Soll ich mit dem Schwimmtraining aufhören? (Hobby)(Eltern)?

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7 Antworten

Die Beantwortung deiner Frage hängt sehr vom Ehrgeiz deiner Eltern ab. Nur daran kann es sich festmachen, ob sie es locker aufnehmen oder aber enttäuscht sind. Du hast deine Geschichte ziemlich ausführlich geschildert, also möchte ich auch ausführlich darauf eingehen: als jemand, der Sport mag, als jemand, der dabei Spaß und keinen Leistungsdruck haben will, und als Vater, der auch Kinder beim Sport hat(te).

Zum einen kann ich dich sehr gut verstehen. Schwimmen macht dir eigentlich Spaß, was du nicht willst, ist Leistungsschwimmen mit beinhartem Training; genau das brauchst du aber, wenn du dauerhaft sehr gute Leistungen erreichen willst. Wenn für dich klar ist, dass du nicht in den Leistungsbereich gehen willst, dann solltest du dich auch nicht dafür schinden.

Sport soll nach meiner Ansicht Spaß machen. Wenn es einem Freude bereitet, Wettkämpfe zu bestreiten und ab und zu auf dem Treppchen zu stehen, dann soll er das machen. Dann kann es auch mal nötig sein, eine Durchhängephase durchzustehen und bei der Stange zu bleiben, auch wenn der Spaß gerade mal fehlt. Zum Sieg kommst du nur durch Niederlagen und durch Beharrlichkeit bei Durststrecken.

Wenn es dir aber Freude macht, einen Sport gemeinsam mit Freundinnen und Freunden auszuüben, wenn dir die Schwerelosigkeit im Wasser und die Eleganz des Schwimmens etwas bedeuten, dann solltest du wieder in die Gruppe wechseln, aus der du gekommen bist und in der du dich wohlgefühlt hast. Dort kannst du sinnvoll trainieren und trotzdem Spaß haben.

Deine Eltern kann ich halt nicht einschätzen. Wenn sie dich auf dem Treppchen sehen wollen, wirst du es schwer haben, sie nicht zu enttäuschen. Aber das wäre dann ein Stück weit auch das Problem deiner Eltern. Das kannst aber nur du einschätzen. Wenn es ihnen wichtig ist, dass du Sport treibst (anstatt am Handy und auf Alk-Partys runzuhängen), dann kannst du sie sicherlich überzeugen.

Wenn du das Schwimmen ganz aufgeben willst, solltest du vorher einen Plan haben, was du dann machen willst. Einfach aufhören ohne Alternativen finde ich nicht gut. Da kommt der Vater in mir durch, der seine Kinder auch zur Konsequenz und zum Durchhalten in schwierigen Zeiten erziehen will. Aber der auch kein Kind haben will, das sich dauerhaft mit Widerwillen in ein Training quält, das schon lange keinen Spaß mehr macht.

Solange, wie du keine feste Alternative hast, bleib erst mal beim Schwimmen. Das ist wirklich ein wunderbarer Sport. Und auch die stickige Schwimmhalle ist lange nicht mehr so stickig, wenn man gerne im Wasser ist und mit guten Freunden um die Wette schwimmen kann.

Du bist halt jetzt (Achtung! Hier spricht wieder der Papa) in einem Alter, in dem du neue Orientierung suchst und in der du dich vom Kinderkram so langsam trennen willst. Aber überlege dir, ob dein Sport Kinderkram ist, den du mit 9 Jahren angefangen hast, oder ob er dir nicht doch etwas bringt, vor allem, weil du gut darin bist.

Aber auch im Fall, dass du mit dem Schwimmen aufhören und meinetwegen Volleyball spielen willst, geht die Welt für Eltern nicht unter. Schließlich wollen wir doch meistens, dass es unseren Kindern gut geht und sie fröhlich sind bei dem, was sie tun. Dass sie manchmal auch einen Tritt in den Hintern brauchen, gehört für beide Seiten einfach dazu.

Zu deiner Frage: Bleib beim Schwimmen und gib es erst einmal nicht auf, nur weil dein Bauchgefühl gerade dagegen ist. Geh aus der Leistungsgruppe raus und in die Spaßgruppe rein. Probier das mal aus und wenn du in einem halben Jahr merkst, dass es dir wirklich auch dann noch gegen den Strich geht, dann sieh dich nach Alternativen um, mach irgendwo mal ein Schnuppertraining und wechsle dann, wenn du davon überzeugt bist, dass der neue Sport der richtige für dich ist. So etwas lässt sich auch strengen Eltern vermitteln. Mit Enttäuschungen müssen auch wir Eltern halt immer wieder fertigwerden.

