Sohn verschließt sich immer mehr

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15 Antworten

Hi, ich denke, deinem Sohn ist das alles sehr peinlich, er will gar nicht darüber reden und stellt sich wahrscheinlich vor, jeder stellt sich bildlich vor, was mit ihm gemacht wurde... Ich würd ihn jetzt mal nirgendwohin schicken, dass hätt ich auch als erstes empfohlen, natürlich, aber wenn er so "zu macht". Was er erlebt hat, muss wirklich grauenhaft für ihn gewesen sein. Wutausbrüche etc. und besonders bei Jungen eine Abnabelung von der Mutter kommt ja in dem Alter häufig vor, bei ihm auch, aber es kommt eben der Missbrauch auch noch. Ich würd ihm einfach jetzt seine "Ruhe" geben, die er will und das absolute Gefühl, dass du immer für ihn da bist - und wenn er Probleme hat, er zu dir kommen soll. Oder frag ihn mal, wie du ihm eine Freude bereiten könntest. Wenn ihr über den Missbrauch sprecht, würd ich immer betonen, dass der Onkel der Alleinschuldige ist. Viele Missbrauchsopfer denken oft, sie seine schuld oder zumindest teilschuld. Das würd ich ihm klar machen. Ich find auch wichtig, dass er merkt, dass die Grenzen, die ER nun setzt, respektiert werden. Diese Erfahrung ist - denk ich - ganz wichtig für ihn. LG und alles erdenklich Gute für dich und deinen Sohn, Korinna

P.S.: Was rät eigentlich der Arzt?

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Hallo! Ich denke, das ist ein sehr langatmiger Prozess- seine Seele ist zerbrochen. An Vertrauen würde ich erst einmal nicht nachdenken. Wichtig ist das Problem mit dem "Ritzen" in den Griff zu bekommen. Es ist nicht unnormal, dass sich Kinder/Menschen erst einmal unauffällig verhalten, weil Sie es eher verdrängen. Im Verlauf der Zeit kommt es zu einem Traumata, wo Sie es nicht mehr ausblenden können. Und er wird älter und begreift erst richtig, was eigentlich passiert ist. Es gibt Anlaufstellen für missbrauchte Kinder und Jungedliche, wo er besser aufgefangen werden würde. Ein Therapeut oder Arzt vermag es nicht, weil er das wohl eher nicht erfahren hat. Wenn er sieht, dass er nicht alleine mit so etwas Schlimmen fertig werden muss und andere ähnliches erlebt haben, kann er es auch besser verarbeiten. Wichtig ist, dass Du ihm zur Seite stehst, ihm Geborgenheit und Liebe schenkst....mehr kannst Du nicht leisten. Lass ihn auf Dich zukommen-denn alles andere könnte eher schaden. Habt ihr über eine stationäre Therapie speziell für diese Problematik in Erwägung gezogen? Er sollte ggfls. auch vor sich selbst geschützt werden und es sollte geklärt werden, ob er suizidal gefährdet ist!

Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke, denn das wirst Du sehr gut gebrauchen können!

Alles gute und Liebe Grüße

Sesostris

abigail72, Linzerin83 hat alles Notwendige gut geraten. Mich würde noch interessieren, was mit dem Onkel geschah?? Wurde Anzeige erstatten? Dein Sohn war ja erst 13 Jahre alt. Hast Du als Mutter diesen Menschen denn zur Rede gestellt und dich Deinem Sohn gegenüber damit solidarisch gezeigt? Es sind leider 3 wertvolle Jahre verlorengegangen, die deinem Sohn nicht wirklich hilfreich gewesen zu schein scheinen, den Schmerz darüber nicht ertragen kann und deshalb nun in die Selbstverstümmelung durch ritzen geht. Er muß ja glauben, dass ihm nicht mehr geholfen werden kann. Das das nicht der Fall ist, müßtest du ihm vorsichtig vermitteln und ihn fragen, ob er denn noch einmal bereit ist, mit dir gemeinsam, fähigere Psychologen zu finden. E müßte die berechtigte Wut gegen die geschehenen seelischen und körperlichen Verletzungen gegen den Verursacher richten können, um sie nicht an sich selbst ausleben zu müssen. Ich wünsche euch gutenrfolg!

