Sind wirklich die Wissenschaftler Atheisten?

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13 Antworten

Geht es dir jetzt um die Frage, ob Wissenschaftler allesamt Atheisten sind oder um Evolution? Beides hat nämlich nichts miteinander zu tun, obwohl du hier allen in einen Topf wirfst.

Wissenschaftler können allen möglichen religiösen Lehren folgen oder eben auch Atheisten oder Agnostiker sein. Genauso können sie diversen politischen Strömungen angehören und Fans aller möglichen Musikrichtungen sein. Die Trends sind dabei aber nicht unbedingt die gleichen wie in der Gesamtbevölkerung.

Dass Evolution ein reales Naturphänomen ist und ihre grundlegenden Mechanismen bisher zutreffend beschrieben wurden, ist in unter Wissenschaftlern aber unstrittig, egal welchen Religionsgemeinschaften sie angehören.

Du führst hier massenhaft Zitate auf, die allesamt mindestens mehrere Jahrzehnte alt sind, teilweise sogar über ein Jahrhundert. Mit solchen Zitaten kann man vielleicht die Gedankenwelt vergangener Generationen nachvollziehen, aber man kann sie nicht gegen den aktuellen Stand des Wissens ins Feld führen, vor allem nicht, wenn sie derart aus dem Kontext gerissen sind, dass ihr Sinn ins Gegenteil verkehrt wird.

Beim ersten Zitat hast du keine Quelle genannt, es stammt aber aus einem Buch von Alexander Oparin, das 1924 veröffentlicht wurde. Weder Oparin noch heutige Wissenschaftler nehmen aber an, dass die Entstehung des Lebens rein zufällig gewesen wäre. Im Gegenteil, in der Forschung geht es genau darum, Gesetzmäßigkeiten zu finden und darüber in der Natur ablaufende Prozesse zu verstehen.

Louis Pasteur hat seine Arbeiten zur Spontanzeugung 1860 durchgeführt. Damals war die Vorstellung noch verbreitet, dass zumindest Mikroorganismen spontan entstehen würden, nachdem Francesco Redi schon zwei Jahrhunderte zuvor bewiesen hatte, dass das nicht für Tiere galt. Zu Pasteurs Zeiten hatte man hingegen keine Vorstellung von der chemischen Evolution, wie sie etwa Oparin erforscht hat. Pasteur selbst hat auch darüber gemutmaßt, dass Spontanzeugung am Anfang des Lebens stehen müsse, obwohl sie in der Gegenwart nicht stattfinden kann.

Colin Pattersons Zitat stammt aus einem Interview mit BBC aus dem Jahr 1982. Das Original ist unauffindar, darum kann ich nichts zum Kontext sagen. Tatsächlich behauptet aber eben auch niemand, dass neue Arten durch natürliche Selektion alleine enstehen würden. Natürliche Selektion bewirkt in Kombination mit Variation Anpassungen, für die Entstehung von neuen Arten spielen aber Evolutionsfaktoren wie Isolation und Gendrift eine größere Rolle.

Das Zitat von Pilbeam ist von 1978 und mag für die damalige Zeit zutreffend sein. Was für eine Rolle spielt es aber, wie bruchstückhaft der Fossilbericht vor 40 Jahren war, wenn er heute ganz anders aussieht?

Max Planck, der übrigens schon 1947 verstorben ist, hat sich um die Physik verdient gemacht. Dass er bis zu seinem Tod dem Glauben anhing, der ihm von seinem konservativen Elternhaus vermittelt wurde, hat für die heutige Zeit ebenso wenig Konsequenzen wie seine Rechtfertigungen des ersten Weltkriegs.

Jakob von Uexküll hat in einer Zeit gelebt, als Darwins Werk noch neu und revolutionär war. Wie die meisten seiner Zeitgenossen hat er die gemeinsame Abstammung der Lebewesen anerkannt, war aber kritisch gegenüber der Bedeutung der natürlichen Selektion. Erst lange nach Uexkülls Tod 1944 konnte die aufkommende Molekulargenetik Darwin bestätigen und zur synthetischen Evolutionstheorie führen, die heute noch das Fundament der Evolutionsbiologie bildet.

