Solch eine HIV Übertragung überhaupt möglich?

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Das ist eine Veralberung aus dem Jahr 2000 !!!!

Es kursieren Kettenbrief-artige Falschmeldungen, in dem behauptet wird, man würde in Discotheken unbemerkt mit Nadeln gestochen, die mit HIV (AIDS-Viren) präpariert seien. Dann bekäme man einen Zettel auf den Rücken geklebt, auf denen "Willkommen im Club" stünde. Im November 2000 bezog sich der Kettenbrief auf München und es wurden einige Discotheken namentlich genannt, in denen das bereits vorgekommen sein soll. Im März 2002 grassierte diese Falschmeldung in Österreich, besonders betroffen waren Discotheken der 'Nachtschicht'-Kette, die dadurch (wie andere Discotheken auch) massive Einnahmeverluste erlitten. Es soll in Österreich sogar einen Fall gegeben haben, indem jemand durch diese Falschmeldungen dazu 'inspiriert' worden sein soll eine Discotheken-Besucherin mit einer (wahrscheinlich nicht HIV-infizierten) Nadel zu stechen, siehe ext. LinkOÖNachrichten vom 14.03.2002.

Im Juli 2003 ist erstmals eine Schweizer Variante aufgetaucht, die von HIV-infizierten Nadeln in Kinositzen erzählt. Auch Geldautomaten sollen angeblich mit solchen Nadeln präpariert sein. Die Baseler Polizei wird z.T. als Quelle genannt. Eine identische Variante kursiert wenig später auch in Österreich, es fehlt z.T. aber der Bezug zum Ort (Lausanne, Schweiz), wo sich das angeblich ereignet haben soll. Teilweise werden die WIENER LINIEN (Verkehrsbetrieb) als angebliche Informationsquelle genannt. Seit November 2003 kursiert eine praktisch damit identische Variante, nur wird nunmehr Köln als Ort des angeblichen 'Geschehens' genannt. Diese Kölner Variante wird Jahre später, im Herbst 2007, erneut massiv verbreitet. Offenbar haben u.a. auch eine ganze Reihe von PolizistInnen durch ihre Weiterleitung dazu beigetragen. Im Dezember 2007 kursiert in Österreich neben der Kölner Variante eine textlich geringfügige Abwandlung, in der Wien als angeblicher Tatort genannt wird. Angebliche Quelle ist die O.Ö. Gebietskrankenkasse, die jedoch bereits eine gegenteilige Stellungnahme veröffentlicht hat.

[Originaltexte]

Fakt ist... dass es sich bei Gerüchten dieser Art um so genannte Urban Legends handelt, also sinngemäß Großstadtmärchen. Die Betonung liegt dabei auf Märchen! Entgegen allen anderslautenden Behauptungen und (unreflektierten) Presse-/Medienberichten ist kein einziger Fall bekannt, der tatsächlich passiert und nachgewiesen ist. Verschonen Sie bitte die Polizei mit Anfragen dazu - die haben wirklich wichtigeres zu tun.

Aus medizinischer Sicht ist dazu zu sagen, dass HI-Viren außerhalb des menschlichen Körpers bzw. auf dem Trockenen nicht lange überleben können. Es ist also praktisch kaum möglich sich auf die angegebene Weise zu infizieren. Es müsste schon frisches, infiziertes Blut an solchen Nadeln kleben. Die gebrauchten Spritzbestecke von HIV-infizierten Drogenabhängigen (namentlich Heroin-Süchtigen) sind ein Beispiel dafür - von ihnen geht ein gewisse Ansteckungsgefahr aus, u.U. auch mehrere Tage lang.

RESPEKT!

So wünschte ich wären alle Antworten!

Besten Dank!

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ja ich habe auch gehört das es sehr schnell, ich glaube sogar innerhalb von sekunden an der luft stirbt. Aber wahrscheinlich besteht trotzdem noch irgendwo ein restrisiko und bei einer solchen krankheit sollte man auf nummer sicher gehen..

Möglich ist diese Art der Übertragung grundsätzlich schon, allerdings bezweifle ich, daß es derart viele "böse" Menschen gibt, die sich die Arbeit machen und überall Spritzen verstecken...

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