Sohn bei gemeinschaftlichem Diebstahl erwischt...

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15 Antworten

Deinen Sohn wird vermutlich nichts erwarten. Das sage ich dir als Wirtschaftsjurist. Dazu gibt es keine rechtlichen Gründe, aber das Ermittlungsverfahren wird sich alleine schon aufgrund der Tatsache, dass nichts gefunden wurde und der Freund die Schuld auf sich nimmt, für deinen Sohn auflösen.

Was wichtig ist: Dass der Freund die Geschichte (wahrheitsgemäß) so erzählt, dass dein Sohn ihn nicht gedeckt hat, das heisst: Ihm aktiv geholfen hat. Dann ist es nämlich eine gemeinschaftliche Aktion und beide erwartet die selbe Strafe.

Eine interessante Auskunft fehlt aber: Wie alt ist dein Sohn?

17, und bisher nie auffällig gewesen.

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@paaasi

Dann bleibt alles so, wie ich es geschrieben habe.

Ich hoffe für deinen Sohn, dass er 1. dir die Wahrheit gesagt hat und es so war, und 2. der "Freund" bei seiner Geschichte bleibt, dass er die Schuld auf sich nimmt.

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@Neome

Wie ich bereits schrieb, ist es auffällig, dass er sich vor seinen Kumpel stellte, als dieser etwas einsteckte. Das ist jedenfalls das, was der Detektiv sagte. Mein Sohn beteuerte jedoch, ihn beim Einstecken nicht beobachtet zu haben!

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@paaasi

Ob er ihn beobachtet hat, ist nicht weiter wichtig. Ganz ehrlich wird jeder Ermittler erst einmal der Vermutung erliegen, dass er sehr wohl wusste, was der Freund da treibt und er sich deckend vor ihn / hinter ihn oder sonst wo hin gestellt hat. Das liegt einfach nahe und ist auch meinem Verständnise und Gefühl nicht ganz fern.

Wie gesagt, hoffe ich einfach, dass der Freund die Schuld dann wirklich auf sich nimmt, weil ich befürchte, dass bei einer Aussage gegen Aussage (dein Sohn gegen den Freund, wenn er sagt, dein Sohn habe ihn gedeckt), dein Sohn zumindest einmal mit einer Verwarnung rechnen muss (die allerdings keine Aktenvermerke als Folge hat).

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@Neome

Alles klar! Ich gebe dir da absolut Recht, hoffen wir einfach, dass sein Kumpel bei der Wahrheit bleibt.

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Wenn dein Sohn über 14 Jahre alt, also strafmündig ist, wird er möglicher Weise wegen Mittäterschaft oder wegen des Nichtverhinderns einer Straftat (weil er ja Bescheid wußte) eine kleine Jugendstrafe bekommen. Das können ein paar Sozialstunden im Altenheim oder ähnliches sein. Mit ziemlicher Sicherheit werden beide Jungs in diesem Geschäft Hausverbot bekommen. Dass dein Sohn ganz straflos davonkommt, glaube ich (je nach Alter) nicht, da er ja offensichtlich wußte, was der Kumpel da vor hatte.

Aber eins ist hoffentlich sicher: Die Jungs machen das nie wieder, wenn sie schon erwischt wurden. Das wird ihnen sicher eine Lehre sein.

Nichtverhindern einer Straftat? Wo finde ich das denn im StGB?

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@LondonerNebel

Unter diesem Begriff vermutlich garnicht. Ich weiß das Wort im Moment nicht ;o) . Anstatt dich aufzuregen, kannst du ja das richtige hinschreiben, wenn du es weißt. Mitwisserschaft? So besser? Auf jeden Fall hat der Junge diese Straftat wissentlich nicht verhindert. Er hätte seinen Freund davon abhalten können, hat es aber nicht getan!

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@polarbaer64

Hätte er auch nicht müssen... Es gibt keine strafrechtliche Verfolgung einer sogenannten "Mitwisserschaft".

Was es gibt, ist eine unterlassene Hilfeleistung (§323c StGB), aber keine unterlassene Anzeige ;-)

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@Neome

Naja, es gäbe zur Not den § 138 StGB, aber die in Frage kommenden Tatbestände sind meilenweit vom Ladendiebstahl entfernt... ;-)

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Unter 21 gibt es höchstens ein paar Sozialstunden, weil er davon wusste. Wenn er offiziell nichts angegeben hat, sein Freund die volle Schuld auf sich nimmt und der Sohn sagt das er nichts eindeutiges gesehen hat, dann bekommt er nichts. So oder so es gibt keinerlei Eintragungen in das Führungszeugnis.

Ich denke, viel wird Deinem Sohn nicht passieren. Aber er soll draus lernen, daß er auch ganz schnell mit drinstecken könnte, wenn er nicht aufpaßt. In Zukunft sollte er sich da ganz klar abgrenzen und notfalls sofort aus dem Laden gehen, wenn er seinen Kumpel nicht verpfeifen will. Und vielleicht überlegt er sich mal, ob so jemand ihm denn ein guter Freund ist...

wenn das stimmt was dein sohn behauptet, dann hat er keine strafe zu befürchten, selbst ein hausverbot wäre dann nicht durch zu setzen. hat die kamera aber etwas anderes gefilmt, dann wäre es gemeinschaftlicher diebstahl. aber bei einen ersttäter ist auch hier nicht viel an strafen zu erwarten, da jedes kind einmal den versuchungen erlegen kann.....

