Soll in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht für ungesunde Lebensmittel eingeführt werden?

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8 Antworten

Pro:

  • Verbraucher ernähren sich gesünder
  • Einkaufen geht schneller, weil man sich nicht lange die Zutaten und Nährwertangaben anschauen muss
  • mehr freie Arbeitsplätze, weil ja auch einiges geprüft werden muss und auch die Kennzeichnung (auch wenn es in einer Fabrik gemacht wird) ein paar Arbeitsplätze bringt

Kotra:

  • "gesund" ist nicht immer eindeutig definierbar 
  • Produkte, die als ungesund gekennzeichnet werden, lassen sich viel schlechter verkaufen
  • Kennzeichen können gefälscht werden, bzw nach einiger Zeit könnten Sondergenehmigungen entstehen, dass Produkte trotz ungesunder Inhaltsstoffe als gesund gekennzeichnet werden
  • Die Kriterien, nach denen gekennzeichnet wird, werden für noch mehr politische Diskussionen sorgen
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Kommentar von PWolff
16.01.2016, 19:41

Weiterer Gesichtspunkt:

Wäre es vielleicht sinnvoller, zu erlauben, gesunde Lebensmittel als solche kennzeichnen zu dürfen? (vgl. Bio-Siegel)

Dann würde es vollkommen ausreichen, einerseits die Hersteller von Lebens- und Nahrungsmitteln (und möglicherweise sogar Genussmitteln) zu ermutigen, diese Kennzeichnungen auch zu benutzen und andererseits die bereits existierenden Gesetze zum Thema Betrug u. ä. auch tatsächlich gegen die großen Fische anzuwenden.

(Wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was immer wieder veröffentlicht wird, und wir Endverbraucher bei irreführender Kennzeichnung den Kaufpreis zurückfordern könnten, würde vermutlich die Hälfte der Industrie, die mehr oder weniger essbares Zeug herstellt, sehr schnell vor dem Ruin stehen.)

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Es ändert sich nichts durch die Kennzeichnung, außer daß die ach so aufgeklärten Verbraucher noch mehr über vermeintlichen "Müll" im Internet referieren. Jeder aufgeklärte Mensch dagegen kann Nährwerte vom Produkt und aus Tabellen ablesen, vorausgesetzt diese sind groß genug aufgedruckt (was leider oft nicht der Fall ist).

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Hallo,

die zentrale Frage ist doch: ist der deutsche Verbraucher in der Lage, "ungesunde" Lebensmittel als solche zu erkennen wobei die Definition des Begriffes "ungesund" ja vermutlich zu jahrelangen Debatten führen würde, oder ist er ein Dummie, der nicht dazu in der Lage ist und dem man es dann mit Bildchen erklären müsste ;-)

Wenn ich mir jedoch die Fragen zu Lebensmitteln hier auf der Plattform ansehe, die fast schon unerträglichen Beiträge extremer Veganer, die vielen leider oft unkompetenten Antworten der "Ratgeber", die selber keine Ahnung haben, dann wird mir bewusst, dass es sicher nur mit "Bildchen" funktionieren wird :-)

LG Jürgen

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LOL. Das glaubt doch niemand, dass dann wirklich alle tatsächlich ungesunden Lebensmittel gekennzeichnet sind, aber besser fände ich eine Kennzeichnung trotzdem. 

Warum? Im Grunde weiß jeder intuitiv, welche Nahrungsmittel gesund sind und welche weniger gut bekommen auch wenn diese Fähigkeit durch unsere Lebensweise in Mitleidenschaft gezogen wurde. Doch mit steigender Anzahl der künstlich hergestellten Lebensmittel oder Lebensmittelprodukte steigt auch die Intransparenz, was da denn eigentlich drin ist.

Dies muss ohnehin schon auf der Verpackung stehen, doch wer weiß denn schon genau ob E-624 nun ungefährlich oder gefährlich ist?

Daher wäre eine gesonderte Kennzeichnung wünschenswert, damit auch Kinder und Jugendliche nicht mehr weiterhin Opfer der Lebensmittelindustrie werden, die in ihnen nur eine goldenes Kalb sieht. Dies könnte z.B. verhindern, dass sie sich mit Energydrinks ihren Körper zu einer energielosen Ruine herunter trinken.

Ein Contra-Argument wäre: wenn man vorgeschrieben bekommt, was wohlbekömmlich und was schädlich sei, verlernt man erst recht auf seine Intuition bezüglich Essen und Trinken zu hören. 

Ein zweites Contra-Argument (etwas sarkastisch): Umsatzeinbußen in Haushöhe bei allen Softdrink-Herstellern wie auch bei Herstellern von alkoholischen Getränken, Wassern mit Geschmack und diversen Süßspeisen. Gegen Süßspeisen ist ja nichts zu sagen, wenn man mindestens die doppelte Menge an Gemüse und Obst isst :)

(Leider wird man auch mit Kennzeichnungspflicht keineswegs auf das Fluorid im Wasser hinweisen werden.) <-- lass das besser draußen, sonst könnte es sein, dass sie dich zum Psychologen schicken wollen.

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ich denke es sollte erst eine Definition von "ungesunde Lebensmittel" erstellt werden!

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In amerika vielleicht. (Nichts gegen amis :D)
In europa sollte von vornherein jeder wissen welche ungesund sind.
Sollte es sich um mögliche schadstoffe handeln die nicht jedem bekannt sind, dann ja. Mer fällt mir nicht ein.

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Auf den meißten Lebensmitteln stehts schon drauf: Knorr, Maggie, Dr. Oetker oder Nestle sind nur ein paar Synonyme für ungesunde Lebensmittel ;-)

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Kommentar von Spirit528
16.01.2016, 17:54

Haha. Okay aber nichts gegen Maggi-Würze

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Kommentar von fischfisch88
16.01.2016, 19:47

Wir müssen uns für 2 Themen und jede Position (Pro1, Pro2, Contra1 und Contra2) vorbereiten, das Thema und die Position werden 10 Minuten vor der Debatte ausgelost.

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