Soll ein Zeuge Jehovas gezwungen werden Bluttransfusion zu kriegen?

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31 Antworten

Rechtlich gesehen würde sich dies - allgemein gesprochen - wahrscheinlich zwischen dem 1 und 2 Artikel des Grundgesetzes einpendeln. Der erste Artikel beschreibt, dass die Würde des Menschen unverletzlich ist und der Staat alles tun muss um diese zu wahren, allerdings wird dies gleich im zweiten Artikel eingeschränkt, nämlich durch die allgemeine Handlungsfreiheit, folglich darf der 16 jährige selbst entscheiden ob er die Bluttransfusion bekommt oder nicht.

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Der Junge ist nicht volljährig und daher nicht in der Lage, sich selbst durch rechtsgeschäftliche Erklärung wirksam zu binden. Normalerweise wird eine solche Person durch die Erziehungsberechtigten gesetzlich vertreten. Die Erziehungsberechtigten sind jedoch verpflichtet, im Sinne des Kindes/Jugendlichen zu handeln. Tun sie es nicht, liegt möglicherweise eine Pflichtverletzung vor, welche unter Umständen zu einer Entziehung der elterlichen Sorge führen kann: § 1666 BGB. Bevor es jedoch soweit kommen muß, sollten Ärzte die Eralubnis haben, sich über die Erklärungen minderjähriger Patienten und ihrer Eltern hinwegzusetzen. Man muß dann nur eben ein entsprechendes verfahren festlegen: Vielleicht müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander zur selben Entscheidung kommen und dies dokumentieren, eventuell muß ein Ethik-Berater in der Klinik zustimmen...

Meine Meinung: Das Wohl des Kindes oder Jugendlichen hat Vorrang - Vorrang vor dem Wunsch des Patienten selbst als auch vor dem Wunsch der Erziehungsberechtigten.

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Kommentar von Ente222
23.09.2016, 21:19

In Deutschland ist ein Mensch mit 14 Jahren religionsmündig.

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Kommentar von gromio
25.09.2016, 08:39

Genau, Kindeswohl bitte:

Da bist Du wohl NICHT auf dem letzten Stand der medizinschen Erkenntnisse........guck mal die Doku "Böses Blut", zu finden in youtube, DANN nochmal nachdenken.

cheerio

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In meinen Augen wäre das Angreifen in die Entscheidung des Jungen ein Verstoß gegen die Würde des Menschen. Ihn in dieser Thematik zu bevormunden, bedeutet, ihm keine eigenen Überzeugungen zuzugestehen, ihn also gewissermaßen zu entmenschlichen. Denn ein Mensch sollte - zumindest ab einem gewissen Alter, welches er mit 16 definitiv erreicht hat -  die Freiheit haben, sich für oder gegen das Leben zu entscheiden.

Es muss aber gewährleistet werden, dass der Junge eine Entscheidung treffen kann, die auch als frei bezeichnet werden kann. Dazu muss folgendes geschehen:

1. Selbstverständlich ist der Junge über die die realistischen medizinischen Konsequenzen der beiden Entscheidungsmöglichkeiten im Detail aufzuklären.

2. Gleichzeitig sollte er die Möglichkeit, aber nicht die Pflicht haben, mit Psychologen ohne Beisein der Eltern über seine Entscheidung zu sprechen.

3. Daneben ist dem Jungen das Angebot zu unterbreiten, dass er, falls er sich für die Transfusion entscheidet, nach der Behandlung dauerhaft von seinen Eltern getrennt wird.

Unabhängig wie die finale Entscheidung ausfällt, ist dem Jungen die bestmögliche Unterstützung bei dem eingeschlagenen Weg zu geben.


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Kommentar von glidrisi
26.09.2016, 18:57

ist eine relativ gute Antwort

Nur..der medizinische Stand im Hinblick auf Fremdblut ist total veraltet...

Wie in vielen med. Studien bereits festgestellt sterben von 100 Infundierten 30 Personen!! weil sie Blut bekommen haben, und die Blut-Lobby gegen eine Aufklärung ist.

Es ist so wie man immer noch lernt dass die Erde eine Scheibe ist..basta

Nein Blutübertragung ist meist nicht notwendig und oft tödlich.

Siehe auch den Film " Böses Blut" in ARD

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Ich würde sagen nein.

In unserem Leben können wir über sehr wenig "frei" entscheiden. Schließlich gibt es ja noch andere die unser Handeln beeinflusst.

Aber ich würde sagen, dass unsere Gesundheit nur unsere Sache ist.

Das heißt, will ich lebensverlängernde Maßnahmen, nehme ich Medikamente mit üblen Nebenwirkunegn ect.

Wenn der junge Mann (immerhin 16) nach ausgiebiger(!) Erklärung und Aufklärung über die Folgen informiert worden ist muss er sich frei entscheiden können.

Für Religiöse Menschen geht es in solchen Fällen ja quasi um die Ewigkeit, die nach dem Tod folgen würde. Und wer weiß, vielleicht haben Sie ja Recht. (das meine ich ernst, auch wenn ich definitiv keiner mir bekannten Glaubensrichtung angehöre)

Fazit:

Ist die Therapie oder Behandlung nicht für ihn sekber akzeptabel, dann sollte man das respektieren.

