sind wir zu sensibel? stichwort: Mobbing

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9 Antworten

Die Aborigines haben dafür eine erstaunliche Antwort. Sie sagen, dass in dem Mass wie wir unsere Bodenschätze, wie zum Beispiel Erz ausbeuten, wird das Energienetz der Erde schwächer und in der selben Stärke wird das menschliche Nervensystem schwächer und anfälliger. Der Mensch ist ja wie die Erde auch aus Materie und hat dadurch eine sehr starke Nähe zur Mutter Natur. In unserer heutigen Zeit wird an der Erde Raubbau betrieben und wenn die Menschheit keine Energieorte mehr hat, an der sie sich "aufladen" kann, dann fühlt man sich schnell mal gemobbt, anstatt Nervenstärke zu beweisen.

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die grenze zwischen "ärgern" und "mobben" ist teilweise fließend. heutzutage neigen wir dazu, sehr schnell von mobbing zu sprechen und damit das echte mobbing zu verharmlosen. nicht jedes ärgern oder sitcheln ist mobben. mobbing ist geplant, es geht darum, einen anderen menschen auszugrenzen und fertig zu machen. dabei werden andere menschen mit einbezogen gegen das opfer vorzugehen. ausgrenzung wird konsequent durchgezogen. es werden gezielt lügen verbreitet. das opfer soll fertig gemacht werden. mobbing zieht eine große not des opfers nach sich, die auch nach den attacken fortbesteht. mobbing-opfer leiden tief, finden keinen weg, sich zu wehren und bedürfen meistens pschotherapeutischer hilfe, um sich wieder zu erholen. leider bezeichnen viele menschen heute alles, was nicht freundlich ist, sofort als mobbing.

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Ich finde nicht, dass die Menschen zu sensibel sind, im Gegenteil, denn es gibt ja immer den Täter und das Opfer. Oft werden Opfer dadurch zum späteren Täter, wenn sie keine Gerechtigkeit erfahren haben, oder nicht stark genug, um sich zu währen sind. Außerdem wird ja nur das mit einem gemacht, was man selber zulässt. Da sollte man sich doch einmal fragen, wo habe ich was zugelassen ? Irgendwo habe ich dann meist geschwiegen, wo ich hätte reden müssen ....denk mal drüber nach, denn es ist durchaus möglich, sich aus seiner Opferrolle auch wieder zu befreien.

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Mein Eindruck ist, dass insbesondere ONLINE, sei es nun in chats, sei es nun bei facebook oder gar hier auf gutefrage.net die vermeintliche Anonymität viele dazu verleitet, weniger höflich, weniger mitfühlend, weniger verständnisvoll, weniger respektvoll, weniger fair, weniger ehrlich etc. zu sein. Da wird beleidigt, getratscht, aufgehetzt, gelogen was das Zeug hält. Und es sind beileibe nicht nur Teenager, die sich daran ausgiebig beteiligen.

Da sich die Kommunikation seit einigen Jahren aber deutlich in Richtung ONLINE verschiebt, nimmt konsequenterweise auch diese Unart zu.

Dazu kommt, dass die Institution "Familie" nicht mehr so funktioniert wie früher, Mehr und mehr sind beide Elternteile gezwungen arbeiten zu gehen. Mehr und mehr sind Kinder und Jugendliche stundenweise sich selbst überlassen, "hängen ab", langweilen sich und kommen auf dumme Gedanken. Und da ist niemand, der korrigierend eingreift, Werte vermittelt etc. Selbstverständlich gilt das nicht für alle. Aber es werden mehr.

In den letzten 5 Jahren konnten wir einen signifikanten Anstieg der Mobbing-Opfer in unserer Gemeinschaftspraxis feststellen. Wenn ich mich auf Bahnhöfen, in Zügen oder auf schulischen Pausenhöfen (ich arbeite 2 Tage im Monat als Ethiklehrer und Coach für Schüler um die 15) umschaue, wundert mich dieser Anstieg nicht.

Wir werden nicht zu weich. Das wäre ja beinahe eine Rechtfertigung oder Entschuldigung für die "Mobber".

"Die anderen" werden rücksichtsloser. Und wir müssen damit aufhören, uns Mobbing gefallen zu lassen. Die Strategie ist "abgleiten lassen" oder anzeigen. Am besten beides.

"Was juckt es die Eiche, wenn sich ein Schwein dran schubbert?!"

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Kommentar von Anna198
24.10.2012, 14:41

Du sprichst mir aus der Seele, aber meinst Du nicht auch, dass die Menschen immer schon so waren, dies jedoch ohne das anonyme Internet verstecken mußten - und nun freut sich jeder darüber, seine Darkside auszuleben- ohne Konsequenzen - wie befreiend muß das wohl sein?, denn Du- oder auch ich, haben hier kein anderes Gesicht als in der Realität .....so mein Empfinden , resultierend aus dem was Du geschrieben hast. Das I-Net ist wie ein eigenständiges Land mit eigenen Gesetzen, hier zählt das geschriebene Wort - ohne das das Auge ein Mitsprachrecht erhält. Ich finde das toll, weil man hier im Zeitraffermodus die Verhaltensweisen von Menschen lernt.

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Nietzsche hat schon die Verweichlichung angesprochen. Sie schreitet voran.Er wollte davor warnen, entgegen dem was ihm Leute, die ihn nicht verstehen und ihm was andichten wollen nachsagen. Diese Gesellschaft beherbergt immer mehr hilflose Heulsusen und es wird immer mehr toleriert.

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Zur Frage nach der Sensibilität ein eindeutiges (subjektives) "JA !!!!" von mir.

"Die" Jugend wird von Generation zu Generation immer empfindlicher - ein gesellschaftliches Phänomen, dessen genaue Ursachen ich nicht kenne.

Sie ist immer weniger belastbar, immer häufiger krank; neue Krankheiten, die man vor Jahrzehnten überhaupt nicht kannte, mussten "geschaffen / erfunden" werden, um Extrem-Defizite der Jugend irgendwie begründen zu können.

Immer mehr Jugendliche brauchen professionelle Hilfe für ihre zahllosen psychischen Wehwehchen... Ach, ich könnte ein Buch zu diesem Thema schreiben !!

paulklaus

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Das kommt drauf an, wie es weiter geht ...

Ich habe so ne ähnliche Frage kürzlich schon mal beantwortet:

http://www.gutefrage.net/frage/mobbing-anfang-also-noch-nicht-so-richtig-o#answe...

... auf schukiju sind einige Kennzeichen von Mobbing beschrieben.

Also Mobbing ist und bleibt eine ganz üble Sache und ist feige - alle gegen einen!

Sollte das jemanden aus deinem Umfeld treffen, dann halte zu ihm/ihr!

Ich hoffe, ich konnte dir helfen! ( :

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wie werden sie denn geärgert bzw. gemobbt?

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du bist ein mobbingsopfer umso schneller du es dir einstehst umso besser

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Kommentar von aptem
24.10.2012, 00:00

aha, je schneller man sich zum Opfer macht desto besser. Schöne Welt.

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