Sohn nimmt Drogen, wie verhalten?

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Ich würde es statt mit Worten einmal mit einem Brief versuchen. Das ist eine Art der Kommunikation, die viele Vorteile bietet, wenn andere Möglichkeiten scheitern. In Briefen kann man seine Gefühle sehr gut ausdrücken, weil man Zeit hat (ich würde es in der heutigen Zeit am PC schreiben und nicht handschriftlich dann kann man auch wunderbar strukturieren, korrigieren). In einem solchen Brief würde ich die gesamte Situation ansprechen. Vor allem in den Vordergrund stellen, dass man sich Sorgen macht und jede Hilfe anbietet und dass man ein offenes Ohr hat, wenn es Probleme gibt und auch sagen, dass man bedingungslos liebt, selbst wenn er weiter Drogen nimmt, aber immer die Türe offen ist, falls er Hilfe beim Ausstieg braucht oder einen Ansprechpartner. Aber auch klar Konsequenzen ansprechen wie dass man sich das nicht ewig anschauen kann und dass er ansonsten ausziehen muss bevor er die ganze Familie mit runterzieht, versuchen es nicht als Drohung zu formulieren, vielleicht auch ganz klar schreiben, dass es keine Drohung sein soll, sondern eher Ausdruck von Hilflosigkeit und als letzte Maßnahme um sich selbst zu schützen vor Kummer und Elend. Ganz wichtig den Brief niemals an dem Tag abgeben an dem man ihn geschrieben hat, sondern auf jeden Fall erstmal ruhen lassen, nochmal und nochmal selbst lesen bis man ihn wirklich so hat, dass man selbst ein gutes Gefühl dabei hat, dass er so rüberkommt wie man ihn verstanden haben möchte. Und dann eben übergeben persönlich in einem guten Moment, wo er die Gelegenheit hat sich damit zurückzuziehen. Vielleicht auch einfach ins Zimmer legen ich kenn ihn zu wenig um zu erahnen wie er reagiert. Bei persönlicher Übergabe könnte er ihn vielleicht in einem Anflug von Unsicherheit oder Protest direkt zerreißen. Auch keine sofortige Antwort erwarten. Den wird er dann lesen, wenn er Zeit dafür hat aus seiner Sicht und vermutlich mehrmals lesen und der wirkt im besten Fall länger nach und löst einen Denkprozess aus, den man mit Worten nicht erreichen konnte. Im Brief auch anbieten, dass er gerne was zurückschreiben kann. Er hat mit Sicherheit tief sitzende Probleme und klar tut er einem auch Leid, aber er ist auch alt genug Verantwortung zu tragen und selbst Entscheidungen zu treffen und wenn er euch nur vor den Kopf stößt dann darf man ihm das auch nicht einfach so durchgehen lassen. Natürlich ist Härte oder Bestrafung Blödsinn und bessert die Situation nicht, aber wenn ihr darunter leidet und er der Meinung ist in dem Haus tanzt alles nach seiner Pfeife dann sollte er da vielleicht mal auch merken, dass es nicht so weitergeht mit dem offenen Geldhahn, dem mietfreien Wohnen und so weiter. Ohne ihm dabei zu viel Stress zu machen, weil das treibt ihn ja erst Recht wieder in seine Art der Problembewältigung, aber ich finde dennoch, dass das angesprochen werden muss, dass ihr Grenzen habt und dass es klare Grenzen gibt. Das ist vermutlich der schwerste Teil. In Amerika gibt es diese teilweise schon berühmten "Interventionen" die man sich haufenweise auf youtube anschauen kann und was den Eltern immer am schwersten fällt ist das Loslassen des geliebten Kindes, weil Konsequenzen sein müssen. Ich stell mir das unglaublich hart vor. Hab aber persönlich auch noch nie gehört oder gelesen, dass ein Sozialpsychologe oder andere Personen aus Suchtberatungen etc. sagen würden man sollte das nicht tun. Es scheint einhellige Meinung zu sein, dass das notwendig ist und im Sinne des Suchtkranken. Appropos Suchtkranke die Anlaufstellen für sowas sind nicht nur für die Suchtkranken selbst da, sondern auch für deren Angehörige. Vielleicht mal ein Beratungsgespräch suchen. Die haben da ja sehr viel Erfahrung.

