Soldat wo,wie,sinnvoll?

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6 Antworten

Ich denke mal, bezüglich deiner Ansprüche, ist die Fremdenlegion schon mal auf keinen Fall das Richtige für dich. Für empfehlenswert halte ich diese ebenfalls nicht. Auch wenn sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges dort verändert hat, bleibt die Legion im Großen und Ganzen das, was sie schon immer war: ein Verband der französischen Armee, der überwiegend dazu genutzt wird, Frankreichs Interessen weltweit durchzusetzen.

Ich wage zu bezweifeln, dass du dort finden wirst, was du suchst.

Dann fasse ich mal das Thema "Berufssoldat" auf.

Die Entscheidung, bei der Bundeswehr Berufssoldat zu werden, gestaltet sich in der Umsetzung schwierig und geschieht nicht von vornherein. Praktisch ist diese Möglichkeit großenteils nur Soldaten der Feldwebel - und Offizierslaufbahn vorbehalten. Allerdings entscheiden in einem Auswahlverfahren hier verschiedene Faktoren, wie Eignung, Befähigungen, freie Planstellen usw. über die Übernahme in ein derartiges Dienstverhältnis. Man selbst hat also nur bedingt Einfluss darauf.

Ich möchte den Menschen helfen, und etwas erleben worauf ich stolz sein kann?!. 

Das ist gut und löblich, fraglich ist, ob es dafür der Militärdienst sein muss. Mit technischen Fähigkeiten, einer Ausbildung als Basis, wie du sie absolvierst, kann man auch im zivilen Leben einiges bewirken.

Genannt wurde hier schon das THW, dies halte ich ebenfalls für eine sinnvolle Alternative. Einige Bereiche innerhalb des THW waren schon in unterschiedlichen Teilen der Welt im Einsatz, meistens im Rahmen von Katastrophen, wie Erdbeben usw. Dabei übernehmen sie verschiedene Tätigkeiten in den besagten Gebieten und tragen so dazu bei, dass Menschen gerettet werden und überleben.

Wer hier engagiert ist, kann sich dort bewähren.

Ein weiteres Berufsbild ist das der Berufsfeuerwehr. In den großen Städten sind Berufsfeuerwehrmänner - und Frauen täglich im Einsatz, um Menschen in misslichen Situationen zu helfen. Auch hier kann man seine technischen Fähigkeiten miteinbeziehen und sich engagieren.

Nichtsdestotrotz empfehle ich abschließend mal einen Besuch bei einem Karriereberater der Bundeswehr. Eventl. erfüllst du mit deinen Qualifikationen die Voraussetzungen für die Feldwebellaufbahn. Hier kann der Berater dich informieren.

Untenstehend findest du eine Übersicht der Beratungsstellen, eine Suche nach PLZ ist möglich.

https://www.bundeswehrkarriere.de/beratungsstellenfinder

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Kommentar von ponter
08.09.2016, 23:46

Danke für das Sternchen.

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Ich denke mal, bezüglich deiner Ansprüche, ist die Fremdenlegion schon mal auf keinen Fall das Richtige für dich

Das denke ich auch. "Ansprüche" jeglicher Art sind bei der Legion vollkommen fehl am Platz. Die Legion setzt Dich dort und als das ein, von dem sie meint, dass Du dort am nützlichsten bist. Ohne Diskussion. Wenn die Legion meint, dass Du ein guter Elektriker bist, bist Du an sofort der Regimentselektriker. Wenn die Legion meint, dass Du ein guter Fotograf bist, bist Du ab sofort Regimentsfotograf. Wenn die Legion meint, dass Du ein guter Barmann bist, servierst Du ab sofort den Offizieren im Casino ihren Mokka. Wenn die Legion der Meinung ist, dass Du ein guter Gruppenführer in einem Infanteriekampfzug wärest, wird sie Dich dahingehend fördern. Aber: Die Entscheidung "worin Du gut bist" trifft alleine die Legion, und das geht oft genug nicht konform mit der eigenen Einschätzung "worin man gut ist". Nicht umsonst gibt es aktuell weniger als 2% Deutsche in der Legion und nicht umsonst hören die allermeisten Deutschen, die in den letztzen 8-10 Jahren engagiert haben, nach den ersten 5 Jahren wieder auf. Weil sich "Ansprüche" bei der Legion nicht erfüllen und weil die Legion jede Menge "Anspruchslose" hat, denen Ansprüche egal sind, sondern denen es darum geht, jeden 1. rd. 1.300 € auf's Konto zu bekommen und nach ein paar Jahren die franz. Staatsangehörigkeit.

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Naja bei der fremdenlegion bist du auch in net kaserne und putzt und bügelst.. Trainierst, putzt und bügelst.. Wenn du genommen wirst und das training durchhältst..

