Sind Wasserstoffbomben Strahlungstechnisch stärker?

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3 Antworten

Das lässt sich schon deshalb nicht beantworten, weil die Frage viel zu undifferenziert formuliert ist. Das liegt teilweise daran, dass der Begriff "Wasserstoffbombe" selbst ein völlig schwammiger Totschlag-Begriff ist, aus der Zeit, als zumindest die breite Öffentlichkeit noch sehr sehr wenig über verschiedene Bauformen und konstruktive Details und dergleichen wusste. Und teilweise liegt es daran, dass du nicht ausreichend konkret ansprichst, um welche Strahlungsquellen es dir geht.

Die initiale Menge an ionisierender Strahlung ("Radioaktivität") ist bei "normalen" Kernwaffen immer etwa fünf Prozent der gesamten freigesetzten Energie, außer es handelt sich um "Neutronenbomben". Von daher => je mehr Kilo- bzw. Megatonnen, desto mehr davon.

Neutronenwaffen fallen aber ebenfalls unter "Wasserstoffbomben" in dem Sinne, dass die Wirkung auf einem Fusionsmechanismus beruht, Nur wird der halt derart konstruiert, den Neutronenfluss zu erhöhen statt die "Sprengkraft".

Von der initialen Strahlung abgesehen gibt es aber natürlich auch noch die residuale Strahlung ("Fallout"), das ist im Wesentlichen die Radioaktivität der freigesetzten Spaltprodukte. Wie hoch die ist, kommt ganz wesentlich auf die Konstruktion der Waffe an. Es hängt davon ab, wie hoch der Anteil der freigesetzten Energie ausfällt, der auf Kernspaltungsreaktionen zurück geht und nicht auf Fusionsreaktionen.

Man kann mehrstufige Fusionswaffen ausgesprochen "sauber" konstruieren - mit einem minimalen Anteil an Kernspaltung - aber auch ausgesprochen "schmutzig". Das liegt daran, dass die Fusion extrem viele schnelle Neutronen freisetzt - und die wiederum lassen sich dazu nutzen, weiteres Material zu spalten, das sich mit den langsamen Neutronen nicht spalten lässt, die man zur Zündung der Primär-Stufe beziehungsweise einer reinen Spaltungswaffe nutzt. Konkret: die schnellen Neutronen aus der Fusion machen dann plötzlich auch das ganze abgereicherte U238 spaltbar, das von der Anreicherung übrig geblieben ist. Also muss man nur einen dicken Mantel davon um die eigentliche Bombe herum packen, um die Stärke der Explosion fast nach belieben zu steigern. Was dann natürlich extrem "schmutzig" wird.

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Also, da man zum zünden einer fusionsbombe erst eine atombombe braucht, wird die strahlung schon mal nicht weniger sein als bei einer atombombe, kann also nur noch größer werden! Lg

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Ne... atombome zb is stärker von der Strahlung her.. aber be wasserstoffbome is der Zerstörungsradius größer..

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