Sind wir Semikannibalen?

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11 Antworten

Kannibalismus ist das Verzehren des Fleisches der eigenen Art. Es kommt jeweils auf die persönliche Betrachtungsweise an, wie man "eigene Art" und "Verzehren" definiert.

Alle Menschen (bis auf eineiige Zwillinge) haben genetische Unterschiede, und bei entsprechender Betrachtung kann man es auch so definieren, daß jeder einzelne Mensch eine jeweils andere Art ist.

Die übliche Definition richtet sich aber nach dem Anteil von Übereinstimmungen. Doch auch dadurch wird die Sache bereits wieder relativ, weil die Grenzen verschwimmend sind.

Beispiel:

Wenn die Gene von Person A mit denen von Person B zu 95 Prozent Übereinstimmung haben, und die von Person B mit denen von Person C ebenfalls, dann ist die Übereinstimmung zwischen A und C dennoch anders.

Oder:

Wenn wir unsere vor 50.000 Jahren lebenden Ahnen als Menschen bezeichnen, dann geschieht das nach festgelegten Entscheidungskriterien. Für diese Ahnen müssen dann aber dieselben Kriterien gelten, d. h., für diese sind dann auch deren 50.000 Jahre zuvor lebenden Ahnen Menschen, usw. usw., woran sich auch dann nichts ändert, wenn derarte Ur-Vorfahren von heutigen Menschen vielleicht als Banane bezeichnet werden.

Auch die Definition von "verzehren" kann in solchen Zusammenhängen realtiv sein.

Normalerweise verstehen wir unter "verzehren" das aufessen von etwas. Doch wir nehmen Nahrung auf, damit deren Bestandteile zu Bestandteilen unseres Körpers werden. Und genau das findet z. B. auch bei Bluttransfusionen oder Organspenden statt, so daß man dies bei entsprechend gearteter Definition auch als Kannibalismus ansehen kann.

Wenn beim Nachdenken über solche Dinge Denkkonflikte entstehen, dann liegt das meiner Ansicht nach daran, daß dann weitgehend außer acht gelassen wurde, welchem Prinzip das Dasein grundsätzlich folgt:

Tatsächlich ist das Daseinsprinzip eins der Symbiose. Alles ist bemüht, sich zu Komplexerem zu verbinden. Das gilt für Sterne über die Gravitation, für Einzeller, die sich im Verlauf der Evolution zu Mehrzellern verbunden haben, für einzelne Gedanken, die sich mit anderen Gedanken zu komplexen Ideen verbinden, und es gilt auch für die Nahrungsaufnahme.

Das Kriterium bzgl. Kannibalismus sollte deshalb besser sein, was wohl im Komplex langfristig und auch noch am Ende der Kette verträglich ist, sowohl physikalisch als auch ethisch und gesellschaftlich, und das unter Mitberücksichtigung der Tatsache, daß wir jede Menge Dinge nicht wissen, sondern nur begehrlichkeitsmodifiziert vermuten.

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Ich würde ganz klar sagen nein. Kannibalismus ist klar definiert die Ernährung von Teilen der eigenen Art. Eine Art ist in der Biologie so definiert, dass sie alle Individuen einer Spezies umfasst, die untereinander lebens- und fortpflanzungsfähigen Nachkommen zeugen können. Alle anderen Spezies sind Artfremd, auch wenn sie dereinst den gleichen Vorfahren hatten. Die artspezifische Verwandtschaft endet an dem Punkt, an dem sich die DNS zu stark voneinander unterscheidet, als dass sich die Individuen vermehren können. Vielleicht könnte man noch von Kannibalismus sprechen, wenn eine Art eine andere Art verspeist, die aber noch zur selben Gattung gehört (Tiger, Löwe, Jaguar, Leopard und Schneeleopard bilden zum Beispiel zusammen eine Gattung namens Panthera).

Der Mensch hat heute aber keine engen Verwandten mehr. Würde allerdings ein Hund sich am Kadaver eines Wolfes laben, oder auch ein Tiger an dem eines Leoparden, dann könntest du vielleicht noch von Kannibalismus sprechen. Ist aber alles Definitionssache, da Kannibalismus auch in Philosophie und Ethik eine Rolle spielen kann.

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Es ist immer etwas fragwürdig, bekannte und fest umrissene Begriffe unendlich zu erweitern. Schnell landet man da bei Beliebigkeiten ohne Aussagekraft.

