Sind Zähne eigentlich auch Knochen?

5 Antworten

Jeder Zahn besteht aus der Zahnkrone (Corona dentis), dem Zahnhals (Cervix dentis, seltener: Collum dentis) und der Zahnwurzel (Radix dentis) und ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Bei einem gesunden Zahn sieht man nur den Zahnschmelz, der wie eine Glasur das innen liegende Zahnbein (Dentin) bedeckt. Das Dentin wiederum umschließt das Zahnmark (Pulpa).

Zahnschmelz (Enamelum) [Bearbeiten] Der Zahnschmelz (Latein: Enamelum) ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers. Er besteht zu 95 Prozent aus Hydroxylapatit (Ca5(PO4)3(OH)), einem kristallinen Material, dessen Hauptanteile Calcium und Phosphat sind. Der Zahnschmelz ist für wasserlösliche Stoffe geringfügig durchlässig, zum Beispiel für seine Bestandteile Calcium und Phosphat, sowie für Fluoride. Mit Hilfe von Fluoriden wird das Hydroxylapatit in das härtere Fluorapatit (Ca5(PO4)3(F)) umgewandelt. Deshalb werden diese zur Härtung des Zahnschmelzes in Zahnpasten verwendet. Hingegen können Säuren dem Zahn schaden, weil sie aus dem Zahnschmelz das Calcium und Phosphat herauslösen und ihn damit aufweichen (siehe Karies).

Zahnbein (Dentin) [Bearbeiten] Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein (Latein: Dentin). Es stellt die Hauptmasse des Zahnes dar. Die Hartsubstanz des Dentins besteht wie beim Zahnschmelz aus Calcium und Phosphat, allerdings nur zu zwei Dritteln, der Rest ist Eiweiß und Wasser, weshalb Dentin weicher und anfälliger gegen Karies ist als der Zahnschmelz. Das Dentin ist schmerzempfindlich. Hitze-, Kälte- und Berührungsreize führen zu Flüssigkeitsbewegungen in den Dentinkanälchen (die im Bereich des Zahnhalses bis an die Oberfläche reichen können). Dies reizt die Tomes'schen Fasern, Zellfortsätze der Odontoblasten (dentinbildende Zellen). Die Odontoblasten stehen mit freien Nervenendigungen in Verbindung, die den Reiz als Schmerzempfindung ans Zentralnervensystem weiterleiten.

Zahnmark (Pulpa) [Bearbeiten] Das Dentin umschließt wiederum den inneren Teil des Zahns, das Zahnmark, das von Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen wird und den Zahn ernährt.

Wurzelzement (Cementum) [Bearbeiten] Im Wurzelbereich wird das Dentin vom Wurzelzement (neutr.), (Latein: Cementum), seltener: Substantia ossea dentis bedeckt, der dritten Zahnhartsubstanz neben dem Zahnschmelz und dem Dentin. Das Wurzelzement, das Wurzeldentin als dünne Schicht umschließend, ist im Bereich der Zahnwurzel die äußere Hülle des Zahnes und „mauert“ diese im Kiefer ein. Doch hat die Verbindung zum Kieferknochen, in dem jeder Zahn in seinem Zahnfach (Alveole) aufgehängt ist, eine gewisse Elastizität (siehe Zahnhalteapparat).

Die Wurzeloberfläche ist unter dem Elektronenmikroskop perforiert. Auf die poröse Oberfläche der Wurzel ziehen feinste Nervenausläufer, die bei Rückgang des Zahnfleisches für die Temperatur- und Berührungssensibilität verantwortlich sind.

Zahnentstehung und -wechsel [Bearbeiten] → Hauptartikel Entwicklung der Zähne und Dentition Die Zahnhartsubstanzen entstehen aus dem Ektoderm, die Zahnpulpa und der -halteapparat aus dem Mesenchym. Die erste Anlage eines Zahns wird als Zahnknospe bezeichnet.

Bei den meisten Säugetieren gibt es einen einmaligen Zahnwechsel (Diphyodontie). Zunächst werden Milchzähne angelegt (lacteale Dentition), die später durch die „zweiten“ oder bleibenden Zähne (permanente Dentition) ersetzt werden. Die Molaren (hintere Backenzähne) haben generell keine Milchzahnvorgänger, sie entstehen nur im bleibenden Gebiss.

Bei Fischen, Amphibien und Reptilien können die Zähne zeitlebens immer wieder durch neue ersetzt werden (Polyphyodontie). Bekannt sind hierfür z. B. die Zebrafische und das „Revolvergebiss“ der Haie.

Menschliches Gebiss [Bearbeiten] Der Mensch verfügt normalerweise über insgesamt 32 Zähne, jedoch können auch einzelne oder mehrere Zähne nicht angelegt sein: (Hypodontie). Seltener liegt eine Überzahl von Zähnen vor: (Hyperdontie). Alle Zähne im menschlichen Gebiss sind Zähne mit Zahnwurzel. Schneide- und Eckzähne bilden dabei die Frontzähne, Vormahl- und Mahlzähne die Seitenzähne (umgangssprachlich: Backenzähne).

Zahnmerkmale [Bearbeiten] Menschliche Zähne haben eindeutige Zahnmerkmale, die es sogar erlauben, Zähne selbst nach deren Entfernung zu identifizieren:

Winkelmerkmal: Aus vestibulärer Sicht ist der Winkel zwischen Schneidekante und der Mesioapproximalfläche spitzer als der Winkel zwischen der Schneidekante und der Distoapproximalfläche. Krümmungsmerkmal: Von okklusal betrachtet, ist der mesiale Anteil der Vestibulärfläche stärker gekrümmt als der distale Anteil. Wurzelmerkmal: Die Wurzelspitze weicht nach distal ab, Ausnahmen bilden häufiger die unteren mittleren Schneidezähne. Kronenflucht: Die Krone der Unterkieferzähne neigt sich nach lingual - sehr deutlich bei den Prämolaren.

Was soll der Mist, ohne Spaß.

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nein, es ist porzellan.

Ich hab mal gehört das Zähne keine Knochen sind aber wie gesagt ich hab es nur gehört ob es stimmt weiss ich ned

nö, die stecken nur im Knochen...

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