Soll es an allen Schulen Leistungskurse in allen Hauptfächern statt des Unterrichts im üblichen Klassenverband geben?

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1 Antwort

Ich finde es schwer mit einem Test jemanden richtig einzustufen. Wenn man einfach einen schlechten Tag hatte, hängt man 6 Monate im flachen Kurs.

Zudem heißt eine schlechte schriftliche Note nicht, dass jemand schlecht ist. Manche sind einfach zu aufgeregt und zeigen mündlich, dass sie es können.

Zudem kann das schnell zu Ausgrenzung und Mobbing führen ("der XY ist ein Streber, überall im A Kurs", "XY ist viel zu blöd, der ist überall der schlechteste")...

Bei uns gab es in Mathe ab der 9. Klasse einen A Kurs, eben für die guten im Jahrgang. Alle anderen waren im normalen Matheunterricht. In der 9. Klasse war der Unterricht zeitgleich, in der 10. hatten wir normal in der Klasse Unterricht und alle 2 Wochen noch 7.+8. Stunde zusätzlich, weil es mit den Lehrern nicht anders ging (kleine Schule). Man konnte am Ende vom Halbjahr/Schuljahr wählen ob man die Note mit Bemerkung A-Kurs haben möchte oder eine Note besser ohne Bemerkung.

In Sprachen halte ich können aber für schwerer messbar. In Mathe kann man ein Thema oder nicht. In Sprachen ist das viel komplexer. Wäre die Arbeit über Minnegesang gewesen, wäre ich vermutlich in den schlechtesten Kurz gekommen, bei anderen Themen evtl. in den Bestem oder ein Mittelding.

Die Gefahr besteht, dass schlachte Kurse schnell als hoffnungslos abgestempelt werden und die Schüler nicht mehr genug gefördert werden.

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