Sinnlosigkeit am Leben? Depressionen?

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5 Antworten

Ich bin kein Experte auf diesen Gebieten.. und ich kenne keine konkreten Antworten auf deine Fragen..

Allerdings finde ich, dass man, wenn man sich bereits an eben einem solchen Tiefpunkt befindet, dass man die eigenen Möglichkeiten als derart eingeschränkt ansieht und das Leben nur aus Sackgassen zu bestehen scheint, sich vor allem Gedanken über zwei Dinge machen möge, nämlich zum einen, was die Ursache dafür ist, dass man bis dahin weggerutscht ist und warum einem dies nun die Illusion vermittelt, keine Auswege mehr sehen zu können, und zum anderen, warum genau man die Lage, in der man sich befindet, durchweg als etwas negatives und unabänderliches ansieht.

Diese beiden Dinge hängen eng miteinander zusammen, jedoch beschäftigt sich die eine Seite eher mit der Vergangenheit, den Wurzeln dessen, was einen geprägt hat und heute ausmacht, sowie den rationalen und irrationalen jemals auf die eigene Persönlichkeit und Gesundheit wirkenden Einflüssen (möglichst objektiv betrachtet), während sich die andere Seite eher mit der Gegenwart beschäftigt, dem Jetzt und Ist, den eigenen Gefühlen und Sichtweisen auf sich selbst und wie man mit sich umgeht, aber auch wie man mit der Welt umgeht, mit anderen Menschen, oder vielleicht ohne Menschen, aber vor allem bezüglich der Selbstwahrnehmung und dem Umgang mit dem, was die Außenwelt mit der eigenen Innenwelt anstellt, mit der Grauzone, die daraus entsteht, und den eigenen Interpretationen und Reaktionen darauf, d.h. auch inwiefern man damit auf sich selbst wirkt und sich beeinflusst.

Schließlich wird man nicht nur von anderen manipuliert, sondern manipuliert sich auch selbst, was sich wiederum in einer negativen oder aber positiven Entwicklung widerspiegeln kann. Wie du vielleicht merkst, fällt mir die Vorstellung der absoluten Extreme aus meiner Perspektive etwas schwer, weshalb ich immer versuche, in allem ein Potential für Veränderungen zu suchen. Ich denke, wenn man sich nicht darauf versteift, dass etwas grundsätzlich schlecht oder grundsätzlich gut ist (oder sein sollte), dann behält man sich eine gewisse Flexibilität und Freiheit dafür vor, jede Sache noch mal aus einem ganz individuellen, vielleicht neutraleren, vielleicht aber auch etwas schrägeren Blickwinkel zu betrachten, ohne dabei die hintergründige Skepsis gegenüber allem und jedem bis zu einem Kurzschluss aufzuheizen, und um schließlich zu einer Stellung zu finden, von der aus man selbst wiederum weitersehen kann, sei es dass man zufrieden ist, wo man ist, oder dass man die Entscheidung wieder verwirft, Hauptsache jedoch mit dem Bewusstsein, dass man an sich arbeitet. Das ist grundsätzlich nichts schlechtes, es bedeutet nur, dass man sich umentscheiden kann und dabei auch abwägen kann, ob man einen ganz individuellen Weg geht oder mit anderen einen Weg teilt. Es müssen wie gesagt keine Menschen sein, denn womit man sich beschäftigt, wobei man entspannen kann und mit welchem Aufwand man zu einem Punkt der Zufriedenheit gelangt, ist für jeden etwas anderes.

Das sind Aspekte des Lebens, die einem in dieser Form keiner abnehmen kann, es sei denn man begibt sich in absolute Abhängigkeit, denn auch dabei kann man Zufriedenheit empfinden, oder man steigt in die entgegengesetzte Richtung und akzeptiert Einsamkeit als Idealzustand, auch wenn es eine Einsamkeit innerhalb der Gesellschaft ist.

