Soll ich mich in die Trennung meiner Eltern "einmischen"?

9 Antworten

Hi,

ich würde Dir auch raten, Dich inhaltlich absolut nicht einzumischen. Zwischen den Zeilen, sag ich mal, hab ich schon den Eindruck bei Dir rauszulesen, dass Du im Grunde eher Deine Mutter als Deinen Vater nachvollziehen kannst. Das solltest Du neutral halten, bzw Deinen Vater nicht spüren lassen, weil es Dich nichts angeht. Du hast später vielleicht auch mal ne Beziehung/Ehe und möchtest keine Einmischungen.

Aber helfen würde ich beiden wenn sie es denn möchten und annehmen. Aber es wird vermutlich schwierig sein, Deinen Eltern gegenüber klar zu machen, dass Du Dich weder auf die eine noch auf die andere Seite schlägst. Ich fürchte sie werden ziemlich entnervt sein, wenn Du jeweils dem anderen hilfst oder Zeit mit ihm, /ihr verbringst. Aber das ist nicht Dein Problem! Lass Dir nix aufdrängen oder einreden was das betrifft!

Niemand sollte sich zwischen Vater oder Mutter entscheiden müssen. Lehn diese Entscheidung ab und versichere jedem jeweils, dass Du weiter ihr Kind bist und sich daran ja auch nichts ändert.

Dass die ganze Situation echt mies ist, brauche ich nicht noch mal auszuführen. Es tut mir echt leid, dass Du das erlebst.

Ich kann nachvollziehen, was Deine Mutter meint, aber hilfreich ist es ja für Dich nicht, dass Du nun weißt, dass sie nach Deinem Abi geht. Komm also bitte nicht auf dumme Gedanken und viel Glück für die Situation und Deine Prüfungen! Ich hoffe, Du kannst für die Abiphase irgendwie abschalten und es macht Dich nicht zu fertig!

Das wird Dir jetzt im Moment nicht viel helfen, aber ich versichere Dir aus ähnlichen eigenen Erfahrungen: das Leben geht weiter und Du wirst weiterhin Kontakt zu beiden haben. Es wird anders, aber es geht weiter. :-/

Alles Gute!


P.S. Es ist absolut legitim, dass Du insgeheim auf der "Seite" Deiner Mutter bist. Ich würds Deinem Vater nur nicht auf die Nase binden ;-)

Ich werde schon versuchen möglichst neutral zu bleiben und will auch zu beiden Kontakt haben, aber ich hatte noch nie wirklich eine gute Beziehung zu meinem Vater, daher ist das etwas schwieriger.

Meine mündlichen Prüfungen werde ich schon hinbekommen, danke dafür :)

Und dann nochmal danke für deinen Rat!

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@PrincessKenny

Gerne. 

Wenn Du eh keine super Beziehung zu Deinem Vater hast, wirst Du ja sehr gut verstehen können, was Deine Mutter verändern möchte. Dann kannst Du sie auch gut unterstützen.

Hat sie denn einen Beruf? Dann könnte sie da ja vielleicht wieder einsteigen. Oder sie jobbt erst mal ein bisschen. Unterstützung bekommt sie ja auch von der Agentur für Arbeit. Wenn man da erst mal nen Fuß in der Tür hat, kann man sich ja später noch beruflich verändern.

Die Antragsstellung und erste Zeit ist erst mal zum K*tzen. Aber es wird später besser... Sie scheint sich den Schritt ja gut überlegt zu haben und ich kenne Deinen Vater nicht, aber sollte er wirklich so ein Ehemann sein, wie Du etwas beschrieben hast, dann kann ich Deine Mutter gut verstehen.

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@Cercei

Nein, sie ist eigentlich total abhängig von meinem Vater. Sie hat nur einen Hauptschulabschluss und war früher Friseuse, also nicht unbedingt die besten Vorraussetzungen.