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Was das "Wohl" des Einzelnen betrifft, hat der Betroffene zu entscheiden, im Rahmen der gesetzlichen Regelungen. Andere Personen sollten sich raushalten mit ihren Meinungen. Schließlich darf jede Person im Rahmen des Selbstbestimmungsrechts tun und lassen, was sie will, z. Bsp. Gefahren eingehen beim Sport, Wandern, Klettern, Schwimmen, Essen, Trinken usw. Wir sollten uns hüten, uns als Richter aufzuspielen.

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Kommentar von EXInkassoMA
24.09.2016, 09:50

Selbstbestimmungrecht klingt zunächst positiv. 

Problem ist das absurde Bibelverstaendnis der wachturmgesellschaft in den USA. Dem Jungen wurde der ganze Unsinn von kind auf eingetrichtert 

Nein : manchmal muss man die leute vor sich selbst schützen 

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Das sollte und kann der Junge mit 16 Jahren selbst entscheiden. Er wird auch umfassend darüber aufgeklärt werden. Ich persönlich halte z. B. nichts von Chemotherapeutika und möchte um nichts auf dieser Welt zur Behandlung gezwungen werden.

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Falls die Eltern sich dagegen entscheiden, springt in vielen Fällen das Jugendamt ein und entzieht den Eltern das Sorgerecht.

Falls der Junge, er ist alt genug, das selber nicht will, ist das eine andere Sache und seine eigene Entscheidung. Man würde dann die Eltern fragen, aber die unterstützen seine Entscheidung ja.

Gehirnwäsche lässt sich bei sowas leider nicht mehr rückgängig machen, daher ist der Tod meist für viele unausweichlich, weil sie nicht von ihrem Glauben abrücken wollen.

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Hi,

Als nach dem Zweiten Weltkrieg Transfusionen von Vollblut üblich wurden, erkannten Jehovas Zeugen, dass dies im Widerspruch zu Gottes Gesetz stand — und davon sind wir immer noch überzeugt. Doch im Lauf der Zeit hat sich in der Medizin manches verändert. Heute wird zumeist kein Vollblut transfundiert, sondern lediglich Hauptbestandteile des Blutes: 1. Erythrozyten, 2. Leukozyten, 3. Thrombozyten, 4. Blutplasma (Serum), das ist der Flüssigkeitsanteil. Abhängig vom Zustand eines Patienten, verordnen Ärzte Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten oder Plasma. Durch eine Übertragung der Hauptbestandteile kann eine einzige Einheit Blut auf mehrere Patienten verteilt werden. Jehovas Zeugen betrachten die Annahme von Vollblut oder von einem der vier Hauptbestandteile des Blutes als Verletzung des Gesetzes Gottes. Bedeutsamerweise schützt sie das Beharren auf diesem biblisch untermauerten Standpunkt vor vielen Gefahren, einschließlich Krankheiten, die man sich durch eine Bluttransfusion zuziehen kann, wie Hepatitis und Aids.

Genauso, wie man aus dem Blutplasma verschiedene Fraktionen gewinnen kann, können auch die anderen Hauptbestandteile (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) verarbeitet werden, um daraus die nur in kleineren Mengen enthaltenen Bestandteile herauszuziehen. Aus den Leukozyten können zum Beispiel Interferone und Interleukine gewonnen werden, die bei der Behandlung bestimmter Virusinfektionen und Krebsarten Anwendung finden. Aus den Thrombozyten kann ein Wundheilungsfaktor isoliert werden. Und es befinden sich weitere Medikamente im Entwicklungsstadium, die (zumindest anfänglich) Extrakte aus Blutbestandteilen enthalten. Bei solchen Behandlungen werden keine Transfusionen der Hauptbestandteile vorgenommen; es geht normalerweise um Bestandteile oder um Fraktionen davon. Darf ein Christ diese Fraktionen bei einer medizinischen Behandlung akzeptieren? Es ist eine Gewissensentscheidung. Einer sagt ja der eine nein. 

Was Fraktionen aus einem der Hauptbestandteile anbelangt, muss jeder einzelne Christ nach sorgfältigem Nachsinnen unter Gebet eine persönliche Gewissensentscheidung treffen.

Viele Menschen sind bereit, irgendeine Behandlung zu akzeptieren, die sofortigen Nutzen zu bieten scheint, selbst eine Therapie, die anerkanntermaßen Gesundheitsrisiken hat, wie zum Beispiel mit Blutpräparaten. Der aufrichtige Christ ist um eine fundierte, ausgeglichene Ansicht bemüht, die nicht nur die körperlichen Aspekte beinhaltet. Jehovas Zeugen schätzen die Anstrengungen, eine erstklassige medizinische Versorgung zu gewährleisten, und sie wägen das Risiko-Nutzen-Verhältnis jeder Behandlung ab. In Bezug auf Produkte, die aus Blut gewonnen werden, legen sie jedoch besonderes Gewicht auf das, was Gott sagt, sowie auf ihr persönliches Verhältnis zu unserem Lebengeber (Psalm 36:9).

