Sinnhaftigkeit einer (Polizei-)Vollzugsklausel für Polizeianwärter?

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2 Antworten

@MNeubauer,

eine Dienstunfähigkeitsabsicherung schließt man nicht nur für die Zeit der Ausbildung ab. Diese läuft sinnvollerweise bis zur Versetzung in den Ruhestand (bei Polizeibeamten bis zum 63. Lebensjahr) bei Verwaltungsbeamten bis zum 67. Lebensjahr).

Wir müssen mal die Unterschiede der einzelnen Stufen aufzeigen:

Als Beamter auf Widerruf, wirst du grundsätzlich bei DU aus dem Polizeidienst entlassen.

Als Beamter auf Probe, kommt es darauf an aus welchem Grund du DU wirst.  Wenn die Dienstunfähigkeit z.B. auf Grund eines Dienstunfalles passiert wirst du in den Ruhestand versetzt.  Wenn die DU durch einen Freizeitunfall passiert wirst du entlassen.

Lebenszeitbeamten werden immer in den Ruhestand versetzt.

Nun die Unterschiede zwischen der DU für Verwaltungsbeamte.  Hier gibt es nur eine Prüfung ob der VN als Verwaltungsbeamter seinen Job nicht mehr ausführen kann.  Würde dann bedeuten, wenn der Polizeibeamte  keine Waffe mehr führen kann und deshalb in den Ruhestand versetzt wird oder entlassen wird, erhält er keinen Cent aus der DU.

Wenn er eine Absicherung mit der Polizeiklausel abschließt, wird die DU-Rente z.B. bei der DBV bis zum 63. Lebensjahr gezahlt, wenn er in den Ruhestand versetzt wird.

Die DBV verzichtet außerdem noch auf die konkrete Verweisung.

Bedeutet, wenn der in den Ruhestand versetzte Polizeibeamte eine Nebentätigkeit beginnt und seine Versorgungsbezüge weiterhin bekommt, leistet die DBV auch die DU-Rente.

Einige anderen Versicherer bieten dies nicht an, und würden in diesem Fall die Leistung einstellen.

Die DBV versichert keinen Waffenträger ohne die Polizeiklausel, denn dies wäre ein Beratungsfehler und könnte eingeklagt werden.

Und dir selbst würde es auch nichts bringen, wenn du heute einen Vertrag als Verwaltungsbeamter abschließen würdest und du in 2 Monaten wegen einer Verletzung der Hand (tragen von Schusswaffe ist nicht mehr möglich) aus dem Polizeidienst entlassen wirst, denn wir wären auch dann leistungsfrei und müssten z.B. deine Umschulung in einen anderen Beruf nicht finanzieren.

Gruß N.U.

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Kommentar von MNeubauer
14.08.2016, 11:11

Danke!

Das war genau die Ausführung, die ich zu finden erhofft habe.

Jetzt sehe ich ein wenig klarer und weiß eher, worauf ich zu achten habe beim Tarifvergleich!

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Frage:
offensichtlich versuchst du dich in die Materie selber einzuarbeiten. Wirst du nun POLIZEIBEAMTER oder Versicherungskaufmann?
Wenn Ersteres zutrifft dann solltest du dich mit deinen Fragen an einen fachkundigen Berater für Personenversicherungen wenden der sich im Bereich der Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit entsprechend auskennt.
Zwar können einige Kollegen hier deine Frage beantworten, nur würde das wahrscheinlich nicht wirklich weiterhelfen. Denn wir kennen weder dein Umfeld, noch deine Gegebenheiten, deine sozialen Voraussetzungen, wissen nicht was du wirklich für Rentenansprüche hast und noch vieles andere mehr. Ohne diese Kenntnis ist ein solcher Rat unter Umständen wirtschaftlich für dich fatal.

Aus diesem Grund möchte ich mich ausdrücklich, auch mit einer Erklärung, zurückhalten. Mir fehlt da einfach zu viel Input von dir.

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Kommentar von MNeubauer
13.08.2016, 15:30

Danke für deine Antwort.

Ich versuche natürlich mich einzuarbeiten, da ich auf dem flachen Land wohne und ein unabhängiger Versicherungsfachmann faktisch für mich ohne mehrstündige Reise nicht zu erreichen ist.

Gerade darum wäre für mich eine grob e Auskunft sehr wichtig, und auf die Aussagen der Versicherungsagenten, die mir das Angebot unterbreitet haben, will ich mich aus offensichtlichen Gründen nicht verlassen.

Ist es wirklich so sinnlos, mir eine grobe Erklärung zu geben, ob eine Vollzugsunfähigkeitsklausel für einen Beamtenanwärter/auf Probe einen MEHRNUTZEN zum Beamen auf Lebenszeit hat?

Ich frage, weil:

Beamter auf Widerruf (Awärter) - > Irgendeine Beeinträchtigung --> Entlassung (Sinn Vollzugsklausel leuchtet nicht ein )

Beamter auf Probe (ersten drei Jahre nach Ausbildung) --> Eine Beeinträchtigung außerhalb der Diensttätigkeit (Unfall im Urlaub etwa) --> Entlassung ohne Ruhegehalt (Sinn Vollzugsklausel leuchtet nicht ein).

Beamter auf Lebenszeit (nach 6 Jahren) --> Irgendeine! Beeinträchtigung --> Ruhegehalt oder Andersgearterte Verwendung, etwa Innendienst (Sinnhaftigkeit einer Vollzugsklausel leuchtet ein).

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