Soll ich einen depressiven Freund wirklich in ruhe lassen?

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5 Antworten

Wenn jemand voll in der Depression hängt, ist es tatsächlich besser ihn in Ruhe zu lassen. Es wird Dir nicht gelingen, ihn aus der Depression zu holen, auch, wenn Du es noch so gut meinst.

Es sind immer nur temporäre Erlebnisse, die für ihn auf Dauer nicht haltbar sind.

Damit kommt er nicht in geregelte Abläufe, die für einen Depressiven zwingende Voraussetzung sind.

Er muß lernen sich selbst zu strukturieren und zu organisieren. Solange jemand Anderer das für ihn übernimmt, so lange kann er auch nicht aus seinem Tal herausfinden.

Gewähre ihm, dass er erst einmal zu sich selbst findet - so wie es offensichtlich momentan als Rehamaßnahme geplant ist - ehe er sich in Verantwortungsbereiche mit einer Beziehung einläßt, zu denen er derzeit gar nicht in der Lage ist.

Natürlich findet er es schön, wenn er mal gebraucht wird. Aufgrund seiner Krankheit ist er aber gar nicht in der Lage sich so zu stabilisieren, wie es für Deine Kinder vonnöten wäre. Damit tut er weder Deinen Kindern noch sich selbst einen Gefallen!

Wenn ein Depressiver im tiefen Tal hängt, so ist er absolut antriebslos und damit auch lustlos. Wenn Du mit ihm etwas unternehmen willst, so bringst Du ihn in Zugzwang.

Einerseits freut er sich Dich zu sehen, andererseits müßte er Dir aber mitteilen, dass er auch mit Dir nichts unternehmen will, weil das seine Krankheit nicht zuläßt.

Um Dich nicht zu verlieren, kann es passieren, dass er Dir gegenüber schauspielert, was ihm aber letztendlich zutiefst zuwider ist. Du interpretierst das als Freude, was es aber letztendlich überhaupt nicht ist.

Es ist viel wichtiger, dass Du ihm zu verstehen gibst, dass Du für ihn da bist, wenn er persönlich das Bedürfnis hat sich mit Dir auszutauschen, dass Du Dich ihm aber nicht aufdrängen willst.

Damit verschaffst Du ihm die Luft, die er jetzt benötigt und gleichzeitig auch das Vertrauen, dass Du ihn und seine Krankheit versuchst zu verstehen.

Um ihn tatsächlich zu verstehen, würde ich Dir dringend raten, mit einer Selbsthilfegruppe Kontakt aufzunehmen, die es auch für Angehörige bzw. Freunde eines Betroffenen gibt. Wenn Du Dich da nicht genau auskennst, dann frage den behandelnden Arzt oder auch die Betreuerin danach, welche Hilfe für Dich selbst möglich ist!

@Adlerblick:

Ja UND nein. Ich kenne auch Betroffene. Für manche ist es im Gegenteil sogar sehr sehr wichtig, dass die menschliche Umgebung sich eben gerade NICHT zurückzieht oder abwimmeln lässt, auch wenn der Betroffene sich scheinbar abschotten will. Häufig äußert ein Betroffener, man solle ihn in Ruhe lassen. Nähe ist unerträglich, - aber Isolation mindestens genau so! Denn genau daran leidet er dann andererseits wieder: "Keiner mag mich", "keiner interessiert sich für mich", "ich bin nichts wert", "ich bin nur Ballast für andere" etc. Unter Umständen ist es sogar essentiell, dass der Betroffene erlebt, dass er den Menschen, die ihm nahestehen, alles andere als egal oder gar zuwider ist. Ob er es in dem Moment annehmen kann oder nicht, ist eine andere Frage, aber wenn er es nicht (zumindest ab und zu) erleben darf, kann er es auch nicht für wahr halten.

Ich weiß sehr wohl, dass es oft eine extrem schwierige Gradwanderung ist zwischen Respekt und Nicht-Alleinlassen. Man braucht viel Fingerspitzengefühl, und Rezepte für das "richtige" Verhalten gibt es nicht. Ich fand es insgesamt aber hilfreich, immer wieder unbeirrt Nähe anzubieten, dabei jedoch auf keinen Fall zu irgend etwas zu drängen.