Ich möchte betonen das wir alles erdenkliche unternehmen, um unseren Kindern zu helfen. Wir sind alles andere als hier dargestellte Monster. 

Viele erzählen hier Geschichten von Kindern und Erwachsenen Zeugen Jehovas die wegen der nicht bekommenen Bluttransfusion gestorben sind. Die  Berichte dazu sind auch schön einseitig. Leider steht nicht in den Berichten wie Krank die Leute wirklich waren. Denn das ist ausschlaggebend. Bei Krebspatienten wirken manche Medikamente oder eine CTx - RTx nicht. Manche Medikamente wirken auch nur, solange sich eine Tumorzelle gerade teilt. Ausgerechnet langsam wachsende und scheinbar wenig aggressive Krebsformen sind daher oft vergleichsweise unempfindlich gegenüber einer Chemotherapie.

In dem Sinne schönen Abend

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Kommentar von EXInkassoMA
01.10.2016, 21:46

Die Meinung der leitenden koeperschaft der Zeugen Jehovas zu biblichen Sachverhalten hat sich ja schon öfters geändert 

Ist es nicht möglich das diese Lehre in naher Zukunft ebenfalls komplett fallengelassen wird ? (stichwort helleres licht )

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Viele, die diese Frage lesen, mögen vermuten, ein ZJ hat die Wahl. Hat er aber nicht - er kann nur entscheiden zwischen Tod und Tod.

Tod jetzt, wg. abgelehnter BT oder Tod später, wenn er in Harmagedon wg. angenommener BT vernichtet wird.

Seine Entscheidungsfreiheit begrenzt sich allenfalls auf den Zeitpunkt des Todes.

ZJ-Eltern eines minderjährigen Kindes/Jugendlichen unterschrieben ebenfalls mit Zustimmung zur BT für ihr Kind ihr eigenes Todesurteil durch Vernichtung in Harmagedon. Bei dieser Entscheidung geht es also nicht nur um das Leben des Kindes, es gilt auch seinen eigenen Ar... zu retten.

Aus diesem Grunde sind Eltern gar nicht in der Lage, eine objektive Entscheidung zu treffen und aus diesem Prozess herauszunehmen, nötigenfalls durch vorübergehende Entmündigung.

Was den Jugendlichen selbst betrifft, so ist hier sein tatsächlicher Wille zu erforschen (sofern ausreichend Zeit vorhanden). 

Wenn unzweifelsfrei festgestellt werden kann, dass die Willensäußerungen nicht auf indoktrinierter Phrasendrescherei und Druckausübung beruhen (aufgezwungene BTs sind wie Vergewaltigung), ja, dann soll man diesen Willen achten.

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Wenn er nicht will, sollte man es respektieren. Wenn er aber eigentlich nicht der gleichen Meinung ist wie seine Eltern, es ihnen vielleicht nur recht machen will, sollte ein Psychologe das im Einzelgespräch herausfinden, damit dem Jungen sein eigener Wunsch erfüllt wird. Wäre der Junge aber nun 6 oder 7, wäre der Fall schwieriger für mich. Ich glaube, unter 14 sollte eine medizinisch notwendige Transfusion generell durchgeführt werden, auch ohne Einverständnis der Eltern. Warum? Keine Ahnung, ist nur ein Gefühl. Letztlich glauben ich nämlich ohnehin an Wiedergeburt und daran, dass sich die Seele im Vorfeld entscheidet, welche Erfahrungen sie in diesem Körper sammeln will.

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Meiner Meinung nach sollte der Betroffene selber entscheiden. Da es sich in diesem Fall aber um einen Minderjährigen handelt, sollten die Ärzte entscheiden was aus medizinischen Gründen am besten ist. Ich finde es absolut lächerlich dass Eltern als Vormund entscheiden können dass ihr minderjähriges Kind ein medizinische Behandlung verweigern will. 

Ich bin zwar selber kein Arzt, ich will aber gar nicht wissen wie sich der behandelnde Arzt in so einer Situation fühlt. Er weiss dass er das Kind retten kann, darf es aber nicht. So etwas darf nicht passieren. Immerhin wird man idR Arzt um Menschenleben zu retten. 

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Kommentar von Ente222
24.09.2016, 11:24

whabifan, wieso gehst du davon aus, daß ein Arzt durch eine Bluttransfusion das Leben retten kann, besonders in einem Krebsfall, da ist eine Transfusion mehr als kontraproduktiv. Das sind einfach alt hergebrachte, längst wiederlegte Ansichten.

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Ich bin kein Zeuge Jehovas und lehne trotzdem Bluttransfusionen und Organspenden ab.

Würde man mir sowas aufzwingen ist das Ergebnis letztendlich, daß ich sehr schnell zutode komme, da ich mit dem Gedanken, fremdes Blut oder gar komplette Organe in mir zu haben einfach nicht leben kann und nicht leben will. Und erst recht nicht mit fremdem Blut oder Organen in mir...

