Soll ich meinem Freund erzählen, dass ich mal eine Essstörung hatte?

13 Antworten

Das kannst letzten Endes nur du selber entscheiden.

Von meiner über 20 Jahre dauernden ES wissen gerade mal 4 Leute. Mein Mann und 3 meiner Freundinnen.

Heute habe ich die ES überwunden und rede eigentlich mit niemandem mehr darüber. Ein Grund dafür ist das fehlende Verständnis von Nichtbetroffenen.

Das ist von deren Seite auch gar nicht böse gemeint. Insbesondere mein Mann hat mir während der Therapie sehr zur Seite gestanden - wie er es immer tut. <3 Aber verstanden hat er es nie. Weder die Beweggründe noch meine ganzen kruden Gedankengänge zu der Zeit. Ganz ähnlich meine Freundinnen. Sie hörten zu, verstanden aber nicht. Für Nichtbetroffene ist es schwer die Probleme von Essgestörten nachzuvollziehen.

Also habe ich aufgehört, sie damit zu belasten und mich im Netz ausgetauscht. Außerdem war mir die Gruppentherapie da eine Riesenhilfe.

Ihr seid zudem erst sehr kurz zusammen. Meine Meinung dazu ist: Du musst dich nicht sofort nackig machen und komplett offen darlegen - im übertragenen Sinne natürlich. Wenn ihr irgendwann mal eine gute vertrauensvolle und stabile Beziehung habt und du möchtest das gerne loswerden, dann erzähle es ihm. Jetzt halte ich persönlich das für verfrüht.

Aber wie gesagt - das ist nur meine Meinung. Du entscheidest.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Nein. Er muss nicht alles über dich wissen, das ist komplett unnötig und auch unmöglich. Deine Vergangenheit hat nichts mit ihm und eurer Zukunft zu tun.

Ihr seid erst zwei Wochen zusammen, da muss man sich noch nicht alles erzählen, was man je erlebt oder gemacht hat. Du hast noch jede Menge Zeit ihm davon zu erzählen, dass muss weder heute noch morgen sein, sondern dann wenn es sich für dich richtig anfühlt. Es ist total in Ordnung mit so etwas ein bisschen zu warten.

Wenn du es ihm erzählst, dann am besten in einem ruhigen Moment, indem ihr nur zu zweit seid und du dich wohl fühlst. Ihr werdet bestimmt eine Menge Gelegenheiten haben, wenn ihr euch unterhaltet und euch Geschichten aus eurer Vergangenheit erzählt. Und wenn du merkst, dass du ihm vertraust, dann kannst es ihm erzählen.

Wie soll ich meinem Psychologen sagen, dass ich öfter Gedanken habe mich umzubringen?

Ich (15 w) bin schon seit längerem in psychologischer Behandlung (Angst vor dem Unbekannten). Mir ging es dann schon viel besser, doch dann habe ich eine Essstörung bekommen (Bullemie und leichte Magersucht). Darüber habe ich mit meinem Therapeuten geredet. Er hat gesagt er kann so etwas nicht Therapieren, gibt mir aber Kontakte wenn es schlimmer wird. Ich sollte es aber erstmal beobachten. Noch dazu nehme ich Isotretinoin gegen Akne. Das drückt bei mir sehr auf die Stimmung und ich bin fast immer traurig und habe keine Lust mehr zu irgendetwas. Ich war jetzt länger nicht mehr beim Psychologen und habe jetzt öfters darüber nachgedacht das Leben einfach zu beenden, da meine Essstörung immer schlimmer wird, meine Stimmung komplett im A ist und ich kaum Freude mehr empfinden kann. Ich lebe also nur noch vor mich hin, esse und übergebe mich, bin unzufrieden mit mir und meiner Figur und werde Tag zu Tag schwacher. Das was mir früher Spaß gemacht hat mache ich jetzt nur noch aus Zwang. Ich bin mir natürlich bewusst, dass es so nicht weiter geht und das Selbstmord keine Lösung ist. Wenn es aber so weiter geht werde ich irgendwann keinen anderen Ausweg mehr finden. Meine Eltern wissen von meiner Essstörung und das ich manchmal gerne sterben möchte weil mein Leben einfach schwer ist. Meine Mutter denkt immer noch an eine plötzliche Wunderheilung und wenn ich ihr jetzt sage wie verzweifelt ich bin sagt sie " ich sag jetzt nichts mehr dazu". Mit meinem Vater rede ich nicht kaum darüber. Meine Schwester und zugleich beste Freundin läuft immer gleich zu meiner Mama wenn ich ihr was erzähle und wie die reagiert wisst ihr ja. Meinen andere Freunden in der Schule spiele ich das glückliche Mädchen vor, da das viel leichter ist als ihnen meine Gefühle zu gestehen. Jetzt weiß ich eben nicht wie ich es meinem Psychologe erzählen soll, dass es mir so schlecht geht. Das letzte mal als ich ihn gesehen habe ging es mir noch gut und ich glaube er erwartet das immer noch von mir. Ich habe Angst dass ich dann anfange zu heulen wenn ich ihm erzähle wie es mir geht.

Ich werde natürlich versuchen mit ihm zureden und ihm alles zu sagen. Aber ich habe Angst dass er dann wieder sagt, naja wir beobachten mal und mit anderen Sachen weiter macht. Habt ihr noch eine Ahnung wie ich mir selbst ein bisschen helfen kann um vielleicht ein bisschen glücklicher zu werden...

Danke

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