In den letzten Jahren habe ich vermehrt den Eindruck, dass sehr viele Menschen im Prinzip eine solche Einsamkeit unter Vielen leben und dass sich dabei die Gesellschaft immer weiter in zahllose Abstufungen des "Sich-Selbst-Genügens" spaltet, manche Menschen also deutlich besser mit solchen Querständen zurechtkommen als andere. Mein Hinweis darauf soll jedoch nicht bedeuten, dass eine solche Abspaltung in jedem Fall in Ordnung ist. Ich denke, dass es sowohl jedem einzelnen direkt, wie auch der Einflussgemeinschaft indirekt obliegt, jedem, der mit anderen irgendwie verbunden ist, Möglichkeiten einzuräumen, die dahin führen können, dass derjenige aufgrund seiner eigenen Entscheidungen irgendwann glücklich wird. Das Wie (oder mit Wem) und Wann (oder Wo etc) sind dabei nicht für jeden gleichermaßen wichtig, aber die allermeisten Menschen kennen darauf selber entweder keine oder ganz viele verschiedene Antworten.

Manche Menschen empfinden Freiheit als die wichtigste Basis für Zufriedenheit, und diese wiederum als Grundvoraussetzung für Glück. Sei es Freiheit von Zwängen, von konservativen Moralvorstellungen, von bestimmten anderen Menschen, von sich selbst oder den eigenen Fehlern. Je enger oder vielzähliger man diese Schlingen aber legt, desto eher können sie einen auch wieder zu Fall bringen - dann zerbricht man statt sich bloß zu formen, stolpert über die eigene Komplexität, denn ohne Zwischenschritte kommt man meistens nicht dahin wo man hin wollte.

Ein Zwischenschritt kann sein, sich selbst zu akzeptieren wie man ist und zugleich zu sehen, dass man sich auch ändern kann - gar nicht für andere, sondern nur für sich und für das Erreichen eines Zwischenzieles auf dem Weg zu größerer Zufriedenheit mit sich selbst.

Es kann so schwer werden, dass man wieder aufgeben möchte, und man benötigt vielleicht vielerlei Hilfe von außen, auf die man eigentlich teils lieber verzichtet, aber mit der ebenfalls nötigen Eigeninitiative und Geduld kann man sich meines Erachtens aus jedem Sumpf wieder stückweise hervorziehen.

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JA das Leben ergibt immer einen Sinn, manchmal früher manchmal später. Geduld muss man haben und warten bis man erkennt wo sein Platz auf der Welt ist.

Ich kann dir nicht sagen wann oder wo du deine große Liebe/deine Lebensfreude oder deine Freude findest. Das kann keiner, weil wir sind auch nur Menschen. Aber was ich dir sagen kann, ist das du alles irgendwann vorbeigeht. 

Wir Motorradfahrer haben einen Spruch: Wenns im Leben einmal schlecht läuft, bedenke: Es ist nur einmal runter und sonst nur aufwärts. (Bezieht sich auf die Gänge bei einem Motorrad)

Also Kopf hoch so schlimm ist es gar nicht!

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 02:33

Naja, in einer Depression ist man schon in einer anderen Gedanken Welt. Ich würde nicht schreiben ob ich mich überhaupt noch für das Leben entscheiden sollte, wenn es nicht so schlimm wäre. Eine Depression ist ja auch keine Phase was einfach vorbei geht. Ich mache mir sorgen wie ich auf eigenen Beinen stehen soll. Wie ich Geld verdienen soll, wenn ich ja doch immer alles abbreche.
Trotzdem ist deine Antwort sehr lieb gemeint, das weiß ich zu schätzen. Danke. :)

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 02:41

Das würde mir bei meinem Problem leider nicht helfen. :/

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Du bist noch so jung. Meine Tochter ist auch psychisch sehr labil. Sie ist  nun schon 36 Jahre alt und hat den Sinn im Leben anscheinend auch noch nicht richtig erkannt. Sie hält sich immer an den falschen Dingen auf. Vielleicht tust Du das auch. Wenn man alleine ist, ist es schwer, ich weiß das. Du solltest auf alle Fälle zum Psychotherapeuten gehen und Dich beraten lassen.Ich weiß aber aus der Erfahrung mit meiner Tochter, dass Du auf  einen  Termin bis zu einem Jahr warten musst, leider. Geh es aber trotzdem an und gehe raus ins Freie, wenn es draußen schön ist. Gib Dir einen Ruck, den brauchst Du. Gib Dich nicht einfach so auf. Viel Glück. Deine rigini

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Tja du musst dich fürs Glücklichsein  entscheiden sonst hilft dir nichts von außen. Lerne dich zu lieben und bedenke das jede  Krise eine Chance ist um dich weiterzuentwickeln.  Mach Sachen di dir Freude bereiten . Liebe dich selbst von Herzen Dan werden dich auch andere lieben. Lass dir von deinem Ego nicht sagen das alles schlecht ist und schon gar nicht du selbst. Versuch deine Gedanken zu kontrollieren lass nicht zu das sie dir vorgeben wi du dich fühlst . Die richtige Einstellung ist wichtig Dan kann man auch alles erreichen was man will. Mach dir bewusst wie schön diese Welt ist in jedem Augenblick einzigartig . Uns wurde der freie Wille gegeben zu entscheiden wie wir unser Leben wahrnehmen. Vergewissere dich das dein leben wirklich ein Schatz ist und ein guter Lehrer. 

