Soll ich Unternehmen Boykottieren, die keine Steuern zahlen?

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8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ob du da kaufst ist deine Sache. Ich kann dazu sagen, dass ich Unternehmen meiden möchte, bei denen schlechte Arbeitsbedingungen z. B. bei der Herstellung der Produkte sind. Du kannst ja mal im Internet nach "mrWissen2Go" suchen, der macht Videos über Arbeitsbedingungen, aber auch zu politischen vielleicht auch zu geschichtlichen Themen.

Steuerschlupflöcher schaden immer dem, der Sie rechtlich zulässt.

Wenn Die USA nur Gewinne von Konzernen besteuert, die Ihren Sitz in den USA haben, wenn Diese Gewinne auch in die USA fließen, dann liegt das an den USA. Wenn diese Unternehmen aber Gewinne in Europa auf legalem Weg vermeiden können, weil die hier eben nicht entstehen udn nicht besteuert werden können, dann ist das ein Problem der internationalen Abstimmung. Innerhalb Europas sind diese Löcher weitgehend geschlossen. 

Ein deutsches Unternehmen mit Gewinne in Spanien, wird eben mit den Gewinne in Spanien besteuert, wie umgekehrt ein spanisches mit Gewinne in "D" die hier besteuert werden.

Wenn Apple, Starbucks, McD usw. sich rausmogeln können, liegt es nicht an denen, sondern an den Menschen, die die Gesetze machen. Es wettern doch nur die dagegen, die diese Lücken nicht nutzen können.

Die Bayern, die Ihre Spargroschen in über viele Jahre in Mittelberg udn Jungholz (Kleines Walsertal, Österreich, aber Zollanschlussgebiet) auf den Sparkassen versteckt haben, haben sich ja auch nicht beschwert, weil sie damit Steuern gespart haben..

1. " Es wettern doch nur die dagegen, die diese Lücken nicht nutzen können."

Ich weiß nicht, ob es angebracht ist die Forderung nach Steuergerechtigkeit als Neid dar zu stellen

2. " Wenn Apple, Starbucks, McD usw. sich rausmogeln können, liegt es nicht an denen, sondern an den Menschen, die die Gesetze machen. "

Ja, und? Ist trotzdem nicht fair oder?

3. Geht der Beitrag überhaupt kein bisschen auf die Frage ein, welche Lautet:

"Ist es die Aufgabe des Staates dafür zu sorgen, dass Unternehmen keine Steuerschlupflöcher finden, oder ist es auch meine Aufgabe als Verbraucher... "

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@DukeSilver

Ich gehe nicht zu Starbucks, aber nicht wegen der Steuerproblematik, sondern weil mir der Kaffee nicht schmeckt.

Ich nutze keine US-Agrarprodukte, weil die US-Agrarpolitik, die afrikanischen Bauern schädigt.

Nicht das steuerliche Verhalten der Unternehmen ist entscheidend, sondern deren Konzernpolitik.

Steuerschlupflöcher zu nutzen ist eine Frage sich am Markt halten sie können, wenn der Wettbewerber die Vorteile nutzt.

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@wfwbinder

Ja, sicher, aber wenn Verbraucher anfange Firmen zu meiden, die besonders wenig Steuern zahlen, dann wird das auch zu einem Wettbewerbsfaktor.

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@DukeSilver

Damit würde ich mich (wenn auch wieder aus anderen Gründen) bezüglich Fliegerei richtig verhalten, denn ich fliege nie Etihad, oder Emirates, denn die zahlen gar keine Ertragsteuern, weil es die in deren Ländern nicht gibt. Ich fliege nur mit europäischen Airlines, soweit verfügbar.

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Das dürft sehr schwierig werden, da fast jedes Unternehmen teil einer größeren Kette ist. Es ist unheimlich schwer einen Konzern ganzheitlich zu boykottieren.

Auch gibt es keine die gar keine Steuern zahlen. Sie nutzen nur noch bestehende steuerliche Vorteile, die sich aus unterschiedlichem nationalen Steuerrechten ableiten für ihren Vorteil.

Es ist Aufgabe der Staaten diese Löcher zu stopfen.

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