Sind wir die intelligenteste Spezies im Universum?

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19 Antworten

Wenn das Universum nichts besseres zu Stande gebracht hat als eine Spezies, die sich seit tausenden von Jahren bekriegt, wäre ich sehr enttäuscht. Ich finde nicht wirklich viel Intelligentes an uns.

ichmachsnurohne 02.07.2017, 00:09

Doch wir sind schon intelligent. Aus dem, was uns die Natur gegeben hat, Stöcker und Steine, haben wir eine Rakete gebaut, mit der wir auf dem Mond gelandet sind. Wir haben nur unsere Emotionen nicht im Griff.

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PeterSchu 02.07.2017, 00:16
@ichmachsnurohne

Aha, der Mensch kämpft also gegen die ganze Welt, aber den Kampf gegen seine eigenen Emotionen verliert er. Irgendwie eine schlechte Erfindung der Evolution.

Und nebenbei gesagt: wir sind vor Jahrzehnten ein paar Mal mit einer Rakete auf dem Mond gelandet. Derweil nutzen wir aber zigtausende von Raketen für den Krieg. Wo ist der Sinn oder die Intelligenz, wenn man fast jede Erfindung irgendwann dazu nutzt, Menschen zu schaden?  Der Mensch wird auch von seinen intelligenten Raketen nicht viel haben, wenn er sich selbst damit umbringt.

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nax11 02.07.2017, 18:19
@PeterSchu

Du machst einen Fehler bei deiner Betrachtung, PeterSchu :

Intelligenz muß nicht moralisch sein! Intelligenz ist lediglich die Fähigkeit Probleme zu lösen!

Das ist sogar ein Prinzip der Natur: Raubtiere sind gewöhnlich intelligenter als ihre Beute - es geht nicht darum, ob sie dürfen, sondern darum, ob sie können!

Der Mensch, und das ist das Problem, ist zwar kein sog. Carnivore, aber ein Omnivore und das ist ein halbes Raubtier. Diese Fähigkeiten haben uns über unsere gesamte Frühentwicklung gute Dienste geleistet - erwartest du wirklich, daß wir das wegen lächerlicher paartausend Jahre Zivilisation alles vergessen?

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PeterSchu 02.07.2017, 21:59
@nax11

Wie du sicher weißt, gibt es auch eine emotionale Intelligenz.

Lächerliche paar tausend Jahre? Und wie erklärst du, dass wir in den letzten lächerlichen hundert Jahren technisch gesehen die Welt neu erfunden haben? Und dabei mit der Moral in der Steinzeit geblieben sind?

Im Übrigen hatte ich mit meiner leicht sarkastischen Bemerkung nicht beabsichtigt, eine wissenschaftliche Diskussion zu entfachen.

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nax11 03.07.2017, 08:45
@PeterSchu

Die Intelligenz einer Spezies ist evolutionär lediglich ein Hilfsmittel, um sich besser durchsetzen zu können. Auch Tiger haben eine nicht vernachlässigbare Intelligenz, die sich aber auf ihr unmittelbares Umfeld beschränkt.

Erst oberhalb einer gewissen Schwelle entwickelt Intelligenz ein Eigenleben, das über die unmittelbare Überlebensstrategie hinausgeht.

Ein identisches Gehirn hatten schon Frühmenschen, aber sie hatten keinerlei Erfahrungen außerhalb ihrer üblichen Tätigkeiten. Sie mögen zwar neugierig gewesen sein, was das für Lichter am Himmel waren, haben sie aber als irgendetwas mystisches einsortiert. Sie hatten noch nichtmal eine genügend komplexe Sprache, die sie vermutlich erst in den letzten 100.000 Jahren entwickelten. Die Schrift kam erst vor 5000 Jahren dazu, ist aber ganz wesentlich für irgendeine wissenschaftliche Tätigkeit - ohne Schrift ist eine präzise Informationsübermittlung unmöglich.

Dann dauerte es nochmals 2200 bis 2400 Jahre, bis die Griechen die bis dahin zusammengetragenen Erkenntnisse erstmals in wissen-schaftlicher Form systematisiert haben und dann lagen bis heute nochmals 800 bis 1000 Jahre Mittelalter dazwischen, wo man für wissenschaftliche Innovationen durchaus auf dem Scheiterhaufen landen konnte.

Wir haben keineswegs in den letzten paar Jahrhunderten die Welt umgekrempelt. Das konnten wir nur deshalb tun, weil unsere Vorfahren die komplette Vorarbeit geleistet haben. Der Rest ist ein Selbstgänger von "entfesselter Intelligenz".

Die sogenannte emotionale Intelligenz hat damit nichts zu tun. Diese Form von Intelligenz nutzen wir für soziale Interaktionen. Sie ist notwendig, damit wir zusammenarbeiten können - Einzelgänger würden jeder für sich "herumwursteln" und dabei nichts erreichen.