Viel Glück!

Danke für die lange Antwort, hat sehr geholfen.. Also ich habe ja eine Alternative. Nämlich Reiten. Ich würde statt dem Schwimmen in den Stall gehen und dort helfen (also ich würde nicht am Handy datteln). Das Problem ist ja auch dass meine Freundinnen nicht schwimmen, nur die eine aber halt in der anderen Gruppe. Diese “Spaßgruppe“ bringt mir halt leistungsmäßig garnix. Aber vllt. wechsel ich eonfach echt wieder hin..

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@horsepower04

Du solltest dir schon im Klaren darüber sein, dass Reiten ein entschieden teurerer Sport ist als Schwimmen. Ich hätte mir das für meine Kinder nicht leisten können.

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Ich weiß. Meine Eltern haben mich schon beim Reiten angemeldet. Ich habe aber glaube ich jetzt die Entscheidung getroffen, mit dem Schwimmtraining aufzuhören um mich aufs Reiten zu konzentrieren.... Aber ich bin mir eben nicht sicher. Ich habe das Thema heute kurz beim Mittagessen angesprochen... Dann schien meine Mum ziemlich enttäuscht gewesen zu sein und wechselte dann aber gleich das Thema... Ich weiß einfach nicht was ich machen soll...

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Es ist DEIN Leben und vor allem DEINE Freizeit! Nicht die Deiner Eltern oder sonstwem! Du solltest Deine Freizeit mit Spaß verbringen! Frag Dich, was Du wirklich willst und dann lerne, dazu zu stehen! Verteidige Deinen Standpunkt vor Deinen Eltern, denn die können Dich zu nichts zwingen! Du tust niemanden einen Gefallen, wenn Du Dich in Deiner Freizeit langweilst, nur weil Du denkst, dass Deine Eltern es erwarten, dass Du dorthin gehst. So sehe ich das.

Danke das hat echt geholfen...

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@horsepower04

Streite Dich nicht mit Deinen Eltern! Vor allem: Schreie nicht! Das bringt niemandem etwas. Wer Recht hat, muss nicht schreien. Und DU bist im Recht. Erzähl Deinen Eltern, was Du anstelle des Schwimmens gern machen würdest. Ich denke, damit werden sie sich zufrieden geben.

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Eine Entscheidung zu treffen kann immer gut oder schlecht ausfallen - wie wäre es mit einem Kompromiss, jedenfalls für eine gewissen Zeit? Geh Donnerstags zum Schwimmen und fange parallel dazu deinen neuen Sport an. Nach einigen Wochen wirst du selbst feststellen, wo deine Prioritäten liegen und kannst eher eine endgültige Wahl treffen.

Sag Deinen Eltern doch einfach, wie es ist, das muss wirklich jeder verstehen, dass es Dir damit nicht gut geht. Mach doch dann am besten den Vorschlag, in die alte Gruppe zu wechseln, in der Hoffnung, den Spaß an der Sache wiederzufinden, und falls nicht, Dir eine neue Sportart zu suchen. Konstruktive Vorschläge kommen nämlich immer besser an als reine Verweigerung.

Viel Erfolg!

Rede einfach offen (und vor allem ehrlich) mit deinen Eltern darüber, dass du nicht länger schwimmen möchtest. 

Kannst ja in deiner Freizeit trotzdem schwimmen gehen.


Sage denen einfach das es nicht mehr so dein Ding ist im Verein zu Schwimmen und das du das nicht länger machen möchtest.

Danke für die Antwort.🙈 Ich weiß halt einfach nicht was ich sagen soll, weil ich meine Eltern wie gesagt nicht enttäuschen möchte...

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@horsepower04

Du bist doch grade mal 13. Deine Eltern waren selbst mal jung und können dich verstehen. Sie sind vielleicht enttäuscht weil dir jetzt etwas weniger Spaß macht, das ist aber alles halb so wild. Es wird für deine Eltern auf jeden Fall kein Weltuntergang sein ^^

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Was ich vergessen habe zu sagen: Mit den neuen Manschaftskollegen komme ich nicht so gut zurecht und ich rede kaum mit ihnen....

wenn du zum vorstand des vereins gehst und sagst du willst wieder in die niedrigere gruppe aus spaß und dass du keine wettbewerbe machen willst geht das bestimmt kla(bei meinem tennisverein gings auch)

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