "Toll, dass hast du aber schön gemacht!"
Oder du sagst: " Zeig mal". Und dann schaust du dir das Bild genau an und lobst das, was dir daran konkret gefällt.
" Der Baum mit den vielen Ästen und den Äpfeln, der gefällt mir gut"
Oder " Das Haus hat ja sogar Gardinen, klasse".
Also Lob ist, wenn du nach genauer Betrachtung feststellst, dass bestimmte Dinge gut geworden sind.

Oder: Das Kind hilft die beim Staubsaugen, weil es Lust dazu hat.
Dann kannst du sagen: " Toll, dass du sogar den Tisch weggerückt hast, um unter dem Tisch zu saugen!"

Allgemein oft zu loben ist schmeicheln.

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Loben ist äußerst wichtig für die kindliche Entwicklung, denn das kleine  Menschenwesen muss sich ja zurechtfinden in der Welt. Das geht nur mit einem gesunden Selbstbewußtsein: ich bin erwünscht, ich habe Fähigkeiten und Freude am Leben.

Diese Qualitäten können ohne Lob der Erziehenden nur schwer entstehen. (siehe auch Kaspar Hauser-Syndrom)

Gleichzeitig ist die Korrektur kindlicher Fehlwahrnehmungen, Selbstüberschätzungen und Anpassungsschwierigkeiten erforderlich.

Lob und Korrektur von Verhaltensweisen sollten sich meines Erachtens immer die Waage halten.

Berechnen kann man diese Parameter nicht, dafür gibt es keine Skalen, aber eine gesunde Intuition hilft

Gelassenheit im Umgang mit Kindern ist dabei eine unabdingbare Voraussetzung und Gabe, die man vielleicht in der gemeinsamen Entwicklung lernen muss.

Viel Erfolg! Skyberlin


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Verstehe die Frage nicht, wie oft man loben soll. Da würde ich sagen, so oft wie es angebracht ist.

Sinnvollerweise käme mir die Frage vor, wofür soll man sein Kind loben? Wie oft das dann wird, hängt davon ab, wie oft das Kind eine zu lobende "Leistung" bringt.

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Wenn du das Kind für jeden Atemzug lobst, wird es wahrscheinlich mit dem Gefühl aufwachsen, dass nicht gelobt werden etwas Schlechtes ist. Was natürlich so nicht stimmt.

Versuch mal dich in das Kind zu versetzen: viele Dinge hat es noch nie getan, oder gesehen und ein Kinderkörper ist auch viel kleiner und schwächer als ein Erwachsenenkörper (ja sogar schwächer als der von Mutti). Erinnerst du dich zum Beispiel noch wie nervig es war Schleifenbinden zu lernen? Oder wie unerreichbar Dinge in Wandschränken waren? 

Loben sollte man glaube ich All das, was mit Anstrengungen verbunden ist für das Kind. 

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Man muss das richtige Maß an Lobs finden, denke ich.

Natürlich ist es wichtig, Kinder nicht ständig zu tadeln, wenn sie etwas falsch machen, statt dessen zu loben, wenn sie etwas richtig machen.

Lob ist ganz wichtig, Lob ist für die Kinder eine Bestätigung, sie wachsen daran, bekommen Selbstbewusstsein und -vertrauen, es spornt die Kinder an  und bringt sie weiter.

Ich würde jedoch ein Kind nicht ständig loben, wenn es eine Leistung zeigt, die nicht altersentsprechend ist und ich weiß, dass das Kind es besser kann, wenn es sich mehr anstrengt.

Z.B. im Kindergarten: die Kinder zeigen mir ihre gemalten Kunstwerke.Ich sage nicht jedesmal "schön , gut, super", sondern auch mal, "du das kannst du aber besser" oder "schau mal, der Mann hat ja gar keine Hände und keine Füße...".

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Es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf die Echtheit. Ein freundliches Wort, das von Herzen kommt, und aufrichtiges Interesse für das, was das Kind tut, wird sein Selbstvertrauen und die Beziehung stärken. Davon kann es auch nie eine Überdosis geben. Lob aber, das routiniert und nebenbei erteilt wird, weil es laut Regel so und so oft sein soll, oder vielleicht gar als Mittel zur Verhaltenssteuerung, wird wenig Gutes bewirken. Kinder bemerken jeden falschen Unterton.

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Loben sollte man es besonders für z.B. gute Noten in fächern in denen es nicht gut ist. Oder wenn es was gutes getan hat. Jedoch nicht bei allen Kleinigkeiten. Da tickt aber jedes Kind anders. Manche brauchen viel Lob für alles um das Selbstvertrauen zu stärken.

Andere wiederum wollen kein Lob oder sollte man aufgrund eines großen Egos nicht zu oft Loben.

Auch Kinder merken irgendwann was ein Lob einer bestimmten Person wirklich Wert ist und verhalten sich im Umkehrschluss auch anders im Bezug auf diese Person die vielleicht zu oft lobt (Gleichgültigkeit) oder zu wenig (will Aufmerksamkeit erhaschen)

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Loben wenn's der Wahrheit entspricht und es sich das Lob verdient hat...

Überloben bringt nix und gute Sachen ignorieren auch nicht.

Einfach nach Gefühl ;)

6 mal gut und beim 7. Mal fail gibt's da nicht ^^

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Man sollte auf jeden Fall ein Kind loben, ohn zu übertreiben!

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Naja, wenn man es nicht lobt, dann entwickelt es wohl oder Übel psychische Störungen.

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Kommentar von sophie1235
01.07.2016, 13:27

Und wie oft sollte man es loben?

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Kommentar von DukeSWT
01.07.2016, 13:29

Nicht zuuuuuu viel. Aber schon im normalen Rahmen. Denn Hochmut kommt vor dem Fallm

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Kommentar von Minabella
01.07.2016, 13:30

Nein unterscheide zwischen Wertschätzung und Lob.

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Kommentar von kiniro
01.07.2016, 15:10

Das ist totaler Schwachsinn.

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Nein man soll es so oft loben wie es nur geht. Man kann diesen Lob jedoch unterschiedlich zur Kenntnis bringen. Mal wörtlich, mal durch ein Geschenk, mal durch eine Geste. Was man nicht lobt , das geht an guten Eigenschaften verloren.

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