Zusammenfassend beziehen sich alle deine Zitate also auf völlig veraltete Modelle, geben persönliche Ansichten wieder oder haben keinen Kontext. Statt nur auf kreationistischen Seiten rumzuhängen, solltest du dir vielleicht mal anschauen, was Evolution wirklich ist, was die Evolutionstheorie wirklich besagt und womit Evolutionsbiologen sich wirklich beschäftigen.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun!

Theologie sieht sich selber als Geisteswissenschaft, obwohl sie als solche nicht unbedingt anerkannt wird.

Statt deiner Fragestellung könntest du genauso gut fragen: "Wie bewertet die Germanistik physikalische Theorien?" - obwohl dabei wahrscheinlich mehr herauskäme.

Also - die Naturwissenschaft interessiert sich "nicht die Bohne" für Religionen. Sie nimmt diese garnicht zur Kenntnis. Das werden Religionsfanatiker vermutlich als Arroganz bewerten, ist es aber nicht, denn Religion befaßt sich mit völlig anderen Dingen wie die Naturwissenschaften. Es gibt überhaupt keine Berührungspunkte.

Das heißt nicht, daß Wissenschaftler nicht zugleich auch Theisten sein können, aber das ist deren Privatsache. Eine Vermischung ist unzulässig.

Daß deine Statements zu Evolutionstheorie, etc. völlig unvollständig und sogar falsch sind, wurde dir ja schon in diverse Antworten detailliert beschrieben. Ich erspare mir deshalb eine Wiederholung.

Abschließend ein Zitat, das etwa so lautet:

"Wer aus dem Becher der Naturwissenschaft trinkt wird Atheist. Aber auf dem Grund des Bechers findet er Gott."

Es ist mir völlig egal, ob das ein Nobelpreisträger geäußert hat, denn es ist einfach nur falsch! Das ist nämlich genau das gleiche, als wenn die Menschen der Steinzeit meinten: "Blitze sind völlig unerklärlich, also muß das eine Götterkraft sein."

"Auf dem Grunde des Bechers findet er Rätsel," müßte es richtig heißen. Wir finden dort das, was wir noch nicht kennen. Das sollte uns anstacheln nach Erklärungen zu suchen, aber nicht irgendwelche magischen Dinge zu vermuten!

Meine Güte...

wieder ein Kreationist, der versucht mit Quote-mining Themen zu widerlegen, die er nicht verstehen will... Eigtl. müsste man sich bei dir bedanken, da du gerade den Kreationismus wunderbar selbst in die Pfanne haust...

Aber zum Thema:

Nein, Wissenschaftlicher, auch Evolutionsbiologen sind nicht alle Atheisten. Das eine schliesst das andere nicht notwendigerweise mit ein. Ebenso wie der Glauben an einen oder mehrere Götter nicht mit der Ablehnung der ET oder anderer wissenschaftlicher Erkenntnisse einher geht.

Zu den von dir (wohl absichtlich ausser Kontext) zitierten Wissenschaftlern:

Dass z.B. Patterson von der Evolution überzeugt ist und auch selbst Arbeiten dazu veröffentlicht hat, ebenso wie er auf dieses (und andere) betrügerische Zitatverfälschungen wie deine oben explizit eingegangen ist, hast du wohl bei deiner sicherlich gründlichen Recherche nur versehentlich vergessen zu erwähnen, oder? Ebenso wie die Tatsache, dass die Evolutionstheorie noch nie und auch jetzt nicht die Entstehung des Lebens beinhaltet hat...

https://en.wikipedia.org/wiki/Colin_Patterson_(biologist)#Career_and_research

http://www.talkorigins.org/faqs/patterson.html

https://www.noanswersingenesis.org.au/creationist_out_of_context_quotes.htm

Auf den Seiten findet man auch noch einige andere Beispiele von absichtlichen Zitatverfälschungen, die von Kreationisten getätigt wurden, in der Hoffnung einige Wissenschafts- und Denkverweigerer würden diese einfach so übernehmen (... von daher... Danke für dein Beispiel... LOL)

Wenn du dich mal mit den Grundlagen der ET beschäftigt hast und du wirklich weisst worum es geht, dann noch offene Fragen oder sogar fundierte Kritikpunkte hast, dann können wir gerne faktenbasiert weiter reden...