Jeder, der hier großmäulig für einen Zwang zur Behandlung spricht, nur weil es sich in der Frage um Zeugen Jehovas handelt, sollte ernsthaft mal darüber nachdenken, auf welcher Basis seine Entscheidung in dieser Hinsicht steht.

Geht es euch wirklich um das Wohl eines 16jährigen oder eher darum, einer unerwünschten Glaubensgemeinschaft eins auszuwischen?

Würdet ihr z.B. mir eine Bluttransfusion aufzwingen, auch wenn ihr wisst, daß es mich dennoch umbringt?

Würdet ihr selbst eine Behandlung aufgezwungen bekommen wollen, für die es keinerlei Erfolgsgarantie gibt?

Medizinisch "notwendig" mag ja vieles sein. Aber muss man sich das alles wirklich antun?

Geht mal in ein Altenheim und schaut euch dort die medizinisch notwendig am sterben gehinderten atmenden Leichen an. :((((

Menschen, denen man das Ende des Lebens mit aller Gewalt vorenthalten will befinden sich wahrlich in einer Hölle

Allerdings anders als bei Gott eben bei vollem Bewußstein. o.O

Ich wünsche jedem, der hier einem 16jährigen soetwas antun würde, daß er mal selbst diese Qualen erleiden muss, die solches sadistisches Handeln nach sich zieht!

warehouse14

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Kommentar von EXInkassoMA
25.09.2016, 10:15

Reines Hass Posting :-/

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Kommentar von MarkusGenervt
26.09.2016, 00:35

Würde man mir sowas aufzwingen ist das Ergebnis letztendlich, daß ich sehr schnell zutode komme,

Dafür gibt es Schulen.

da ich mit dem Gedanken, fremdes Blut oder gar komplette Organe in mir zu haben einfach nicht leben kann und nicht leben will.

Dafür gibt es die Psychiatrie.

Wenn Du wirklich sterben willst:
wer sterben will, der stirbt.

Aber gewähre doch dem Rest der Welt, leben zu dürfen.
Das wäre ganz reizend von Dir …

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Klar das Thema kommt standard mässig dran. Aber die Situation ist herbei gezogen.

1. Wird Krebs mit Fremdblut behandelt, kommt es nach 1-2 Litern zu einer 75% Ausbruch eines neuen Krebsleidens!

2. Die Medizinische Entscheidung des Kindes (16 Jahre alt) ist zu respektieren. Eine gegen die Entscheidung des Kindes und der Eltern herbei gefügte gezwungene Verabreichung von Fremdblut wird zu einer erfolgreichen Klage gegen Arzt und Krankenhaus führen. Da hierbei einige Rechte verletzt wurden.

Sehr wahrscheinlich haben die Eltern bereits zuvor eine ärztliche Beratung erhalten. Fremdblut ist bei allen medizinischen Leiden die schlechteste Variante. Sollte das Krankenhaus nicht geeignet sein, die besseren Verfahren anzuwenden, sollte der Patient verlegt werden. Eine Bluttransfuison ist niemals notwendig!

Bei einer Krebstherapie verwenden Ärzte Fremdblut wegen der aggressiven Therapie. Krankenhäuser die Blutproben für Labor etc. auf den Patienten abstimmen und verkleinern sparen wöchentlich 750ml Fremdblut ein. Dann gibt es Mittel gegen Anämie, die den restlichen Blutbedarf aufheben!

Bei einem Krebsleiden kommt man es nicht zu einer notwendigen Bluttransfusion, außer das Krankenhaus arbeitet noch mit veralteten Techniken nicht mehr auf dem neueresten Stand der Technik. 11-20 Jahre liegt es dahinter. Zeit für Modernisierungen!

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Kommentar von Roentgen101
06.10.2016, 22:09

Für zusätzliche Informationen schau doch in den Blog:

https://plus.google.com/b/106141738498230569152/collection/UhC-fB?hl=de

Und schau dir die Doku: "Böses Blut" sowie die Kontrovers Sendung vom 02. September 2016 an. 

Ganz ehrlich, wenn ihr den Jungen zwingt, seit ihr rechtlich auf so dünnen Eis, dass der behandelnde Arzt sogar seine Zulassung verlieren kann!

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Kommentar von Hyperhaes
09.10.2016, 18:59
1. Wird Krebs mit Fremdblut behandelt, kommt es nach 1-2 Litern zu einer 75% Ausbruch eines neuen Krebsleidens!

Das ist nicht so ganz korrekt... Es konnte gezeigt werden, dass eine erhöhte Inzidenz für Rezidive/Metastasen auftreten können, allerdings nur bei älteren EKs und nicht leukozytendepletierten... Evtl. solltest du die im "Böses Blut" angesprochenen Studien mal selber lesen, v.a. die Glance-Studie, dann wirst du bemerken, wie viel Panikmache dort in der Doku betrieben wurde... Stichwort: Baseline-Hkt.

Die Medizinische Entscheidung des Kindes (16 Jahre alt) ist zu respektieren. Eine gegen die Entscheidung des Kindes und der Eltern herbei gefügte gezwungene Verabreichung von Fremdblut wird zu einer erfolgreichen Klage gegen Arzt und Krankenhaus führen. Da hierbei einige Rechte verletzt wurden.

