Soll ich die Therapie weglassen und nur Antidepressiva nehmen?

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14 Antworten

Mach die Therapie! Die Medis blasen ja deine Probleme nur scheinbar weg und das auch nur auf chemischen Wege. Lässt du sie weg, fällst du wieder genau dorthin zurück, wo du hergekommen bist. AD haben Nebenwirkungen. Die häufigste ist massive Gewichtszunahme. Das kommt schleichend und dauerhaft. Jeden Monat einige kg mehr. Nicht wirklich eine Option, oder?

Wenn du von jetzt auf gleich derart euphorisch wirst, ist die Dosis wohl ein bissi hoch angesetzt.

Im übrigen wird bei Erkrankungen IMMER die konstruktive Mitarbeit des Patienten bei der Behandlung vorausgesetzt.

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:23

Halte eine Gewichtszunahme für sehr unwahrscheinlich so wenig wie ich esse. Außerdem verbrauche ich jetzt, dank gesteigertem Antrieb mehr Kalorien und einen guten Stoffwechsel hatte ich schon immer. Warum sollten sie meine Probleme nur wegblasen? Ist das nicht genau der Sinn davon? Meine Probleme existieren nur noch in meinem Kopf, die Ursachen sind längst Vergangenheit und die ADs korrigieren nun meinen Gehirnstoffwechsel. 

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mach die Therapie.

Meinen Erfahrungen mit psychischen Krankheiten zufolge, haben deine Depressionen ein tiefliegendes Problem zur Ursache. Die AD's heben nur deine Laune, das Problem selbst greifen sie aber nicht an. Es kann weiter in dir gären und wird spätestens wenn du die Meds absetzt wieder mit voller Härte in dein Leben treten.

Nutze die positive Energie die du von den AD's erhältst, bemühe dich aber auch um eine Lösung des Ursprungs, alles andere wäre nur Oberflächenbehandlung.

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Wunderbar, dass Du so schnell ein Medikament gefunden hast, welches Dir so gut hilft.Das kann aber noch mal runter gehen, mit der Laune.

Wichtig ist, dass Du das Medikament lange genug nimmst, d.h. mindestens 1-2 Jahre.Es ist völlig Fubbes, dass ADs abhängig machen.

Es gibt nicht ein AD, welches Sucht erzeugt.

Therapie - kann nötig sein, muß aber nicht.Ich würde trotzdem ein paar Stunden Verhaltenstherapie machen, damit Du lernst mit den Depressionen umzugehen, die können nämlich auch ganz ohne Grund, rein wegen eines gestörten Hirnstoffwechsels entstehen.Aber da würde ich zumindest ein paar Stunden in Anspruch nehmen.

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:34

Mir geht es aber super, dabei kann die stimmungsaufhellende Wirkung noch gar nicht eingesetzt haben. Ergo in ein paar Wochen müsste es mir noch besser gehen :)

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es ist quatsch, sich nur tabletten verschreiben zu lassen. die heben zwar die stimmung, man sieht vieles positiver. aber wenn das nächste problem kommt - und das kommt, weil probleme zum leben gehören - dann stehst du wieder da und kannst nicht damit umgehen.

wenn bei dir eine depression ausgelöst werden konnte, wenn sie bei dir jahre lang bestanden hat und du von alleine nicht davon weggekommen bist, dann läuft bei dir etwas im umgang mit belastung nicht richtig. das wird dazu führen, dass du sehr wahrscheinlich wieder eine depression bekommst.

tabletten sollen kraft für die therapie geben, sollen stabilisieren. aber wie man mit dingen, die depression auslösen können, besser umgeht, lernt man in einer psychotherapie.

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Geh weiter zur Therapie. Wenn die Medis am Anfang so sehr wirken, kann das in 3-4 Wochen auch wieder ganz anders sein. Oder du bist eher bipolar und die Medis lösen gerade nen manischen Schub aus. Oder oder oder. Es schadet ja nichts, weiter 1h die Woche da hin zu gehen. Schaden könnte es aber, wenn die Medis irgendwie ohne dass du es bewusst merkst, dir schaden. Deshalb finde ich, dass nichts dagegen spricht weiter da hin zu gehen.

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:31

Das wüsste ich aber, dass ich bipolar bin.. Klar, könnte die Wirkung vergehen, auch wenn ich das nicht hoffe, aber erstmal müsste sich die Wirkung verbessern, da es mir gut geht und die stimmungsaufhellende Wirkung erst noch draufkommt :) Einen manischen Schub habe ich bestimmt ich nicht, mir geht es einfach gut.

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:55

Und wenn das gerade eine Manie ist, dann bin ich liebend gern manisch!:D 

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ADs sollten eigentlich nur vorübergehend quasi als "Krückstock" dienen um eine Therapie zu unterstützen bis man wieder selbstständig "laufen gelernt" hat.

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 22:06

Wer sagt denn, dass eine Therapie das Heilmittel sind und ADs nur die Hilfe? Vielleicht ist es auch anders rum? Gespräche können niemals das bewirken, was das AD gerade bei mir bewirkt, dessen bin ich mir sicher.

