Sohn psychatrisch einweisen - Was hab ich für Möglichkeiten?

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14 Antworten

"Sohn psychatrisch einweisen"... weil er kifft?

Hat er psychische Störungen oder ist suizidal, was einen Psychiatrieaufenthalt rechtfertigen würde?

Wollt ihr euren eigenen Sohn bei der Polizei anschwärzen und ihm noch mehr Steine in den Weg legen, oder was soll der Kommentar? ("Beweise dafür haben wir genug aus Facebook Chats.")

Ihn einfach so vor die Tür setzen, wie hier mehrfach empfohlen wird, wäre unverantwortlich. Ihm alles wegzunehmen wird auch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Trotz-/Kurzschlussreaktion auslösen, dann bleibt er vielleicht gleich ganz weg.

Meldet ihn an einer Volkshochschule an wo er seinen Abschluss nachholen kann, noch sind Ferien. Droht ihm mit Umzug in eine Wohngruppe für Jugendliche, sollte er sich weigern oder die Schule dieses Mal nicht durchziehen. Natürlich schon vorher alles mit dem Jugendamt abklären und schöne Broschüren auf den Tisch legen, damit er sieht, dass ihr Nägel mit Köpfen gemacht habt. Geht er gerade, bleibt alles so wie es ist und ihr toleriert seinen Konsum, Hauptsache er hält sich an die Vereinbarungen.

In diesem Alter sollten keine Form von Drogen konsumiert werden! 

Das einzige was ihr wirklich machen könnt ist viel strenger zu sein und ihm Disziplin zu zeigen. Er weiß schließlich nicht wie das Leben läuft und hat ein Dach über dem Kopf für das er keine Miete zahlt. Wenn er so weiter macht wird er noch ganz böse enden... 

Und generell kann ich dir sagen das man, gerade wenn man 16 Jahre alt ist, bei einer Zwangseinweisung nichts dazu lernt. ich war auch wie er in dem Alter. Man hört nur auf Blödsinn zu machen wenn man es selber für sich will! 

Ich würde ihn eher mal ein paar Tage vor die Tür setzen damit er merkt was ihm fehlen würde wenn er ohne Elternhaus dasteht. Vielleicht wäre ja auch eine art Elternabend (von seinen Freunden) ne Idee. Austausch von Erfahrungen und abwägen der Pläne.

Streicht eurem Sohn jegliches Taschengeld und sonstige Vergünstigungen die ihr ihm bisher gegeben habt.

Für alles was er von nun an von euch haben möchte (auch Essen) muss er eine entsprechende Gegenleistung (z.B. entsprechendes Benehmen) leisten.

Da er noch minderjährig ist, sperrt ihm einfach das Konto (wenn das möglich ist). Schneidet ihm einfach vom Geld ab. Dann kann er sich auch keine Drogen mehr leisten.

Räumt ihm auch sein Zimmer leer (Kein PC, Fernsehen, Smartphone usw) Alles was er haben möchte, wird nur noch von euch zeitlich befristet gegeben.

Ihr könntet auch einfach mal alle Türen und Fenster verschließen, wenn er mal wieder draußen unterwegs ist, damit er für 1-2 Tage und Nächte nicht mehr rein kann.

Sprecht aber auf jeden Fall auch mit dem Jugendamt. Diese werden euch auf jeden Fall beraten können.

Da er mit Drogen dealt (laut Fragestellung), wird Geld nicht unbedingt zum Problem, wenn er nichts von Zuhause bekommt. Abgesehen davon, dass er auf die dumme Idee kommen könnte, nebst illegalem Drogen-Vertrieb und Besitz auch noch mit dem Klauen anzufangen.

Das einzige was der Familie direkt helfen könnte wäre der Weg zur Suchtberatung und eine Therapie für den Knaben oder gar die Familie für die nächsten Monate.

Auch wenn der Sohn momentan nicht bereit ist einzulenken, würde ich als Elternteil eben allein zur Suchtberatung gehen und dort die Situation mit meinem Sohn erläutern und Fragen, was die nächsten Schritte wären. Sowas kommt häufiger vor als man denkt, gerade bei pubertierenden Kerlen - heißt es gibt durchaus Wege die man gehen kann, auch wenn der Sohn derzeit noch nicht einsichtig ist.

@Khamilaze

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Tatsächlich befarf es für eine Einweisung in eine psychiatrische Anstalt gegen den Willen eine akute Selbst- bzw. Fremdgefährdung. Darüber hinaus könnte nur das Familiengericht anders entscheiden, was prinzipiell zwar möglich, in dem beschriebenen Fall aber eher unwahrscheinlich ist.

An eurer Stelle würde ich erst einmal eine Erziehungsberatung nach §27ff SGB VIII in Anspruch nehmen. Diese ist auch Beitragsfrei und würde euch somit nichts kosten.

Ich halte eine Zwangseinweisung für etwas übertrieben sofern andere Optionen nicht ausgeschöpft würden.

Grüße und viel Erfolg  

Eine Unterbringung (Zwangseinweisung) ist gar nicht so einfach. Klar,dass euch das Verhalten eures Sohnes mehr als gegen den Strich geht.

Aber um jemanden zwangseinweisen zu lassen, muss eine Selbst- oder
Fremdgefährdung vorliegen. Zum Beispiel Suizidgedanken oder das
Ankündigen von massiver Gewalt gegenüber einer anderen Person oder
generell bei Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Ich hoffe mal für euch, dass es nur eine Art "Trotzphase" ist, obwohl sich
das schon nach mehr anhört. Vielleicht setzt ihr ihn ein paar Tage vor
die Tür, wobei sich das dann hoffentlich nicht als Boomerang erweist.

Eine Zwangseinweisung ist das letzte Mittel, wenn eine "Gefahr" nicht anderweitig abzuwenden ist.