Auch das ist nicht ganz korrekt... Eine Klage hätte nur dann Erfolgsaussichten, wenn man vorher zweifelsfrei festgestellt hätte, dass der Jugendliche sich über die Tragweite seiner pot. Entscheidung vollumfänglich im Klaren ist und somit einsichts- und einwilligungsfähig ist, sowie noch nicht alle Alternativen ausgeschöpft worden sind. Bei einem 16-jährigen ist das somit eine Einzelfallentscheidung. Mehr dazu findet man z.B. hier:

http://www.ethikkomitee.de/leitlinien/

 Eine Bluttransfuison ist niemals notwendig!

Das ist -mit Verlaub gesagt- totaler Schwachsinn. Es gibt etliche Fälle, in denen man um eine Transfusion nicht herum kommt... Ob nun im Traumamanagement, oder in der Onkologie... Wenn du willst, können wir solche Fälle mal genau im Detail durchsprechen.

Dann gibt es Mittel gegen Anämie, die den restlichen Blutbedarf aufheben!

Auch das ist nicht richtig... Man kann in einigen Fällen prä-CTX zwar versuchen den Hb anzuheben, aber das beinhaltet auch deutliche Gefahren. EPO z.B. ist bei Tumorleiden nicht indiziert im Gegenteil zeigen sogar Studien, dass EPO die Überlebensrate bei einigen Krebsarten (v.a. Kopf-Hals-Bereich) dramatisch verschlechtert (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=5021)

Bei einem Krebsleiden kommt man es nicht zu einer notwendigen Bluttransfusion, außer das Krankenhaus arbeitet noch mit veralteten Techniken nicht mehr auf dem neueresten Stand der Technik.

Na jetzt bin ich aber mal gespannt auf diese neuesten Techniken... Ich arbeite derzeit in einem der modernsten Krankenhäuser Deutschlands im PBM-Verbund und auch hier werden noch regelmäßig BTs angewendet, schlicht weil es derzeit einfach keine Alternativen für alle Fälle gibt. Man versucht zwar soweit es geht drauf zu verzichten, aber das klappt leider auch nicht immer.

Und was deinen Blog angeht:

So hätte ich gerne mal die Quellen dazu, aus denen hervorgeht, dass  in DE jährlich 2,5 Mio. Menschen an den Folgen einer BT und dass angeblich mehr als 25.000 Patienten infolge einer transfusionbedingten Niereninsuffizienz starben. Das Paul-Ehrlich-Institut kommt da aber auf ganz andere Zahlen:

http://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/vigilanz/haemovigilanz/publikationen/haemovigilanz-bericht-2011.pdf?__blob=publicationFile&v=6

Auch ist die Aussage, dass jemand, der pauschal Fremdblut ablehnt seine Sterblichkeit um 29% senkt, falsch. Das bezieht sich ja auch wieder auf die Glance-Studie und wenn du die wirklich mal selbst lesen würdest, dann wüsstest du auch wieso das falsch ist (wieder Stichwort Baseline-Hkt. anstatt Prä-Transfusions-Hkt, keine Notfälle sondern nur elektive Eingriffe etc.)... Hier mal zum Nachlesen:

http://anesthesiology.pubs.asahq.org/article.aspx?articleid=1933263#67070105

Auch die Behauptung, eine Anfrage beim Bundestag hätte ergeben, dass noch kein ZJ an einer verweigerten BT gestorben wäre, würde ich gerne mal mit Quellen untermalt sehen, da ich persönlich schon min. einen solchen Fall erlebt habe und auch mehrere Fälle im Rahmen meines Studiums besprochen wurden, die eindeutig an einer verweigerten BT bzw. an der resultierenden Anämie gestorben sind.

Im übrigen plädiert auch keiner der Ärzte in der Böses-Blut-Doku dafür pauschal sämtliche BTs abzulehnen, im Gegenteil es geht nur darum pot. unnötige BTs wegen des Riskoprofils zu vermeiden, aber nicht um einen totalen Verzicht 

(http://www.patientbloodmanagement.de/de/Patienteninformationen

und:

https://www.aerzteblatt.de/pdf/112/29/m507.pdf?ts=09.07.2015+08%3A00%3A49

Aber auch das ist schon länger bekannt (Stichwort Sanguis-Studie)... man kann der Medizin bzw. vielen Kollegen vorwerfen, dass sie zu lange dem "zuviel schadet nicht" aufgesessen sind, aber das andere Extrem, nämlich ein totaler Verzicht, erhöht die Sterblichkeit drastisch (das zeigen sämtliche Studien... z.B. Carson et al. "Transfusions"... Kohortenstudie mit Zeugen Jehovas)

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Leider kann ein 16 jähriger die ganze Tragweite einer Fremdblutspende nicht eruieren. Er hat auch kein medizinisches Wissen (in der Regel). THW Typ schreibt, jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Genau da liegt das Problem. Denn dann müsste er Fremdblut ablehnen! Den besten Beitrag hat Ente 222 geschrieben. Sie scheint medizinisches Wissen zu haben. Was viele nicht wissen, dass Fremdblut erhebliche Spätfolgen verursacht. Ohne das die Zeugen Jehovas es wisse, machen sie genau das Richtige! LG
http://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/sendung-1373824.html

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guck mal da, rechtliche Lage zu dieser Frage durch eine Krankenkasse gut in Prosa erklärt:

http://abc-der-krankenkassen.de/patientenrecht2.htm#3

Im Übrigen: Wer kann mit Gewissheit sagen, das der Patient DURCH DIE VERWEIGERUNG DES BLUTES dauerhaft geschädigt wird?

