Slitfoil Gold Cap Elektrolytkondensatoren mit 15.000 μF gesucht!

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4 Antworten

Oh, je... Hoffentlich haben Sie den Ratschlag der Beantworter nicht befolgt. Und nebenbei, hoffentlich haben Sie die Kondansatoren überhaupt nicht getauscht. Wenn da nix ausläuft, was selten ist, halten die sehr sehr lange, meine in einem Exposure 10 sind über 20 Jahre alt.  Wenn Sie gegen Conrad-Standardware getauscht haben, haben Sie aus einem guten Hifigerät ein sehr mittelmäßiges gemacht. Wie viele Engländer aus der Zeit hat Mission i.d.R. nur sehr gute Kondensatoren an wichtigen Stellen verwendet, dazu gehören die Slit-Foil-Kondensatoren von BHC. Die wurden auch bei den teuersten Geräten von Naim, Exposure etc. verwendet. Immer noch -auch heute- klanglich Top of the Pops.... Die sind schon immer teuer gewesen, haben einen niedrigen ESR, durch die geschlitzte Folie wenig interne Wirbelströme, was einige Konstruktive Nachteile der (geometrisch gesehen) Grosskondensatoren kompensiert. Www.schuro.de / Kassel bietet noch Restposten an. Ob nun 10.000, 15.000 oder 20.000 μF ist schon fast Ansichtssache, Einbaumasse sollten halt stimmen. 

Agitatio 10.12.2016, 13:16

Endlich ein wirklich brauchbarer Hinweis. :-)

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Ich weiß, du willst das jetzt nicht hören, aber ich rate dir zu einem Standard Elko mit 15000uF von Conrad.

GoldCap ist ein Markenname für Doppelschichtkondensatoren. Ihre besondere Eigenschaft liegt darin, dass sie große Kapazitäten bei kleinen Bauformen haben. Aber sie haben auch viele Nachteile, insbesondere ein stark nichtlineares Verhalten beim Laden/entladen. Mit "tollen akustischen Eigenschaften" hat das nichts zu tun.

Inzwischen ist die Technik ein Stück weiter, und man kann 15000uF auch schon mit Elkos realisieren, die besagte Nachteile nicht haben. Hätten die Ingenieure damals solche Elkos zur Verfügung gehabt, sie wären nicht auf Doppelschichtkondensatoren ausgewichen.

Bernte 04.12.2011, 15:21

Ich glaube, das Datenblatt eines baugleichen Kondensators zum Original gefunden zu haben: http://www.dnm.co.uk/datasheets/ALP20S1009DD.pdf Der ESR ist etwa so groß wie beim Elko. Er hat jedoch fünf Pins statt zwei. Drei davon sind nur Dummies. Du müsstest also beim verlöten auf korrekte Polung und mechanische Stabilität achten.

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du kannst auch Kondensatoren mit mehr Kapazität nehmen die sollten bloß mindestens die selbe Spannung vertragen können aber auch mehr vertragen ...

zB. = www.ebay.de/itm/230698286008?ru=

oder wie viel Volt hat der alte ?

Agitatio 03.12.2011, 00:05

Sorry, ich hatte die Voltzahl vergessen: 50V. Allerdings handelt es sich um einen erstklassigen Verstärker mit Phonostufe. Irgendeinen X-beliegigen Elko kann ich dort nicht verbauen, da es auf die klanglichen Eigenschaften ankommt.

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treki 03.12.2011, 03:48
@Agitatio

Die Kapazität MUSS stimmen. Die Voltzahl nicht (einfach nur grösser oder gleich). Beim Kondensator handelt es sich um eine Kapazität, nicht um eine Röhre!

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derEuml 03.12.2011, 10:59
@treki

das kommt darauf an wo der Elko verbaut wird und bei solchen Kapazitäten sind wir fast immer beim Netzteil und da muss die eben nicht stimmen ...

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Bernte 03.12.2011, 12:48

Dem würde ich mich anschließen. Der kondensator ist doch bestimmt im Netzteil, hinter den Gleichrichterdioden, oder? Wenn ja, schadet eine größere Kapazität nicht, ganz im Gegenteil.

Gleiches gilt, wenn er sich im Signalpfad zwischen zwei Verstärkerstufen befindet. Dann soll er nur Gleichstrom unterbinden, und kann ebenfalls gar nicht groß genug sein.

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Agitatio 03.12.2011, 17:19
@Bernte

Hallo Leute,

es geht mir nicht um einen simplen Elko mit 10μF, sondern um einen hochwertigen GOLD CAP SLITFOIL mit 15.000μF und 50V, der speziell für Audioschaltkreise entwickelt wurde. Daß die Voltzahl meinetwegen 100V betragen kann, aber die 50V nicht unterschreiten kann, das ist mir völlig klar und ist hier gar nicht das Thema.

Meine Frage lautet: Wo kriege ich das gesuchte Bauteil her? Bitte keine Vorschläge mit Conrad-Elektronik oder sowas in der Art machen. Dort gibt es solche Bauteile nicht.

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derEuml 03.12.2011, 18:28
@Agitatio

solche Bauteil im Netzteil sind Augenwischerei bringen dir da klanglich gar nichts ...

wenn dann nimm 1000 uF und dann gleich 15 Stück oder mehr den diese haben zusammen einen geringeren Widerstand als ein großer und können sich schneller entladen ... auch wenn Hersteller gerne mit solchen Sachen auf besonders machen gegen die 15 kleinen sieht der kein Land egal in welchem Bereich ...

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Agitatio 04.12.2011, 23:31
@derEuml

Erstmal sorry, denn ich habe GOLD CAP geschrieben. Es sollte aber SLIT-FOIL heissen. Siehe z.B. hier http://www.schuro.de/slit-foil-kondensatoren.htm.

SLIT-FOIL Elkos haben besondere Eigenschaften und werden deshalb u.a. auch in High End Verstärkern verbaut - und das aus gutem Grund. Ich restauriere schon eine ganze Weile britische Hifi-Verstärker aus den achtziger Jahren und weiß daher genau, daß man mit 0815 Standard-Bauteilen im Audioschaltkreis nicht weit kommt. Selbst sehr gute FOLKOS von WIMA führen manchmal zu einem verzerrten und irgendwie überzeichnetem Klangbild. Tauscht man diese Bauteile gegen Audio-Elkos von beispielsweise NICHICON aus, dann ist das deutlich und sehr positiv hörbar.

Mein Problem sind diese verfixten 15.000 μF. Wo kriege ich die Teile bloß her?

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derEuml 05.12.2011, 07:09
@Agitatio

noch mal solche Kapazitäten hast du im Netzteil und diese sind nicht für das Signal verantwortlich sondern zu Sicherstellung der Versorgung und der Pufferung insbesondere der des 50Hz Wechselstroms

die müssen sich nur schnell Laden und Entladen je schneller um so besser

das kannst du mit zB. solchen Elkos erreichen oder mehrere Verwenden, wobei das wiederum aufwendiger ist zu verarbeiten

die Elkos bekommen also keinen Ton sonder nur einen schwankenden Gleichstrom aus Trafo und Gleichrichter(n) und haben nur die Aufgabe diese Schwankungen zu Puffern das ein möglich gleichmäßiger Gleichstrom am Verstärker anliegt

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Es handelt sich ja um einen Oldie. Jeder Elko >50v 10 mF der irgendwie passt wird den alten übertreffen. Der Fortschritt lässt grüssen.

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