Soll ich es jemandem erzählen?

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6 Antworten

Hallo, keine schöne Diagnose, aber bisher ist es ja auch nur ein Verdacht und es kann sich ja auch alles noch zum Guten wenden. Ich bin aber der Meinung, dass niemand da allein durch muss. Hast du Familie, mit denen du über deine Sorgen und Ängste reden kannst? Und auch zu deinen Freunden solltest du ganz ehrlich sein und mit ihnen reden.

Auch dafür sind gute Freunde da. Rede mit ihnen, beteilige sie und teile deine Sorgen mit ihnen. Du wirst sehen, wie gut es dir tut, wenn du dich mitteilen kannst, dir Trost gespendet wird. Auf keinen Fall solltest du dich jetzt zurück ziehen, das tut dir nicht gut und bringt dich zum Grübeln.

Ich weiß, wovon ich rede, habe schon Brustkrebs gehabt und meine sehr guten Freunde waren von Anfang an informiert, haben mich unterstützt, mich aufgemuntert.

Lade deine besten Freunde zu Kaffee und Kuchen oder zum Essen/Grillen bei dir ein und dann rede über  deine Sorgen mit ihnen. Du wirst sehen, wenn es wirklich gute Freunde sind werden sie dich unterstützen in dieser für dich schweren Zeit bis zur endgültigen Diagnose. Ich hoffe, dass ein gutes auf MS spezialisiertes Klinikum in deiner Nähe ist, an dem die Folgeuntersuchungen zur Diagnostik vorgenommen werden.

Hier kannst du Spezialkliniken und Arztpraxen in deiner Nähe suchen, die speziell für MS und andere neurologische Erkrankungen ausgezeichnet sind:

https://www.dmsg.de/service/index.php?w3pid=service&kategorie=mskliniken&kategorie2=klinikenverzeichnis

Dies ist die Startseite des DMSG, des Bundesverbandes der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft:

https://www.dmsg.de/service/kliniken-praxen/dmsg-ausgezeichnete-zentren/

Aber bitte, wende dich an deine Familie und deine Freunde, die Unterstützung ist wichtig für dich und gemeinsam erträgt sich dann alles viel leichter. Ich drücke dich mal virtuell und wünsche dir alles Gute :-)

Liebe Grüße von Mona

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Kommentar von janenoma
23.08.2016, 01:19

Vielen dank 🙂

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Ich habe nix gesagt bzw. nur außenstehenden Personen (Psychotherapeutin etc.). Die nerven einen dann nicht dauernd mit "hilfreichen" Hinweisen zu neuen Therapien, Medikamenten, Diäten, Behandlungsmethoden.....

Meine Familie hat es erst 15 Jahre nach der eigentlichen Diagnose erfahren und erst, als es sich nicht mehr verhindern ließ, weil ich im Krankenhaus lag und der Arzt mit meiner Mutter sprach, ohne mein Wissen; und ohne meine Einwilligung, aber ich war da grade nicht ganz bei mir. 3:)

Danach ging es prompt los: Tränengeschwängerte Blicke mit der halb geschluchzten Frage "Wie geht es dir?", rausgerissene Zeitungsartikel zu xyz, gutgemeinte Ratschläge bei allem, "denkst du, es ist gut für dich, - in der Sonne zu sitzen? - zum Essen ein Glas Wein zu trinken?, -diese schwere Kiste zu heben?"

Du hast nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder die Sache mit dir (und einigen ausgewählten Personen) durchmachen oder die Überfürsorglichkeit deiner Umwelt ertragen. ;)


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Das musst du leider selbst entscheiden aber da du ja der Community hier deinen Verdacht berichtest solltest du diesen auch deinen Freunden anvertrauen können. Falls es dir schwer fällt fang am besten bei deinen besten freunden an und höre auf Leuten davon zu erzählen wenn du merkst dass du dich dabei nicht wohlfühlst. Ob du es machst oder nicht liegt aber alleine bei dir.

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Ich würds nicht jedem auf die Nase binden. Guten Freunden vielleicht, ja. Aber nicht der ganzen Schule/Firma etc.

Und so lange nix sicher ist würd ich einfach sagen "Bin nicht ganz fit, deshalb öfter beim Doc oder nicht so aktiv etc"

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Ich würde erstmal eine Person einweihen. Jemand aus der Familie oder eine gute Freundin die nichts weitererzählt. Dann hast du zumindest jemanden der dir beisteht und dich einfach mal in den Arm nehmen kann. Dann siehst du weiter. Ein Schritt nach dem anderen

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Mit Freunden, die fragen solltest Du schon reden. Dann verstehen sie Dich besser. Mit anderen nicht. Familie auch. Die geht es an. Auch, wenn es nur ein Verdacht ist im Moment, sie wollen es wissen. Du mußt es nicht mit Dir selber ausmachen.

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