Manchmal reicht es für den Patienten völlig, einfach nur dabei sein zu "dürfen". Dann wieder ist plötzlich Rückzug angesagt. Das ist für die Mitmenschen schwer zu verstehen und noch schwerer zu schaukeln.

Es stimmt auch, dass der Patient lernen muss, sich selbst zu strukturieren. Aber mitunter braucht er auch das von außen. Wiederum eine Gradwanderung. Es ist eine gute Idee, als Angehöriger oder Nahestehender ab und zu mit den behandelnden Ärzten/Therapeuten das Gespräch zu suchen. Gut ist auch der Vorschlag, sich an eine Selbsthilfegruppe für Angehörige zu wenden.

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@sakura09

@sakura 09: Ich verstehe durchaus, was Du meinst. Ich hatte solche Gedankengänge wie Du ja auch immer.

Ich mußte aber dann erkennen, dass genau dieser Wille dem Betroffenen beizustehen in der absoluten Depressiv-Phasen immer als negativ ausgelegt wurde.

Mein Lebensgefährte hatte zu keinem Zeitpunkt dieses "Ich werde nicht geliebt-Gefühl". Im Gegenteil, ihm gingen immer die Leute, die ihn liebten und ihm helfen wollten massiv auf den Keks!

Das habe ich übrigens auch über Selbsthilfegruppen von den Angehörigen Betroffener bestätigt bekommen.

Daneben habe ich noch eine Freundin, die ebenso wie mein Lebensgefährte eine Depression vererbt bekam. Auch sie wünscht, dass man respektiert sie in den Depressivphasen in Ruhe zu lassen.

Sie hat mir mal in aller Deutlichkeit gesagt: Wenn ich deine Hilfe benötige oder dich gerne intensiver hätte, dann werde ich es dir sagen, dann wäre es schön, wenn du dir die Zeit nimmst, aber dränge mir bitte absolut nichts auf, was ich nicht will!

Man muß unterscheiden, um welche Depression es sich handelt, entsprechend unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse!

Fallen Menschen in eine Depression, weil sie z.B. der Partner verlassen hat, weil sich die Kinder nicht mehr um sie kümmern, weil sie möglicherweise eine schwere Krankheit haben, dann besteht sehr viel mehr das Bedürfnis nicht alleine gelassen zu werden, weil solche Menschen eben unter großen Verlustängsten leiden.

Diejenigen, die eine familiäre Disposition zur Depression haben erwarten eine Rücksichtsnahme darauf, dass man sie tatsächlich in Ruhe läßt.

Menschen, die aufgrund beruflicher Überforderung in ein Burn-out-Syndrom fallen, wünschen in erster Linie den Facharzt und Therapeuten an ihrer Seite, da sie nur dem zutrauen, ihre Situation erfassen zu können.

Familienangehörige und Freunde, werden da meist als negativ empfunden, weil die "sowieso nicht verstehen können, was mit mir gerade passiert".

"Die Welt um mich herum ist schlecht und mutet mir Schlimmes zu" bedeutet nicht, dass die Betroffenen automatisch eine Art "Babysitter" an ihrer Seite wollen.

Das Wichtigste ist in all diesen Fällen dem Depressiven aufzuzeigen "ich bin für dich da, du kannst auf mich zählen!

Du mußt es mir aber vermitteln, wann du mich an deiner Seite haben willst, weil ich mich dir nicht aufdrängen möchte. Öffne dich, wenn es dir schlecht geht, ich werde es verstehen können, dazu benötige ich aber auch deine Hilfe!

Es ist wichtig für Depressive zu wissen, dass sie mit Hilfe rechnen können, wenn sie den Anderen dazu verhelfen sie richtig einordnen zu können.

Und das geht logischerweise immer nur, indem die Signale vom Depressiven kommen, so, wie er sich auch demTherapeuten gegenüber äußert.

Als mein Lebensgefährte mal in einem Extrem-Tal hing, er jegliche Anteilnahme meinerseits ablehnte, machte ich ihm klar, dass ich das durchaus akzeptiere. Dass ich aber nicht akzeptiere, wenn er sich therapeutischenMaßnahmen verschließt, die ihm helfen können.

