Soll ein guter Mensch immer der Lehrer eines schlechten Menschen sein?

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Es sei dahingestellt, wer oder was gut und schlecht ist. Das liegt ja im Auge des Betrachtenden.

"So sind die guten Menschen die Lehrer der Nichtguten, und die nichtguten Menschen sind der Stoff für die Guten. Wer seine Lehrer nicht werthielte und seinen Stoff nicht liebte, der wäre bei allem Wissen in schwerem Irrtum. Das ist das große Geheimnis.“

Laotse

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/135167-laotse-so-sind-die-guten-menschen-die-lehrer-der-nichtgut/

Ziel ist die Wandlung vom schlechten Menschen in einen guten. Dazu braucht es gegensärzliche Erkenntnisse.

Der gute Mensch vermittelt Wissen über das Gute, das er im Umkehrschluss von den schlechten Menschen erworben hat. Beides kann ja nur gemeinsam existieren.

Der schlechte Mensch nimmt das ihm vermittelte neue Wissen auf, dann sinniert und reflektiert er, nimmt es für sich an und nutzt es für sich selbst und andere. Er vollzieht damit die Wandlung von schlecht zu gut. Er verändert sein Denken und Verhalten.

Zu erkennen, welchen Wert das Gute für das eigene Leben bedeutet, ist der wahre Wissensschatz. Dies kann man aber nur, wenn man beides kennengelernt hat.

Der schlechte Mensch kann den schlechten Menschen nur Schlechtes lehren.

Zu erkennen, welchen Wert das Gute für das eigene Leben bedeutet, ist der wahre Wissensschatz. Dies kann man aber nur, wenn man beides kennengelernt hat.

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Da könnte bestimmt etwas dran sein, aber ich glaube das ist gerade heutzutage schwer umzusetzen. Das funktioniert nicht mal eben so. Ich glaube heutzutage kann man froh sein wenn man durch ehrliches und aufrichtiges Verhalten, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft positive Aufmerksamkeit erregt. Und das Verhalten bei anderen, die es mitbekommen haben, im Nachhinein in entsprechenden Situationen auch ein positives Verhalten nach sich zieht. Sehr viel mehr geht da glaube ich nicht, obwohl Menschen sich ziemlich nach Vorbildern zu sehnen scheinen. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.

Mensch ist Mensch, und der Mensch an sich ist zu 100 % perfekt, weder gut noch schlecht noch besser noch minder. Moralprediger und Besserwisser sind doch out, obwohl noch der eine und andere einen Vor-Denker zu brauchen glaubt. Ein guter Mensch muss nicht zwangsläufig etwas "sollen". Schon mal gar nicht einem "schlechten Menschen" etwas überstülpen, was derjenige gar nicht übergestülpt bekommen möchte. Das funktioniert nie. Kommt der Mensch zu der Erkenntnis, dass weder der liebe Gott noch Vater Staat alle Verantwortung übernehmen, wird dem Menschen deutlich, dass er selbst alle Möglichkeiten hat, um seinen Horizont zu erweitern und Eigenverantwortung für sein Handeln zu übernehmen, dann werden die Lehrer automatisch ins Dasein kommen, denn dann erst schenkt man ihnen Gehör.

Ein bisschen flott runtergetippt, ich glaube, ich habe eine Wespe im Zimmer, das Fenster steht offen....

Das ist schwierig. Natürlich funktioniert das. Und dienlich ist es über alle Maßen. Daher ist es grundsätzlich gut und ich würde dem auf alle Fälle zustimmen.

Gleichzeitig ist es für den „Guten“ natürlich sehr nervig, sich immer um den „Schlechten“ kümmern zu müssen, sicher aber auch eine sehr dankbare Aufgabe, wenn man die richtige Perspektive erlangt hat.

Es gibt auch viele Stellen, an denen Menschen selbstständig lernen sollten, an denen man ihnen also, bei allen guten Intentionen, nicht helfen sollte.

