Soll ich Elternunterhalt zahlen, obwohl ich mir sicher bin, dass innerhalb von weniger als 2 Jahren ca. 60.000 Euro von den Konten abgehoben worden sind?

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4 Antworten

Wenn du leistungsfähig bist dann wirst du wohl zahlen müssen !

Meiner Ansicht nach muss der Betreuer deinen Hinweisen nachgehen und klären was mit diesem Vermögen passiert ist,dass waren dann ja gerechnet auf 2 Jahre monatlich ca. 2500 € die dann verbraucht worden.

Es muss dann schon geklärt werden ob hier dann eine mutwillige Herbeiführung der Bedürftigkeit vorliegt oder nicht,denn zu diesem Vermögen hat deine Mutter ja sicher noch Rente und Witwenrente bekommen und da liegt man dann sicher leicht über 3000 € pro Monat.

Dann wird dein Bruder nachweisen müssen für was dieses Geld verwendet wurde,denn das Sozialamt kann Geldgeschenke usw.rückwirkend bis zu 10 Jahre zurück fordern.

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Kommentar von Spartraumreisen
29.03.2016, 09:55

Danke, große Beträge hat die Mutter angeblich selbst abgehoben. Ansonsten will niemand etwas vom Verbleib des Geldes etwas wissen. Bank gibt keine Auskunft! Der Bruder ist auch der Betreuer. Für das Sozialamt und das Betreuungsgericht ist alles in Ordnung!

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Anwalt nehmen, sicher kann die bank auch weiterhelfen wo das Geld hingekommen ist!

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Kommentar von Spartraumreisen
29.03.2016, 09:51

Danke, Anwalt habe ich schon, der ist aber teuer!

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Siehe dazu Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 1611 Beschränkung oder Wegfall der Verpflichtung:

"(1) Ist der Unterhaltsberechtigte

  • durch sein sittliches Verschulden bedürftig geworden,
  • hat er seine eigene Unterhaltspflicht gegenüber dem Unterhaltspflichtigen gröblich vernachlässigt oder
  • sich vorsätzlich einer schweren Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen nahen Angehörigen des Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht,

so braucht der Verpflichtete nur einen Beitrag zum Unterhalt in der Höhe zu leisten, die der Billigkeit entspricht. Die Verpflichtung fällt ganz weg, wenn die Inanspruchnahme des Verpflichteten grob unbillig wäre."

Der allmähliche Verbrauch von 60.000,- in zwei Jahren sieht zunächst noch nicht nach "sittlichem Verschulden" aus. Dies entspricht eher dem Gehalt eines schlecht bezahlten Aushilfs-Lehrers ;-).

Falls der Bruder oder der Betreuer aber Geld zurückgeben müssen, mindert das natürlich den Bedarf der Betreuten - und damit auch den Anspruch auf Eltern-Unterhalt.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von Spartraumreisen
29.03.2016, 09:58

Danke. An einem Tag wurden bei Bank und Sparkasse je 16.000 Euro abgehoben.

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Der Bruder ist auch der Betreuer

schreibst du weiter unten.

Als Betreuer ist er verpflichtet, über alle Ausgaben, die er für die betreute Person tätigt, Buch zu führen!

Ich würde auch dringend dazu raten, dir anwaltliche Hilfe zu holen. Ich hatte einen ähnlich gelagerten Fall in der Familie und das ganze ging positiv aus. (Betreuer - hier auch der Bruder - konnte nicht nachweisen, dass das Geld für die Mutter ausgegeben wurde und musste diese Summe ersetzen).

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Kommentar von Spartraumreisen
29.03.2016, 22:29

Die Abhebungen waren bevor die Betreuung eingerichtet wurde!

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