Sohnschaft mit Gott. Warum lehnen das einige Christen ab?

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13 Antworten

Die Bezeichnung "Kind Gottes" wird richtigerweise in der Bibel erwähnt, weil sie das Verhältnis von gläubigem Christ und Gott ins rechte Licht rückt. Denn Gott ist soviel größer als der Mensch und wird in der Bibel daher auch als Vater bezeichnet.

 Eine richtig gelebte Gottes-Kindschaft führt auch zur Anschauung Gottes und seiner Herrlichkeit als Erbe!

Den Begriff "Freund Gottes" gibt es meines Wissens in der Bibel nicht. Wer sich so bezeichnet, sieht sich als Freund mit Gott auf derselben Stufe und hat ein Autoritätsproblem Gott gegenüber.

Es mag auch sein, dass "Freunde Gottes" diese Bezeichnung wählen, weil sie Angst haben, vor ihrer nichtgläubigen Umwelt das Gesicht zu verlieren. Kein Wunder in der heutigen Zeit.

Und zuletzt kann es auch sein, dass sie zwar auf dem Papier zum Christentum gehören, aber nicht ganz davon überzeugt sind, zu wenig darüber wissen, Teile davon ablehnen oder an Jesus zweifeln, aber dennoch an einen Gott glauben.

 

telemann2000 31.07.2016, 08:58

Hallo chinly,

Im NT wird der Begriff lediglich ein Mal gebraucht - in Bezug auf Abraham. Allerdings bezeichnete ihn dort Gott als seinen Freund, nicht umgekehrt.

"Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: »Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«,und er wurde ein Freund Gottes genannt." (Jakobus 2,23)

Deine letzte Erklärung, dass einige die Sohnschaft mit Gott ablehnen, weil sie Teile der Bibel ablehnen oder nicht auf sich anwenden, wird wohl eine der Hauptgründe sein.

Danke für deine Antwort.

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Warum sich einige "Christen" offenbar nicht als "Kinder Gottes" betrachten, sondern nur als "Freunde Gottes", solltest du besser sie fragen. - Vielleicht wieder mal eine neue Sekte.

Die absolute Mehrzahl der Christen dagegen betrachtet sich seit Jahrhunderten wohl als "Kinder Gottes".

Im übrigen spielt das keine große Rolle. Was zählt ist allein der Glaube an Gott den Vater und seinen Sohn Jesus Christus, welcher in die Welt gekommen ist, damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen. - Ob zusätzlich Kind oder Freund Gottes macht dabei keinen Unterschied mehr, sondern ist beinahe nebensächlich.

telemann2000 31.07.2016, 08:03

Hallo Hummel,

ob das wirklich nebensächlich ist, beantwortet eigentlich der Römerbrief recht passend.

"Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch wiederum fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! 

Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind.  Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus ..." (Römer 8)



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hummel3 31.07.2016, 09:26
@telemann2000

Du hast natürlich mit deinem Einwand recht! - Mein Vergleich bezieht sich (vielleicht etwas zu unkritisch) nur auf die Frage der "Kindschaft" oder "Freundschaft" in Bezug auf die Errettung überhaupt.

Danke für deine Ergänzung!

LG hummel3

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Ich erkläre es mir so. Ein Kind muss immer hören ( der Bibel folgen), ein Freund kann den guten Rat annehmen... muss aber nicht. 

hummel3 30.07.2016, 22:46

Ein Kind darf aber auch immer zum Vater kommen und auf seine Hilfe vertrauen. Das hast du vergessen.

Freundschaften dagegen sind lösbar und zerbrechlich und nicht gleichgewichtig mit einer Kindschaft. Die geht nie in die Brüche.  

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Viele Christen definieren das, was sie für Wahrheit halten, aus Erfahrung, aus von anderen empfangener Belehrung, oder auch aus Bibelweisheiten, die sie focussiert haben - sehen die Schrift aber oft nicht im gesamten Zusammenhang, oder kennen sie simpel gar nicht richtig.

Es gibt in der Bibel ja auch den Hinweis, daß derjenige, der sich selbst erhöht, von Gott erniedrigt werden wird.

Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet ist es wohl eher ein Zeichen von Demut, sich nicht als etwas zu bezeichnen, was man womöglich in den Augen Gottes garnicht ist. ;)

Sind die "nur" Freunde Gottes jedoch in seinen Augen auch seine Kinder werden sie es eines Tages (nach dem am Gerichtstag verkündeten Urteil...) durch ihn persönlich erfahren.

warehouse14

telemann2000 01.08.2016, 13:04

Interessanterweise spricht die Bibel in Bezug auf die Sohnschaft mit dem Vater stehts in der Gegenwartsform oder sogar in der Vergangenheitsform.

Oder anders ausgedrückt: ein Christ, der Jesus angenommen hat, ist bereits ein Kind Gottes... 

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telemann2000 01.08.2016, 13:08
@telemann2000

Demut ist mit Sicherheit eine sehr schätzenswerte Eigenschaft, passt in diesem Fall aber nicht recht ins Konzept. 

