soll ich meine Mutter verlassen oder nicht?

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7 Antworten

Du bist eine tapfere junge Frau, und ich finde es bewunderswert, wie du bis jetzt mit der Situation umgegangen bist.

Du hast recht: es ist nicht an dir, mit 16 alles selber zu machen und alleine zu leben. Insbesondere das Problem mit der Einsamkeit kann ich dir sehr gut nachfühlen.

Daher kann ich auch sehr gut verstehen, wenn du zu deinem Vater ziehst.

Vielleicht kannst du es deiner Mutter so darstellen, dass sie nicht beleidigt oder deprmiert ist (habe meinen Vater in letzter Zeit so wenig gesehen, möche ihn auch sehen, etc).

Grundsätzlich solltest du dich von deiner Mutter nicht "moralisch erpressen" lassen, weder jetzt, noch später, denn das Problem kann in 2 Jahren, wenn du studieren gehen willst, genauso wieder aufauchen. Sie erfüllt ihre Verpflichtungen als Mutter nicht so wie sie sollte, du leidest darunter, sie hat kein Einsehen... ich finde, das ist ein guter Grund, eine andere Lösung zu suchen, mit der du besser leben kannst.

Ich verstehe aber auch, dass es nicht leiicht ist, der moralischen Erpressung auszuweichen, denn ein schlechtes Gewissen wird man allemal haben, wenn ees einer Person, die man so liebt wie die eigene Mutter schlecht geht.

Aber grundsätzlich ist es nicht deine Aufgabe, sie in so einer schwierigen Situation aufzufangen, damit bist du überfordert, das sollten eigentlich Psychologen etc. machen.

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Kommentar von MeikRatsuchus
12.01.2015, 18:59

Hallo, danke für Ihre Antwort. Ich finde es auch ein Wunder, wie ich einen Durchschnitt von 2,3 auf der Realschule (jetzt 10.Kl.) mit Aussicht auf den erweiterten Realschulabschluss halten kann. Ich rauche und trinke auch nicht. Ich versuche immer das beste aus der Situation zu machen. Aber nun weiß ich nicht weiter. Aber angenommen sie bringt sich um ? Sie war schon des öfteren in Kuren und psychologischen Hilfegruppen. Also wäre suizid gar nicht so abwegig. Das könnte ich kaum mit meinem Gewissen vereinbaren. Soll ich das riskieren ? PS: bin ein Junge

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Eine Mutter sollte für ihr Kind da sein, mindestens solange es unter 18 Jahren ist! Wenn sie nicht für dich sorgt, geh zu deinem Vater! Du musst auch an dich denken, denn wie ich gelesen habe, hast du mehr für deine Mutter getan als sonstige Teenager in dem Alter. Ich wünsche dir viel Kraft!

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Puhh, du bist in einer echt schwierigen Lage.Das macht mich auch ganz schön Wütend auf deine Mutter. Sie sollte für dich da sein, dich unterstürzen und dir ein sicheres "Nest" bieten. Sie sollte da sein für all deine Sorgen und Nöte die man in deinem Alter hat.

Das hilft dir jetzt natürlich nicht wirklich weiter ;-(.

Mein Rat für dich ist: ja, zieh zu deinem Vater!! Deine Mutter ist ein Erwachsener, selbst bestimmter und eigenverantwortlicher Mensch. Das heißt, wenn sie trinken will,dann wird sie das machen. Wenn sie sich was antun will, wird sie auch das machen. Du wirst sie nicht davon abhalten können. Und du wirst auch nicht wissen welcher Auslöser dazu führt.

Wenn sie Hilfe haben möchte muss SIE diese Hilfe sich suchen, weil auch sie entscheidet welch Hilfe ihr auch wirklich hilft.

Du musst dein Leben leben, um deinerseits ein Erwachsener, selbst bestimmter und eigenverantwortliche Mensch zu werden.

Was sagt eigentlich dein Vater dazu ?

Wünsche dir viel Kraft um deinen Weg zu gehn.....

LG

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Ich verstehe dich ganz gut. Auch ich hatte eine unreife Mutter und habe mich für sie Zeitlebens verantwortlich gefühlt. Meine Geschichte ist zwar ganz anders, aber das Gefühl das dem Elternteil etwas passiert, wenn man geht, kenne ich.

Leider fällt mir zu deiner Situation auch nichts hilfreiches ein. Ich weis nicht ob ihr eine Erziehungsbegleitung vom Jugendamt bekommen könntet. Versuch mal ein Gespräch beim Jugendamt zu bekommen. Vielleicht gibt es auch noch die Möglichkeit am Wochendende öfter zu deinem Vater zu gehen um jemand zum reden zu haben. Aber nicht über deine Mutter sondern über Dinge bei denen du dir vorstellen kannst das er dir helfen kann.

Es ist sicherlich so das du nicht verantwortlich bist dafür was mit deiner Mutter geschieht. Aber trotzdem musst du damit fertig werden wenn sie abstürzt. Vielleicht bist du in einigen Jahren soweit. Es ist nicht gut wenn du das dein halbes Leben lang machst. Wir hatten im Dorf einen Sohn der blieb sein Leben lang bei seiner Mutter die Witwe war. Und er hatte dabei eigentlich kein eigenes Leben und hat das Heiraten vergessen. Als sie dann gestorben ist hatte er kein eigenes Leben. Aber du hast ja noch einige Jahre Zeit bis es soweit ist. Vergiss dein eigenes Leben nicht versuche deins zu machen sogut es geht, und ein wenig für deine Mutter dazusein, sofern es nicht über deine Kräfte geht..

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Geh so schnell wie möglich zu deinem Vater, wie sich deine Mutter verhält geht einfach nicht!

Schütze dich, alles Gute!

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Woran scheitet ein Zusammenleben von Euch allen?

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Kommentar von MeikRatsuchus
12.01.2015, 18:43

Daran, dass wir keinen Kompromiss finden können.

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Du kannst deine Mutter nicht ändern. Aber mach doch das Beste aus deiner Situation. Lade deine Freundin öfters ein und lass sie bei dir übernachten. Hast du keinen Freund? Da hätte eine strumfreie Bude auch ihren Reiz :-)

An deiner Stelle würde ich so kurz vor dem Abschluss nicht mehr umziehen. Zuviel Wirbel für eine relativ kurze Zeit. Das Ende deiner Kindheit steht bevor und da bist du deinen Altersgenossen weit voraus in der Selbständigkeit.

Sollte deine Mutter doch noch zu ihrem Freund ziehen, würde ich an deiner Stelle trotzdem zurückbleiben. Unterhalt von beiden Elternteilen plus Kindergeld helfen dir über die Runden zu kommen. Alles Gute

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Kommentar von washilfts
12.01.2015, 21:38

Verflixt - ich dachte auch, du wärst ein Mädchen.

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