Soll ich das Christentum wieder aufgeben?

24 Antworten

Ich denke nicht, dass du Angst zu haben brauchst, die Lästerung gegen den Heiligen Geist begangen zu haben. Alle Sünden, die du begangen hast, werden wir dir vergeben, wenn du Gott darum bittest: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." (1. Johannes 1,9)

Auf diese Zusage kannst du vertrauchen, dich berufen und fest darauf verlassen, wie auch auf die Aussage von Jesus: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." (Johannes 5,24)

Die Sünde, die nicht vergeben werden wird, besteht in der Lästerung gegen den Heiligen Geist, indem man die durch Christus bewirkten Wunder der Macht Satans zuschreibt (Mt 12,31.32). Die Pharisäer wussten sehr wohl, dass Jesus durch den Geist Gottes die bösen Geister austrieb. Aber wider besseres Wissen nannten sie den Heiligen Geist lästernd "Beelzebub" (Mt 12,24.27). Diese Sünde konnte, wie der Herr sagt, nicht vergeben werden. Man fragt, ob sie heute überhaupt noch begangen werden könne. Viele meinen "nein", weil es Wirkungen des Heiligen Geistes in solch überzeugender Kraft wie in jenen Tagen nicht mehr gibt. Jedenfalls müssten ganz außergewöhnliche Umstände vorliegen.

Der Bibelkommentar von Dr. John Walvoord zu Matthäus 12,30-37 beantwortet diese Frage ebenso mit "nein": "Die Menschen waren dabei, die Macht des Heiligen Geistes, die Jesu Handeln bestimmte, fälschlicherweise Satan zuzuschreiben und sich damit gegen den Geist zu versündigen und ihn zu lästern. Diese Sünde kann in dieser Form heute nicht mehr begangen werden, sie entzündete sich an Jesu leiblicher Gegenwart auf Erden und an den Wundern, die er durch die Macht des Geistes tat. Wenn nun die religiösen Führer der Juden, die ja für das Volk handelten, zu dem abschließenden Urteil kamen, daß Jesu Macht vom Satan stamme, dann begingen sie eine Sünde, die weder dem Volk noch dem einzelnen je vergeben würde (weder in dieser noch in jener Welt). Als Konsequenz dieser Verfehlung würde das Gericht Gottes über die ganze Nation und über jeden einzelnen, der bei dieser verkehrten Überzeugung blieb, kommen."

Du brauchst also keine Angst zu haben und solltest schauen, wieder Freude in deinem Glaubensleben zu bekommen. "Denn Jesus hat uns befreit und uns keinen Geist der Knechtschaft, sondern der Freiheit gegeben (Römer 8,15; 2. Korinther 3,17).

Auf Grund deiner anderen Fragen und deiner Selbstdarstellung suchst du Halt im christlichen Glauben und liest die Bibel, ohne aber das Gelesene richtig einordnen  zu können. Es fehlt es dir einfach an Glaubenswissen, was mit 15 Jahren auch verständlich ist - wenn man noch nach Orientierung sucht. Du hast mit Depressionen zu tun, du siehst Probleme, wo keine sind, vor allem aber hast du ein falsches Gottesbild und daraus folgernd falsche Schuldzuweisungen. Es würde dir guttun, dich einer christlichen Gemeinde/Kirche anzuschließen, die dir den Sinn der Schriften erschließen kann.

Was ist denn die Sünde gegen den Heiligen Geist, die nicht vergeben werden kann ?

Damit gemeint ist: Vorsätzliche Unbußfertigkeit, der absichtliche und dauernde Widerstand gegen die göttliche Gnade und damit gegen den Hl. Geist. Da für die Vergebung zunächst die Reue Voraussetzung ist, schließen die Sünden gegen den Hl. Geist die Reue aus. Gott kann nicht verzeihen, weil der Sünder keine Verzeihung will, sondern vorsätzlich in seiner Unbußfertigkeit verharrt. Das geschieht nicht aus menschlicher Schwäche oder mangelnder Erkenntnis, sondern aus einer bösen Gesinnung, einer Seelenhaltung, die sich ganz bewusst über Gottes Gnadenangebot und Anordnung hinweg setzt. Damit verzichtet man direkt auf die Grundlagen unseres Heiles.

Zu diesen Sünden zählt auch die Verzweiflung, indem man an der Barmherzigkeit Gottes zweifelt und die eigene Sünde für so groß hält, dass man nicht mehr an Vergebung glaubt - aber  ebenso  die Vermessenheit, im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit drauflos zu sündigen oder sich mit verstocktem Herzen der erkannten Wahrheit zu widersetzen.

Damit nicht gemeint ist: Worte, die man aus Unkenntnis gesprochen, Taten, die man aus Unkenntnis begangen - ohne Gott zu kennen und an ihn zu glauben. Alle Sünden und Lästerungen gegen Gott, die man auch als gläubiger Mensch begangen hat und bereut.

Jesus Christus ist gekommen, um Sünder zu retten. Er heilt die verwundeten Herzen, er vergibt dem Verbrecher am Kreuz und verspricht ihm den Himmel, weil dieser bereut und somit in einem einzigen Augenblick alles ausgelöscht wurde, was er bisher getan hatte.

In die Hölle kommt niemand, der es nicht will. Wenn Jesus am Kreuz spricht "Mich dürstet"  meint er damit die Sehnsucht, dass die Menschen seine Liebe annehmen und sie erwidern. Und dies ist in jedem Augenblick des Lebens möglich - ungeachtet unserer menschlichen Schwachheit.

"Heiligen Geist gelästert,"

Das musst du mir erstmal genauer erklären, hast du dich über Gott lustig gemacht? Das ist doch nicht schlimm, wenn es Gott gibt sollte er wissen, dass wir Humor haben und nicht alles ernstzunehmen ist. Außerdem verzeiht uns Gott immer und immer wieder, wenn es uns wirklich leidtut.

LG

bei dir hört sich glaube wie eine versicherung fürs leben nach dem tod an- immer schön brav die beiträge zahlen und dann kommt man nicht in die hölle.

man sollte versuchen, das richtige zu tun und das kann ganz unabhängig von der glaubensrichtung sein.

Jede Sünde kann vergeben werden. Die Gotteslästerung wird nur solange nicht vergeben, solange Du Gott lästerst.

Keine Panik! Gott ist kein unbeholfener Zorngiebel.

Wenn Du Ihn liebst oder bei Ihm sein willst, Gottes Weg gehen willst, was meinst Du, dass Gott dann sagt? Dass Du in die Hölle musst? Natürlich nicht. Wenn Du Dich für Gott entscheidest, dann entscheidet Er sich auch für Dich. Bitte missverstehe die Bibel nicht, sondern sehe Jesus Christus als die Offenbarung Gottes an die Menschen an. Er will nicht für Dich umsonst gestorben sein, also gib Ihn nicht auf!

In die Hölle kommst Du nur, wenn Du Gott aufgibst. Er gibt Dich nie auf. Und das ist Christentum, die Offenbarung durch Jesus Christus selbst.

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