Und so zeigte ich ihm all die Möglichkeiten auf, die es in unserer Stadt gibt und schleppte ihn zu einer Krisenstation. Das hat er ohne Murren hingenommen, weil er froh war, dass er nun endlich den ersehnten Facharzt finden kann, der ihm aus dieser Situation heraushelfen könnte.

Er wurde sofort in eine Therapieeinrichtung eingewiesen, auch das akzeptierte er.

Er hat mehr Vertrauen zu allen psychiatrischen Fachleuten als er jemals hatte zu seinem familiären Umfeld oder zu seinen Freunden.

Zur Eigenstruktur muß ich Dir sagen, dass das überhaupt das Wichtigste ist, diese zu entwickeln. Und das geht auf keinen Fall von außen. Dann wird sich der Depressive immer nur auf das verlassen, was ihm von außen vorgesetzt wird, er wird aber niemals zur Selbsthilfe und zur Eigenstruktur finden können.

Das sagt einem aber auch jeder Psychiater, wenn man sich danach erkundigt.

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@Adlerblick

...wieder: ja und nein...

Du hast Recht, die Menschen sind verschieden, und auch ihre Depressionen...

...aber auch meine "Gedankengänge" beruhen auf Erfahrung, auf direkter Erfahrung mit direkt Betroffenen.

So kenne ich depressive Patienten mit genetischer Disposition, die durchaus auf Zuwendung angewiesen waren, und andere, die wirklich ihre Ruhe brauchten. Ich kenne Menschen, die durch Verlustkrisen in schwere Depressionen fielen, die sich bei Freunden ausheulen mussten, und solche, die sich verbarrikadierten, sich vehement gegen Bezugsaufnahme wehrten und denen jede Andeutung von Annäherung schon zu viel war. Und ich kenne Patienten, hin und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach Nähe und dem Verlangen nach Distanz.

Vielleicht kommt es vor allem darauf an, welche Gedanken im Betroffenen gerade vorrangig wirksam sind (ob nun "bewusst" oder "unbewusst").

Beispiele: Gedanken wie "Keiner mag mich", "Die Welt ist böse und alle sind gegen mich", "Ich gehöre nirgends dazu", "Ich bin allen nur eine Last" wirken anders als Gedanken wie "Es hat alles keinen Sinn", "Wozu", "Es gibt keine Hoffnung", "Das wird nie besser", "Ich weiß nicht mehr was ich will", "Ich kann sowieso nichts", "Ich bin zu nichts zu gebrauchen, ich bin der reinste Versager", "Das schaffe ich nie", diese wiederum anders als solche wie "Warum muss immer mir sowas passieren", "Ich bin an Allem schuld", "Mir geht alles schief", wieder anders als solche wie "Auch das noch", "Das ist mir alles zu viel", "Lasst mich doch alle in Ruhe", "Rutscht mir den Buckel runter", "Ihr könnt mich sowieso nicht verstehen, mich versteht keiner"...

Jeder dieser Gedanken braucht von der Bezugsperson oder dem Therapeuten eine andere "Antwort". - Ja, und du hast Recht, letzten Endes muss der Patient die Antwort selbst finden. Man kann nur wenig helfen. Manchmal besteht die Hilfe tatsächlich darin, den Betroffenen in Ruhe zu lassen, manchmal ist ein aktiveres Ein- oder Zugehen auf den Patienten nötig, manchmal reicht ein einmaliges Signal wie "Du kannst dch jederzeit melden, wenn du magst", manchmal braucht der Patient aber auch die Gewissheit: "Egal was ist, egal wie es dir geht, morgen um die selbe Zeit schaue ich wieder nach dir, ja? Und dann schauen wir weiter..."

Manchmal schlägt ein Patient die Tür zu: "Komm NIE wieder!", nur um sich hinterher in Vorwürfen zu zerquälen: "Wie konnte ich nur... der Arme... das kann ich ja nie wieder gut machen... dem kann ich nicht mehr unter die Augen treten...ich bin die reinste Zumutung"... oder: "Jetzt hab ich den auch noch vergrault"...