Alles Gute

MfG

Leider reicht das für eine Zwangseinweisung nicht. Er müsste für sich selbst oder andere eine akute Gefahr darstellen aber laut deiner Aussage ist er weder suizidal noch greift er Menschen an.

Aber wenn er doch drogenabhängig ist? Auch wenn es "nur" Mariuhana ist, muss man ihm doch helfen? 

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Die Initiative zum Aufhören muss von der betroffenen Person selbst ausgehen. Niemand hört damit auf, ein Suchtmittel zu konsumieren, wenn er es selbst nicht will. Es hilft hier nur entweder völliges emotionales abkoppeln von der Sache oder hartnäckig "dranbleiben", was natürlich auch nach hinten losgehen kann aus Trotzverhalten. Wende dich am besten an eine Suchtberatungsstelle

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Ohne das Wort leider hätte ich die Antwort positiv bewertet.

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Im Deutschland der Gutmenschen sieht die Situation wie folgt aus:

Das Recht eines Menschen auf seine Sucht wiegt höher, als das Leid seiner Angehörigen.

Dein Sohn hat das Recht, seiner Sucht zu frönen und außer gut zureden kannst Du nichts machen.

So etwas wie "Zwangstherapie" gibt es nicht. Eine Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn ein Therapiewille vorhanden ist. Den sehe ich bei Deinen Sohn nicht.

Eine Betreuung ist ohne ärztliches Attest nicht möglich, ein ärztliches Attest ist nur auf freiwilliger Basis zu bekommen, für Dich also unerreichbar, es sei denn, Du hättest das Glück, zufällig selbst Mediziner zu sein.

Du kannst höchstens selbst in Therapie gehen, um die so genannte Co-Abhängigkeit zu bekämpfen, das heißt, Du musst lernen, mit der Sucht Deines Sohnes umzugehen, ohne Dich selbst zu verlieren. Das allein ist schwer genug.

Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei Dir und Ich drücke Dir die Daumen, diese unerträglich schwere Situation erfolgreich zu meistern.

Hmmmmm wie kann man von Cannabis oder LSD abhängig werden - würde mich schon interessieren ... Bitte informieren bevor man "Fake-News" verbreitet ^^

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"Gutmenschen"... Na, da ist ja von Anfang an klar woher der Wind weht...

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@nopoo4ever

Ich halte es länger als 20 min auf dieser Seite nie aus, da man mit so viel Dummheit konfrontiert wird, wenn es um Drogen geht ^^

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Ihr könnt den psychiatrischen dienst einschalten, sich mal an den Schulpsychologen wenden,

Und ihm vor allem kein geld geben. Die Drogen muß er ja mit irgendwas bezahlen.

Ihr müßt euch an das Jugendamt wenden, die können die nötigen Schritte einleiten!

Das Jugendamt sagt wir müssen zum Arzt oder der Arzt zu uns. Er will nicht zum Arzt und die Ärzte aber auch nicht hierhin. Was kann das Jugendamt genau tun?

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@Khamilaze

sorry, aber das müssen die wissen, dazu sind sie schließlich da, nicht locker lassen!

Da er Drogen konsumiert könnt ihr noch zu einer Sucht Beratung gehen !

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warum habe ich beim Lesen des Textes das Gefühl dass es sich bei dem Sohn um einen "Menschen" handelt der Nie eine Chance hatte.

Schau mal Mama, was ich gemalt habe den Eifelturm, wann fahren wir denn da mal hin damit ich den mal in echt sehen und  von oben auf diese Stadt sehen kann.

Hör auf mit Deinen Träumereien und geh lieber mal Dein Zimmer aufräumen.

Oder hatte der Sohn alle "familiären sozialen" Voraussetzungen und ist wirklich selbst verantwortlich für dass was er jetzt "durchlebt" seitdem er die Wahrheit wohl erkannt hat.

Traurig sowas.


Genauso ist es NICHT. Er wurde immer mit Liebe behandelt, er hat drei Geschwister die ihn über alles lieben und immer da sind, die ihm jeden tag sagen wie viel potenzial er hat. Er war immer der Liebling von uns und so wurde er nie behandelt. Diese Veränderung ist nur durch Einfluss seiner Freunde passiert. Unmöglich, so etwas zu behaupten, ohne etwas zu wissen. 

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@Khamilaze

es steht im meinem Text ganz klar, dass ich das "Gefühl" habe dass... mein Gefühl sagt mir dass es...u.s.w. Verzeihung Bitte wenn ich durch "mein Gefühl" - "Ihre Gefühle" für "Ihren Sohn" verletzt haben sollte

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Ironhard, deine Antwort ist total dumm. Nirgendwo im Text kann man herauslesen das es so war... 

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Zwangseinweisung wegen was?

Als Eltern habt Ihr schon lange versagt, wann hattet Ihr das letzte Gespräch auf Augenhöhe mit dem Sohn?

Anyway: Ermutigt Euren Sohn, sich von Euch unabhängig zu machen...^^


DAS ist die Antwort! Klasse, Beutelkind!

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Ich sehe bei ihm keine Krankheit, sondern einfach einen Machtkonflikt zwischen Euch beiden.

Ich glaube kaum, dass Du ihn für Dich gewinnen wirst, wenn man ihn einsperren, fesseln und unter Drogen setzen lässt. In allen Fällen, in denen Eltern solches versucht haben, habe ich das am Ende nur nach hinten losgehen sehen.

Ihr werdet euch an das Jugendamt wenden und ihn bezüglich der Drogen anzeigen. Gebt ihm auf keinen Fall Geld. Solange er nicht auf die Nase fällt wird er sich nicht ändern.  

Den eigenen Sohn anzeigen?

Wenn das mal so einfach wäre?

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