Soll man bei einer Kündigung trotzdem noch bis dahin arbeiten gehen?

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10 Antworten

Deine Einstellung mag zwar für dich ein bequemer Weg sein, aber sie ist nichts Anderes als Betrug. Und das sag ich als jemand, der lange im Betriebsrat war und sich oft genug für Arbeitnehmer eingesetzt hat.

Erstens erwartest du ungerührt von deinem Arzt, sich an deinem Betrug zu beteiligen und zweitens wirft dein Verhalten ein schlechtes Licht auf alle Beschäftigten, die wirklich krank sind. Falls jemand nach einer Kündigung wirklich Stress und Krankheitssymptome hat, vertrete ich es natürlich 100%, wenn er sich ein Attest holt und bis zum Ende der Kündigungsfrist aus dem Verkehr gezogen wird. Dann hat die Sache nämlich echte gesundheitlche Gründe.

Bei dir liegt der Fall aber wohl anders, da du ja offen zugibst, dass du dich nicht weiter ausbeuten lassen willst. Auch hier mein Verständnis, wenn du einem Betrieb den Rücken kehrst, in dem man als Arbeitnehmer nicht korrekt behandelt wird. Aber immer noch gibt es Verträge, die man nicht einfach ignorieren kann. Und wenn es dir zu viel wurde in diesem Betrieb, hättest du einfach früher kündigen müssen, dann wärst du der Ausbeutung schon längst entronnen.

Wenn der Chef dir unterschwellig droht, dass du eventuell bei "mangelndem Wohlverhalten" ein schlechtes Zeugnis kriegen könntest, ist das natürlich auch nicht die feine Art. Aber andererseits zeigst du mit deiner Einstellung nun auch kein Interesse, deinen Arbeitsvertrag zu erfüllen.

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Wenn du nicht hingehst, ist das Arbeitsverweigerung, und die Kündigung wird in eine fristlose Kündigung umgewandelt. Du willst ja schließlich auch noch dein Geld für die Zeit haben.

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Also wenn der vorher nicht gemerkt hat wie gut du bist, dann wird er es im letzten Monat auch nicht mehr merken. Andersrum bekommst du für den Monat noch Gehalt, solltest also auch dafür arbeiten gehen. Des weiteren brauchst du jetzt Zeit um dich neu zu bewerben und um dich für einen neuen Job vorzubereiten, also Krankschreiben lassen und noch n bisschen ausspannen.

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Kommentar von JasminBln
26.03.2012, 16:42

sehe ich auch so. danke

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Kommentar von lenzing42
26.03.2012, 17:22

also Krankschreiben lassen und noch n bisschen ausspannen.<

In dem Fall kann man auch von Betrug sprechen.Ob dass der richtige Weg ist?

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Wenn du dich nach der Empfang der Kündigung krank schreiben lässt,macht das bestimmt keinen guten Eindruck und du stellst dir damit ein Armutszeugnis aus.

Bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses sollte du ganz selbstverständlich deiner Arbeitspflicht nachgehen.Vielleicht hast du ja auch noch Resturlaub,den du nach Absprache mit dem Arbeitgeber noch nehmen könntest.

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Kommentar von JasminBln
26.03.2012, 17:29

also soll ich mich weiterhin "ausbeuten" lassen als praktikant? statt nach nem neuen gut bezahlten job ausschau zu halten?

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Auf die Gefahr hin, dass ich damit bei Vielen in einen sog. Fettnapf latsche, aber das hat mit Arbeitsmoral und Charakter nicht zu tun. Wenn ich eine Kündigung bekäme würde ich mich erst mal selbst fragen wie "unschuldig" ich daran bin. Das abgesehen davon, dass es auch unter den AG´s viele naja nicht eben Korrekte gibt. Man kann das Ganze jetzt bis zum "Gehtnichtmehr" ausformulieren, aber ich möchte mir gerne morgens beim "Zahneputzen" noch ins Gesicht schauen wollen.