Es ist nahezu unmöglich jemandem zu helfen der sich nicht helfen lassen will. Ihn immer wieder an das was geschehen ist zu erinnern (z.b. Durch Psychotherapie) halte ich für falsch. Da es das problememofinden noch verstärkt. In wieweit er Freunde hat und die für ihn da sind hast du leider nicht beschrieben. Am effektivsten halte ich NLP und Hypnotherapeuten (am besten weiblich) da diese bewusst Veränderungen in der Psyche vornehmen können. Er wird das ganze dadurch zwar nicht vergessen- aber im besten Fall nicht mehr als schlimm warnehmen. Ideal währe es, wenn er die Therapeutin im privaten Umfeld (bei euch daheim) kennenlernt und dadurch leichter vertrauen aufbauen kann.

also ich nehme mal stark an das es an dem missbrauch liegt, allerdings denke ich das er auch keinen willen zeigt etwas zu ändern und er wird auch in die pupertät gekommen sein, was die lage noch schwieriger macht. Vielleicht kannst du ihm im moment nich wirklich helfen, aber ihm zeigen das du immer für ihn da bist..auch wenn er dich wegstoßen sollt.

Oh, das tut mir furchtbar leid, was deinem Sohn passiert ist.

Missbrauch ist immer schlimm. Aber wenns durch eine "Vertrauensperson" passiert, ists viel schlimmer.

Ich glaube das, dass es schwer für ihn ist, das alles zu verarbeiten. Und es muss auch für dich total schlimm sein, mit ansehen zu müssen, wie sich der eigene Sohn immer mehr und mehr verschließt, und man so hilflos dagegen ist.

Ich kann dir nur raten, dir professionelle Hilfe zu holen. Es gibt eigene Einrichtungen für sowas, wo man sich Hilfe u. Auskunft nach Missbrauch holen kann.

Du sagst, ihr seid schon oft bei einem Psychologen gewesen?

Ich weiß das von meiner besten Freundin, die ähnliches erlebt hat, dass es sehr schwer ist, einen geeigneten Psychologen zu finden.

Sie sagt heute nach 15 Jahren, dass sie erst JETZT eine gute Psychologin gefunden hat, die ihr WIRKLICH hilft.

Die anderen Psychologen waren oft zu wenig einfühlsam, bzw. konnten ihr selbst oft nicht das Gefühl vermitteln, dass sie selbst nicht schuld an dem Geschehenen ist.

Vielleicht hat dein Sohn bisher auch noch nicht den geeigneten gefunden.

Ich würd mich daher über die Psychologen bei euch im Ort erkundigen. Eventuell kann euch euer Hausarzt oder Sozialarbeiter der dafür geeigneten Einrichtungen dafür helfen.

Bzw. würd ich die Möglichkeit einer geschlossenen Klinik nicht ausschließen.

Ich kann es verstehen, dass er sich schwer tut, vor seinen Eltern zu öffnen. Sowas ist extrem peinlich und sehr persönlich, man will nicht darüber reden.

Vielleicht kann ihm eine Selbsthilfegruppe helfen. Wo er mit Menschen spricht, denen ähnliches passiert ist.

Es gibt auch andere Möglichkeiten für Therapien, falls die Gesprächstherapie bei ihm nicht anschlägt.

Ich denke da zB an Mediation, Kinesiologie, etc...

Und eine Bitte: Such auch DU dir Hilfe!!! Scheinbar belastet dich das sehr, was vollkommen verständlich ist. Du fühlst dich hilflos momentan, und weißt nicht mehr, was du tun kannst.

Auch DIR kann geholfen werden.

Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute!!!

Es gibt sie noch, die Inteligenz.

DH, leider nur einmal

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Du schreibst, das der Onkel ihn mißbraucht hat. Er gehört zur Familie. Was für ein Verhältnis habt ihr zu dem Onkel? Habt ihr ihn angezeigt? Kann euer Sohn objektiv erkennen, das ihr hinter ihm steht - mehr als zu der Familienbande? Wenn er anfängt zu ritzen, dann ist das ein Hilferuf. Der Onkel ist ein Mitglied der Familie - und somit auch immer präsent, auch wenn ihr euch nicht oft seht. Euer Sohn muß wissen, das ihr hinter ihm steht, das der Onkel zum Teufel geschickt wird und das er euch vertrauen kann. Leider kenne ich die Kostellation Onkel/Nichte/Neffe aber möchte hier nicht weiter ausführen. Er braucht euch.

