Soll ich mit 15 Jahren aus der Kirche austreten?

... komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Das Problem liegt nicht darin, nach einem Kirchenaustritt  nicht mehr in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten zu können, sondern  in einer solchen Einrichtung arbeiten zu wollen, die Anlass zum Austritt war. Eine Übereinstimmung mit den kirchlichen Glaubens- und Moralvorstellungen wird dann wohl kaum gegeben sein und eine diesbezügliche Zustimmung durch Unterschrift im Arbeitsvertrag wäre von Anfang an auf Unwahrhaftigkeit gegründet. Im medizinischen Bereich und als Grundschullehrerin kannst du auch ohne kirchliche Trägerschaft arbeiten.

Kirche ist nicht dazu da, Berufswünsche zu erfüllen oder ein schönes Ambiente für kirchliche Hochzeiten zu bieten,  wozu man nach Belieben aus- und eintritt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rose1401
04.02.2016, 20:00

Danke, genau so sehe ich das auch😊

2
Kommentar von Zicke52
05.02.2016, 20:19

Ich verstehe überhaupt nicht,  warum Nicht-Kirchenangehörigkeit ein Berufshindernis für Grundschullehrerinnen oder medizinische Berufe sein soll. In diesen Berufen geht es ja nicht darum, Religion zu verbreiten. Dass es bei religiösen Berufen (Priester, Nonne) ein Hindernis ist, ist klar, alles andere wäre unlogisch. Aber warum soll man als Nicht- Christ nicht Arzt oder Lehrer werden können und WOLLEN?

0

Hast du vor in einer kirchlichen Einrichtung zu arbeiten? Wenn nein, warum sollte es dann ein Problem für dich darstellen?

Der Konjunktiv ist das schwächste aller Argumente weil, wie es so schön heißt "könnte" die kleine Schwester von "ist nicht" ist. Sprich es kann genausogut sein, dass du niemals einen Fuß in eine kirchliche Einrichtung setzt.

Wenn du dein Leben immer nur nach dem auslegst was vielleicht, unter Umständen sein könnte, wirst du niemals das Leben führen das du leben willst.

Wenn du austreten willst, dann tritt aus. Sollte sich das je als Nachteil herausstellen kannst du ja jederzeit wieder beitreten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Naja, ganz unrecht hat sie nicht. Die Wahrscheinlichkeit dass der Fall eintritt ist aber relativ gering. Was hast du denn später mal vor? Ich hab meinen Austritt nie bereut...vom gesparten Geld kann ich in den Urlaub fahren...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Rose1401
04.02.2016, 18:56

Ich möchte in die medizinische richtung oder Grundschullehramt 😊

0
Kommentar von GravityZero
04.02.2016, 18:57

Hmm, dann solltest du vielleicht wirklich noch etwas warten bis du einen festen Job hast und auf der sicheren Seite bist.

0

Deine Mutter hat mehr oder weniger recht. Falls Du später einen Berufswunsch haben wirst, bei der Du an Diakonie und Caritas kaum vorbei kommst (z. B. in Pflegeberufen) ist es selbst für Ungläubige besser Mitglied der Kirche zu bleiben.

Alternativ kannst Du auch erst mal austreten und später wieder eintreten - Aber für den Wiedereintritt musst Du mit dem Pfarrer reden. Das bleibt Dir nicht erspart.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Tja, da könnte die recht haben! 

Eine Freundin zB macht eine Tagesmutter für Kinder und musste dafür im kiga arbeiten, ein katholischer kiga, nimmt auch nur kath Personal...

Da wäre es zB schwerer geworden! 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt auch so etwas wie Civilcourage. Zu der gehört es, zu seinen Überzeugungen zu stehen, auch wenn es mit Nachteilen verbunden ist.

Und vorauseilender Gehorsam ist fast die übelste Form des Mitläufertums.

Tu, was du für richtig hältst. Das hat so viele Vorteile, dass kleine theoretische Vorteile nicht ins Gewicht fallen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mein Rat geht ebenfalls in die Richtung dessen, was deine Mutter sagt.

Ohne Kirchenzugehörigkeit wirst du u.a. nur schwer kirchlich heiraten können, du kannst auch nicht Pate/Patin sein.

Solltest du später mal im erzieherischen oder pflegerischen Bereich tätig werden wollen, kann fehlende Kirchenzugehörigkeit ungünstige Folgen haben.

Bedenke auch, dass ein Asutritt ruckzuck erledigt ist, dass aber ein eventueller späterer Wiedereintritt eine Menge Aufwand erfordert.

Ehrlich - ich würde sagen, bleib drin. Austreten kannst du später immer noch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von drachenfreund
04.02.2016, 20:33

Patenschaft dürfte in der ev. Kirche nicht das große Problem sein, außer man ist kirchenfeindlich eingestellt. In der Regel haben Pfarrer keine Einwände.

Kirchliche Heirat ist evangelisch ebenfalls kein schwerwiegendes Problem, falls der Partner/die Partnerin noch Mitglied in der Kirche ist. Hängt aber wie immer vom Einzelfall ab.

0

Wenn du später mal bei einer kirchlichen Einrichtung arbeiten möchtest kannst du dazu auch wieder in die Kirche eintreten. Das ist problemlos möglich.

Ein sekularer Arbeitgeber ist schon wegen des Gehaltes und einiger Tarifbesonderheiten attraktiver als ein kirchlicher Arbeitgeber.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hast du denn vor in einer christlichen/kirchlichen Einrichtung zu arbeiten?

Ansonsten macht es gar keine Probleme und du brauchst ab 14 Jahren auch nicht das Einverständnis deiner Eltern. Kostet aber ein bisschen. 20€ oder etwas in der Richtung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

tritt aus und fertig...........viele kirchliche einrichtungen stellen auch religionslose menschen ein............

austritte aus kirchen müssen immer bei behörden "gemeldet" werden, denn das wird dann auf den steuerkarten vermerkt, wegen der kirchensteuer...:)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also du kannst natürlich auch später wieder eintreten, falls du wirklich mal in dem Bereich arbeiten willst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, ich würde auf jeden Fall austreten. Du hast da nix verloren. "Taufscheinchristen" gibt es genug. Es sollte jeder zu seiner Gesinnung stehen. Daß was deine Mutter dir rät wäre ja ähnlich dem, als bei Hitler oder in der DDR Leute in die Partei eingetreten sind um nur Vorteile zu haben. Und hier wäre die eventuelle "Notwendigkeit" ja viel geringer als damals.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde nicht austreten. Bin selber auch nicht ausgetreten obwohl ich Buddhist bin. Später wenn du einen festen Job hast kannst du immer noch austreten wenn du unbedingt willst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Liebe Rose ,

ich schliesse mich da Andrastor an! Wenn du in dir das Gefühl hats austreten zu wollen, dann folge Deinem Gefühl und Deiner Überzeugung. Es geht hier um Dich und nicht um die ängstlichen Gedanken Deiner Mutter - oder? Und es geht auch um Dein Selbstwertgefühl, wenn du Deiner inneren Stimme folgst, geht es Dir gut und Du bist mit Deinem Tuen einverstanden.

Die Zukunft - was ist die Zukunft? Es ist DAS was noch nicht ist .... und wenn sie mal da sein sollte, kannst du immer neu Entscheiden.

Kurzum: Folge IMMER Deiner inneren Stimme, Deiner Überzeugung und Deinem Herzen ...... :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?