Kannibalismus bezeichnet eigentlich und ausschließlich das Verzehren von Wesen der selben Art.

Deine Schilderung ist aber korrekt und stellt zunächst nichts anderes dar als die Richtigkeit der Aussage: "Im Universum hängt alles mit allem zusammen".

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nö.

Kannibalen zählen die eigene Spezies zu ihrer möglichen Nahrungsversorgung.

Wir Menschen würden keine Menschen essen, also das was wir essen und das was wir sind, da gibts eine klare Abtrennung.

Auch wenn wir Sachen mit unserem Essen gemeinsam haben, sind wir aus den oberen Grund keine Kannibalen.

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Kommentar von EsWerdeLight
15.10.2016, 10:05

Wenn wir also einen Zwilling über 1000 Generationen in modernsten Zivilisationen, und den anderen Zwilling über 1000 Generationen einer komplett von der modernen Umwelt abgeschotteten Wildnis leben lassen, bis die Nachkommen perfekt an ihre Umgebung angepasst sind und z.B. wie Wildschweine aussehen? Dann geht der Stadt-Zwillingsxmalurenkel in diese Wildnis Wildschweine jagen... Immer noch kein Kannibalismus? Wie lange muss also ein Mensch in der Wildnis abgeschottet leben, um nicht mehr zur Spezies Mensch dazuzugehören? 

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Die Definiton von "Kannibale" ist "Menschenfresser"... auch wenn der Mensch vorfahren mit anderen Spezies, Arten, etc. teilt, wäre das, was du vorschlägst, doch eine viel zu weit gefasste Definition von "Kannibale"

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Du irrst, weil du die Schrift nicht kennst (Mk.12,24).

Unser ewige Schöpfer gab uns die Natur, um unsere Ernährung zu gewährleisten (1.Mose 2,16; 3,19; 3.Mose 11,3).

Schweinefleisch allerdings (3.Mose 11,7) ist nach dem System her wie Menschen aufgebaut, so dass hier "Kannibalismus" vorhanden ist und von Gott als Nahrung verboten wurde.

Den "Urknall" kannst du vergessen, der existiert nur in vom "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4) verführten "Narren" (Ps.53,1-2).

Dieser ehemalige Erzengel Luzifer, nun Satan genannt (2.Kor.11,14; Offb.12,9), wird in Bälde verhaftet (Offb.20,2).

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Kommentar von Viktor1
15.10.2016, 23:06

Kein Wunder daß bei solchem Quatsch die Religionsgegner oft "Oberwasser" haben.

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Hallo EsWerdeLight,

das ist ganz einfach eine Sache der Definition. Wenn du definierst: "Kannibale ist ein Mensch, der Menschenteile isst", dann sind wir keine Kannibalen.

Wenn du definierst: "Kannibale ist jedes Wesen, das Nahrung zu sich nimmt.", dann sind wir es, aber auch Tiere und Pflanzen.

Wenn du definierst: "Alles, was wächst, ist eine Pflanze.", dann sind wir Pflanzen.

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Sind wir also alle (Wenn mans gnau nimmt) Kannibalen?

Du vielleicht - ich nicht.

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Nein.

Unter Kannibalismus versteht man per Definition:


1. Wenn Tiere Artgenossen fressen.
2. Wenn ein Mensch Menschenfleisch isst.

(1. Mose 1:11)
11 Und Gott sprach weiter: „Die Erde lasse Gras hervorsprossen, samentragende Pflanzen, Fruchtbäume, die nach ihren Arten Frucht tragen, deren Samen in ihr ist, auf der Erde.“ Und so wurde es. 

(1. Mose 1:25)
25 Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah dann, daß [es] gut [war].

(1. Mose 2:22, 23)
22 Und Jehova Gott ging daran, aus der Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, eine Frau zu bauen und sie zu dem Menschen zu bringen. 23 Da sprach der Mensch: „Dies ist endlich Bein von meinem Gebein Und Fleisch von meinem Fleisch. Diese wird Männin genannt werden, Denn vom Mann wurde diese genommen.“

Adam und Eva aßen kein Fleisch, aber bereits Adam erkannte, daß der Mensch von einer anderen Art ist, als die Tiere.

Nach der Sintflut wurde den Menschen erlaubt, Tiere zu essen:

(1. Mose 9:3, 4)
3 Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. Wie im Fall der grünen Pflanzen gebe ich euch gewiß das alles. 
4 Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen.

