Soll ich meinen späteren Sohn autoritär erziehen?

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18 Antworten

Kauf Dir einen Hund und gehe mit ihm zur Hundeschule. 

Wenn Du aber ein Kind zeugst so nehme zur Kenntnis, dass wir uns in einem Rechtsstaat befinden. Daraus folgt logisch dass Deinem Kind von Geburt an Rechte zustehen die Du zu beachten hast. Diese Rechte müssen Dir nicht gefallen. Du darfst auch sehr gerne auswandern. 

Sicherlich ist es richtig dass Artikel 6 Grundgesetz den Eltern bescheinigt

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Aber die Eltern haben vorhergehende Artikel unbedingt zu beachten. Zum Glück. Zum Glück für die gesamte Gesellschaft. Denn die Psychokrüppel welche die Abwesenheit von angemessenem - noch nicht gutem aber immerhin angemessenem - Jugendschutz- und hilferecht verantwortet kosten die Gesamtgesellschaft aktuell jährlich hunderte Milliarden Euro.

Wollen wir mal kucken welche vorhergehenden Artikel in unserem Grundgesetz so stehen und ab Geburt - in bestimmten Fällen auch schon vorher - einem Kind in diesem Staat zustehen?

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Artikel 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

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Hallo!

Interessante Frage. 

Man sollte sich zwar im Klaren sein, dass antiautoritäre Erziehung & Laisser-faire alles andere als eine glückliche Lösung sind & Kinder dadurch auch ggf. sogar mehr zu leiden haben, da sie durch die "lange Leine" tlw. nicht in der Lage sind, jemals ein solides Leben zu führen (ich erlebe das selbst bei der Ex meines Bruders, die aus so 'ner Familie stammt, nie Grenzen kennenlernte, nie lernte arbeiten gehen zu müssen & quasi seit ihrem Realschulabschluss aus Staatskosten/Elternkosten/Arbeitsamtprojekten lebt, was die Eltern sogar noch unterstützen) ----------> aber eine autoritäre Erziehungsweise ist auch nicht der richtige Weg.

Zumindest wenn man darunter militärischen Drill, Gehorsam, die Erziehung eines Duckmäusers der sich nix traut & auch körperliche Gewaltanwendung versteht.

Man sollte den richtigen Mittelweg aus Lockerheit & Autorität finden: Klare Grenzen setzen und eine Richtung vorgeben, auch bisweilen wenn nötig Strafen verhängen (aber keine drakonischen) --------> aber auch dem Kind suggerieren, dass man es achtet, es ernstnimmt, kein Vorgesetzter ist sondern eher ein "guter Hirte" so blöd es vllt. klingt (sorry, mir fiel da kein anderer Ausdruck ein) & es auch liebt, selbst wenn es nicht immer aufs Wort gehorcht.

Soweit meine Meinung dazu.

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Haben wir 1930?
Da mussten die Kinder gehorchen - und was wurde aus ihnen?

Ich hoffe ja stark, dass du diese Frage nicht ernst meinst.

Kinder brauchen Eltern, die...

  • in respektvoller Beziehung mit ihnen sein wollen
  • wissen und zeigen wo ihre eigenen Grenzen sind
  • die Grenzen von ihnen (den Kindern) achten
  • sie unterstützen auf ihrem Weg zum Erwachsen werden
  • sie auch dann lieben, wenn es schwierige Phasen gibt
  • auf Machtkämpfe pfeifen
  • wissen, dass Konsequenzen eine verharmlosende Bezeichnung für Strafen sind
  • von Verboten nichts halten, weil diese selten zu echten Einsichten beim Kind führen
  • erkannt haben, dass konsequent bleiben gar nicht funktionieren kann, da die äußeren Bedingungen stetigen Veränderungen unterworfen sind
  • sie nicht auf Leistungen in der Schule reduzieren, sondern als ganzes sehen.

So etwas bedeutet sehr viel Arbeit an sich selbst.
Denn die eigene Erziehung so weit wie möglich herauszubekommen, kann eine lebenslange Aufgabe sein.

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Wenn Du aus Deinem Kind einen seelischen Krüppel machen willst, dann nur zu!

Ich habe auch noch die autoritäre Erziehung "genießen" dürfen und habe darunter zu leiden gehabt. Meine schlimmsten Prügel bekam ich, da war ich fast schon 18 Jahre alt. Meine Muttter hatte mir unterstellt, dass ich etwas geklaut hätte. Dabei hatte mir eine Kollegin nur etwas geschenkt!! Da mir auch nie etwas erlaubt wurde, was für die anderen Klassenkamerad/innen etwas ganz normales gewesen wäre, war ich immer der Außenseiter und das liebste Mobbing-Opfer. Und sehr lange habe ich gebraucht, um ein wenig Selbstvertrauen zu entwickeln.

Willst Du, dass es Deinem Kind einmal so ergeht?

Die autoritäre Erzeihnung taugt nicht - aber nicht die anti-autoritäre Erziehung erst recht nicht.

Aber der Goldene Mittelweg, der am sinnvollsten wäre, wird Dir wohl auf Grund Deiner Einstellung echt schwer fallen!

Eventuell leidest Du unterbewußt immer noch durch dieser Erziehungsmethode, ohne es zu ahnen!

Gute Nacht! Ciao!

