Soll ich ihm erlauben, Cannabis zu rauchen?

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Kann dich gut verstehen. Wenn es für dich ein Trennungsgrund ist, weil dir das wichtig ist, dann ist der ganz und gar nicht lächerlich oder gar übertrieben. Jeder hat seine Prinzipien. Wenn er die bereits nicht respektiert, solltest du dir überlegen ob du so jemanden an deiner Seite möchtest.

Hmmm - also ich hab früher häufiger bei Kumpels mitgeraucht. Hat mir aber nie sonderlich zugesagt oder was bedeutet. Ich finde schon, dass du übertreibst, wenn du sagst, dass du ihn verlassen würdest, wenn er einen (1!) Joint raucht. 

Aber genausowenig wie es mein Ding ist, deinen Standpunkt darin zu beurteilen, denke ich, dass du ihm was zu erlauben hast oder zu verbieten. Ich würde ihm eher klarmachen was du davon hältst.

Und jetzt nicht mit einem Totschlagargument: Tu es und du kannst gehen. Sondern, was dich im Detail daran stört. Was deine Befürchtungen sind. Und versuch auch auf ihn einzugehen. Denn er sieht es wahrscheinlich ähnlich wie ich. Einen rauchen wird das ganze Leben um genau überhaupt nix verändern (wenns denn bei dem einen bleibt). Ich weiss auch nicht, inwiefern du dich mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Denn "Ich hab keine Ahnung davon, aber Drogen sind böse!" überzeugt genau gar keinen, der nicht eh schon die gleiche Meinung hat.

Vielleicht auch ein paar Ansätze:

Er denkt zu gut über Cannabis: Jemandem zu sagen, wie er denken soll, oder dass das, was er denkt falsch ist ist schon ziemlich heftig. Geht Richtung Meinung verbieten. Denn du kannst ihm nicht sagen, was er denken soll. Du kannst ihn nur mit Argumenten versuchen zu überzeugen. Geh davon aus, dass eventuell auch du mit deiner Meinung falsch liegen könntest. Erwarte das auch von ihm. Dann redet.

Er hat eine schlimme Vergangenheit, was Drogen betrifft: Sieht er das auch so? Von sich aus. Und auch die schlimmen Dinge in meinem Leben, gewählt oder nicht, gehören zu meiner Vergangenheit, haben mich zu dem gemacht, der ich bin. Du kannst das nicht ausblenden oder ignorieren.

Dir etwas nicht zu sagen tut manchmal nix zur Sache. Er wird es trotzdem wissen. Und es geht dir ja auch nicht drum, es zu wissen oder nicht, sondern du hast Befürchtungen, was es mit ihm macht. Wenn das zutrifft, dann ist es auch egal ob du's weisst oder nicht, dass er eins kifft. Die Folgen davon betreffen euch beide trotzdem.

Meine Antwort kommt leider etwas spät aber ich hätte da noch was aus meiner Perspektive. Wenn man sich die Geschichte der Pflanze ansieht und sie kennt, man auch evtl. Selbst Konsument ist, dann meint man das System teilweise verstanden zu haben. Ich bin bekennender Konsument und habe die Erfahrung gemacht das es reine einstellungssache der jeweiligen Droge gegenüber ist. Und das geht von Aspirin u. Alkohol bis Koffein, Tabak usw. Von A - Z. Ich verharmlose das Kiffen auf keinen fall, grade für Kinder und Jugendliche kann das Folgeschäden hinterlassen. Genau wie alkohol und tabak auch. Kinder mit ADHS kriegen amphetamin ersatz damit sie ruhig halten. Aspirin schadet der Magenschleimhaut, ibuprofen der Leber. Es gibt neben Alkohol, Tabak und anderen illegalen Drogentoten, auch Medikamententote und abhängie. Bei jeder Arznei erhaltest du einen riesen beipackzettel voller möglichen Nebenwirkunen, und das ist von jedem Medikament zu Medikament unterschiedlich, unterschiedliche erhebliche Nebenwirkungen die auch teilweise tödlich enden können. Zu Cannabis hingegen gibt es keinen einzigen offizielen Toten nach den folgen eines Cannabiskonsums. Klar wenn mans falsch konsumiert kanns auch zum krebs führen statt es zu heilen, in dem mans raucht. Aber es liegt alles in der Hand des Menschen was er damit tut und vorallem sich selbst. Redet gemeinsam mal drüber warum er konsumiert und versuche ihn zu verstehen und das ganze aus seiner Perspektive mal zu betrachten. Statt ein Glas Wein könntet ihr gemeinsam space cakes essen oder so. Mal was anderes Probieren, um dann mit Erfahrung selbst sprechen und entscheiden zu können. 

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