Erst einmal sei froh, dass sich Dein Sohn Dir anvertraut hat.

Du solltest ihm erklären, dass Du den Umgang mit diesem "Freund" nicht wünscht, weil er einen kriminellen Einfluss ausübt.

Das weitere Verhalten Deines Sohnes sollte dann Deine weiteren Maßnahmen bestimmen (ist er einsichtig oder nicht?)

Da er nicht direkt beteiligt war vermutlich nur Hausverbot vom Geschäft...

wenn bei deinem sohn nichts gefunden wurde und der andere die schuld auf sich nimmt (wäre ja unverschämt, wenn er es nicht täte), muss er normalerweise nichts befürchten. er kann ja nichts dafür, dass er "zufällig" anwesend war, als sein freund die sachen klaute...

Stimmt nicht, der Sohn wusste vom Diebstahl und ist somit von vorneherein erst einmal "Mitwissender" und somit auch beteiligt.

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@Neome

niemand hat beweise, dass er vom diebstahl wusste. er sagte lediglich er "ahnte", das etwas nicht stimmte.

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Er hat weder was geklaut, noch ist er geflüchtet. Ich wüsste nicht was ihn da erwarten sollte. Da passiert nix. Wenn dann soll er einfach sagen, dass er davon nix mitbekommen hat. Es war ja nicht mal Beihilfe.

Was hat das mit flüchten zu tun?

Und was ihn da erwarten sollte? Je nachdem, wie die Geschichte des Freundes ausfällt, im schlechtesten Fall die gleiche Strafe wie den Freund... meine Güte.

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Wie alt ist dein Sohn und welche Aussage hat er offiziell getroffen (Wusste er offiziell davon?)

Er ist 17, bisher straffrei. Bisher gab es keine offizielle Aussage, da kein Polizei vorhanden war!

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@paaasi

Wird noch kommen, dauert maximal 1-2 Wochen, bis die Vorladung im Briefkasten ist.

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@Neome

Dennoch, gilt es dann als offziell was er dem Detektiv sagte?

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@Saromon

Ist gar nicht wahr, wieso erzählst du so etwas?

Nein, die Aussage gegenüber einem Ladendetektiv zählt NICHT als Aussage.

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@Neome

Nicht als polizeiliche Aussage, der Detektiv könnte aber dennoch weitergeben was der Junge gesagt hat... Natürlich muss er sich selbst nochmal äußern ist dann eher ne glaubwüridgkeitsfrage wenn man seine Aussage auf einmal ändert.

Da er noch <18 ist und nur "mitwisser" wird aber ohnehin nichts weiter auf ihn zu kommen.

Geht ja auch nicht gerade um Mord.

Evtl. Hausverbot wobei das wenn dann sofort ausgesprochen wird/wurde.

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Ey,

das dürfte ausgehen wie das Hornberger Schießen, wenn Dein Sohn sagt von nix gewusst zu haben, und der Kumpel das bestätigt, und darüberhinaus bei Deinem Sohn kein Diebesgut gefunden wurde, dann können die dem gar nix!

lg

Stammtischgebabbel. Nicht fundiert, ins Blaue geraten und einfach falsch.

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Dein Sohn hätte zwar eingreifen können, es aber nicht müssen! Außerdem gibt es keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass er an dem Diebstahl beteiligt war. Auch eine passive Kenntnis des Diebstahls wird man Deinem Sohn nicht nachweisen können, zumal er wie schon gesagt selbst dann nicht verpflichtet ist, seinen Kumpel zu "verpetzen"... Ergo passiert nichts.

Ist halt auch nur geraten... je nachdem, was Kameras gefilmt haben, kann er den eigentlichen Täter gedeckt haben. Die simple Beteuerung, er habe damit nichts zu tun, wird die Polizei sicher nicht unüberprüft lassen ;-)

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@Neome

Es ist aber sehr auffällig, dass sein Kumpel ihn rief und er sich vor seinen Kumpel stellte, als dieser etwas einsteckte. Nur er beteuerte, dass er ihn dabei nicht beobachtete, was die Kameras wohl auch belegen werden.

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@Neome

@ Neome: Du solltest bei Wirtschaftsrecht bleiben, Strafrecht ist nicht Deins...

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@LondonerNebel

@LondonerNebel Sicherlich glaube ich meinem Sohn nicht alles auf's Wort! Von daher ist dieser Kommentar sinnvoll. Wird die Polizei also die Videobänder überprüfen?