Wenn du in eine kämpfende einheit kommst, bist du natürlich auch da, wo richtig feuer am dach ist.. Die frage ist, was verstehst du unter helfen?!  Die bundeswehr hat sicherlich auch tolle abteilungen, die in kriesengebieten wasseraufbereitungen errichten usw..

Aber zur Bundeswehr gibt es andere experten hier..

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Kommentar von Fandorsa
07.09.2016, 23:01

hast du Erfahrungswerte, worauf muss ich gefasst sein, wie kann man sich vorbereiten, hab einige dokus drüber schon gesehen ist aber alles theoretisch

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Deswegen frag ich möchte in den Krieg wo ich helfen kann aktuelles Thema Syrien. Doch die Bundeswehr scheint mir zu dem Thema zu passiv zu sein. Oder scheint das nur so?

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Also da du gerade Fremdenlegion ansprichst :

Da wirst du niemanden helfen.

Legionäre sind da zum töten. Fertig.

First in Last Out.

Schau dir das Training und den Drill an.

Du wirst geschlagen, beleidigt, gebrochen und neu aufgebaut. Man stellt keine Fragen und so was wie beim Vorgesetzten sich zu beschweren gibt es nicht. Der gibt dir eine Schelle hinterher.

Schau dir die Schlachten an.

Kämpfen bis zum Tod und für seine Brüder sterben im Dienste für die Legion. Legion Patria Nosta "die Legion ist unser Vaterland"

Die Schlacht in Mexiko. Die Schlacht in Indochina. Google mal nach. In Indochina sind 6300 Legionäre gestorben an einer Schlacht. Darunter zahlreiche deutsche aus der ehemaligen Wehrmacht und Waffen SS.

Das Ziel in Mali vor 2 Jahren war eigentlich Terroristen in der Wüste auffinden und töten.

Die REP hat schonmal 2000 Geiseln gerettet vor mehreren Jahren mit den Belgiern. Selbst da aber war deren erste Aufgabe das töten der Terroristen und Geiselnehmer. Die Belgier haben die Menschen evakuiert.

Ich hab Leute kennengelernt die dort waren.

Wollte eine Zeit lang selbst dort hin. Überlege es mir bis heute immer noch.

Lies das Buch von Stefan Müller

Mythos Fremdenlegion

Er war von 2009-2014 dort.

Das sagt genug aus.

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Kommentar von Jurius
08.09.2016, 22:34

In Indochina sind 6300 Legionäre gestorben an einer Schlacht

Falls Du Dien Bien Phu meinst... Es waren 1.500.

Bei DBP waren insgesamt nicht mal 6.300 Legionäre im Einsatz, sóndern weniger als 4.000.

Das komplette französische Expeditionscorps hatte ca. 3.500 Gefallene bei DPB (incl. "Regulären" und Kolonialtruppen)

Du wirst geschlagen,

Kann in der Grundausbildung mal vorkommen, ist aber seit ca. 2 Jahren seeeeeehr entschärft worden und ist auch nicht "Teil des Systems" sondern -wenn dann- Ausfluss einiger durchgeknallter kleinerer Sous-Off.-Dienstgrade. Und wie gesagt: Seit den letzten 2 Jahren wird sehr genau hingeschaut. Die Legion (die "alte") ist auch in Frankreich nicht unumstritten in der Politik und kann sich solche Mätzchen nicht mehr leisten, wenn sie überleben will.

beleidigt, gebrochen und neu aufgebaut.

Das ist richtig. Das gehört zum "System Legion"

Die REP hat schonmal 2000 Geiseln gerettet vor mehreren Jahren mit den Belgiern. Selbst da aber war deren erste Aufgabe das töten der Terroristen und Geiselnehmer. Die Belgier haben die Menschen evakuiert.

Das stimmt sooo auch nicht. Die Belgier ("pour les Belges, y en a plus, ce sont des tireurs au cul") :) haben sich in Kolwezi erst dann blicken lassen, als der Drops schon so gut wie gelutscht war und sich dann darauf beschränkt den Flughafen zu besetzen und zu sichern und die Zivilisten in Flugzeuge zu setzen. Es war auch nicht Hauptaufgabe des 2e REP die sog. Katanga-Tiger "zu töten" (die waren mehr als 3 mal so viele und besser bewaffnet als das REP). Hauptaufgabe war die europäischen Zivilisten aus der Stadt zu evakuieren, was tricky war, weil dort gleichzeitig gekämpft wurde. Dabei sind weniger als 250 Katanga-Tiger (von rd. 3.500) auf der Strecke geblieben.

Lies das Buch von Stefan Müller

Ja, das ist durchaus empfehlenswert.

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Auf Anhieb würde mir jetzt die Pioniertruppe einfallen.Die bauen doch auch viel auf.

Vielleicht noch BBK oder THW. Ist zwar kein Berufssoldat, aber da kann man sicher auch helfen.Falls das nicht zu langweilig für dich ist.

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