Diskussion mit Christen endet in Sackgasse? Wie reagieren? Wissenschaftliche Beweise?

Hallo GF Community,

nach einer langen Diskussion mit einem fundamentalen Christen fühle ich mich einerseits erleichtert alles gesagt zu haben, andererseits blieben dort noch viele Fragen offen.

Hier der Dialog:

Ich: Die Bibel mal kritisch zu hinterfragen und deren  Göttlichkeit auszublenden auch als Gläubiger geht das!!!
Dann hat man erst eine rationale Grundbasis.
Zu akzeptieren, dass die Bibel von Menschen geschrieben ist!

Er: Von Menschen geschrieben, denen Gott die Regeln diktierte :)

Ich: Hast du dafür Beweise.  NEIN

Die Naturwissenschaft hat das wenigstens , du hast NULL.

Er: Du hast auch keine Beweise ;)
Du hast THEORIEN

Ich: Nein auch Beweise

Er: Nein THEORIEN

Ich: Ich hab fossilienbefunde und du?
Ich hab Laborergebnisse und du?

Er: Ich habe einen unendlichen Gott dem alles möglich ist und dann gibt es da noch einen Gegenspieler :)

Ich: Du hast keinen Beweis dafür, dass die Bibel von einem Gott kommt.

Denn diese Annahme bleibt irrational. Unbeweisbar.
Du musst akzeptieren, dass alle Religionen alle Bücher menschengemacht ist und nicht von nem Gott kommt.

Er: Du hast keinen Beweis für den Wahrheitsgehalt deiner Fossile und Laborbefunde :)

Ich: Logik? Euer größter Feind ist die Logik. Und dann verfängt ihr euch in ausreden und schlingert euch immer daraus.

Er: Wir betrachten nur alles logisch unter dem Aspekt der Wahrheit :)

Ich: Euer Glauben basiert nicht auf Daten, Befunde und Fakten sondern auf Emotionen.

Er: Unser glauben bezieht sich auf Beziehung :)

Gespräch Ende

_____________________

Würde mich freuen, wenn auch wissenschaftliche Antworten geschrieben werden. Im Grunde ist jede konstruktive Antwort gerne gesehen. Aber Antworten wie: "die Wissenschaft beweist"garnichts, oder "du hast keine Ahnung von Gott" , sollten am besten unterlassen werden.

LG

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Hilfe bei Klausurvorbereitung (Biomembran)?

Hallo,

ich schreibe nächste Woche eine Bioklausur. Bei den folgenden Übungsaufgaben (Siehe Bild) tue ich mich sehr schwer und hoffe hier brauchbare Hilfe zu finden. Ich versuche, 

so weit wie es möglich ist, meine eigenen Lösungsansätze zu liefern und hoffe, dass diese jemand vervollständigen/korrigieren kann.

Aufgabe 1:

Die Kompartimentierung ist ja die Gliederung der Zellen von Pflanzen und Tieren in Reaktionsräumen der Zelle, die von Mebranen umschlossen sind. Dadurch können viele Reaktionem in der Zelle gleichzeitig ablaufen. Aber was ist nun der Zusammenhang zum intrazellulären Stoffabbau?

Aufgabe 2:

Hier kann ich leider garnichts zu sagen, da ich nichts Wirkliches zum intrazellulären Stoffabbau gefunden habe.

Aufgabe 3:

trotz gründlicher Recherche kann ich auch hier leider keine Beispiele nennen...

Aufgabe 4:

Mein Lösungsansatz:

Durch die Membran geht die ,,Lipiddoppelschicht“, welche die Biomembran ,,strukturiert“. In dieser sind Proteine eingelagert. Diese sind für den Stofftransport durch die Biomembran zuständig. Der Transport sorgt dafür, dass nur positive Stoffe in die Zelle gelangen und negative Stoffe abgewährt werden. Man unterscheidet grundlegend zwischen dem ,,passiven Tranpsort“, welcher keine Energie benötigt, und dem ,,aktiven Transport“ welcher Energie benötigt.

