Sind Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gleichermaßen notwendig?

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Das sind zwei verschiedene Dokumente.

Eine Vorsoirgevollmacht ermächtigt den Bevollmächtigten, im Falle der Verhinderung Rechtsgeschäfte vorzunehmen - von Post öffnen über Geld abheben, wenn der Voillmachtgeber alleiniger Kontoinhaber ist.

Eine Patientenverfügung legt lebzeitig fest, bei welchem Zustand welche Behandlung gewünscht wird oder unterlassen werden muß.

Dies Erklärungen können auch in einem Dokument zusammengefasst werden, wobei ich die Patientenverfügung eher einem Freund denn Ehepartner oder Eltern übertragen würde, die die Entscheidung lebensverlängernder Maßnahmen eher subjektiv ("Nicht-Loslassen-Können") denn im Sinne des Betroffenen treffen.

http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/broschueren/broschueren_anlagen/Vorsorgevollmacht_Formular_November_2009.pdf?__blob=publicationFile

ist ein ausfüllbarer Stanbdard-Vordruck.

Verfügungen, was im Falle der Bewußtseinstrübung oder tödlich verlaufend prognsotizierter Krankheiten konkret und im Einzelnen zu tun und zu lassen ist, wäre allerdings eine weitergehende Verfügung als Anlage notwendig und dies müßte regelmäßig bestätigt werden, damit es die Ärzte auch anerkennen: "Keine Reanimation" oder "Palliativmedizinische Bahndlung" reichen nicht aus.

G imager761

Ja, definitiv. 

In der Vorsorge-Vollmacht kannst du jede volljährige Person deines Vertrauens einsetzen. Es muss nicht zwingend ein Familienmitglied sein. 

Wichtig ist, dass du die Vorsorge-Vollmacht Punkt für Punkt mit deiner Vertrauensperson besprichst, die Du als Bevollmächtigten einsetzt. Der Bevollmächtigte muss auch verstehen, was er da unterschreibt. Du kannst eine oder mehrere Personen als Bevollmächtigte einsetzen. Je mehr, desto sicherer ist die Vollmacht. Allerdings sollten Reihenfolge und Aufgabengebiet genauestens geregelt sein, um Streitigkeiten zu vermeiden. 

Hallo, jede Person die bereit ist und der man vertraut kann eingesetzt werden. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass auf einen Bevollmächtigten schwierige Entscheidungen zukommen können. Der Bevollmächtigte sorgt ja dafür ,dass der Wille dessen der die Patientenverfügung für sich gemacht hat, auch durchgesetzt wird. Er spricht und handelt nach dem in der Pat.Verfügung gemachten Angaben. Also - Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gehören unbedingt zusammen! Schöne Grüße

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