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Indem du ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihm aufbaust. Wenn er dir vertrauen die glauben kann, dann wird er die Welt lange Zeit so sehen, wie du sie ihm erklärst. Er wird also viele deiner moralischen Vorstellungen übernehmen und erst in der Pubertät überprüfen.

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Nein, bitte nicht, das ist heute nicht mehr zeitgemäß.

Wenn du deinen Sohn richtig erziehen willst, braucht er Liebe, Geborgenheit, Vertrauen, Rückhalt..... und KONSEQUENZ.

Du vermittelst deinem Sohn diese Werte, die dir wichtig sind und willst, dass er sie befolgt, dann lebe sie vor, erlebt sie gemeinsam, sprich mit ihm darüber, über deine Gründe, er wird es mit der Zeit verstehen und auch so handeln wie du. 

Dabei spielt Konsequenz eine wichtige Rolle. D.h. dass du autentisch und konsequent sein solltest, du kannst nicht mal das eine Vergehen bestrafen und am nächsten Tag ein Auge zudrücken oder deinem Sohn sagen, dass er nicht lügen soll und du tischst ihm eine Lüge nach der anderen auf.

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indem du am besten gar keine kinder bekommst... blinder gehorsam führt irgendwann zu blinder wut... und dann mochte ich nicht in deiner haut stecken, wenn dein sohn endlich starker ist als du, und dir mal zeigt was "autoritär" bedeutet....

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Mit ihm viel zeit verbringen so kriegen sie respekt von jemanden und vertrauen jemanden und schon früh beibringen immer auf den vater und die mutter und alle anderen wie tante zu horchen sozusagen und wenn man was von seinem sohn will nett fragen nicht gleich drohen oder anschreien sonst kann es enden dass du sein vertrauen zerstört hast und er dir nicht mehr folgt

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Schaff die besser einen Diener an. Für ein Kind bist du nicht geeignet. Jedenfalls nicht, solange du diese Einstellung hast.

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Der Erziehungserfolg hängt vom eigenen Verhalten ab - im positiven wie auch im negativen Sinne - "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm".

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Willst du später einen dir untergebenen Sohn oder einen Sohn, der seine Individualität auch in Form einer eigenen Meinung äußert?

Kinder sind keine Befehlsempfänger. Denke mal darüber nach, ehe du an Nachwuchs denkst.

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Kommentar von Kirschbaum44
06.05.2016, 21:37

Aber ich wurde auch so erzogen. Also darf ich es auch.

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davon träumen viele Väter

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Ahja ... was hast du für eine veraltete Einstellung? Gott sei Dank bist du aus dem Alter raus, in dem man noch einen Sohn zeugen sollte. Anscheinend bist du selbst autoritär erzogen worden und das hat sich auf dich, was deine Denkweise angeht, sehr negativ ausgewirkt. 

http://www.gutefrage.net/frage/war-frueher-alles-besser-leben

 ... deine Kinder sind abgehauen, was mich nicht wundert!

Heute erzieht man mit Liebe und Verständnis seine Kinder. Gehorchen ist nicht immer angesagt, denk mal an deine eigene Kindheit!

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Zumindest an deiner Stelle würde ich das sein lassen. Du siehst doch was dabei raus kommt, schau dich an.

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Eine autoritäre Erziehung kann nicht schaden. Gerade heute sind Fleiß und Disziplin extrem wichtig für das spätere Leben. 

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Kommentar von incredulus
06.05.2016, 23:26

Du darfst gerne mal über den Unterschied zwischen autoritärer Erziehung und Erziehung mit Autorität nachdenken.

Darüber haben sowohl die autoritären wie auch die meisten antiautoritären Erzieher viel zu wenig nachgedacht.

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Kommentar von kiniro
07.05.2016, 09:36

Viel wichtiger ist das JETZIGE Leben.

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Das ist heutzutage mega gefährlich 

Prügelstrafe abgeschafft - wird bestraft

Hausarrest  - abgeschafft

TV verbot etc .alles verboten 

Da is nicht mehr viel an autoritärer Erziehung die erlaubt wäre 

Tja, wie macht man es am besten ? Das wüsste ich auch gern  - alles durchsetzten ohne Konsequenzen und Sanktionen abschaffen ist leicht das gesellschaftliche Ergebnis einer freien Erziehung sehen wir tagtäglich in den Nachrichten ...... 

Vielleicht besser doch keine Kinder ?

  

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Kommentar von kiniro
07.05.2016, 09:35

Wenn ich hier lese, wie viele Hausarrest bekommen, sehe ich nichts von "abgeschafft".

Freie Erziehung ist ein Paradoxon in meinen Augen.

Was du in den Nachrichten siehst, hat damit nichts zu tun.
Da waren die Erwachsenen offensichtlich nicht in Beziehung mit den Kindern.

www.diephysikvonbeziehungen.wordpress.com

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Kommentar von GroupieNo1
07.05.2016, 23:36

Jetzt erkläre mir, wer ein "tv verbot" verbietet?
Die nette Nachbarin die ihrem Kind alles durch gehen lässt? Die jugendamt mitarbeiterin? Die Lehrer? Das Gesetz?
Wer verbietet das?
Und Hausarrest ist sicherlich auch nicht abgeschafft.

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Mit viel Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit...

Erfolgschance 98%

Mit autorität liegt sie bei 2%

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