Und noch wichtiger: Wer kann mit Gewissheit sagen, dass der Patient MT BLITTRANSFUSION    NICHT    leidet oder dauerhaft geschädigt wird?

Über die Risiken der Bluttransfusion gab es erst vor ca. einem Jahr einen interessanten Fachbeitrag bei den Öffentlich-rechtlichen TV-Sendern:

einfach mal angucken, wer es versteht, wird alles tun, um KEINE Bluttransfusion zu erhalten.

cheerio

P.S.: Dies sind rein medizinische Aspekte, die Verweigerung der ZJ basiert auf Gottes Gebot (Apostelgeschichte 15, 3. Mose 17) und ist - nach Gottes Willen - unverändert gültig.

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Kommentar von Philipp59
25.09.2016, 08:15

DH!

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egal ob es guit gemeint ist

damit beraubt man einen Menschen die Glaubensfreiheit.

natürlich ist der grund gut gemeint. aber es ist trotzdem ein zwang. und das darf nicht sein.

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Kommentar von Zumverzweifeln
23.09.2016, 16:38

Noch verhindern wir Selbstmorde hier in Deutschland.

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Kommentar von MarkusGenervt
23.09.2016, 16:39

Ein Glaube, der sich gegen das Leben richtet, darf keine Freiheit erhalten!

Leider haben die meisten Menschen das noch nicht verstanden.

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Ihr alle solltet euch mit den neuesten wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen im Hinblick auf Fremdblut, besonders bei so schweren Erkrankungen wie Krebs, schlau machen. Ebenso solltet ihr unvoreingenommen Statistiken prüfen, was die Überlebensrate  bei blutloser Chirurgie und Transfusionschirurgie betrifft. Ich bin sicher, es ist für viele von euch verblüffend, den neuesten Stand der Medizin zu erfahren.

Zeugen Jehovas überleben  OPs am offenen Herzen mit viel weniger Komplikationen als diejenigen, die ihren Körper in diesen kritischen Situationen noch mit Fremdblut belasten.

ABER: Nicht medizinische Gründe bewegen Zeugen Jehovas zur Fremdblutverweigerung. Es ist allein Gehorsam und Vertrauen ihrem Schöpfer gegenüber. Derjenige, der die Schlüssel hat zur Auferstehung, Jesus Christus, hat sein kostbares, unschuldiges Blut geopfert, damit alle, die dieses unverdiente Loskaufsopfer annehmen, wieder in ein gutes Verhältnis zu ihrem Schöpfer kommen können. DIESES Blut rettet leben, und zwar zum ewigen Leben. Während alle, die sich über Gottes Gebot, sich des Blutes zu enthalten, hinwegsetzen, auch medizinisch Gefahr laufen, sich mit allen möglichen Krankheiten, nicht nur Aids, zu infizieren.

Außerdem: Wieviel Respekt habt ihr eigentlich vor dem 16jährigen jungen Zeugen und seinen Eltern, ihnen euren unvollkommenen Willen mit Gewalt aufzuzwingen?  Der arme Junge - in dieser seiner schwierigen Situation erklärt ihr ihn sozusagen für dumm und unwissend, wenn nicht sogar indirekt unmündig, wenn ihr ihn sozusagen gesetzlich zwingen wollt? "Obwohl die Transfusion notwendig ist" - wer bestimmt das und wieso? 

Es haben schon viele meiner weltlichen Bekannten in solchen Fällen Bluttransfusionen erhalten, sind nicht gesund geworden und nach mehreren grausamen Chemos ein trostloses Ende im Krebstot gefunden, trotz aller gut gemeinten Bemühungen. Es ist ja nicht so, auch wenn es immer so hingestellt wird, als rette eine Bluttransfusion mit Sicherheit leben. Das Gegenteil ist der Fall. Fortschrittliche Ärzte - und deren gibt es eine ganze Menge - haben ihre Erfahrungen mit der blutlosen Chirurgie gut dokumentiert. Googelt einmal: "blutlose Chirurgie" - garantiert keine Seite der Zeugen Jehovas.

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Kommentar von THWTyp
23.09.2016, 18:47

Falls du es nicht mitbekommen hast:

-Es geht nur um den rechtlichen Aspekt.

- Es geht nur um ein FALLBEISPIEL dies hast du wohl nicht geblickt.

