Soll ich mit meinem Sohn zum Psychologen gehen?

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9 Antworten

Es ist dein Sohn und es ist schwierig da was zu raten.

Und bei deiner Geschichte fällt mir spontan die Geschichte vom verlorenen Sohn aus der Bibel ein. Ich erzähle sie dir bei Gelegenheit falls es dch interessiert.

Für mich steht die Familie immer an erster Stelle  d. h. egal was passiert ist ich verzeihe es und versuche immer einen Neuanfang.

Jeder macht mal Fehler und will keinen Meter zurückstecken selbst wenn er weiß das er im Unrecht ist und gerade wenn man jung ist.

Aber jetzt ist er bereit auf dich zuzugehen und all das was war abzubauen und daher solltest du ihm diese eine Chance geben. Kommt nichts dabei herum kann er sich nicht darauf berufen das du Schuld daran bist.

Das er deinen neuen Lebensgefährten beschimpft kann z. B. daran liegen das er eher eine Art Bedrohung in ihm sieht (also das er einen Keil zwischen euch treiben könnte, weil du ja wegen deiner eigenen Probleme abblockst).

Ich würde wenn es dir Angst macht mit seinem Therapeuten reden damit du siehst das alles koscher ist (kann ja auch ein Vorwand sein).

Aber dann sieht dein Sohn das du bereit wärst und das ist eine gute Basis.

Ich finde es übrigens erschreckend das du dich bvon Bekannten beraten lässt und nicht einer sagt das es einen Versuch wert wäre. Ich meine es sind Bekannte oder? Wie lange kenne sie dich? Haben sie das damals miterlebtß

Wissen sie ob es dir schwergefallen ist deine Familie zu verlassen?

Ob es dir schwergefallen ist deinen Sohn zu verlassen?

Dein Sohn war vielleicht nur deshalb agressiv weil er die Situation nicht mehr ertragen konnte und hat sich später seinem Vater zugewandt weil er Mitleid mit ihm hatte - ich weiß es nicht aber du vielelicht schon.

Ich würde wenn es mein Kind wäre, ihm immer eine zweite Chance geben.

Mein Vater hat uns verlassen als ich ein kleiner Junge war und meine Mutter hatte es danach, mit 5 Kindern, nicht leicht gehabt aber egal was wir später verbrochen hatten (und das war teilweise wirklich nicht spaßig) sie hielt immer zu uns.

Mein Bruder hatte aber soviel Bockmist gebaut das meine Mutter ihm lange nicht die Liebe gab nach der er sich sehnte und erst kurz vor ihrem Tod hatten sie sich versöhnen können.

Und wenn dein Sohn nach all der Zeit (immerhin 20 Jahre) damit ein Problem hat dann solltest du ihm nicht die Chance verwehren, all das endlich verarbeiten zu können (denn das scheint ihn ja richtig zu belasten).

Seitdem du ihn verlassen hast glaubt er wahrscheinlich das du ihn nie geliebt hast.

Lass ihn jetzt nicht nochmal fallen und zeige ihm das du die Mutter bist die er vielleicht immer gesucht hatte.

Also:

Wenn du eine Rabenmutter bist hörst du áuf deine Bekannten aber wenn du eine MUTTER bist hörst du auf dein Herz, denn wer weiß vielleicht habt ihr nie wieder Gelegenheit dazu euch zu versöhnen denn wenn es wieder 20 Jahre dauern muss ist einer von euch vielelicht gar nicht mehr da.

Ihm jetzt zu zeigen das du ihn liebst ist m. E. das wonach er sucht.

Aber es ist deine Entscheidung.

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Es liegt allein in der Verantwortung deines Sohnes, seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Dazu braucht er nicht mehr seine leibliche Mutter. Erst recht nicht wenn du dich noch instabil fühlst und er so einen kindischen Terz um deinen Partner macht. Andernfalls wäre es evtl. noch diskutabel. So jedenfalls (noch) nicht. Kann ja im Laufe seiner Therapie noch werden... 

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Kommentar von Harald2000
26.07.2016, 17:24

Genau !

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Im Grunde finde ich es gut, wenn alte Sachen mal aufgearbeitet werden. Und vielleicht ist es ja auch wichtig für Dich zu verstehen, warum alles so gekommen ist. Ein Therapeut wird ja auch für eine gute Athmosphäre sorgen und auch verhindern, dass es um reine Vorwürfe geht und beiden Seiten Raum geben. Das würde ich von einem guten Therapeuten erwarten. Im Grunde kannst Du nur gewinnen, vielleicht auch Deinen Sohn zurück. Ein Versuch ist es alle mal wert.

