Wie kann ich meinen online abgeschlossenen Sky Vertrag widerrufen?

5 Antworten

zu 1.:

Die Vorschriften aus §§ 312b, 312d und 355 BGB über den Fernabsatz sind selbstverständlich auch auf Telekommunikationsverträge anwendbar.

Sie beginnen ab Belehrung über dieses Recht sowie Vorlage der Angaben über Laufzeit, Kündigungsrechte, Preisgestaltung und Angaben zum Vertragspartner, die als Pflichtangaben gem. § 43a TKG dem Kunden zur Verfügung gestellt werden müssen.

zu 2.:

Ja, hier kann ein Ersatzanspruch bestehen.

G imager761

Die Widerrufsfrist kann frühestens mit Zusendung der Ware beginnen (§356 Abs.2 BGB)

Theoretisch kann man dir eine angemessene Pauschale für die Aktivierung in Rechnung stellen, diese wird aber oft zu hoch angesetzt.

Ich fürchte, du hast dein Widerrufsrecht verwirkt. In 356 BGB Absatz 4: "Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen auch dann, wenn der Unternehmer die Dienstleistung vollständig erbracht hat..."

Sky hat seinen Vertrag erfüllt, es hat dir Zugang zu seiner Dienstleistung, sprich Programm gegeben und du hast es ja bereits benutzt, auch wenn es nur eine Stunde war. Soweit ich weiß, kann Sky erkennen, ob du mit deiner Karte und dieser Seriennummer bereits ein Programm geschaut hast.

Ich sehe daher kein Recht auf Widerruf, den hättest du vorher einreichen müssen.

Sky hat seinen Vertrag erfüllt

Wie soll das gehen, wenn es sich um ein zweijähriges Abo handelt?

Zudem müsste auch geprüft werden, ob die ausdrückliche Zustimmung des Fragestellers vorliegt

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@franneck1989

Ich habe die AGB und Widerrufsbelehrung von Sky nicht mehr genau im Kopf, aber kann mich erinnern, dass da eine Klauseln drin war, die im Einklang mit den obigen Paragrafen steht: 

"Das Widerrufsrecht erlischt auch dann, wenn... mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hat und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Unternehmer verliert."

Mein Bekannter hat Sky und da war genau so eine Klauseln drin, ob die heute noch drin ist, kann ich dir nicht auf Anhieb sagen, kann es mir aber sehr gut vorstellen.

Vollständig erfüllt interpretiere ich so, dass Sky Zugang zu seinem Programm gewährt und nicht mit Ablauf der 2 Jahre.

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@franneck1989

Mit den AGB meine ich damit, dass sie genau die Klauseln vom BGB übernommen haben und eben nicht abweichend ist.

Was nun das Widerrufsrecht selbst angeht: Klar ich bin auch Verbraucher und stehe auf deiner Seite bzw. der Verbraucherzentrale, nur ich habe das dumpfe Gefühl, ein Richter wird unsere Argumentation nicht so ganz folgen. Selbst wenn er unsere folgt, ergibt sich dann das nächste "Schlachtfeld" und das wird Wertersatz sein. Wie hoch darf der sein, da der Verbraucher ja bis 14 Tage das Programm sehen konnte.

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Entscheidend ist, WANN Du den Vertrag abgeschlossen hast und WANN Du danach kündigst.

Innerhalb der Widerrufszeit kannst Du kündigen, ist diese Zeit verstrichen gelten die normalen Kündigungsfristen von Sky.

Entscheidend ist, WANN Du den Vertrag abgeschlossen hast

Nee, entscheidend ist wann er Ware und Widerrufsbelehrung erhalten hat, siehe §356 BGB

WANN Du danach kündigst. 

Ein Widerruf ist keine Kündigung

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sobald du die Unterlagen mit den AGB´s zur Einsicht hast. Meist sind es 14 Tage. 

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