Sohn (22) arbeitslos hängt nur zu Hause rum

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7 Antworten

Hallo, ich kann Dich gut verstehen, da ich in einer ähnlichen Situation bin. Mein Sohn (23) hat 2 Ausbildungen abgebrochen und hat jetzt eine 3 Ausbildung an einer privaten Schule. Ich versuche Alles, damit er diese Ausbildung zu Ende bringt, aber er geht dann manchmal einige Tage einfach nicht hin. Er gaukelt mir vor, es wäre alles schön und erzählt mir auch, was er in der Schule erlebt hat (- wo er aber nicht ankam). Er kommt auch "pünktlich" wieder nach Hause. Er lebt unter der Woche bei mir und am WE in seiner eigenen Wohnung. Es sagt sich für Außenstehende sehr leicht, dass man ihn ins kalte Wasser schubsen, den Stuhl vor die Tür stellen, ihm ein Ultimatum setzen soll etc. - man ist und bleibt MUTTER. Ich möchte nicht, das mein Sohn völlig abstürzt, in falsche Kreise kommt oder vielleicht unter der Brücke schlafen muss. Ich habe jetzt aber beschlossen, beim Jugendamt um Rat zu fragen und einen engeren Kontakt zur Schule zu halten. Außerdem spiele ich mit dem Gedanken einen Psychologen hinzuzuziehen. Ich hoffe immer noch, dass er bald "erwachsen" wird.

Manchmal hat soetwas auch tiefere Hintergründe als man glaubt, zb eine anschleichende Depression. Mir erging es auch mal so und niemand konnte verstehen, wieso ich einfach nicht arbeiten gehen konnte. Ich KONNTE es aber nicht! Ich hätte es niemals ausgehalten 8-9 Std irgendwo zu arbeiten.

Ist dein Sohn sonst auch anders als gewöhnlich?

Ob er noch kifft, kannst du ja gut daran erkennen wie er sich verhält... Und eventuell auch an seinen Augen, bei vielen werden diese nämlich dann rot. Du solltest ihm das aber auch nicht einfach so an den Kopf werden "Junge, warum machst du sowas nur?" Irgendwann schaltet er dann einfach komplett ab & es interessiert ihn gar nicht mehr was du sagst, es kommt nichts mehr an ihn ran.

Versuch vernünftig mit ihm zu sprechen und deinen Ansatz finde ich schon ganz okay, dass du ihm sagst er bekommt das Geld nicht eher, bis er wieder was tut. Aber wie gesagt, es kann auch einfach sein dass ihm dass auch egal ist und wenn man das so sieht: Er kann sich das Geld auch woanders holen, wenn er es dringend braucht, zb durch Drogen verdienen & so gerät er auch in falsche Kreise. Manchmal kann man auch als Mutter einfach nicht viel machen, wir können unsere Kinder immer wieder motivieren & für sie da sein, aber aufstehen & gehen müssen sie schon ganz alleine....

Liebe Grüße

(sein Vater hat sich nie sonderlich um ihn gekümmert, wohnt 800 km weit weg, leben getrennt seit er 7 Jahre alt ist.)

Na mit deinem kümmern hielt sich ja auch wohl in Grenzen...nicht wahr?

Es bestand wohl darin, ihm die Hand vor den Ars.. zu halten und ihm den Weg freizuräumen....

Werde endlich erwachsen und ermögliche ihm, es auch zu werden. Du bist nicht sein Babysitter. Er hat ne abgeschlossene Berufsausbildung...also raus mit ihm. Hotel Mama ist zu!

Linda207 30.03.2012, 15:49

Danke für deine Antwort, aber ich denke man kann sich auch anders ausdrücken!!

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user1245 30.03.2012, 16:27
@Linda207

Sicher kann man...aber hat es bisher bei dir gewirkt?

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Mama Hotel ist doch so einfach.stell Ihm ein Ultimatum ,entweder du kommst für dein Leben auf,oder im Nächsten Monat hat er kein Platz mehr in deinem Leben.Essen und Getränke sind nur in Magerer menge vorhanden ,nur bei einem Erfolg mit Arbeit ist mit dir noch zu Reden.Wenn er keine Einsicht zeigt,soll er auch die Konsequenzen tragen. Mit Ihm unter einem Dach zu Leben ist nicht mehr Möglich.

Du musst mit ihm reden. Er muss es begreifen, dass er nicht so weiterleben kann!

Er ist 22 Jahre alt, erwachsen genug um arbeiten gehen zu können. Setz dich mit ihm zusammen und sucht gemeinsam einen Job. Sag ihm, wenn er sich einen Job sucht, kann er weiter bei dir wohnen. Ansonsten müsste er sich selber ne Wohnung suchen und dann wird er schon merken, dass er mit 180€ nicht weit kommt. Sag ihm, jetzt ist die Zeit, was aus seinem Leben noch zu machen. Möchte er später keine Frau haben? Keine Kinder? Keine Familie halt? So wird er auf jeden Fall keine Familie bekommen... ohne Geld, ohne Job, ohne richtige Lebenseinstellung....

Du musst dich durch setzen. Es ist schwer, aber du kannst es schaffen. Setze ihm Fristen und rede mit ihm, was er genau will, bzw. was er sich genau vorstellt.

Setz ihm ne Frist, bis dann dund dann muss er a) ne Ausbildung machen, die ihm gefällt und b) ausgezogen sein! Sonst wirf ihn gnadenlos raus, sonst rafft ers einfach nicht!

Linda207 30.03.2012, 15:57

Hallo Riccianni,

das mit dem Frist setzen finde ich gut. Ziehe das ja mit dem Geld gerade schon durch und werde ihm jetzt auch ein Ultimatum mit einem Job und dem Auszug setzen.

Hab' halt Angst, dass er, wenn ich ihn vor die Tür setzen würde, in schlechte Kreise kommt (aber genau das weiß er natürlich auch und denkt, dass ich ihn schon immer auffange, wie immer in seinem Leben). Ich wollte immer den fehlenden Vater ausgleichen und alles doppelt gut machen - ist das jetzt das Ergebnis? irgendwie versucht man immer sein Bestes... Vielleicht hat auch wirklich manchmal das harte Wort eines Mannes gefehlt, aber das lässt sich nun auch nicht mehr ändern.

Kann nur besser werden - wäre einfacher, wenn es nicht die eigenen Kinder wären...

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Riccianni 12.04.2012, 17:49
@Linda207

Ja klar, ich verstehe deinen Punkt völlig. Es ist schwer, das richtige Maß an Strenge zu finden. Trotz dem muss man mal kosequent werden. Das wird schwieriger, je älter die Kinder werden und noch schwieriger, wenn sie das nie wirklich kennengelernt haben, aber irgendwann müssen sie lernen, wie die Realität aussieht. Du musst ihn nicht wirklich auf die Straße setzen, du kannst ihm auch wenn er denn mal ne Ausbildung hat, ne Wohnung anmieten und ihn zwangsumsiedeln. Natürlich ist es richtig, dass er immer zu dir kommen kann, wenn er Probleme hat, aber mit 22 sollte er schonmal versuchen, auf eigenen Beinen zu stehen und dann wird er sehen, dass das gar nicht so schlimm ist, ne eigene Wohnung zu haben. ;-)

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tür auf, kick ihn raus und tür zu. möge er zusehen wie er klar kommt.

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