Daß unsere "zivilisatorische Ebene" nur ein bischen Lack auf einer sehr alten Spezies ist, siehst du an dem, was wir unter Bedrohungs-lagen, auch selbstverursachten, zu tun in der Lage sind. Besonders in Kriegen werfen wir alles über Bord, das etwas mit Zivilisation zu tun hat. Das ist übrigens auch "emotionale Intelligenz", oder ein emotionaler Reflex: "Töte, oder werde getötet!"

Auch "emotionale Intelligenz" ist uralt und hat mit einer "moralischen Intelligenz" nichts zu tun. Letzteres ist eine Ausprägung von zwischenmenschlichem und Gruppenverhalten. Man könnte es auch einen Zügel nennen, eine Instanz, um die Intelligenz unter Kontrolle zu behalten.

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nax11 03.07.2017, 08:49
@PeterSchu

Nachtrag:

Der Mensch wird auch von seinen intelligenten Raketen nicht viel haben, wenn er sich selbst damit umbringt

Bleibt abzuwarten, ob wir mit unserer Intelligenz langfristig umgehen können, oder ob sie für das Überleben unserer Spezies kontraproduktiv ist?

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ichmachsnurohne 03.07.2017, 14:57

Emotionale Intelligenz ist nicht gleichbedeutend mit moralisch "richtig" handeln. Die Evolution kennt sowas wie Moral nicht, sie verläuftt auch nicht zielgerichtet. Sie hat keinen Plan, es basiert alles auf Zufall. Sie ist kein Ersatz für Gott. Emotionale Intelligenz ist lediglich die Fähigkeit, andere Leute zu lesen und sie zu beeinflussen, mit anderen zu kommunizieren und Informationen auszutasuchen und zusammenzuarbeiten. Ich welche Richtug das Handeln genau geht,"gut" oder "böse" ist davon absolut unabhängig. Der Selbsterhaltungstrieb ist stärker als der Arterhaltungstrieb. Es ist sogar so, dass der Arterhaltungstrieb gar angezweifelt wird und als solcher garnicht existiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arterhaltung

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Nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit kann man bei der gigantischen Anzahl von Himmelskörpern im Universum davon ausgehen, dass es zumindest eine riesige Anzahl an Planeten gibt, auf denen sich Leben entwickeln könnte.

Nach den gleichen Gesetzen dürfte sich zumindest auf einem gewissen Anteil dieser Planeten auch tatsächlich Leben entwickelt haben, und wiederum bei einem Teil davon dürfte dann auch (im weitesten Sinne) intelligentes Leben hervorgebracht haben.

Da die anfangs genannte "gigantische Anzahl" nach "normalem" menschlichem Vorstellungsvermögen schier unermesslich, also nahezu unendlich groß ist, dürfte es schon mal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so sein, dass die Menschheit nicht die einzige intelligente Spezies im Universum ist.

Die Frage ist dann jeweils, wann dieses Leben entstanden ist (wie lange es also überhaupt Zeit hatte, seine Intelligenz zu entwickeln), und wie schnell sich diese Intelligenz weiter entwickeln konnte. - Diese beiden Fragen sind nicht ohne Weiteres und nicht eindeutig zu beantworten.

Es gelten - nach universellem Maßstab - für alle Planeten die gleichen Voraussetzungen, innerhalb der "normalen" Streuung. Man kann daher m. E. davon ausgehen, dass das Intelligenz-Niveau all dieser Zivilisationen im Wesentlichen normalverteilt ist. (Es gibt allerdings weder einen Beleg dafür, dass das tatsächlich gilt, noch irgendwelche Hinweise, wie weit die Streuung dabei ist.)

Wo genau innerhalb dieser Normalverteilung die menschliche Zivilisation sich befindet, lässt sich m. E. nicht feststellen - es gibt aber keinen sinnvollen Grund, die Entwicklungsabläufe auf der Erde als "durchschnittlich", und erst recht nicht, sie als "außerordentlich gut" anzusehen. 

Es ist also durchaus nicht unwahrscheinlich, dass es auf anderen Planeten eher Leben gab und / oder dass sich dessen Intelligenz schneller entwickelt hat.

Ich halte es danach sogar für sehr unwahrscheinlich, dass die Menschheit die intelligenteste Spezies im Universum ist.

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Ob wir allerdings jemals irgendeinen Kontakt zu einer anderen Spezies bekommen werden, oder auch nur direkte Belege für ihre Existenz, steht auf einem anderen Blatt - beides halte ich (ebenfalls nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit sowie denen der bekannten Physik) für äußerst unwahrscheinlich ...

 

 

Hallo,

wenn ich mir manche Beiträge hier durchlese:

Definitiv nicht.

Herzliche Grüße,

Willy

Das steht so nicht zu erwarten.
Es ist nicht intelligent seine Lebensgrundlage, diesen beschaulichen Planeten zu vernichten und hernach einfach den nächsten auszusuchen, das Gleiche zu tun.