Manchmal fragt ein Patient: "Gehst du morgen mit mir einkaufen?" und sagt dann: "Lieber doch nicht, ist mir alles zu viel..." und hinterher: "Es wäre besser gewesen, du hättest mich einfach mitgenommen!"

Auch das mit dem "Mitnehmen" ist so eine Sache. Der Patient muss sich nämlich auch mitnehmen lassen. Man kann keinen zu seinem Glück zwingen. Und das ist auch gut so. Auf keinen Fall darf der Betroffene bedrängt werden. Aber mitunter ist ein bisschen Motivierung auch not-wendig und nur so kann der Patient sich daran erinnern, dass es so was wie Motivation überhaupt gibt.

Manche Patienten leiden unendlich unter dem Alleinsein, manche können keine Nähe ertragen, manche ertragen beides nicht.

Und manchmal ist es sogar von Moment zu Moment anders.

Das macht den Umgang so enorm schwierig. Seelische Krankheiten sind sozial sehr belastend, oft noch viel mehr als rein körperliche Pflegefälle. Man braucht immenses Taktgefühl, viel Nachsicht, Aufmerksamkeit, Einschätzungsvermögen für das "Jetzt", gute Ideen und unendliche Geduld. Allgemein gültige Rezepte gibt es nicht.

...und was die "Eigenstruktur" angeht: Auch das ist verschieden. Wer sich ein Bein bricht, braucht erst mal eine Krücke, bis er so weit ist, dass er das Bein langsam wieder belasten kann. Und in bestimmten seelischen Zuständen braucht ein Patient die Struktur von außen, wie sie beispielsweise in einer Klinik oder durch gewisse therapeutische Betreuung gegeben ist, da er sie sich selbst gerade nicht geben kann - auch das werden die guten Psychologen bestätigen. Er muss sich dann mit der Zeit mühsam Strategien aneignen, um nach und nach mehr und mehr ohne diese Strukturen und Hilfen von außen zurecht zu kommen. - Auch hier gilt: Fordern aber nicht überfordern.

So ungefähr hab ich das gemeint.

Also: ja und nein... ;-)

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@sakura09

@sakura09: Vieles von dem, was Du hier anführst kann man unterschreiben, sofern man selbst Kenntnis in Sachen Depressionen hat. Dann weiß man auch sehr wohl einzuordnen welches Verhalten von einem gerade gewünscht wird.

Ein Laie ist damit völlig überfordert, und er wird sehr frustriert, wenn er mit viel Liebe sich einsetzt, um den Betroffenen aus seinem Tal zu holen und der Betroffene dies dann ablehnt, sich sogar schroff verhält, so dass so manche Freundin verunsichert wird, was sie nun falsch gemacht haben könnte.

Solche Fälle gab es hier bei GF schon reichlich!

Laien, die diese Erfahrung machen sind häufig verzweifelt, weil sie gar nicht ermessen können was dahinter steht. Leider finden sie auch selten Ansprechpartner unter den Ärzten und Therapeuten, insbesondere dann, wenn es sich "nur" um die Freundinhandelt!!

Aus dem Grunde gebe ich in solchen Fällen meist den Rat, den Betroffenen erst mal in Ruhe zu lassen und ihm anzubieten, dass man jederzeit für ihn da ist und zum Ansprechpartner wird, wenn er das wünscht.

Das heißt, man sollte dem Betroffenen dazu bringen, dass er sich äußert. Das ist auch der erste Weg zur Struktur, die depressiven Menschen in der Regel ja fehlt.

Es kann nicht angehen, dass Menschen von Depressiven frustriert werden, die noch nicht wissen, wie sie mit der Sache umgehen sollen. Daraus entwickeln sich ebenfalls Störungen bei den Angehörigen und Freunden, so dass ein vernünftiger Umgang miteinander immer schwieriger wird.

Auch Depressive müssen lernen, wie sie ihren Freunden und Angehörigen ihren Zustand vermitteln können ohne zu notorischen Jammerlappen zu werden. Derartige Verhaltensweisen sind durchaus auch von Depressiven erlernbar, und zwar über geeignete Verhaltenstherapeuten - nicht durch die Angehörigen!