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@LondonerNebel

In Strafrecht war ich Zeit meines Studiums sehr gut, nicht überheblich werden ;-)

Ehrlich gesagt, finde ich dein Statement eher ein bisschen unfundiert. Du weisst, wie eine Ermittlung funktioniert, nehme ich an, daher solltest du doch sehr wohl erstmal bedenken, dass der Sohn im Verdacht steht. Schlicht und einfach. Und dahingehend wird auch erst einmal ermittelt. Da hat es wenig Einfluss, ob der Sohn eingegriffen hat oder nicht. Dass er es nicht getan hat, spricht jetzt nicht unbedingt gegen ihn, aber halt auf gar keinen Fall für ihn.

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@paaasi

Möglich. Aber selbst wenn, Deinem Sohn müsste, um eine Mittäterschaft zu begründen, zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass er den Diebstahl aktiv unterstützt hat. Das reine Zuschauen dabei genügt für diesen Tatvorwurf nicht.

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@paaasi

Keine Ahnung, ob sie die Bänder überprüfen. Ist sicherlich nicht unmöglich. Bei einer klaren Aussage beider jungen Leute vielleicht nicht, könnte aber auch sein, dass sie das schon gemacht haben (routinemäßig). Was auch sein könnte, ist, dass der Ladeninhaber die Bänder angeschaut hat und dann entscheidet, ob sie aufschlussreich sind bzw. je nach Aussagen der beiden Leute freigibt oder nicht.

Fazit: Ich weiß es nicht :-)

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@Neome

Na also, genau darauf wollte ich hinaus! Die Beteiligung müsste ihm durch die Ermittlungen zweifelsfrei nachgewiesen werden, und wenn der "Kumpel" ihn nicht belastet, sehe ich kaum eine Chance dieses Nachweises. Damit wäre Sohnemann aus dem Schneider, und um mehr geht es doch nicht...

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@Neome

Es ist nunmal so, dass das momentan niemand weiß. Er hat seinen Kumpel dabei nicht aktiv unterstützt und war scheinbar auch bemüht, ihn dabei nicht zu beobachten da er ja eine Ahnung hatte (wir vergessen den letzteren Teil besser). Komisch, dass der Detektiv dennoch eine Anzeige stellt? Schließlich behauptet er ja, mein Sohn wäre Mittäter, da er sich vor seinen Kumpel stellte.

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@LondonerNebel

Na na na... mich für meine Strafrechtskenntnisse verurteilen und dann SO ETWAS schreiben? Das hab ich ja gern...

Für eine Mittäterschaft muss u.a. das Verhalten des Sohnes SCHLICHT UND ERGREIFEND eine Ursache für den Deliktserfolg, hier: den Diebstahl, dargestellt haben. Da genügt das simple "sich schützend vor jemanden stellen" voll und ganz.

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@paaasi

Dass er die Anzeige gegen beide stellt, ist seine Pflicht und ganz normal.

Und wenn der Freund deinem Sohn die Beteiligung abspricht, ist sowieso alles geklärt und dein Sohn ist raus. Wenn der Freund sagt, dein Sohn war beteiligt, wird ermittelt und dann kann, wie ich schon unten irgendwo geschrieben habe, unter Umständen eine kleine Strafe für deinen Sohn herausspringen. Ich sage dazu, dass ich das für unwahrscheinlich halte. Aber es ist nicht unmöglich.

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@paaasi

Vergiss den Detektiv, der bekommt wahrscheinlich vom Kaufhaus eine Provision für jede Anzeige. Wenn Du wüsstest, wie miserabel diese Leute oftmals "ausgebildet" sind...

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@LondonerNebel

@LondonerNebel & Neome Vielen Dank für eure Antworten, beide waren sehr hilfreich!

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@Neome

@ Neome: Ich wollte es nicht so kompliziert formulieren. Im Kern kommt es aber primär darauf an, ob das Davorstellen bewusst zur Deckung des Diebstahls geschah oder nur weil der Freund gerufen hatte. Und damit landen wir wieder bei der Beweisbarkeit des bewussten Handelns...

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@LondonerNebel

Überleg doch mal, wie du das auslegen würdest, wenn du es beobachtest. Also ich würde zumindest in beide Richtungen fragen...

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@Neome

Tammtischgebabbel, das meinst Du, Du Besserwisser!

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abwarten ,kommt ja auch darauf an ob der andere bei seiner aussage bleibt

mach dir keine sorgen das wird nicht zu anzeige kommen und wenn doch kommt dein sohn zu 90% ohne strafe davon

Das wird sehr wohl zur Anzeige kommen, was erzählst du da bitte?

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@Neome

das erste mal wird meistens eingestellt und der sohn hat nichts gemacht

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@robers946

Der Sohn war dabei, er wusste davon und wenn du das erste Mal jemanden umbringst, schwer verletzt, vergewaltigst, als Geisel nimmst, einen kompletten Laden zerstörst, oder ähnliches, wird das dann auch meistens eingestellt?

Au au au...

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@Neome

die rede war von ladendiebstahl ( noch nichtmal) und nicht von mord, körperverletzung oder randalismus

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also ich denke schon, dass ihn was erwartet wegen mitwissenheit

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