Sie hat mir auch gesagt, dass sie sich ab und zu heimlich auf Stellenangebote beworben hat, aber es kamen nur absagen.

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@PrincessKenny

Dann kann sie sich erst mal arbeitssuchend melden bei der Agentur für Arbeit und die haben dann Angebote für sie und sie kann gucken, ob das für sie Sinn macht, oder nicht. Das Gute ist ja, dass sie erst mal nicht mit Nichts da steht, sondern es die Hilfe noch gibt. Das ist ja erst mal auf jeden Fall besser als nichts. Die werden nicht Hurra schreien, wenn sie die Anträge stellt, aber sie müssen helfen, das ist ihre Verpflichtung. Und sie kann auch Zuschüsse für die Wohnungseinrichtung bekommen und Wohngeld. Sie ist nicht allein, es gibt Hilfestellen! 

Es gibt nen Spruch den ich ganz gut finde:

"Ob du glaubst du kannst oder ob du glaubst du kannst nicht - DU HAST RECHT!" (Henry Ford)

Was ich sagen will: wenn sie entschlossen ist und es schaffen will mit dem Neubeginn, dann wird es einen Weg geben.

Viel Glück!

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Er scheint ja ein ziemlicher Kontrollfreak zusein.

Als meine Mutter beschloss sich zu trennen, war ich 17. Wir haben gemeinsam Wohnungen angeschaut, ich habe dann all unsere Sachen gepackt und wir sind ausgezogen.

Die Zeit war weder für meine Mutter, noch für mich leicht. Doch wir haben es geschafft und ein befreiendes Gefühl machte sich bei uns beiden breit.

Du hast mit keinem Wort erwähnt, wie das Verhältnis zwischen dir und deinem Vater ist. Meins damals, war grausam. Er hat einen permanent kontrolliert und wie dein Vater bei deiner Mutter mit dem zudrehen des Geldhahnes gedroht.  

Wenn der Entschluss feststeht, ist es nur eine Qual, wenn sie wartet bis du mit dem Abi fertig bist.

Du musst es zwar nicht, aber es wäre schon sehr toll von dir, wenn du ihr hilfst. Allein nach sooo vielen Jahren in Ehe ist es nicht einfach und das egal wie sehr man sich wünscht frei zusein.

Er wird ihr und dir Unterhalt zahlen müssen. Der erste Weg wäre am besten zu einem Anwalt und den davon in Kenntnis zusetzten, dass sie sich trennen möchte und nicht genau weiß wie. Da sie finanziell von deinem Vater abhängig ist und du bist es ja auch. Da werdet ihr dann beraten, was und wie was möglich ist.

Und du überlegst dir bitten du dann mit deiner Mutter ziehen möchtest, bei deinem Vater bleibst oder dir doch was eigenes suchst.

Wünsch dir und deiner Mutter gutes Gelingen, viel Kraft und lasst euch nicht entmutigen. Es wird nicht einfach werden

Ich hatte noch nie so ne richtige Vater-Tochter-Beziehung, aber mir gegenüber ist er nicht so mies wie bei meiner Mutter.

Danke für deinen Rat!

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Hallo PrincessKenny, 

direkt solltest Du Dich da nicht einmischen. Einmischen kann man sich, wenn man von den betroffenen nach Hilfe gefragt wird.
Aber Du kannst Deine Mutter dabei unterstützen. Sie ist nicht das Eigentum Deines Vaters, daher hat er kein Bestimmungsrecht über sie und ihren Aufenthaltsort. Wenn sie gehen möchte, dann kann sie das. Es geht ja auch darum, dass sie auch leben kann wie sie es möchte. Genauso wie Dein Vater und Du auch.

Du selber solltest dabei neutral bleiben. Jedenfalls soweit wie Du es kannst.

Sie wird Dir aber sicher dankbar sein, wenn Du ihr dabei etwas unter die Arme greifst.

L.G.
XxLesemausxX

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