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Eben. Antidepressiva sind kein Dauerzustand. Besser wäre es, das Übel bei den Wurzeln zu packen und eine Therapie zu machen. Sonst lernst du auch für die Zukunft, besser mit deiner Sozialphobie und antriebslosigkeit umzugehen.

Ich würde dir also dringend zu einer Therapie raten.

Auch wenn es dir jetzt durch die Antidepressiva gut geht, muss das nicht auf immer und ewig so bleiben. Zum einen kann sich dein Körper daran gewöhnen. Und zum anderen haben die Antidepressiva meist unerwünschte Nebenwirkungen.

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Versuche generell die Gründe deiner Traurigkeit zu erklären und sie (innerlich) zu bekämpfen bzw. aufzuläsen und hier kann dir die Therapie helfen. AD's können gefährlich sein, da manche "feindschaftliche Gefühle", Aggressionen etc. auslösen. Nimm lieber Johanniskraut (ist auch stark), aber wenn du wechselst dann langsam und möglicherweise in Absprache mit dem Arzt.

Datteln und Kakao helfen ebenfalls.

Der Glaube sowieso und am meisten.

mfg

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Geh auf jeden Fall zur Therapie. Du fühlst dich zwar super, aber glaub mir, du wirst die Kehrseite kennenlernen und diese ist alles andere als schön. Und nach 2 Tagen können die ADs noch nicht wirken, du hast wohl wirklichen einfach einen manischen Schub, aber wenn dich wieder die depressive Phase trifft, wirst du dir auf Knien wünschen, einen Zuhörer zu haben.

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warts ab, gleich kriechen hier alle Hobby-Psychologen aus deren Löcher... und geben dir "super"Tipps, aber ich muss dich enttäuschen, der Anfangseffekt deiner Wunderpillen schwächt mit der Zeit ab und du müsstest die ehe immer wieder wechseln um eine Sucht zu vermeiden. Ein Entzug ist nämlich was ganz schon Besch***, da landet man meistens in einer geschlossenen Klinik und dein Stoff bekommst du nur vom Doktor, also musst du wohl oder übel zu Therapie gehen...oder du wechselst den Arzt, es gibt nämlich einige Leute vom Fach die ein Sch++ Dreck auf deine psychische gesundheit legen und dir einfach im Stillen die AD verschreiben...so ist es halt einfacher ;)

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 23:21

Antidepressiva machen nicht abhängig, man bekommt nur Absetzsymptome wenn man sie ruckartig absetzt, aber das vermeidet man, wenn man sie langsam ausschleicht. Die Mär vom süchtig machenden AD ist aber eine Lüge. Süchtig machen Benzodiazepine, das ist aber was ganz anderes und kein AD.

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Kommentar von Menuett
10.12.2015, 09:57

Es gibt nicht ein einziges Antidepressiva, welches süchtig macht.

Und zu einem Entzug kommt es auch nicht.

Wenn man so richtig gar keine Ahnung hat, sollte man sich raushalten.


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Du willst ja dein Leben lang nicht auf Medikamente angewiesen sein. Davon abgesehen können Antidepressiva durchaus schwere Nebenwirkungen haben und sogar abhängig machen. - Du solltest die Therapie daher unter keinen Umständen abbrechen. Alles Gute

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:04

Habe aber kaum Nebenwirkung und meinetwegen nehme ich das auch gerne länger ein. Außerdem kann man sie irgendwann absetzen, wenn man gesund ist.

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Kommentar von Menuett
09.12.2015, 21:34

Nein, Antidepressiva machen NIE süchtig.

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Hey,

Das kann doch nicht dein Ernst sein oder etwa doch?

Willst du dein leben lang Antidepressiva nehmen? 

Die Antidepressiva nimmt man, damit man seine Probleme angehen kann in ner Therapie. 

Sobald du die Tabletten wieder absetzt, geht es dir wieder bescheiden, wenn du nicht an deinen Problemen arbeitest.

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:09

Doch, das ist mein voller Ernst. Meine Probleme liegen wie gesagt schon Jahre zurück, ich brauche wohl nur ein Medikament, das meinen Stoffwechsel wieder in Ordnung bringt. Wenn ich es eine Weile lang genommen habe, kann ich es ja wieder absetzen und wenn nicht ist mir das trotzdem recht. Habe ja kaum Nebenwirkungen.

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Ich freu mich das es dir besser geht , hör nicht auf diese Leute mit Therapie oder so , ich spreche aus Erfahrung, AD kann auch umgekehrt und ne Therapie ersetzten , ich nehme auch escitalopram und hab mich selbst Therapiert durch viel Freizeit, reisen , Sport !

Nimm die Tabletten weiter und lass dir hier nicht ein rein labbern !

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Dir gehts ja aufgrund der Tabletten gut, die willst du ja nicht dein Leben lang nehmen. oder? Daher find ich macht ne Therapie schon Sinn. Darf ich fragen welches Medikament du genau nimmst?

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Kommentar von yuppieyuppie
09.12.2015, 21:05

Meinetwegen nehme ich es auch gerne länger ein. Irgendwann bin ich ja wieder gesund und kann es vllt absetzen. Es ist übrigens Escitalopram.

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