Furchtbare Sache! Aber leider werdet Ihr da garnix dagegen machen können! Einen Süchtigen muss man buchstäblich fallen lassen, damit er wieder aufwacht! Erst wenn sie ganz unten angekommen sind, besteht die Chance zur Umkehr!

D.H. Keine finanzielle Unterstützung mehr, aufgestellte Regeln sind einzuhalten und bei Randale folgt Rausschmiss!

Ich wünsch´Euch viel Kraft zur Konsequenz!

Dem kann ich mich nur anschließen. Es kann demjenigen erst geholfen werden, wenn er es selbst will und einsieht, das er suchtkrank ist. Für Eltern eine sehr schwierige Situation. Ich würde auch eine Suchtberatung kontaktieren. Dort gibt es sicher auch eine Beratung für Angehörige. Auf jeden Fall keine finanzielle Unterstützung und konsequent auf die Regeln im Haus bestehen. Bei körperlicher Gewalt keine Kompromisse machen, wer eine Gefahr im Haus darstellt, muss gehen. Nicht einfach. Zugegeben. Aber nur das hilft.

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Hallo Helmut!

Ich habe das Szenario vor wenigen Jahren 1:1 mit meinem Bruder miterlebt & muss sagen: Je mehr wir interveniert haben, umso bockiger und aggressiver, ja sogar körperlich gewaltbereiter wurde er ------> er zeigte keine Einsicht, hielt sich für Gott und die Drogen für ein Muss/einen selbstverständlichen Bestandteil seines Alltags.. und irgendwann haben wir es dann sein gelassen. Es war für uns zwar sehr traurig, seinen schrittweisen Verfall mitzuerleben, vor allem im Vergleich mit dem "was er mal war"... aber letztendlich war es doch der richtige Weg!

Denn als er wirklich ganz unten war, kein Geld mehr hatte, keine Freunde mehr, keine Arbeit mehr & keine Partnerin mehr und beinahe seine Wohnung verloren hätte, muss es bei meinem Bruder "Klick" gemacht haben: Er hat sich aus eigenem Antrieb und mit letzter Kraft zum Arzt geschleppt, öffnete sich, begann eine Therapie, die ihm auch half, nahm das sehr ernst & boxte sich mit einem 450-Euro-Job, den er sich selber gesucht hat, zurück in die Arbeitswelt und hat zeitweilig bei mir gewohnt. Im Sommer hat er dann wieder eine Vollzeitstelle in seinem Ausbildungsberuf antreten können, weil er total gefestigt ist. Er kann wieder allein leben, hat einige seiner alten und einige neue Freunde & weiß das alles sehr zu schätzen, was er hat.

Meine Devise ist -----> so jemandem darf man nicht helfen und man soll ihn eigentlich sein Ding machen lassen, bis er selbst so ausweglos irgendwo liegt dass er merkt, so kann es nicht weitergehn & da muss gehandelt werden. Das merken die Menschen erst, wenn sie ganz weit unten stehen und ihnen keiner mehr hilft.

Solange mein Bruder in seiner Drogenzeit regelmäßig von Mutter und Onkel Geld bekam, das er ausgeben konnte, dachte er sich wohl ... man lässt ihn NIE hängen. Dann musste er aber eben doch allein klarkommen.

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem Erfahrungsbericht ein wenig helfen vllt. Türen öffnen und wünsche von Herzen alles Gute.

Wie kann ich meinem Sohn noch helfen?

Hallo Mein Sohn ist jetzt 16 Jahre alt und konsumiert regelmäßig Drogen. Er kifft, nimmt Speed und auch koks. Ich war beim Jugendamt und habe um Hilfe gebeten, doch leider vergebens. Habe dort alles,wirklich alles erzählt. Doch Hilfe bekomme ich keine. Nun haben wir auch noch Drogen in seinem Zimmer gefunden. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, wie soll ich mich verhalten? Einen Entzug will er freiwillig nicht machen. Mir wurde von einer drogenberatungsstelle gesagt das ich leider zu sehen muss wie mein Sohn den Bach runter geht da er seine sucht von alleine nicht aussieht und auch das war/ist die Aussage vom Jugendamt. Ich kann doch nicht einfach so zusehen wie er in den Abgrund geht! Alles geht kaputt, unsere ganze Familie leidet. Ich hoffe ich kann mir hier einen Rat holen.