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Hi Lisa, Ich danke Dir ganz herzlich für Deinen Stern! Und ich wünsche Dir, dass Du all das Bevorstehende gut meisterst mit Hilfe von Freunden und Bekannten, die Dich verstehen und damit auch unterstützen können!

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Ich finde es gut, das du weiterhin für ihn da bist. Du siehst ja auch, das er sich darüber freut. Wenn ein Mensch in einer Depression ist und kein Mensch ist mehr für ihn da, wie soll es dann weitergehen? Gut Psychologen oder Betreuer haben Fachkenntnis, aber auch die muss man ab und zu anzweifeln. Wenn jemand depressiv ist, bleibt er am liebsten den ganzen Tag zu hause. Aber wenn derjenige raus möchte und seine Mutter besuchen möchte, ist das ein guter Weg, egal wie die Mutter ist. Seine Liebe ist auf alle Fälle auch bei der Mutter. Meine Meinung ist das man eine Depression durch viel Liebe heilen kann. Viel echte Anteilnahme, viel zuhören und verstehen sind nötig. Halte durch, es lohnt sich bestimmt!!!

Mein Rat: Erwarte nichts. Lass ihn ganz frei. Sei ihm eine gute Freundin, aber lass den ganzen Beziehungskram aus dem Spiel, das gibt nur Stress - für ihn und für dich. Halte nicht an der schönen Vergangenheit fest. Die Situation im Moment ist anders. Was daraus in der Zukunft wird, steht höchstens in Hieroglyphen weit weg in den entferntesten Sternen.

Vergiss also die Beziehung. Biete ihm, wenn du möchtest, immer wieder deine Freundschaft und Gesellschaft an, aber absolut ohne Erwartungen! Das wäre jetzt gerade tatsächlich eine Überforderung.

Wenn du es aushältst, jede Hoffnung fahrenzulassen, dass er "sich irgendwann drauf einlassen kann", und ihn einfach als Mensch liebhaben kannst, mach weiter. Vielleicht ergibt es sich wirklich, vielleicht auch überhaupt nicht! - Sonst ist Distanz besser - für dich und für ihn. In dem Fall kannst du ihm anbieten, er kann sich melden, wenn er so weit ist, und ansonsten besser deiner eigenen Wege gehen.

Leicht ist anders. Alles Gute dir!

Sag ihm, er solle einen festen Standpunkt beziehen, aber wie kann er einfach so, komplett unreflektiert, den Rat seiner Betreuerin annehmen? Und wie dumm ist das eigentlich? Gerade ein gefestigtes Umfeld ist doch gut für einen depressiven? Ich verstehe es ehrlich gesagt nicht ganz, gerade durch dich / euch kann man ihn doch am besten Therapieren?

Aber so wie er drauf ist klingt das nicht so super.

@inkubus: Depressive sind überhaupt nicht in der Lage einen festen Standpunkt zu beziehen!!!!!

Sie orientieren sich in ester Linie am Arzt und der Betreuerin, die ihre Lage sehr viel besser einschätzen können als die Menschen, die ihn außerhalb der Depression umgeben.

Wer nie umgeben war von einem depressiven Menschen kann überhaupt nicht nachvollziehen, was da abläuft!!!!

Du kannst daher diese Situation mit dem sogenannten gesunden Menschenverstand überhaupt nicht erfassen, den ich Dir keinesfalls hier absprechen will!

Da ich selbst mit einem depressiven Partner zusammenlebe, weiß ich was es heißt, die einzelnen Phasen zu respektieren und damit umzugehen.

Um Depressionen zu verbessern - es gibt ja die verschiedensten Formen davon - muß der Betroffene in der Regel Medikamente einnehmen und darauf auch gezielt eingestellt werden. Eine reine psychologische Betreuung reicht in solchen Fällen oft nicht mehr aus.

Das erforder sehr viel Akzeptanz und auch Toleranz!

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du hast schon 2 kinder und willst sicher kein drittes.. also halte erst mal abstand.. er hat dir ja gesagt, woran du mit ihm bist, aber offenbar willst oder kannst du das nicht akzeptieren.. der muss sich jetzt erst mal um sich selbst kümmern!!! gib ihm dazu gelegenheit!!

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