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warehouse14 01.08.2016, 13:17
@telemann2000

Doch, sie passt. Schau nur mal die Geschichte des Christentums an. Wer hat sich da schon alles als Prophet oder was auch immer (in diesem Fall eben Kind Gottes...) ausgegeben, war letztendlich aber nichts weiter als ein Gegner Gottes?

Der Bibelspruch mit dem sich selbst erhöhen geht ja auch noch weiter... Wer sich selbst erniedrigt wird von Gott erhöht werden.

Tiefgläubige Christen werden sich also eher erniedrigen als sich eine Position anzumaßen, die sie in den Augen Gottes nicht innehaben.

Sie wissen eben, daß man sich selbst nicht objektiv genug sieht...

Wer denkt, er stehe, sehe zu, daß er nicht falle.

Steht auch in der Bibel. Konkret in 1. Korinther 10,12. ;)

Manche Christen berücksichtigen eben ihre eigene Fehlerhaftigkeit bei der Selbstbewertung.

warehouse14

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telemann2000 01.08.2016, 21:22
@warehouse14

von diesem Standpunkt aus betrachtet hast du natürlich recht.

Aus diesem Grund gibt die Heilige Schrift verschiedene Anhaltspunkte, woran man selbst und auch andere erkennen können, wer ein Kind Gottes ist. Einer ist folgender:

"Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollen; nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht." (1. Johannes 3,10-12)

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warehouse14 01.08.2016, 21:38
@telemann2000

Es ist immer besser, wenn andere sagen, man sei ein Kind Gottes.

Eigenlob stinkt nämlich. ;)

Und solange es beispielsweise bei mir nicht ähnlich abgeht wie bei Jesus (siehe Gottes direkte Bestätigung "dieser ist mein Sohn" in Lukas 9,35) nehme ich es auch nur als Kompliment an, wenn mensch mich für ein Kind Gottes hält. ;)

Ich bemühe mich aber, ein Kind Gottes zu werden. Wenn ich das geschafft habe werde ich es sicherlich erfahren. :)

Und dann werde ich auch wissen, wer noch so alles diesen "Status" erreicht hat. Es wird sicherlich so mancher dabei sein, von dem ich mal dachte, der wird das niemals. Und einige, die ich als Kandidaten dafür gehalten hab werden fehlen. o.O

Weil wir Menschen leider zu Fehlurteilen neigen. Deshalb sollten wir ja auch möglichst nicht richten... ;)

Gott kennt seine wirklichen Kinder garantiert. Auf sein Urteil kann man sich verlassen.

warehouse14

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Reine Interpretationssache. So wie alles andere auch. 

Der eine sieht es so, der andere wiederum so. 

Ist Im Endeffekt das gleiche wie die Diskussion darum, ob Christen Schweinefleisch essen dürfen, oder nicht. Ob das Regelwerk des AT noch gilt, oder nicht. Ob Jesus Sohn Gottes ist, oder nicht. 

Es wird nie eine Einigung geben und was am Ende wirklich richtig ist, weiß keiner, weil keine der Personen die die Bibel schrieben, noch lebt. 

das Scheint wiedermal eine Auslegungssachen zu sein diese begriff habe ich nie  in der Kirche oder im Religionsuntericht gehört und deshalb kann man Vermutensdas es wiedermal eine christliche Sekte sein kann n beiden Benennungen oder eine neuere Auslegungssache ist..Ich würde beide Bezeichnungen ablehnen den Christ würde schon reichen,

Johannes 1, 12 und Johannes 15,14 und Johannes 8,31 und Matthäus 12, 50

die wollen keine kinder sein, da sie zu "hochmütig" sind

Eine sehr gute Frage! Ich finde es auch sehr wichtig, ein Kind Gottes zu sein, denn das bedeutet, dass wir auch Gottes Erben sind, die Erben seiner Herrlichkeit, Weisheit und Macht.

Paulus beschreibt dies in Römer 8,17a: "Wenn wir aber Kinder sind, so sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes und Miterben des Christus." 

Weil sie ihre Bibel nicht kennen..

Was die "heilige Schrift" sagt, ist so bedeutungslos als wenn Frösche quaken. Es gibt keinen Schöpfergott, daher sind wir auch nicht seine Kinder. Allerdings gibt's noch viele blökende Schafe, die von listigen Schäfern geschoren, gemolken und zur Schlachtbank geführt werden.

hummel3 30.07.2016, 22:48

Tut mir leid, aber es fehlt deiner Behauptung an Überzeugungskraft. Auch das "Quaken der Frösche" hat seine Bedeutung wenn du Frosch bist.

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JustNature 30.07.2016, 22:50
@hummel3

Negativkommentatoren wollte und will ich nie überzeugen. Mein Ansprechpartner ist ausschließlich der Fragesteller. Ende.

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hummel3 01.08.2016, 01:45
@JustNature

Negativkommentatoren wollte und will ich nie überzeugen.

Gut, ich weiß das jetzt. Wer so reagiert, muss sich dann von anderen allerdings auch gelegentlich sture Unbelehrbarkeit unterstellen lassen.

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Wenn das Christen ablehnen lehnen sie auch die Bibel ab.

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