Es gibt also auch kein biblisches Verbot, Fleisch zu essen.

Allerdings sollten Tiere mit Respekt behandelt werden. Tierquälerei wird von Gott ganz sicher nicht gutgeheißen:

(Sprüche 12:10)
10 Der Gerechte sorgt für die Seele seines Haustiers, aber die Erbarmungen der Bösen sind grausam.

(Lukas 12:6)
6 Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Münzen von geringem Wert? Doch nicht einer von ihnen wird vor Gott vergessen.

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Kommentar von DinoMath
16.10.2016, 03:47

kriege gerade Lust mich von der Kirche abzumelden.

Bibelzitate sind doch keine Art auf eine Frage zu beantworten.

Sie mögen dir weiter helfen, aber nachdem sie dir weitergeholfen haben wäre ne eigene Meinung nicht schlecht.

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Nein, weil Menschen kein bisschen mit Tieren/Pflanzen verwandt sind. Auch Wissenschaftler machen Fehler und die dummen Menschen glauben einfach alles. Nur weil Teile der DNA gleich sind, bedeutet das nicht gleich Verwandtschaft. Den Urknall gab es auch nicht. Das ist nur eine Theorie, die natürlich nicht widerlegt werden kann, genauso wie das, was ich gerade geschrieben habe. Es kann nicht widerlegt werden und wir können es einfach nicht wissen. Nur vermuten.

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Kommentar von MarkusPK
15.10.2016, 10:12

Falsch. Beinahe alles, was du geschrieben hast, kann man mit wissenschaftichen Belegen ad absurdum führen. Die DNS ist bereits entdeckt, vielerorts entschlüsselt und kann auf spezifische Ähnlichkeiten untersucht werden. Anhand mitochondrialer DNS-Untersuchungen können wir nicht nur die Verwandtschaft von nahen Familienangehörigen, sondern sogar die artübergreifende Verwandtschaft nachweisen und auch zurückrechnen, wann der letzte gemeinsame Vorfahre relativ genau gelebt hat.

Theorien sind das alles nur, weil man es eben nicht mit hunderprozentiger Sicherheit exakt herausfinden kann. Aber man muss mit hundertprozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass Evolution und verwandtschaftliche Beziehungen zwischen allen Arten gegeben sind. Das ist inzwischen keine Frage des GLAUBENSmehr, sondern etwas, das wir WISSEN. Nur eben alle Facetten davon wissen wir noch nicht genau. Und das werden wir wohl auch niemals.

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Kommentar von lefinaud
15.10.2016, 10:21

Sorry, aber das ist total naiv. Ich weiß, dass es viele Möglichkeiten gibt, den angeblichen Verwandtschaftsgrad festzustellen. Das, was wir wissen, ist, dass es Ähnlichkeiten gibt. Man muss nur GLAUBEN, dass diese Ähnlichkeiten eine Bedeutung haben und das tu ich nicht. Wenn Darwin und Co. behauptet hätten, alle Lebewesen wären getrennt und wenn sie das noch plausibel "belegt" hätten, hätte es auch jeder geglaubt.

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Kommentar von SibTiger
15.10.2016, 10:59



 Den Urknall gab es auch nicht

Wie erklärst Du dann die Expansion des Universums - die Ausdehnung des Raumes, oder das Alter des Weltalls?

Die Evolution ist als Tatsache zwar noch etwas sicherer erwiesen als der Urknall, aber ich wüsste keinen Grund, auch am Urknall zu zweifeln.

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Kommentar von lefinaud
15.10.2016, 11:20

Naiv ist der, der alles glaubt, was in der Wissenschaft angeblich bewiesen wurde. Ich GLAUBE einfach nicht an den Urknall und die Evolutionstheorie.

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Da hast du recht
Unterschied dazu
Wir benutzen Messer Gabel und sitzen angezogen am Tisch

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Kommentar von DinoMath
15.10.2016, 09:57

lol?

Stell mir gerade vor, wie du angezogen am Tisch mit Messer und Gabel des Nachbars Kind isst.

Habe dabei Rammsteins "mein Teil" im Kopf: "ist doch so gut gewürzt und so schön flambiert und so liebevoll auf Porzelan serviert und dazu guter Wein und zarter Kerzenschein - ja da lass ich mir Zeit, etwas Kultur muss sein. Denn du bist, was du isst...." xD

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