Aufgabe 5:

Dass es auf den Systemebenen Zelle, Gewebe und Organ einen Zusammenhang gibt ist mir klar. Aber was für Beispiele kann man hier jetzt für den Zusammenhang zwischen Struktur und Funktion nennen?

Ich brauche dringend Hilfe hierbei und hoffe, diese hier zu bekommen, da die anstehende Bioklausur sehr wichtig für meine Note ist. Ich will auch nochmal versichern, dass ich mich mit JEDER Aufgabe AUSGEBIG beschäftigt habe, und es sich WIRKLICH um eine Klausurvorbereitung, und nicht das Erledigen von Hausaufgaben, handelt.

Ich bedanke mich schonmal.

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Biologie Aufsatz Blut okay?

Moin, Leute ist der Aufsatz gut genug ?

Das Blut ist eine rote Flüssigkeit, die in den Blutgefäßen (Arterien und Venen) zirkuliert. Die Hauptaufgabe des Blutes ist der Transport lebenswichtiger Stoffen an allen Stellen des Körpers. Über die Lungen gelangt Sauerstoff ins Blut. Mit Sauerstoff fließt das Blut von der Lunge zum Herzen. Von dort wird es über die Arterien überall in den Körper gepumpt. Das Blut mit Kohlenstoffdioxid (verbrauchter Sauerstoff) kommt über die Venen zum Herzen zurück.

Zusammensetzung des Blutes:

Blut besteht großenteils aus einer gelblichen Flüssigkeit, dem Blutplasma. Der Rest des Blutes besteht aus Blutzellen, den Erythrozyten, den Leukozyten und den Thrombozyten. Die Flüssigkeitsmenge des Blutes beträgt bei einen Menschen 4 - 6 Liter. Das Blutplasma besteht aus 90% aus Wasser. Der Rest sind Proteine, Ionen und andere Stoffe. Ein Kubikmillimeter menschliches Blut enthält ungefähr fünf Millionen rote Blutkörperchen, Erythrozyten genannt, 5.000 - 10.000 weiße Blutkörperchen, die Leukozyten und ca. 300.000 Blutplättchen, die Thrombozyten.

Erythrozyten auch rote Blutkörperchen genannt sind rote runde, flache Scheiben in der Mitte eingedellt. Die Erythrozyten werden im Rückenmark gebildet. Die Aufgabe von den Erythrozyten ist der Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid. Die Erythrozyten sind rot, weil sie den roten Blutfarbstoff Hämoglobin enthalten. Die Lebensdauer der Erythrozyten beträgt ca. 120 Tage, dann sterben sie ab und werden ersetzt. Ein Zellkern besitzen die menschlichen Erythrozyten nicht.

,,Leukozyten auch weiße Blutkörperchen genannt sind Blutzellen, die einen Kern besitzen. Da sie an sich farblos sind, bezeichnet man verschiedenen Typen nach ihrer Färbbarkeit bzw. ihrem Aussehen unter dem Mikroskop. Nach der Struktur des Kernes unterscheidet man zwei Untergruppen, die granulären (gekrönten) und die agranulären (ungekrönten) Leukozyten. Die granulären Leukozyten besitzen große, ausgefranste Kerne und lassen sich nach ihrer Färbbarkeit und Funktion in folgenden Typen unterteilt: Neutrophile (nicht färbbar) Leukozyten bekämpfen und "fressen" Viren und Bakterien. Eosinophile ( lassen sich mit Eosin rot färben) Leukozyten vermehren sich stark bei bestimmten Infektionen und Allergien. Basophile (An Färbung mit basischen Farbstoffen) Leukozyten produzieren Heparin (einen Stoff der die Blutgerinnung hemmt) und Histamin, ein Hormon, das Entzündungen fördert. Die agranulären Leukozyten sind Teile des Immunsystems und bilden zwei Gruppen: Lymphozyten und die weniger zahlreichen Monozyten. Lymphozyten produzieren Antikörper gegen körperfremde Stoffe (Antigene). Monozyten beseitigen Fremdstoffe hauptsächlich bei einer chronischen Infektion.'' Die Leukozyten werden im Rückenmark, Lymphknoten und auf der Milz gebildet. Die Lebensdauer beträgt wenige Tage bis Jahre.

Wenn einer Verbesserungsvorschläge hat nur raus damit :-)

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