Eine andere Frage wäre, ob es da draußen andere gibt, ie sich ebenso dämlich verhalten?
Falls das der Fall wäre, warten die ganz sicher nicht auf die Menschheit, denn das Prinzip von Leben ist überleben.

claushilbig 20.10.2017, 17:22

Das ist eine Frage wie man Intelligenz definiert ...

... und u. a. die Tatsache, dass der Mensch in der Lage ist, die Erde zu vernichten, beweist seine hohe Intelligenz in dem Sinne, wie die Wissenschaft den Begriff "intelligentes Leben" üblicherweise versteht.

 

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Das kann man nicht wissen.  Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Die Wahrscheinlichkeit daß es noch andere sehr hoch entwickelte Lebewesen gibt ist mehr als nur sehr hoch.  Selbst wenn wir noch keinen Hinweis haben.

ichmachsnurohne 02.07.2017, 11:10

Das muss aber nicht sein, erst nach vier Milliearden Jahren sind wir entstanden. Das kann auch ein enormer Zufall gewesen sein,

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claushilbig 20.10.2017, 17:27
@ichmachsnurohne

Sicher ist die Entstehung von Leben "ein enormer Zufall" - aber bei der nahezu unendlichen Größe des Universums ist nach dem "Gesetz der großen Zahlen" nahezu sicher, dass dieser "enorme Zufall" nicht nur einmal eingetreten ist.

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Bis jetzt ja ... zumindest von dem Teil was erforscht wurde... wer weiß schon was in den entferntesten Galxien und Planeten herrscht...

WO siehst Du hier eine intelligente Spezies?

P.S.: Wenn es im Univesum intelligente Spezies gibt. ist es durchaus nachvollziehbar, dass sich nicht mit UNS in Kontakt treten wollen.
Oder siehst Du da anders?

ichmachsnurohne 01.07.2017, 23:29

Kurz gesagt, ich glaube, die sind garnicht viel anders als wir. Evolution bedingt, dass die Lebewesen egoistisch sind. Außerirdische Lebewesen werden auch einer Evolution unterliegen.

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Nein, da viel zu leicht zu besiegen...

Katzen, Krebse, Orcas = um Klassen besser.

Cat grinst dich an: bämm - du es falsch getan

Crap: winking hand - winking - cnip

Orca: up in the ...

Ich hoffe doch nicht!  Es wird doch hoffentlich irgendwo im Universum eine Spezies geben, die nicht ihren eigenen Planeten zerstört.

Man hat mehrmals nach Technosignaturen extraterrestrischer Intelligenzen gesucht und hat nicht wirklich was gefunden. Lediglich das sogenannte "WOW-Signal" und "Tabbys Stern" sind mysteriöse Objekte, die man noch nicht 100%ig zuordnen kann. In dem Buch "Lebensraum Universum" (Springer Verlag) wird ganz konkret darauf eingegangen und ist gut verständlich geschrieben. Vielleicht hilft es dir ja

ichmachsnurohne 01.07.2017, 23:27

Über beides bin ich informiert

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Es wäre vermessen sowas zu behaupten, da wir nicht mal ein Bruchteil unserer Galaxie kennen. 

Mehr oder weniger schon...grinss

Glaube ich nicht. Sonst hätten wir schon längt andere Spezis entdeckt.

Nein sind wir nicht, und dein Nickname beweist das übrigens Eindrucksvoll 

Eine Spezies die sich nach und nach selbst vernichtet würde ich nicht als Intelligent bezeichnen .

PWolff 01.07.2017, 23:48

Das ist mangelnde Klugheit, nicht angelnde Intelligenz.

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claushilbig 20.10.2017, 17:32

Die Tatsache, dass die Menschheit die Mittel schaffen konnte, sich selbst zu vernichten, beweist seine hohe Intelligenz in dem Sinne, wie die Wissenschaft den Begriff "intelligentes Leben" üblicherweise versteht...

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Abgesehen von den meisten anderen schon. 

Patrickson 01.07.2017, 23:29

Wenn wir die Intelligenteste Spezies wären, wüssten wir es! Da wir es nicht wissen, sind wir es nicht! 

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ichmachsnurohne 01.07.2017, 23:31
@Patrickson

Du stellst aber einen Zusammenhang her, den du garnicht beweisen kannst. Dass intelligentere Spezies als wir von Aliens bescheid wissen müssen.

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Patrickson 02.07.2017, 19:01
@ichmachsnurohne

Die Frage hiess nicht: Wer ist intelligenter? Die Frage hiess: Wer ist der Intelligenteste im Universum! 

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Das weiß nur Gott

Wir sind nicht mal die intelligenteste spezies auf unserem planeten xD

ichmachsnurohne 12.07.2017, 11:35

Wer ist denn noch intelligenter als die Menschen? Hoffe das war nur Spaß von dir, kannst es nicht ernst meinen....

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Scruntch 12.07.2017, 17:47
@ichmachsnurohne

Jedes Lebewesen welches schlau genug ist sein Heimatplaneten nicht zu zerstören vielleicht, also alle von der Ameise bis zum Pottwal.

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Das bezweifle ich.

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