Disclaimer: Ich würde „gut“ und „schlecht“ aber gegen eher Begriffe wie „erleuchtet/wissend“ und „noch nicht ausgelehrt/unerfahren“ ersetzen, denn jeder hat das Zeug zu allem und die Naivität, Unerfahrenheit des jungen Geistes, mit Schlechtigkeit gleichzusetzen, wäre erstens diskriminierend und auch nicht korrekt, da die naive Perspektive auch viele Vorteile schenken kann.

Woher ich das weiß:Hobby – Interesse+Einlesen und Thema

Guten Abend, Acera, entschuldige bitte meine verspätete Reaktion auf Deinen sehr interessanten Kommentar (bei Loris), ich bin eben erst bei GF eingeloggt. Hohe Bewunderung habe ich für die erstklassigen Lehrer, die tagein und tagaus bemüht sind, Harmonie und Zufriedenheit zu vermitteln und den liebevollen Umgang ins Miteinander zu bringen. Ich würde nicht wagen, auch nur daran zu denken, dass ich a) alles verstehe, b) alles 1:1 lebe oder c) ihnen gleichkäme. Never. Sehe ich die Nachrichten im TV, dann stellt sich mir allerdings die Frage = hört diesen exquisiten Lehrern eigentlich jemand zu? Recht hast Du, dass Grenzen gezogen werden müssen, wenn es um Mord und Totschlag oder Gewalt aller Art geht, und da landen wir doch schon wieder beim eigenen Willen, denn jeder, der Herr seiner Sinne ist, weiss ganz genau, dass das im Widerstreit steht zu den Lehren, die an Aktualität nichts verloren haben, und die - im Grunde genommen - gar nicht so schwerverständlich sind. - Deine Antwort ist gut!

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@SerenSaethu

Guten Morgen, Acera, mir ist noch etwas eingefallen. Das 5. Gebot - du sollst nicht töten - ist doch so einfach zu verstehen, und dennoch wird im Großen wie im Kleinen, unter den Augen der Öffentlichkeit und ganz im Geheimen, das immer wieder ignoriert.

Marc Dutroux gilt nicht nur in Belgien als das Böse schlechthin. Der arbeitslose Elektriker war in den 90er-Jahren international als «Monster von Belgien» bekannt geworden, weil er sechs Mädchen entführt, gefoltert und monatelang missbraucht hatte.

https://www.20min.ch/story/horror-haus-von-kindermoerder-marc-dutroux-wird-abgerissen-650807766063

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das Oberlehrer-hafte Getue, bzw das moralische Besserwissen, bzw die ständigen Belehrungen, nein danke

besser: ein 'guter Mensch' soll via Handeln ein Vorbild sein, sozusagen "gut per Tätigkeit", .....so hört sich das doch besser an, nicht wahr

das Oberlehrer-hafte Getue, bzw das moralische Besserwissen, bzw die ständigen Belehrungen, nein danke

Das ist gut! Bei vielen wird eher die Trotzhaltung wach, man sperrt sich und blockt ab. Nachvollziehbar. Stichwort = Kirche. Diese geheuchelte Moral muss man sich nun echt nicht als Vorbild nehmen.

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@SerenSaethu

Ja, es ist durchaus gut, eigene Lehren zu ziehen und es daraufhin selbst besser zu wissen als andere, die Kirche. In der Regel stimmt es, ein Moralüberzeugungsmonopol sollte keiner beschlagnahmen, der nicht hundertprozentig sicher über die wirklich allumfassende, endgültige Qualität seiner Lehre, eingeschlossen die Offenheit für sämtliche Perspektiven (auch zum Beispiel praktische oder im Hinblick auf das Leid) ist. Und selbst dann ist es sehr schwer, ich glaube auch, da sollten die Leute wirklich vorsichtiger sein.

An meinem Vortrag würde ich kritisieren, dass es häufig schwer ist, die Grenze zu finden, denn momentane auf die momentane Perspektive der Welt konkretisierte Interpretation Gottes Lehre wird von seinen Anhängern ja für endgültig gehalten. Was machen wir da bloß?

Aber ich denke, dass es schon eine feste, übergeordnete Moral geben sollte, wie es zum Beispiel gesetzlich nicht erlaubt ist, zu töten.

Aber wo und wie ziehen wir zwischen diesen beiden Fällen die Grenze?

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