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Kommentar von Harald2000
26.07.2016, 17:25

Ganz schön optimistisch ...

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Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist aufzuwägen wer sich wann für wen interessiert hat. Der Sohn scheint ja bereits seit seiner Jugendzeit belastet zu sein und ich finde es gut wenn er den Schritt zum Psychotherapeuten gegangen ist um Belastendes zu verarbeiten. 50 Minuten Gespräch tun nicht weh und können eventuell auch helfen sich gegenseitig besser zu verstehen. Der Therapeut wird diesen Vorschlag nicht gemacht haben wenn er es als unnötig erachtet. Ob du dem zustimmst oder nicht liegt alleinig bei dir.

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Wenn Du nicht willst, laß es einfach. Dein Sohn ist erwachsen und er interessiert sich ja auch kein bißchen für Deine überstandene OP.

Wahrscheinlich würde er nur Sand ins Getriebe zwischen Deinem Mann und Dir streuen - wäre schade um Eure Beziehung.

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ich würds machen.

was soll das denn? ihr hattet so lange keinen kontakt, da hattest du gar nichts mit ihm zu tun. da kannst du als mutter jetzt endlich mal die gelegenheit ergreifen und ihm helfen... er hätte dich gewiss schon einige male in seinem leben gebraucht.

und als er 16 war und schon so aggressiv drauf, da hättet ihr als eltern mit ihm zum therapeuten gehen sollen, eine klinik aufsuchen sollen und/oder zum psychiater gehen sollen mit ihm . keiner wird einfach aus dem nichts heraus so. womöglich war und ist er psychisch krank. du bist es ihm als mutter einfach schuldig zu dem gespräch mit zu gehen. ich würde sonst vor scham im erdboden versinken an deiner stelle, ehrlich gesagt.

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Kommentar von tanjaknuddel
25.07.2016, 22:57

Man könnte es machen, aber SCHULDIG bin ich ihm nichts! Vor über 30 jahren hat man viele dinge auch noch anders beurteilt als heute. Eltern bekamen damals nicht soviel unterstützung wie heute. 

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Ich würde es auf jeden Fall probieren, wenn deine Psyche ein bisschen stabiler ist. Klar ist die Situation mit dem langen Kontaktabbruch sowie Desinteresse seiner seits bezüglich deiner Operatiom alles andere als toll, aber ein Versuch ist es aus meiner Sicht definitiv wert. Für deinen Sohn kann es sehr wichtig sein in seiner Therapie die Kindheit aufzuarbeiten und dazu benötigt er deine Unterstützung. Im Weiteren wird es evtl. auch für dich klarer was der Auslöser sein könnte und wie du am besten mit seinem Verhalten umgehen kannst. Du musst auch keine Befürchtungen haben, dass das Gespräch irgendwie mit grosser Aggressivität ausartet, schliesslich ist ja der Therapeut dabei, welcher das Ganze führt. Ich hatte ebenfalls grosse Probleme mit meinen Eltern und führte mit denen und meinem Therapeuten getrennte Gespräche, obwohl ich dies nicht gross wollte. Nun weiss ich wenigstens, dass mich meine Eltern nicht unterstützen sondern mich nur runterziehen und ich konnte dadurch gut auf Distanz gehen, ohne dass ich später ein schlechtes Gewissen haben werde - habe es ja schliesslich probiert .. Wichtig ist einfach, dass du mit einer neutralen Einstellung dort hin gehst und keine Hoffnungen hast ..

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Ich glaube nicht, dass dies dem Sohn helfen würde. In der PT dreht es sich um seine Erinnerungen und seine individuelle Auseinandersetzung mit der Familie. Abgesehen davon, soll es der Mutter ja durch einen solchen Auftritt nicht schlechter gehen.

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Ein Gespräch mit dem Therapeuten gemeinsam kann nicht schaden. Wichtig wäre, dass du zuvor alleine mit dem Therapeuten sprichst

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Kommentar von tanjaknuddel
25.07.2016, 22:58

Ich weiß doch gar nicht, wo der seine praxis hat! Und ich bin ja auch nicht seine patientin! 

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Kommentar von LeFonque
25.07.2016, 23:01

naja, das muss dir dein Sohn natürlich sagen.

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Kommentar von Harald2000
26.07.2016, 17:26

Bzgl. Schaden: Oh, doch - aber das weiß man immer erst hinterher.

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