Sinn des Lebens als Atheist?

17 Antworten

Nun also ich glaube zwar an Wiedergeburt, aber eher in Richtung des Hinduismus', lebe aber jetzt nicht wirklich danach

Ans Paradies glaube ich nicht, eher glaube ich, daß wir schon im Paradies leben, es aber mehr und mehr zerstören, da wir hier alles haben (so wie es im Paradies auch sein soll, angeblich)

Der Sinn meines Leben besteht eher darin, daß ich zufrieden sein möchte und auch glücklich und das ich sein kann wie ich bin, ohne mich zu verstellen oder verstellen zu müssen, dasselbe trifft auch auf die Menschen in meiner Umgebung zu, also das ich sie glücklich und zufrieden sehen möchte, ebenso sollten sie sein wie sie sind ohne sich zu verstellen, denn schlangen gibt es schon genug auf dieser Welt, da müssen sie nicht auch noch in mein Leben kommen

Als Kind habe ich mir ein paar Regeln aufgestellt, nach denen ich heute noch lebe (z.b wenn ich sterbe möchte ich nichts bereuen oder kaum etwas bereuen, ich möchte keinen menschen schaden, solange wie es nicht vonnöten ist, als Selbstschutz zum beispiel und das ich alle so behandle, wie ich gerne behandelt werden möchte....kann die Liste noch ewig so weiterführen, aber glaube das reicht um es soweit erstmal zu erklären)

Ich hoffe konnte dir damit soweit weiterhelfen

Tatsächlich ist es eine gewagte Aussage, dass das Leben nur "was bringt", wenn man hinterher ins Paradies kommt. Wenn du gerne ins Kino gehst oder an den Badesee , dann tust du das doch, weil es im dort schön ist – es geht in dem Moment nicht darum, was danach passiert, sondern was dort passiert. Du fändest es vermutlich auch nicht verständlich, wenn ich dir sagen würde "Ist doch voll sinnlos baden zu gehen, wenn du dann eh wieder heim musst, dann kannst du's auch gleich lassen". Ich gehe zum Beispiel gern zur Chorprobe, auch, weil wir danach immer noch was zusammen trinken gehen. Natürlich finde ich's schade, wenn wir das nicht tun. Aber das macht nicht die Chorprobe sinnlos, die hat einen anderen Sinn und macht auf andere Weise Spaß. Und zwar weil es etwas ist, was man für andere und mit anderen tut. Generell versuche ich hier im Leben etwas zu tun, von dem ich meine, dass es anderen von Nutzen ist, denn dann erachte ich mein Leben als "sinnvoll". Aber man muss auch im Blick haben, dass es nicht in Stein gemeißelt ist, dass das leben "sinnvoll" sein muss. Ich tu auch sehr viel einfach für mein Interesse. Die Welt, in die ich geboren wurde, glücklicherweise, so gut es geht kennenzulernen, scheint mir z.B. lohnenswert. Ich wöllte nicht sterben, ohne genug über das Leben gewusst zu haben. Wenn hingegen jemand den halben Tag oder das ganze Wochenende Netflix schaut, dann scheint mir das vertane Zeit ganz ohne dass ich dafür an ein Paradies glauben muss. Denn wenn man weiß, das man eine einmalige Chance bekommen hat – dieses Leben – dann sollte man es auch nutzen. Umso mehr, als du in Deutschland lebst, einem der Orte, wo man das Leben so gut führen kann wie selten irgendwo auf der Welt. Du musst nicht Hungerleiden, nicht täglich um deine Existenz kämpfen, du kannst dir die Sachen kaufen, die du möchtest. Gerade wir sollten also die Möglichkeit, zu leben, dankbar akzeptieren und das Leben nicht einfach als "Zwischenstation" auf dem Weg zu noch etwas besserem abtun.

Ich finde keine Ausrede nach dem Tod zu haben eine tolle Motivation im hier und jetzt was zu machen, damit es uns allen besser geht.

Es gibt doch so viel Dinge für die es sich zu leben lohnt... vom eigenen Spaß & Unterhaltung bis hin zu Kindern oder dem helfen bei anderen Menschen. Die Liste der Gründe ist so vielfältig wie Menschen.

Mal ehrlich, wie arm sind Menschen und deren Leben, wenn es der Sinn des Lebens ist irgend welchen imaginären Freunden zu gefallen?

Besser einen imaginären, als keinen Freund zu haben? 🙃

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@JoDragonfly21

Ein imaginärer Freund ist kein Freund, sondern Selbstbetrug.

Nein, ich möchte mich selbst nicht betrügen.

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Von Experte Andrastor bestätigt

Ich kann nur für mich sprechen, denn Atheisten sind keine Glaubensgemeinschaft mit einer einheitlichen Weltanschauung, gleichen Grundsätzen und Wertvorstellungen.

Für mich liegt der Sinn des Lebens darin, ihm einen Sinn zu geben.

  • Ich lebe jetzt und hier und genieße es, ohne auf ein besseres Leben nach dem Tod zu warten.
  • Ich habe keine Angst vor dem „Jüngsten Gericht“, dem „Teufel“, dem „Fegefeuer“ und muss deshalb nicht ständig fürchten, in den Augen (irgendeines) Gottes eine „Sünde“ zu begehen.
  • Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich zu essen und zu trinken habe, wie ich mich kleiden muss und mit wem ich wann unter welchen Umständen Sex haben darf.
  • Ich unterstütze keinen heuchlerischen Verein, indem ich Kirchensteuer zahle.
  • Den Sinn des Lebens finde ich darin, es so zu nutzen, dass ich mich verwirkliche, mich in die Gesellschaft einbringe und in meinen Kindern lebt mein Erbgut weiter - das ist für mich ein Stück Unsterblichkeit.

Kurz gesagt: Ich lebe gottlos glücklich :-)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Objektiv betrachtet hat das Leben keinen Sinn, es ist einfach da. Ich persönlich habe auch nicht wirklich einen Lebenssinn, also etwas, wofür ich lebe, und bin dennoch sehr glücklich, man braucht also keinen wahren Lebenssinn, genauso, wie man auch keinen Schöpfer braucht, um das End- und Bestehen des Universums erklären zu können.

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