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Kommentar von PeterSchu
26.03.2012, 18:31

Zu deinen Argumenten gebe ich dir volle Zustimmung. Nur zu deiner Schlussfolgerung nicht. Wenn es Probleme im Arbeitsverhältnis gibt, ist es nicht Aufgabe eines Arztes, diese mittels eines Betrugs zu lösen. Das wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf den Arbeitnehmer, der das anwendet, sondern auch ungerechtfertigt auf viele Andere, die wirklich krank sind.

Und ich sage das nicht, um den "armen Arbeitgeber" zu schonen, sondern damit Arbeitnehmer nicht automatisch als Betrüger und Drückeberger tituliert werden, nur weil es einige schwarze Schafe leider sind.

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Das ist so eine Sache. Natürlich kann ich da verstehen, dass man sauer ist wegen der Kündigung. Aber ein wohlwollendes, aber unterm Strich doch schlechtes Zeugnis ist halt auch nicht das Gelbe vom Ei.

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass du bis die Kündigung durch ist, ja noch vertraglich gebunden bist und auch bezahlt wirst. Der Arbeitgeber kann also eine entsprechende Gegenleistung verlangen. Das einzige was du probieren kannst (weiß ja nicht wieso du gekündigt wurdest), wäre halt zu Fragen ob du freigestellt werden kannst wenn du auf den Lohn für den letzten Monat verzichtest.

Jetzt einfach krankfeiern macht sich auf keinen Fall gut und könnte auch noch Ärger geben. Denn der Grund warum du plötzlich ganz, ganz schlimm krank bist liegt ja auf der Hand.

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Kommentar von JasminBln
26.03.2012, 16:41

aber ich muss doch nicht alle zeugnisse vorweisen? ich meine da zwingt mich ja keiner das zeugnis zu zeigen oder?

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davon abgesehen, dass ein chef kein schlechtes arbeitszeugnis schreiben darf, nur weil der arbeitnehmer krankgeschrieben ist (was auch nicht im zeugnis erwähnt werden darf!), frage ich mich, woher das engagement kommen soll, wenn man gekündigt wurde!!! natürlich kann man nur ein gutes zeugnis erwarten, wenn man auch gut und zuverlässig gearbeitet hat. doch der chef hatte bestimmt einen grund für die kündigung...

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Kommentar von JasminBln
26.03.2012, 16:40

der chef hat den grund zur kündigung: er will geld sparen und stellt lieber n azubi ein. fertig aus. arbeitszeugniss scheibt er bisher immer schlecht oder gar nicht.

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Kommentar von Ernsterwin
27.03.2012, 07:07

"woher das engagement kommen soll, wenn man gekündigt wurde!!! "??? - Ganz einfach: Aus dem einzigen Grund, dass man selbst zu seinen Verträgen steht!!!

Wer einen Vertrag eingeht, und sei es auch nur einen "Praktikumsvertrag", sollte dazu stehen. Und wenn es wirklich so sein sollte, dass sich der Chef unkorrekt verhält, dann sollte man ebenfalls dafür den sauberen Weg wählen: Als Ansprechpartner kommen der Betriebsrat, die Gewerkschaft, ein Rechtsanwalt, die HWK oder IHK ... infrage, an die man sich wenden kann, um nur einige aufzuzählen. Das wäre sachlich und fair, alles andere ist Betrug, wie es hier schon viele klar beim Namen genannt haben.

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Mann,sind die Deutschen doch alle fleißig und pflichtbewusst. Da würde ich als Personalchef auch kündigen. -_- Wer bezahlt wird,soll auch arbeiten. Rosinenpicken kann ich ganz schlecht ab.

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Ich denke, wenn man krank ist, sollte man sich krankschreiben lassen, wenn man gesund ist, sollte man arbeiten gehen. Dafür wirst du ja schließlich auch bis zum letzten Tag bezahlt

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der will dich den monat nur noch ausbeuten

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Kommentar von JasminBln
26.03.2012, 16:39

ganz genau und darauf hab ich kein bock. allerdings habe ich auch keine lust mit dem arbeitsamt in einen konflikt zu geraten.

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