Sind Vorurteile in Wahrheit nur Erfahrungswerte?

13 Antworten

Hallo,
das sind für mich zwei Welten, die da aufeinandertreffen:
-das Vorurteil - es ist eine Art Urteil, dem es an Beweisen fhelt, um es abzusichern gegen Widerlegung. Was nicht stichhaltuig bewiesen werden kann ist für mich eine Annahme oder Behauptung, die michts mit der Wahrheit zu tun haben muss.
-die Erfahrung: hier braucht es keinen Beweis. Es hat sich etwas zugetragen, es ist etwas geschehen. Interessant wäre in diesem Zusammenhang lediglich, den Motiven und/oder Begleitumständen nachzugehen.
Generell halte ich Vorurteile bzw. Erfahrungen für nicht vergleichbar. Das sind zwei Kategorien oder eher noch zwei Welten


Ja sicherlich, das ist überlebenswichtig, zumindest die ersten Jahre unseres Lebens. 

Wir erschaffen uns immer weitere Schubladen, und umso mehr Erfahrungen und Kenntnisse wir sammeln, umso subtiler werden diese "Schubladen". 

Deshalb ist es wichtig, immer offen für neue Informationen zu sein, und nicht sie bei der kleinsten Dissonanz sofort abzuwehren. 

Nicht zu vergessen, das Vorurteile/ Einstellungen sich im Laufe des Lebens ständig verändern und weiterentwickeln können. 

 Eine gute Frage! Alle reden davon, dass man Vorurteile vermeiden solle, aber wer weiß schon, was ein Vorurteil ist? Wenn sie leicht zu erkennen wären, wäre es wahrlich leicht, sie zu vermeiden. Das ist aber nicht so.

Von einem Vorurteil sprechen wir, wenn jemand anderes aufgrund seiner eigenen naturgemäß begrenzten Erfahrung eine Verallgemeinerung vornimmt, die wir für falsch halten.

Nun ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Verallgemeinerung falsch ist, allgemein ja keineswegs gering. Andererseits ist der Schluss von der Stichprobe auf die Gesamtheit ein, wenn nicht das wichtigste Grundprinzip menschlicher Erkenntnis.

Mit der hohen Kunst, Vorurteile als solch zu erkennen, beschäftigen sich ganze Wissenschaften, z.B. die Erkenntnistheorie und die Statistik.

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