Viel glück 

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 02:51

Nachdem was du schreibst, hast du glaube ich keine Ahnung von Depressionen. :o :/
trotzdem danke, das du helfen wolltest.

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 03:14

Das hat nichts mit vorstellen zu tun. Es ist eine Erkrankung die im Gehirn sitzt. Man muss eine tiefentherapie machen um da überhaupt rauzukommen, wegen der Trauma Bewältigung ect. :o
Man kann sich da nicht selber raus ziehen, das ist Schwachsinn.
Viele Ärzte wissen garnicht wirklich über Depressionen Bescheid.

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 03:49

Ich mag diese Schlaumeier antworten immer nicht, wenn man keine Ahnung hat. Ich würde das mal googlen, bevor du jemanden mit starken Depressionen so etwas schreibst. :( jetzt geht es mir eigentlich nur noch schlimmer.

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 12:16

Ist mir egal was du Schreibst, ich schätze ein Therapeut weiß so einige Sachen besser als du. Das du immer noch darauf rum reitest obwohl ich schreibe das, das was du hier machst mich noch mehr runterzieht. Einfach weil ich sauer werde. Irgendwann ist auch mal gut. Es sei denn man will die Person weiter fertig machen die schon am Boden liegt. Deine Antwort war nicht hilfreich und jetzt ist gut. Trotzdem danke das du geantwortet hast.

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Krass, bin auch vor kurzem jetzt 20 geworden und das, was du geschrieben hast, könnte fast von mir sein.
Mit der Familie geht's mir genauso, nur wohne ich halt noch bei denen. Jeden Tag stress etc.
Habe mein Abi abgebrochen und schon wieder versagt. Ich erreiche irgendwie nichts.
Ich bin jetzt auch seit ca. 5 Monaten oder so nur zu Hause, habe mich komplett zurückgezogen und mich von den Menschen abgekapselt.
Ich bin nun an den Punkt angelangt, wo ich überhaupt nicht mehr weiter weiß.
Traue mich aber auch nicht zum Therapeuten oder so.
SO schlecht ging's mir noch nie.
Will am liebsten alles beenden, traue mich aber nicht und will das meinen Geschwistern nicht "antun".
Und irgendwie ist da bei mir immer so n Fünkchen Hoffnung... obwohl das schon lange so geht und es irgendwie nicht besser wird.
Du stehst da mit deinen Problemen also zumindest nicht alleine da :D

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 03:51

Ja, mir geht es auch so mit der Hoffnung. :)
Aber man merkt ja trotzdem das sich nicht wirklich etwas verändert.

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Kommentar von KayneAnunk
16.02.2016, 04:01

Ja, bei mir wird's sogar alles schlimmer habe ich das Gefühl. und die Kraft selbst was zu verändern habe ich irgendwie auch nicht mehr. Es ist nicht leicht alleine aus diesem Loch rauszukommen. Irgendwann muss ich mutig werden und mir Hilfe holen. Warst du denn schon mal beim Psychologen o.ä?

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Kommentar von SchneeWhite
16.02.2016, 04:19

Ja, mit 14 würde ich in eine Klinik zwangseingewiesen. Das war aber überhaupt nicht hilfreich, im Gegenteil.

Aber vor 2 Jahren habe ich von alleine gesagt ich suche mir Hilfe. Dann war ich in einer Therapie. Das war eine tiefentherapie. Die war auch echt gut. :) mir ging es besser und ich habe das alles mehr und mehr verstanden. Ich war dann überzeugt davon das ich wieder gesund werde..
Naja.. Dann habe ich abgebrochen. Jetzt ist alles wieder genauso schlimm wie vor der Therapie. :/

Ich würde dir aber raten, versuche es mit einer Therapie. :)

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