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Ab wann führt Heroinkonsum zu einer Sucht?

Schon einmal vorweg: Ich bin dabei einen Roman zu schreiben und möchte meine Charaktere Drogen nehmen lassen. Da ich mich mit diesem Thema nur ganz grob auskenne (alles was man so auf Präventionstagen in der Schule gehört hat) und selbst oder bei Freunden (zum Glück) noch keine Erfahrungen mit Drogen hatte möchte ich gerne mehr über die Auswirkungen erfahren. Googlen kann ich auch, aber mir reichen die Informationen nicht aus um die Situation näher beschreiben zu können :( Also meine Hauptfrage wäre: Wie oft oder lange muss man Heroin konsumieren, damit ein Aufhören ohne Hilfe nicht mehr möglich ist? Mir ist klar, dass das alles individuell von jedem selbst abhängt, aber ist es überhaupt möglich, zum Beispiel über einen Monat lang recht regelmäßig Heroin zu spritzen und dann einfach aufzuhören? Oder ist das generell nicht möglich?

Ich habe zudem herausgefunde, dass Menschen unter Heroineinfluss prinzipiell eher ruhig und benommen reagieren, stimmt das? Gibt es noch andere auffällige Verhalten, die man oft beobachten kann? Und wie sieht es mit Folgen aus? Also spürt man nach dem Rausch noch irgendwas? (So wie bei erhöhtem Alkoholkonsum der Kater am nächsten morgen)

Vielen Dank für hilfreiche Antworten! :)

LG

Letime98

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Schuldgefühle weil ich meinen besten Freund nicht retten konnte?

Mein bester Freund ist jetzt seit mehr als 4 Monaten tot. Je mehr ich darüber nachdenke, desto schlimmer wird das alles. Er wollte nicht sterben. Er nahm Heroin, ohne zu wissen, dass er in seinem Blut noch Spuren von den vorherigen Drogen hatte, die er sich vor 4 Wochen, vor seinem Tod gab. Das heißt, er ist ungewollt gestorben. Er schickte mir an seinem Todestag die Bilder von seinem Heroin und meinte, dass er sterben würde, wenn er alles nimmt. Er sagte aber dass er sich in Grenzen halten wird. Wir hörten um 17 Uhr auf zu schreiben. Ausgerechnet an diesem Tag hielt ich ihn nicht davon ab. Ich schrieb nur "bitte mach das nicht:/". Mehr nicht. Wenn ich nur wüsste, was passieren wird, würde ich alles tun, wirklich alles. Ich würde ihn mit Nachrichten voll spamen, würde ihn anrufen und ihm seine Zeit stehlen, so dass er die Drogen vergisst, ich würde ihm sagen wie sehr ich ihn liebe und was für ein wertvoller Mensch er ist. All' das kann ich nun nicht mehr tun und all das habe ich auch fast nie getan. Ich war so oft ignorant, ich war so oft einfach nur s.... zu ihm, das kotzt mich alles so sehr an. Wie kommt man mit Schuldgefühlen klar? Es sind ja nicht nur die Gefühle, es ist nunmal die Wahrheit dass ich eine schlimme Freundin war.

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Mein Sohn ist in der 10 Klasse er Real Schule. Seine Noten werden immer schlechter, er ist kaum zu Hause und befindet sich die ganze Zeit in Frankfurt. Kommt nach Hause um 1 oder 3 Uhr morgens. Es gibt keine Kommunikation zwischen uns mehr. Ich merke dass er regelmäßig Cannabis konsumiert. Er ist mir gegenüber agressiv. Das JA konnte mir nicht helfen: betreute Wohnung oder Therapie kann er nur in Einspruch nehmen wenn er damit einverstanden ist. Er ist aber nicht. Sein Verhalten hat Wirkung auf mein Leben: ich kann nicht schlafen, bin müde auf der Arbeit, ich kann so weiter nicht funktionieren. Ich bin Alleinerziehende Mutter. Wie kann ich diese Situation ändern und ihm helfen?

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