- Außerdem reden wir von einer SEKTE: Angriffe auf Aussteiger: http://www.tagesspiegel.de/berlin/zeugen-jehovas-aussteiger-berichten-heute-hilft-maria-m-menschen-die-sich-lossagen-wollen/10224780-2.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeugen_Jehovas#Behandlung_von_Verst.C3.B6.C3.9Fen_gegen_Glaubensma.C3.9Fst.C3.A4be

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Kommentar von EXInkassoMA
23.09.2016, 18:55

Einseitige Darstellung eines komplexen Sachverhalts.

Typisch zeugen jehovas eben. 

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Wenn der Schutz des Lebens seinen hohen Wert behalten soll, dann muss der junge Mann behandelt werden.(Wer weiß denn so genau, wie der junge Mann das mit 18 oder 20 beurteilen würde?)

Dazu ist eine richterliche Verfügung erforderlich.

Wenn man davon Abstand nimmt, dann sind auch Suizid gefährdete Personen nicht mehr zu schützen.

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Kommentar von TUrabbIT
23.09.2016, 17:02

Wer weiß denn so genau, wie der junge Mann das mit 18 oder 20 beurteilen würde?

Das kann man auch fragen wenn man ihm gegen seinen Willen hilft. Was wenn er daraus in eine Lebenskrise und Depressionen verfällt oder sonst wie Abstürzt?

Versteh mich nicht falsch, ich denke so wie du, aber da diese Sicht offensichtlich ist, vertrete ich mal die Gegenperspektive.

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Ich würde alle mir zur Verfügung stehenden Mittel nutzen um die Behandlung zu erzwingen. 

Es handelt sich hierbei um das absurde Bibel Verständnis von 6 oder 7 älteren Herren in Amerika (leitende Körperschaft) die sich selbst als einzigen Mitteilungskanal Gottes auf Erden sehen. 

Ich glaube Intern wird inzwischen kontrovers über die Blutfrage diskutiert. 

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Nicht nur Zeugen Jehovas lehnen Bluttransfusionen ab. Beispielsweise hat auch das amerikanische Militär auf non-blood-treatment umgestellt - warum wohl?

https://wn.com/us_military_decides_to_abstain_from_blood_keepvid.com

Ich habe selbst schon einige schwere Krebsoperationen überstanden - alle ohne Bluttransfusion. Ärzte, die ohne Fremdblut operieren, sind in der Regel besonders sorgfältig und gut in dieser Technik ausgebildet.

Nach dem was Ärzte inzwischen über Bluttransfusionen herausgefunden haben, kann es gut sein, daß ich heute nicht mehr leben würde, hätte ich Fremdblut bei meinen Operationen erhalten:

In der Zwischenzeit wurde eine weitere Dokumentation ausgestrahlt. Die Zahl der jährlichen Todesopfer, die auf Bluttransfusionen zurückzuführen sind, ist erschreckend.

Ich bin sehr dankbar dafür, daß wir hier in einem Land leben, in dem man den Arzt und das Krankenhaus frei wählen kann und selbst entscheiden kann, welche Behandlungsmethode man möchte oder nicht.

Selbstverständlich sollte man respektieren, wenn ein Mensch eine bestimmte Behandlungsform, wie eine Bluttransfusion, ablehnt.

Wer mit 14 Jahren religionsmündig ist, sollte auch ab diesem Zeitpunkt selbst entscheiden können.

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Kommentar von Ente222
24.09.2016, 11:19

Super, Sturmwolke, einfach Super!!!!

Vor Jahren hast du mutig und glaubensvoll bei deinen schweren OPs ohne Fremdblut auf unseren liebevollen Schöpfer Jehova vertraut und jetzt hast du den wissenschaftlichen Beweis (nachträglich). 

Das ist erst der Anfang der Zusage Jehovas "sie werden erkennen MÜSSEN", daß ich JEHOVA bin. 

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Kommentar von Hyperhaes
24.09.2016, 14:39


Nicht nur Zeugen Jehovas lehnen Bluttransfusionen ab. Beispielsweise hat auch das amerikanische Militär auf non-blood-treatment umgestellt - warum wohl?

Aha, und du glaubst jetzt wahrscheinlich, dass das US-Militär keine BTs mehr nutzt, oder? Ist aber falsch, denn das gilt nur für selektiv ausgesuchte elektive OPs und nicht für Notfälle und schwere Traumata mit massivem Blutverlust.


In der Zwischenzeit wurde eine weitere Dokumentation ausgestrahlt. Die Zahl der jährlichen Todesopfer, die auf Bluttransfusionen zurückzuführen sind, ist erschreckend.

So? Wie hoch sind sie denn genau? Welche Studien kannst du anführen, die da konkreter werden?



Nach dem was Ärzte inzwischen über Bluttransfusionen herausgefunden haben, kann es gut sein, daß ich heute nicht mehr leben würde, hätte ich Fremdblut bei meinen Operationen erhalten:

Das sieht man mal wie Panikmache funktioniert. Ich sehe jeden Tag Patienten, die Fremdblut bekommen, ich sehe auch jeden Tag Patienten, die z.T. seit Jahrzehnten Fremdblut bekommen und ohne garantiert nicht mehr leben würden. Solche Beispiele habe ich auch in der Familie. Fremdblut KANN ein Risiko darstellen, klar, dessen ist man sich schon länger bewusst und man kann sich darüber beschweren, dass man zu lange dem "zuviel schadet nicht" aufgesessen ist, aber das ist was ganz anderes, als jetzt in das andere Extrem "überhaupt nix mehr" umzuschlagen.