Mit dem Onkel hatten wir nie viel Kontakt, nur auf Feiern und zwischendurch ein paar Mal haben wir ihn gesehen. Mein Sohn hingegen war öfter dort. (Der Onkel lebt mit seinen 50 Jahren noch bei seinen Eltern). Ja, wir haben ihn angezeigt

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@abigail72

Die Anzeige ist gut und hilfreich, denn dann wird klar, wo ihr steht. Ist oft schwer innerhalb der Familien. Jeder weitere Kontakt sollte vermieden werden, denn das könnte bei eurem Sohn falsch ankommen (nach dem Motto: ja, offiziell zeigen sie ihn an aber in der Familie sind sie noch zusammen). Euer Sohn verletzt sich selber, das nennt man auch schnippeln oder Selbstverletzendes Verhalten. Sehr oft ein Ausdruck von Kindern mit Gewalterfahrungen, um sich selbst zu spühren und um den Schmerz, den sie empfinden umuzuwandeln...hier muß ein Therapeut helfen, der damit erfahrung hat, vor allem bei Jugendlichen, sonst wird es immer schlimmer. Ich wünsche euch und dem Sohnemann alles Gute

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Ich kann Dir einen Kontakt herstellen mit einer Mutter, die das Gleiche durchgemacht hat. Die Kinder von ihr sind jetzt groß und aus dem gröbsten raus. Sie kann Dir sicherlich gute Tipps geben! Melde Dich einfach, wenn Du möchtest.

das hängt definitiv damit zusammen, dass er von seinem Onkel missbruahct wurde. Er ist depressiv und benötigt dringend Hilfe. Er muss zu einem Jugendpsychater udn zwar ohne wenn und aber. Eltern können da leider nichts machen udn es ist auch nicht deren Schuld, dass solltest du nie vergessen. Nur musst du ihn irgendwie dazu bekommen das er sich in Behandlung beigibt. Schnittwundne lassen den Körper Endorphine freisetzen. Aber man schneidet sich nur wenn man wirklich sonst keine möglichkeit zur Freude sieht. Aus seinen Augen ist die Welt aussichtlos und grau. Lass ihm helfen. Und nocheinmal: es ist nicht deine Schuld!

VERTRAUEN, dass ist ganz wichtig, zeig ihm, dass du da bist, auch wenn er es nicht annehmen kann im moment. und wenn wirklich nichts hilf, dann ist vielleicht doch eine stationäre therapie hilfreich, da bist du dann auch als mutter machtlos

Tut mir leid, dass ich jetzt einen echt brutal klingenden Rat gebe:

Bitte lass deinen Sohn für eine kurze Zeit in eine Psyhiatrie einweisen.

Mit Therapie alleine ging es ja wohl eher nach hinten los....

In einer Psyhiatrie wird er den ganzen Tag umsorgt, hat vielleicht auch Menschen an seiner Seite, denen das Gleiche passiert ist. Dort wird er dann vielleicht verstehen, dass er am sexuellen Missbrauch nicht schuld ist - denn das schwingt auch noch mit. Einerseits kompletter Verlust des Vertrauens - andererseits geben sich die Opfer immer zumindest einen Teil der Schuld selbst.

Natürlich schlage ich eine "einschlägige" Psyhiatrie vor, die mit solchen Problemen bewandert ist - nicht irgendeine Klappse, wo Napoleon neben ET herumrennt....

Bitte frage Ärzte, Krankenkassen, Gesundheitsinstitute, Institute für geschändete Kinder. Telefoniere herum!!!!

Und dann suche einen geeigneten Ort, wo dein Junge GUT betreut werden kann, ohne unter Drogen gesetzt zu werden.

VIEL VIEL GLÜCK DIR UND DEINEM SOHN!!!!!

Der Arme hat einen Schaden für's Leben. Ich hoffe ihr habt den Onkel hinter Gitter gebracht. Wenn nicht, dann ist euer Sohn natürlich von seinen Eltern sehr enttäuscht. Dann solltet ihr euch nicht wundern das er ritzt oder demnächst noch schlimmere Dinge macht. Frage: Habt ihr den Onkel angezeigt und so die Liebe zu eurem Sohn bewiesen?

hallo abigail 72, wie du es genau anstellen wirst, um ihn zu folgendem zu motivieren, da sollst du dafür exakt weisheit wundersame von oben kriegen... er möge sich bitte nicht ritzen, aber statt dem malen, die energie- die mag wohl tief drinnen-unten sitzen, um ihn subversiv veranlassen als - aquasi-gefühlsabfuhr -sich selbst zu verletzen, lass ihn malen, seine gabe für jeden verschieden -lass er niht vollends einfach liegen, sondern sie soll ihm helfen, zu trösten, sich auseinanderzusetzen,un d zwar so wie es wundersam tröstlich ist, in bildern jeweils in schritten dergestalt,wie es für die seele jeweils gerade aushaltbar ist,es zu betrachten bei licht....,......,.......

Liebe Abigail,

leider kann ich aus der Ferne und nachdem, was du schon alles versucht hast - nur mit "tollen Links" um mich werfen. Aber vllt. helfen sie ja dir/ihm/euch etwas oder bringen euch neue Ideen, was ihr noch versuchen könntet:

http://www.kibs.de

DU musst ihm zeigen , dass er DIR vertrauen kann.

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