Sind wir Menschen von Geburt an Barbaren die mit Erziehung moralischer werden?

6 Antworten

Sowas wie einen "natürlichen Menschen" gibt es gar nicht. Was ein Mensch als Richtig oder Falsch ansieht ist zum Großen Teil ein Ergebnis davon, wie er aufwächst. Ein Mensch kann alleine gar nicht in der Natur aufwachsen sondern braucht Fürsorger um zumindest die ersten Jahre zu überleben. Wenn ein Mensch von Affen oder Wölfen aufgezogen wird, was es zumindest in der Legende gab, dann übernimmt er die "Moral" der Affen oder Wölfe.

Wie haben dann die ersten Menschen überlebt ohne Fürsorger?

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Das sehe ich jetzt nicht unbedingt so.

Zum Beispiel spielen kleine Kinder zusammen, egal welche Hautfarbe sie haben.

Und das wird dann mit der "Erziehung" kaputt gemacht.

Mein Sohn spielte mit Flüchtlingskindern, wahrscheinlich waren die aus Bosnien (etwa 1995). Eine andere Mutter meinte dann, wie ich denn meinen Sohn mit dem "Dreck" spielen lassen könne! Der habe ich dann aber gehörig die Meinung gesagt.

In der Natur wird ja ums Überleben getötet und gekämpft.

Einerseits das, andererseits aber auch zusammengearbeitet.

Kein Mensch würde auf die Idee kommen zu stehlen, wenn er wohlhabend wäre. Sobald aber ein Mensch arm ist, würde er fürs Überleben auch stehlen.

Das ist sachlich nicht korrekt. Es gibt auch genügend Menschen, die Stehlen, um zu 'haben', nicht weil es ums Überleben ginge. Selbst wenn man HAT kann man ja immer noch 'mehr haben'.

Also ein Mensch würde wegen dem Überlebensinstinkt alles tun, was heutzutage in der zivilen Gesellschaft ein Tabu ist

Nicht zwangsweise.

Wir Leben ja in Wohlstand und deshalb wird ja einem Ethik und Moral gelehrt, was man tun und unterlassen sollte, auch von Religion. Glaubt ihr aber das ein Mensch in der Natur nicht moralisch handeln würde?

Ich verstehe deine Wohlstand-Argumentation nicht. Es gibe genügend Länder und Gesellschaften in denen KEIN Wohlstand herrschte und doch wurde ein Sittenkodex ins Leben gerufen, um das friedliche Zusammenleben zu garantieren.

Insofern: Natürlich sind moralische Werte anerzogen, mit Wohlstand hat das aber wenig zu tun.

Natürlich hat das was mit Wohlstand zutun. In armen Ländern herrscht hohe Kriminalität. In wohlhabenderen Ländern ist die Kriminalitätsrate niedrig. Ein Sittenkodex hat nichts mit Moral zutun. Sittenkodex gab es auch bei Privaten, was die Zusammenarbeit erleichtert hat, trotzdem haben sie gemordet und gestohlen. Nur weil man in einer wohlhabenden Gesellschaft lebt, heißt es nicht automatisch das man auch reich ist, also kann es trotzdem zu Diebstählen kommen. Das widerspricht meiner These nicht.

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@Sehrix
Natürlich hat das was mit Wohlstand zutun. In armen Ländern herrscht hohe Kriminalität. In wohlhabenderen Ländern ist die Kriminalitätsrate niedrig.

Und in nahezu gänzlich abgeschlossenen Urgesellschaften ist die Kriminalität noch geringer, weil dort eben diese Regeln des Zusammenlebens und die Gemeinschaft eine essentielle Rolle spielen...

Nur weil man in einer wohlhabenden Gesellschaft lebt, heißt es nicht automatisch das man auch reich ist, also kann es trotzdem zu Diebstählen kommen. Das widerspricht meiner These nicht.

Hab ich auch nie behauptet. Behauptet habe ich

Es gibt auch genügend Menschen, die Stehlen, um zu 'haben', nicht weil es ums Überleben ginge. Selbst wenn man HAT kann man ja immer noch 'mehr haben'.
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@BeviBaby

Also unterstützt du mit deiner Aussage, das wir Menschen eigentlich böse geboren sind. Anscheinend handeln manche Menschen nicht moralisch, obwohl sie genug haben.

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In der Natur wird ja ums Überleben getötet und gekämpft.

Diese Vorstellung von Natur und Evolution ist völlig veraltet. Wäre es tatsächlich so, hätte sich die Menschheit nicht auf der gesamten Welt ausbreiten können. Nur mit gegenseitiger Hilfe können Kinder großgezogen werden. Menschen sind auf Kooperation angewiesen.

Kein Mensch würde auf die Idee kommen zu stehlen, wenn er wohlhabend wäre.

Ach, das ist mir neu.

Was sagst du dann mit Ureinwohner und Europäer?

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@agrabin

Die Menschen haben früher gegen ihre Feinde gekämpft, auch die Ureinwohner Amerikas. Das eine hat nichts mit dem anderen zutun. Ist ja klar, dass Menschen ihres Gleichgesinnten gegenseitig helfen. Guck dir mal arme und reiche Länder an, wie verschieden die Kriminalitätsrate ist.

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@Sehrix

Es ist ganz offensichtlich, dass der Mensch zu brutalen Handlungen fähig ist.

In einer Gesellschaft mit großer sozialer Ungleichheit wo wenige Menschen reich sind und viele arm, hat der Diebstahl mit den reichen Menschen begonnen.

Der Mensch ist nicht von Natur aus böse, es wird auch keine Religion gebraucht, die ein fragwürdiges moralisches Korsett für die Masse herstellt.

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Moralisch ist relativ. Moral bestimmt die Gesellschaft. Und das menschliche Hirn hat es in der Firmware fest verdrahtet sich in eine Gesellschaft einzufügen.
Man könnte also eher davon ausgehen das der Mensch „in der Natur“ vorteilhaft für seine Gruppe an Menschen handelt, weil es vorteilhaft für ihn ist.

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