Smart for two 453 (71PS) und VW Golf 7 Facelift 1,0l (85) Vergleich?

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2 Antworten

Also der Durchzug wird sicher um einiges besser sein, denn der Golf hat sein maximales Drehmoment, das fast doppelt so groß ist, bereits bei 2000 U/min, während es der Smart bei 4.500 hatte. Das zeigt auch der Beschleunigungswert der um 1,5 Sekunden von 0-100 besser ist.

Also... Ich bin letztens einen Golf 7 1,2l TSI mit 85 PS gefahren, kein Modell nach dem Facelift, logischerweise. Den Smart for two 453 (71 PS) hatte ich auch schonmal testweise. Die 200ml mehr Hubraum im Vergleich zu deinem 1l sollten jetzt beim Golf keinen großen Unterschied machen.

Meine Bewertung könnte leicht subjektiv ausfallen, da ich sonst mit einem C 350 CDI (231 PS) unterwegs bin. Dementsprechend war ich von den beiden "Testwagen" ein wenig verwirrt, allein schon weil ich Benziner nicht gewohnt bin. Dazu muss ich auch sagen, dass ich viel Autobahn fahre. Ich bin es gewohnt beim Beschleunigen nicht gleich auf 4500 Umdrehungen kommen zu wollen, da ein Diesel ja eher im unteren Drehzahlbereich sein maximales Drehmoment hat. Beim Benziner hingegen passiert eher oben was, womit ich erstmal nicht so gut klarkomme, weil man dauernd runterschalten muss. Würde ich hauptsächlich Stadt fahren, käme ich auch nicht auf die Idee mir einen 3,5l Diesel zu kaufen.

Was Fahrkomfort angeht sollte der Golf auf jeden Fall eine Verbesserung sein. Der Smart hängt teilweise ziemlich bescheuert in Kurven und man merkt doch deutlich die geringe Größe. Vor allem die Straßenlage wird bei hohen Geschwindigkeiten sehr schwammig.

Als ich auf die Autobahn bin musste ich auch lange nach dem Turbo suchen, das ist ja schon fast ein Turboabgrund. Nach ca. 1 Stunde beschleunigen kam ich dann auf die 150 km/h, der Tacho geht ja gerade mal bis 160 km/h. Vom Turbo beim Golf war ich dagegen sogar recht positiv überrascht, kommt relativ zeitig und hat schön Kraft (für die Leistungsklasse). Nach wieder sehr langem Beschleunigen habe ich es auf atemberaubende 185 km/h geschafft. Das hat ca. 2 Minuten gedauert und fühlte sich an wie 300 km/h.

Die Schaltungen beider Autos sagten mir relativ wenig zu, beim Smart viel zu hakelig, beim Golf viel zu leichtgängig. Aber über die Getriebe selber kann man sich eigentlich nicht beschweren. Zumindest beim vormopf Golf waren es noch 5 Gänge, wie beim Smart.

Was die Spritzigkeit angeht... Also mangels Hubraum sind beide ohne Turbo nicht wirklich spritzig, mit Turbo teilweise schon. Aber immerhin kommt der Turbo beim Golf auch schon bei unter 5000 Umdrehungen. Insofern kann man den Golf schon "spritzig" fahren, wenn man sich ein bisschen mühe gibt. Heißt, beim Beschleunigen immer runterschalten und gucken wie es mit dem Turbo aussieht, wirklich vorsichtig darf man mit dem Gas aber nicht sein, sonst passiert kaum was. Bei über 100 km/h merkst du vom Turbo aber auch beim Golf kaum noch was. Nur wenn du kaum Autobahn färst, sollte ja die 120-220 km/h Zeit nicht so entscheidend sein. Von 0-100 km/h ist der Golf mit rund 10 Sekunden etwa 5 Sekunden schneller als der Smart.

Also im Vergelich zum Smart sollte der Golf auf keinen Fall eine Verschlechterung sein, er ist rundum zumindest ein bisschen mobiler. Als Stadtauto durchaus brauchbar, Landstaße und Autobahn würde ich mir nicht nochmal antun wollen.

Fährt man solche Zumutungen wirklich freiwillig? 1l mit 85PS, wielange soll sowas halten 100tkm?

Wenn schon 1.3l mit 86PS drehorgeln sind und defakto langsamer in die Kontakte kommen als 1.6er mit 84PS will ich sowas mit 1l doch garnicht erst in Erwägung ziehen. Aber irgendwie hängt die breite Masse auch blind im Mainstream fest anstatt sich mal etwas umzuschauen. Müsste ich nen Neuwagen kaufen in der Größe vom Golf wäre ich wohl direkt beim 1.6l Auris von Toyota, die haben immerhin noch das Potential die 300tkm zu packen. Für das Geld was son Golf kostet könnte man sich allerdings auch gleich nen großen Avensis Kombi hinstellen.........

Unter Stadtflitzer versteh ich allerdings auch eher was ganz anderes, 75PS 1,3l und 650-700kg Leergewicht fahrbar mit 5l inner Stadt. Bei bedarf is der dann immerhin auch mal mit 170-190 auf der Autobahn unterwegs.Das größte Problem der heutigen Autos is einfach die Masse die mitgeschleppt werden muss, daher gibs beim Verbrauch auch keinerlei Verbesserung in den letzten 30 Jahren zu beobachten (Hybrid lass ich mal außen vor).

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@NX7800

Da kann ich dir nur zustimmen. Zum Golf und zu VW selber hab ich jetzt absichtlich nichts gesagt, da er das Auto ja anscheinend mehr oder weniger schon hat.

Über die Haltbarkeit denke ich bei den ganzen 990ml 3-Zylinder Turbos gar nicht mehr nach. Ein Bekannter hat sich vor 3 Jahren einen Ford Fiesta 1l, 105 PS (oder 115...), 3-Zylinder Turbo gekauft. Das ganze Konstrukt hat 102.000 km gehalten, dann war der Turbo im Eimer. Außerdem ging ab 80.000 km jeden Monat mindestens eine Zylinderkopfdichtung flöten. Und dieser 1l Ford Motor wird noch als einer der "Besten" bezeichnet. Keine Ahnung wie es da bei VW aussieht.

Ich würde diese Dinger auch keinesfalls als Stadtflitzer bezeichnen, nur versuche ich mich immer in den "mainstream Ottonormalverbraucher" hineinzuversetzen. Vermutlich wird denen nicht schlecht wenn sie "3-Zylinder" und "990ml" in Verbindung mit "Motor" hören.

Und dass das P/L Verhältniss von VW zum schreien ist, ist ja keine neue Erscheinung. Ich komme tatsächlich auch oft auf Toyota zurück. Zumindest wenn es um Sachen bis Größe unter 3er BMW oder C-Klasse geht.

Meine C-Klasse (Diesel) ist jetzt 8 Jahre alt, hat 1,3 Mio Kilometer runter und läuft perfekt. Und den habe ich damals noch nicht einmal neu gekauft. Gute alte Zeiten... obwohl man auch heute noch Autos mit guten Motoren kaufen kann.

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