Und an Ente222 bzgl. deines "Kompliments": Ja, ich kenne die Dokumentationen (und kannte ich auch schon vorher). Dass die "böses Blut"-Dokumentation z.B. ziemlich umstritten ist und durch eine nachfolgende weitere Dokumentation, wo es auch explizit um ZJ ging wieder etwas relativiert wurde, weisst du doch sicherlich auch? Hast du dir denn die Studie, die ich dir empfohlen habe mal durchgelesen? Und glaube nicht, dass ich mich nicht damit auskenne, immerhin stehe ich kurz vor meinem Staatsexamen in Medizin...




Ich habe selbst schon einige schwere Krebsoperationen überstanden - alle ohne Bluttransfusion. Ärzte, die ohne Fremdblut operieren, sind in der Regel besonders sorgfältig und gut in dieser Technik ausgebildet.

Jeder Chirurg versucht so blutsparend wie möglich zu operieren, dann kommen je nach Einsatzgebiet auch noch andere Techniken zum Einsatz (CellSaver, obwohl der auch nicht immer geht, z.B. bei Massivblutungen, oder halt auch bei vielen Tumorerkrankungen), in Notfällen, wenn es darum geht den Patienten zu retten, führt aber häufig kaum ein Weg an einer BT vorbei (wir hatten letzte Woche z.B. einen Patienten mit Polytrauma, der hat bei der ersten Not-OP gut 20 Konserven bekommen, danach bei der nachfolgenden auch nochmal 15... jetzt erzähl mir doch mal, wie man den hätte retten können, ohne dem eine BT zu geben? Kristalloide/Kolloide bringen da nur noch Volumen, aber bei der Menge hast du so gut wie kein eigenes Hämoglobin mehr...)

Ach ja... und seht euch doch mal bitte die im 2. Video angesprochenen Studien selbst an und fragt euch, wie sehr das jetzt Panikmache und Halbinformationen sind, die da gegeben werden... und vor allem wie sehr das mit der WTG-Lehre der totalen Transfusionsverweigerung konform geht...



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Kommentar von Sturmwolke
26.09.2016, 14:14

@Hyperhaes:

Du wirfst da ein paar Nebelkerzen, aber leider total am Ziel vorbei.

Aha, und du glaubst jetzt wahrscheinlich, dass das US-Militär keine BTs mehr nutzt

Ich habe nichts dergleichen behauptet - Du versuchst hier, Deine eigene Vermutung zu widerlegen: ;-)

Wie hoch sind sie denn genau?

Wenn Du wissen willst, wie hoch die jährlichen Opfer von Bluttransfusionen sind, schau Dir doch einfach den Beitrag an. Du hast ihn ja offensichtlich nicht gesehen.

Das sieht man mal wie Panikmache funktioniert.

Die Ärzte in dem Beitrag verlangen nicht "überhaupt nix mehr" zu geben. Schau Dir den Beitrag an, bevor Du am Thema vorbei argumentierst.

eine nachfolgende weitere Dokumentation, wo es auch explizit um ZJ ging

In dem Beitrag geht es nicht um ZJ. Diese Behauptung ist sinnlos und unseriös.

Im übrigen arbeite ich gerade auch in einem Krankenhaus, welches sich dem PBM-Verband angeschlossen hat

Finde ich gut. Das bestätigt aber eher die Richtigkeit des Beitrages. Immerhin wurde er vom Anästhesieprofessor der Uniklinik Frankfurt initiiert und er hat dafür beim Gipfeltreffen für Patientensicherheit in den USA einen Preis bekommen. Wenn das alles Unsinn wäre, würde es kaum in Kliniken umgesetzt werden.

Außerdem:

1. Unter meinen eigenen blutfreien Operationen waren sowohl geplante OP´s, als auch ungeplante Notoperationen. Ich habe ein entsprechendes Dokument bei mir, das die Ärzte von jeglicher Haftung freistellt, wenn sie meiner Weigerung, mir Blut zu geben, nachkommen.

2. Ich lehne Blut nicht aus medizinischen, sondern aus religiösen Gründen ab.

Apg.15:28-29 (ELB)
28 Denn es hat dem Heiligen Geiste und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen, als diese notwendigen Stücke:
29 euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei. Wenn ihr euch davor bewahret, so werdet ihr wohl tun. Lebet wohl!"

3. Man sollte auch einen 16-jährigen nicht zu einer Bluttransfusion zwingen.

Welchen Sinn sollte es haben, ihm zu sagen, daß er seine Religion frei wählen, aber nicht danach leben darf?

(Und welchen Sinn sollte es haben, ihn gegen seinen Woillen zu einer Behandlung zu zwingen, die lebensgefährlich sein kann - und das mit der Begründung, sein Leben retten zu wollen?)

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